Hotel Ponzo... nichts als die Wahrheit... Teil 5
Auf der Flucht
Meine Sauna-Demonstration neulich scheint Frau M. völlig verstört zu haben. Wann immer ich sie seitdem sehe, kriegt sie einen panischen Blick und ergreift die Flucht. Das irritiert mich jetzt aber doch etwas. Ich meine, was soll denn das? Mein letztes Ganzkörper-Lifting hat richtig viel Geld gekostet und mir einen perfekten Körper verpasst, daran kanns also nicht liegen. Gut, vielleicht hätte ich den Herren, die mich im Adamskostüm auf dieser Demonstration begleitet haben, vorher noch mal die Adresse meines Schönheitschirurgen geben sollen. Ich meine, nackte Männer sind ja in den seltensten Fällen so ein richtig schöner Anblick. Aber dann soll Frau M. in Zukunft gefälligst um diese Herrschaften einen großen Bogen machen und nicht um MICH!
Da isse ja schon wieder. Huhu, Frau M., wie wäre es mit einem Drink an der Bar? He, so warten Sie doch! .... Tja, was soll ich sagen? Nix als Staubwolken hat die Dame hinterlassen.
Dabei war diese Demonstration neulich ein durchschlagender Erfolg. Madame Quidécidetout erlitt nämlich auch einen ganz schönen Schock, als da so eine Horde Nackter vor ihrem Tresen herum hüpfte. Und was soll ich sagen? Seitdem ist Ruhe im Laden. Das Biest ergriff die Flucht und verließ mit wehenden Haaren das Hotel. Seitdem wurde sie nicht mehr gesehen und wir haben endlich wieder unsere Ruhe. Wurde aber auch Zeit! Noch mehr Streiks und Demonstrationen hätte ich nicht durchgestanden.
So, und jetzt gehe ich alleine was trinken, weil alle anderen sich wieder mal in ihren Löchern verkrochen haben. *grummel*
Kommentare dazu:
(8.10.04 20:23)
psssst is se weg???? *um die Ecke guck* Nerven hat die Frau! Wer die zum Freund hat braucht keine Feinde mehr, ich sach sie. Seit der letzten Aktion tuscheln alle hinter mir her, weil sie wissen das ich mit der Frau Professor, na sagen wir mal, befreundet bin. Nackt! Dieses Bild bekomme ich schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf *energisch den Kopf schüttel* Ich geh ihr grad mal ein bisken aus dem Weg, bisher hab ich mich auch immer so geschickt versteckt, das sie mich nie gesehen hat. Hömma, is doch wahr! Wer weiß auf was für Ideen die Dame noch kommt. Ich zieh mich nicht aus, ich nicht!!!! Obwohl..... irgendwie vermiss ich sie ja schon......und seit wann interessiert mich was die Leute sagen?????? Haaaalllo Frau Profäääässooooor, warten se mal....
(8.10.04 22:16)
Hä? War da was? Ach, Frau M., nu kommen Se ja doch noch an. Lassen Sie sich doch mal drücken. An meine kleine Hühnerbrust, altes Haus. *zieh, zerr, quetsch* Was ist denn jetzt schon wieder los? Wieso gucken Sie so beleidigt? Waaaas? Ich hätte den Kragen Ihres ollen kleingeblümten Kleidchens zerknittert? Also, da hört sich doch wirklich alles auf. Die Frau wird ja von Tag zu Tag humorloser. Dann können se Ihren Schlummertrunk auch alleine zu sich nehmen. *grimmig davon stapft*
8.10.04 23:55)
*blöd guck*
Erwin Sondermann (9.10.04 18:17)
*auch blöd guck* Dann ist ja alles wie immer und in Ordnung
diese Frau Professor!!
*blöd guck* nu is se beleidigt!! Das hat Frau nun davon. Erst überwindet man sich, springt mit einem heftigen Hoppser über seinen eigenen Schatten und dann...... dann ramponiert sie mir mein bestes Sonntagsausgehkleid und ist noch beleidigt wenn ich sie ein wenig anmurre. Als wenn ich nicht mit ihr schon genug mitgemacht hätte und? Hab ich einmal was gesagt? Ein einziges Mal mal? Kein Wort kam über meine rotgeschminkten Lippen. Zumindest nicht ihr gegenüber.
Wenn ich da nur an die Pappmache-Aktion denke, wo ich stundenlang in der Duschtasse rummatschen musste, nur weil sie ihren Arm in Gips............ Und das auch nur weil ich sie beim Dachterassensprung durch beherztes Eingreifen vor üblerem bewahrt und sie an ihrem Slip...... Und füttern musste ich sie anschließend.
Oder wie ich sie vor dem wilden Stier gerettet habe, als wir versehentlich statt in den Bus in einen spanischen LkW-Anhänger gestiegen sind. Kein Wort hab ich gesagt.
Frau M. hab ich zu mir gesagt, sagen se jetzt nix, hab ich gesagt. Pöh, dann trink ich eben meinen Drink alleine. *die Cocktailbar stürm* Ein bis fünf Gläschen Schampus bitte! *reinschütt*
Die Blödgucker
Frau M. aus Dingens und Herr Sondermann aus Dingens an der Dingens
haben es ja schon sehr hübsch vorgemacht: Wenn ihnen einer blöd kommt,
dann hauen sie ihm nicht einfach eins in die Fresse oder kriegen
hysterische Kreischanfälle. Nein, dann stellen sie sich ganz entspannt
hin und gucken einfach mal ein bisschen blöd. Blöd gegen blöd. Und das
alles ganz stressfrei.
Das ist viel leichter, als Sie denken.
In der S-Bahn hält Ihnen ein Mütterchen ihren Behindertenausweis vor
die Nase, obwohl alle anderen Plätze frei sind? Blöd gucken statt die
arme Alte zu würgen erspart Ihnen beiden viel Ärger.
Ihr Chef hat Ihnen mit einem Hinweis auf die schwache Konjunktur
gekündigt, während er seinem Töchterchen grade zum 18. Geburtstag ein
Loft in Winterhude geschenkt hat? Gucken Sie einfach blöd. Das
ist bequemer, als dem Chef unter wüsten Beschimpfungen in die Eier zu
treten.
Ihr Göttergatte hat Ihnen nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder
gesagt, dass er Sie liebt? Fragen Sie ihn nicht sofort, ob er eine
Geliebte hat. Ein bisschen blöd gucken reicht für den Anfang.
Ihre Liebste möchte tantrische Spielereien mit Ihnen ausprobieren? Auch
hier kann ein hübsch blöd verzogenes Gesicht nicht schaden. Es erspart
Ihnen am nächsten Tag den Gang zum Orthopäden.
Ihr Sohn will endlich wissen, warum er eine schokofarbene Haut hat,
obwohl beide Eltern weiß sind? Lieber blöd gucken, als den armen
Kleinen mit schlimmen Antworten zu überfordern. Auch mit 32 kann ein
Söhnchen noch sehr sensibel reagieren.
Sie stellen eines Abends im Hotel Ponzo fest, dass in Ihrem Bett schon
jemand liegt? Nicht gleich nach dem schlampigen Hotelpersonal brüllen.
Das bringt eh nix. Entspannen Sie sich, gucken Sie ein bisschen blöd
und legen sich dann einfach mit ins Bett. Das wird sicher eine
unvergessliche Nacht!
So, und wer den blöden Blick nun immer noch nicht genug geübt hat, der
kann demnächst auf dieser Seite zauberhafte Bilder vom Hotel Ponzo und
sämtlichen Gästen bewundern. Wenn Sie dann immer noch nicht blöd
gucken können, dann kann ich Ihnen leider auch nicht mehr helfen.
In diesem Sinne
Ihre heute ganz außerordentlich blöd guckende Frau S.
Kommentare dazu:
(13.10.04 02:55)
Wie meinen se dat getz? Ist das ein gemeiner Seitenhieb, oder ein Friedensanjebot? *als alter Ponzo-Hase gewohnt dümmlich guck*
(13.10.04 11:35)
Hm, da stellen Sie mir jetzt eine Frage, die mich glatt überfordert. *mal total blöd guckt*
Liebes Gästebuch,
die Auseinandersetzungen mit Madame „DieganzschöndurchdenWindist“, wir erinnern uns, die liebenswerte Rezeptionistin Frau Ponzo wurde kürzlich von ihr des wichtigstens Arbeitsmittels beraubt, nein, nicht des Schlüsselkastens, viel schlimmer, des gesamten Entreé, dieser harte und unmenschliche Arbeitskampf hat ein Ende gefunden!
Frau Ponzo hat die Fronten gewechselt und sich auf die Seite der Sieger geschlagen. Von einer versklavten Rezeptionistin ist sie nun zur gefürchteten Hoteltesterin aufgestiegen. Tagtäglich startet sie jetzt Umfragen unter den Hotelgästen und vergibt daraufhin den berüchtigten Ponzostern für besonders anprangernswerte Zustände.
Das Hotel Ponzo hat mit einer einzigen Frage bereits glorreiche 1587 Ponzosterne verliehen bekommen. Die Antwort hieß „Hä?“ und die Frage lautete: „Halten Sie ein Zimmer, in dem einzig und allein ein zerbrochener Kleiderbügel liegt, für ausreichend möbiliert?“
Kommentare dazu:
(14.10.04 20:34)
Hä?
(14.10.04 21:34)
Qua?
(15.10.04 18:59)
Genau! Ganz meine Meinung!
Weitere Fragen aus dem Ponzo-Hotel-Test:
Stört es Sie, dass ihr Doppelzimmer auch für einen Dreier benutzt werden kann?
Stört es Sie, wenn Sie während dessen im Bett liegen und schlafen wollen?
Würden Sie es begrüßen, wenn Ihr Zimmer eine abschließbare Tür hätte?
Halten Sie die Speitüten am Frühstücksbüffet für eine ausreichende Sicherheitsmaßnahme?
Würden Sie es als übertriebenen Luxus empfinden, wenn das Hotel über einen Feuerlöscher verfügen würde?
Sind die Gitter an den Fenstern für Sie ein vertrauter Anblick, oder hätten Sie doch lieber Gardinen?
Was würden Sie machen, wenn aus ihrer Dusche Wasser käme?
Könnten Sie sich vorstellen, für einen kleinen zusätzlichen Obolus, einmal im Monat frisches Bettzeug vorzufinden?
Gibt es Momente, in denen Sie sich wünschten, aus den Steckdosen kämen nicht nur Kakerlaken?
Würde es Sie beunruhigen, wenn Sie auf unseren Fernseher ausschließlich arte sehen könnten?
Finden Sie die Idee, den individuellen Weckruf durch einen generellen Tusch für alle um 4.oo Uhr morgens zu ersetzen (mit der französischen Nationalhymne „Non, je ne regrette rien“) genauso großartig wie die Hotelleitung?
Was verstehen Sie unter Zimmerservice?
a) Eine aufgetankte Minibar,
b) ein aufgetanktes Zimmermädchen oder
c) Beides?
Aktuelle Anzahl vergebener Ponzosterne: 32.567.894.568.524.678.263.884 (Tendenz stark steigend!)
Kommentare dazu:
(16.10.04 02:30)Frau M.
1.ja
2.ja
3.ja
4.ja
5.nein
6.wär schön
7.vor Freude nackt und irre lachend durch die Gemeinschaftsdusche tanzen
8.ja
9.ja
10.nein, hin und wieder ein Heimatfilm im Videokanal täte es auch
11.großartig
12.a)
13.ja
14.ja
15.öhm wie war noch mal die Frage???
Ich stelle mit Entsetzen fest das ich eindeutig zur Ja-Sager-Generation gehöre *ungläubig mit dem Kopf schüttel*
16.10.04 15:31)Frau S.
Es stört Sie, wenn in Ihrem Bett endlich mal das Leben tobt? Also, Frau M., ein bisschen mehr Unternehmungslust hätte ich Ihnen schon zugetraut.
Ich beantworte Frage 1. natürlich mit einem sehr entschiedenen Nein! Und alle anderen Fragen auch. Was sagen Sie, Herr Sondermann? "Nein" passt nicht immer als Antwort? Na, dann stellen Sie doch gefälligst passendere Fragen. *empört entschwindet*
(17.10.04 19:13)Frau M.
*kopfschüttel* einen Ton haben se am Leib Frau S! Wat ham se denn? Ist ihnen die gestrige Fischsuppe nicht bekommen? Herzeleid? Wechseljahre? Migräne?
tz tz tz tz
Herrrr Sondermann nu sagen se doch auch mal was..
(17.10.04 20:10)Frau S.
War wohl die Fischsuppe. Die sah schon so komisch aus, ganz grünlich irgendwie. Und mein Gesicht war hinterher noch viel grüner. Na, ich erspare Ihnen die Details. Aber was wollen Sie auch anderes von der Küche erwarten? Wir befinden uns hier schließlich im Hotel Ponzo.
(18.10.04 23:37)
Auch wieder wahr! Na gut ich verzeih es ihnen noch mal *zauberhaft an lächel*
Was macht eigentlich ein durchschnittlicher Hotel-Ponzo-Gast in seiner Freizeit?
Nun, diese oft gestellte Frage beantwortet die beiliegende Postkarte am Beispiel des Langzeitgastes Erwin Sondermann:
Wenn er nicht gerade an seinem philosophischen Hauptwerk „Ich war – Ich bin – Ich könnte sein“ arbeitet, bessert er sein Taschengeld als Postkarten-Model auf. Als Schauspieler der alten Schule vermag er es dabei ohne Mühe, Jean Gabin, Pablo Picasso und den unbekannten Schachspieler Rainer Rösslsprung in einer Figur zu vereinigen. Auf Wunsch kann er auch binnen Sekunden in die Rolle des sensiblen Atomphysikers Niels Bohr schlüpfen oder den Garderobenständer von Marlene Dietrich imitieren. Auch seine hochbegabte Hauskatze hat einige Paraderollen in petto. Hier sehen wir sie als Nackenrolle.
Kommentare dazu:
(18.10.04 19:20)
wie amüsant. da schau ich doch bei gelegenheit gerne wieder vorbei ;-)
(19.10.04 01:49)Frau M.
ja ich schaue auch immer wieder gerne dran vorbei. Hat jemand die Küchenmamsell gesehen? Ich hätte noch ein wenig Hüngerchen..... *lostrabt und mal auf die Suche geht* wieher
(19.10.04 12:26)Frau S.
Äh, Herr Sondermann, ich hab da was nicht kapiert. Wer oder was auf diesem ausdrucksstarken Bild ist denn der Gatte von Frau Ponzo? Ist der soo unscheinbar, dass er quasi unsichtbar ist????
(19.10.04 12:55)Frau M.
Frau Professor, die Kompottschalen-Brille wieder nicht geputzt? Dat sehe ja sogar ich mit meinen altersschwachen Äugelein. Immer dem Pfeil folgen dann noch ein bisken geradeaus, dat kleine Männlein da, jaa getz ham sen. Muss ich mir Sorgen machen? Werd ich demnächst zum Blindenhund umfunktioniert? Wat ich alles mitmachen muss, nänänä
(19.10.04 14:19)Frau S.
Was denn? Wie denn? Wo denn? Ach, mein Gott, ja! Frau M., wenn ich Sie nicht hätte. Ich sach ja, das Alter, das kaputte Monokel, die Übermüdung und überhaupt.
im Foyer aufbau und eine Rede vor versammelten Gästen hält
*tief Luft holt*
Liebe Singles und Singleletten, Strohwitwen und –witwer, flüchtige Ehegatten und –innen
Ich freue mich das sie so zahlreich erschienen sind, ich werde mich *räusper* in gewohnter Weise kurz halten.. Sind sie es auch satt in diesem freudlosen Etablismeng vor sich hinzudümpeln? Sehnen sie sich auch nach einem anschmiegsamen, unterhaltsamen Partner an ihrer Seite?Löffeln sie auch allmorgendlich lustlos ihr Frühstücksmüsli im Speisesaal in sich hinein, nur um diese unsagbare Leere zu füllen?
Haben sie auch keine Lust mehr, sich an der Cocktailbar zu besaufen, nur weil der entsprechende Gesprächspartner fehlt und der Kellner schon mit Walkman auf den Gehörgängen bedient, weil er es satt ist ihre freudlose Lebensgeschichte zum 185. mal zu hören???
Sind sie es leid ihr Zimmer mit einem übelgelaunten Zimmergenossen gleichen Geschlechts zu teilen (mal zu Frau Prof. S. rüberschielt), nur weil alle Einzelzimmer in diesem Hotel unerschwinglich und ausgebucht sind?
Fühlen sie ihn auch, diesen kalten unerbittlichen Herbst, der durch unsere Herzen jagt?
Apropos hat schon jemand mal dem Personal gesagt, das sie langsam mal die Heizung anstellen und den Zimmermann für die lädierten Fenster kommen lassen sollten? Fröstel
Dann lassen sie uns endlich verdammich noch mal etwas dagegen unternehmen!!!!!!
*frenetischer Beifall*
Ich habe es mir nicht nehmen lassen für sie alle in die Bresche zu springen, haben tagelang dieser vermaledeiten Madame Qdingens in den Ohren gelegen, Stunden damit verbracht alles zu planen und nun sehr geehrte Damen und Herren, geehrte zahlende und nicht zahlende Dauergäste ist es vollbracht! *Pause einlegt und die gespannte Stille genießt*
Pause
Pause
Öhm was wollte ich noch gleich sagen??
Pause
Pause *irritiert guckt* Frau Professor ich glaube ihre Alzheimer ist ansteckend...
Ach ja!!
Am kommenden Freitag steigt in diesem vermufften Haus eine Party, wie sie lange nicht mehr gesehen wurde. Davon werden noch Generationen sprechen, ich sach sie aba!
Wir starten eine Verkupplungsparty!!!! Jawoll *beifallheischendumguck*
Wie? Bitte getz keine Zwischenfragen Herr Sondermann, mir doch egal was ihre Frau Gattin am kühlen Ostpol dazu sagt! Leben sie gefälligst nach dem Motto was sie nicht weiß, macht sie auch nicht schlauer! Das machen alle anderen hier ja schließlich auch *räusper*
Der Speisesaal wird bereits am Freitag gegen 14 Uhr leer geräumt und –gefegt. Kaffee und Kuchen fällt an diesem Tag natürlich aus, diesen ewig staubtrockenen Mohnkuchen hält eh kein Schwein ähm Magen aus. Wie das ist gar kein Mohn?? Seien se ruhig Frau Professor, so genau will ich das gar nicht wissen *an maul* Aber ich freue mich das sie sich freiwillig melden um dien Raum hübsch zu dekorieren. Sie sind doch hier die Pappmache-Fachfrau, lassen se sich mal was Nettes einfallen. So mit Sonnenuntergängen und schönen Lichteffekten und Blümsches und so was. *mal Frau S. Wiederspruch überhört* Ja ich sehe sie stimmen mir zu, dann wäre das ja auch geklärt.
Wo war ich? Immer diese ungeliebten Zwischenrufe *seuftz
Jedenfalls habe ich einen Alleinunterhalter in Kost und Logis genommen, damit er uns an diesem Abend fröhlich aufspielt. Auch die Band Sonderbar wird es sich nicht nehmen lassen, ein paar umgestylte Rocksongs auf ihren Wandergitarren, geklauten Keyboards, geliehenen Kochpötten und ungeübten Stimmbändern zum Besten zu geben. Herr Sondermann!! Nu stellen se sich doch nicht so an, schließlich haben wir diesen Sommer mal in ihrem Zimmer geübt, wissen se noch? Lagerfeuer? Feuchte Betten durch die Sprenkelanlage?? Ach ich sehe es dämmert. Einmal üben reicht doch! Wir sind hier ja schließlich nichr auf dem Grand Prix de la Schangsong... *seuftz*
Werte un- und freiwilligen Gäste. Bitte füllen sie die ausliegenden Fragebögen aus. Sie dienen dazu den passenden Partner für sie zu finden. Frau Ponzo hat eigenst den Hotelcomputer umfunktioniert um diesen Fragebogen auszuwerten. Wie? Natürlich weiß Madam Qdingens nix von der Manipulation, aber das wird sie schon noch merken *hämisch grins*. Was glauben sie wohl warum ich Frau Ponzo die letzten Nächte hier heimlich reingeschleust und den Nachtportier kaltgestellt habe? Naja jedenfalls, irgendwie sind bei der Aktion die Rechnungen der Cocktailbar abhanden gekommen. Sie haben also letzten Monat auf Kosten des Hauses gezwitschert, wenn das nicht alleine Grund zum Jubeln is, weiß ich et auch nicht!
Unten an diesem Fragebogen finden sie eine Nummer, die sie bitte bevor sie den Bogen abgeben abreißen. In der rechten Ecke des Speisesaales befindet sich eine Buttonmaschine, bitte basteln sie sich bis Freitag einen ansprechenden Button, den sie dann an besagtem Abend an ihrer Brust tragen. Wie? An ihrer Brust, nicht in der Brustwarze Frau Professor. Ich möchte an der Zurschaustellung ihrer Intimpearcings nicht teilhaben, dat machen se mal nachher wenn se mit ihrem Opfer alleine sind! *pikiert guck
Ich darf noch vermelden, das mein gestriger nächtlicher Besuch bei der Kaltmamsell rege Früchte tragen wird. Sie hat sich „breitschlagen“ lassen, ein wunderbares Buffet für uns zu zaubern.
Bitte tragen sie entsprechend festliche Abendkleidung!! *sich mal denkt: endlich kommt mein Cocktailkleid auch mal wieder zum Einsatz oder ob ich mir doch dieses lange rote Seidenkleid.....???*
Sonst noch Fragen???? O.K. dann lasset die Spiele beginnen!
Bis Freitag *träller*
Kommentare dazu:
(19.10.04 21:41)Frau S.
Das ist ja mal wieder typisch! Frau M. schwingt hier große Reden, lässt sich umjubeln und beklatschen, und unsereins darf dann die Arbeit machen. Na gut, dann wollen wir mal! *die Ärmel aufkrempel* He, Herr Sondermann, helfen Sie mir auch mal ein bisschen beim Aufblasen der Plastikpalmen. Auf Ihren Kochtöpfen können sie auch später noch rumtrommeln. Was ist denn das da für ein LKW vor dem Haus? Ach, richtig, das ist der Sand. Kommen Sie, meine Herren, das soll alles in der Cocktailbar verteilt werden. Seeehr schön....dann kann ja die Beach-Party beginnen.
Hach, wenn wenigstens mal ein paar schnuckelige Kerle auftauchen würden. Von denen gabs lange keine im Ponzo. Am besten wäre natürlich mal so ein richtiger Prinz. So einer, vor dem ich ohnmächtig zu Boden sinke und der mich auf seinem Pferd auf sein Schloss bringt. Das wäre doch mal was! Märchenschloss statt Hotel Ponzo! *träumend noch ein paar Pappmache-Herzen bastelt*
Sonderschau
Also, diese Frau M. ist echt eine Sklaventreiberin! Jetzt soll ich hier auch noch kräftig die Werbetrommel für ihre große Single-Party am Freitag Abend rühren, während Madame sich im Beauty-Salon restaurieren lässt, um dann der Star auf der Party zu sein. Unsereins dagegen tut und macht und wird dann wohl bei der großen Verkupplungsaktion mal wieder leer ausgehen, weil die Zeit nicht mal mehr dazu reichte, um sich noch ein hübsches Kleid anzuziehen. Also, wenn Sie am Freitag eine Frau mit ungekämmten Haaren, Pappmache-Resten an den Händen und in einem bunten Putzkittel antreffen, dann bin das wohl ich. Aber ich schwöre jetzt schon hoch und heilig: Ich kann auch ganz anders aussehen. Jawohl!
Schauen Sie doch mal zum Beispiel hier:
Sehe ich da nicht unglaublich elegant aus? Und das nach 98 Stunden Zugfahrt nach Paris. Das soll Frau M. mir erst mal nachmachen!
Hach, dabei kann die Frau doch wirklich nett sein. Ich verstehe selber nicht, warum wir immer so aneinander geraten müssen. Neulich noch saßen wir ganz gemütlich in einem Café zusammen und lästerten einträchtig über unsere lieben Mitmenschen.
Frau S.: „Herr Sondermann sitzt auch nur noch depressiv in der Gegend rum. Ham se den da vorhin gesehen? Das ist doch wirklich kein schöner Anblick mehr.“
Frau M.: „Ja, schlimm. Und dieser verfilzte Wischmop, der ihm neuerdings Gesellschaft leistet, ist ja nun auch kein Umgang. Wenn ich da an diesen Dobermann denke, den ich mir mal leihweise zugelegt hatte... Na, der hatte Klasse.“
Frau S.: „Ach, und gucken se mal, ist das da hinten nicht Frau Ponzo? Na, die sah aber auch schon mal besser aus.“
Frau M.: „Was erwarten Sie? Die Frau lebt doch viel zu ungesund. Jede Nacht Partys, Drogen, Sex... Das hinterlässt irgendwann Spuren. Aber sagen Sie mir mal lieber, was Himbeergeist auf Französisch heißt.“
Schön war das. Ja. Wir haben uns fröhlich einen gezwitschert, uns abends noch von zwei netten Herren zum Essen einladen lassen und wollten dann anschließend im Hotel Ponzo noch ein bisschen weiter feiern. Oh, aber da hätten Sie mal das Gesicht der ollen Ponzo sehen sollen, als wir ins Hotel zurück kamen. Die kannte ja gar keinen Spaß.
„N’Abend die Damen, ist wohl mal wieder spät geworden, was?“ fragte sie und guckte uns richtig streng an. Wir zuckten mit den Schultern. Meine Güte, es war kurz vor Mitternacht, eine zivile Uhrzeit für zwei so lebenslustige Hüpfer wie uns. Was hatte die Frau Ponzo denn nur?
„Ich habe seit zwei Stunden Feierabend“, keifte sie. „Und Sie haben Ihre verdammten Schlüssel nicht mitgenommen. Der Nachtportier ist krank und Madame Quiesttotalbescheuert hat angeordnet, dass die Haustür ab 20 Uhr immer abgeschlossen sein muss. Also sitze ich hier und warte darauf, dass die Damen endlich mal wieder den Heimweg finden.“
Ach je, was soll man da noch sagen? Wir zogen bedröppelt unter den gestrengen Blicken von Frau Ponzo unsere Schuhe aus und schlichen auf Zehenspitzen auf unsere Zimmer. Als ich grade die Tür hinter mir zumachen wollte, sagte Frau M.:
„Ich habe übrigens noch einen guten Tropfen auf Lager...“
Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so hockten wir da in trauter Zweisamkeit bis morgens um fünf. Hach, das war wie damals auf dieser Klassenreise, als wir die Tür unserer Lehrerin von außen abschlossen, damit wir in Ruhe saufen und kiffen konnten, bis die Letzten umkippten. Ach, Himmel, da fällt es mir siedend heiß ein.... Frau Ponzo hockt ja immer noch auf der Toilette, die wir von außen.... Mein Gott, Frau M., gut, dass Sie kommen. Wie? Ich soll alle Stühle rot streichen und mit Herzen bekleben? Das muss erst mal alles warten. Ich fürchte, uns ist da was ganz Dummes passiert.... Kommen se schnell!
Kommentare dazu:
Erwin Sondermann (20.10.04 19:26)
Liebe Frau S., ich verpasse meinen Zug, ehe sich die Bilder aufbauen! Ob ich in der Zwischenzeit meinen Rentenantrag abgebe? Das wird sich wohl nicht lohnen ... bevor das letzte Bild erscheint, bin ich vermutlich sowieso schon 200 Jahre tot!
(20.10.04 20:39)
Lieber Herr Sondermann, wenn Ihr Computer genauso alt und verstaubt ist wie Sie, dann wundert mich da gar nichts. Bei mir flutscht das alles nur so - genau wie im richtigen Leben...
Aber gut, ich will mal nicht so sein und dampfe die Bilder etwas zusammen. Doch wehe, wenn der Nächste kommt und sagt, das sei alles so klein und er könne gar nix erkennen.
(20.10.04 22:51)
Bilder????? Welche Bilder???? *mal das Augeneisen putzt*
(21.10.04 09:31)
Also, jetzt hört aber alles auf! Diese elenden Ignoranten hier, fürchterlich. Wie wäre es denn mal, verehrte Frau M., wenn Sie die Gurkenmaske von Ihrem Gesicht nehmen würden? Was sollen denn auch die ganzen Vernissage-Gäste über Sie denken? Peinlich, sach ich nur, obertotal peinlich das Ganze.
(21.10.04 13:09)
Na, endlich haben die Namen mal Gesichter! Und genauso hatte ich sie mir vorgestellt! Genau so!
(21.10.04 13:46)
Ah, die Blütenstaubige stäubt auch mal wieder in diesen verstaubten Hallen. Ja, nicht wahr, die Fotos sind ganz außerordentlich gut gelungen. Und man sieht auch gar nicht, dass der Kragen des Kleingeblümten von Frau M. ein wenig zerknittert ist.
(21.10.04 14:09)
ICH mußte ja auch stuuundenlang dran bügeln! Und wat heißt hier eigentlich oberpeinlich? Lieber grün im Gesicht als nackig rumgehopst, werte Frau Professor. Sagen sie mal..... diese aufblasbaren Palmen *lüg* ganz entzückend, sie machen ihre Sache außerordentlich gut. Ich finde noch hier und da ein paar bunte Tüchlein und geschmückte Seidenbahnen als Himmelsdeko und die Sache ist fast gebongt. Wer hat dem Herrn Sondermann eigentlich erlaubt hier so einen Radau zu machen? Der dängelt nun schon den ganzen Tag auf Kaltmamsells 20 Liter Suppenpott rum, dat hält ja keine Sau aus hier. Ich gehe derweil mal nach diesem entzückenden roten Seidenkleid Ausschau halten. Muss noch ein wenig den Preis drücken. Hach sie sind immer so verständnisvoll, sie verstehen doch sicher, das ich grad mal eine längere Pause brauche....*davonrausch*
(21.10.04 14:28)
Ah, Frau M. - wieder den vollen Durchblick erlangt? Äh...HALLO!?! Wo wollen Sie denn jetzt schon wieder hin? Tztztz, mal eben ein paar Befehle in den Raum schmeißen und gleich wieder davon rauschen ist ja auch ne Art. Und dazu noch das Geschepper von Herrn Sondermann. Uuuhhh....meine Nerven!
*reintänzel*
Ist das ein Fest!!!! Leider habe ich gerade keine Zeit..... mir ist der Herr Sondermann entkommen..... wo versteckt er sich denn........
Herrr Sooooondermann sie sind der nächste auf meinem Tanzkärtchen *trällernd lock*
Das gibt’s doch gar nicht!! Ich muss los, sie verstehen......... *das lange rote Kleid rafft und losspurtet*
Meine Sauna-Demonstration neulich scheint Frau M. völlig verstört zu haben. Wann immer ich sie seitdem sehe, kriegt sie einen panischen Blick und ergreift die Flucht. Das irritiert mich jetzt aber doch etwas. Ich meine, was soll denn das? Mein letztes Ganzkörper-Lifting hat richtig viel Geld gekostet und mir einen perfekten Körper verpasst, daran kanns also nicht liegen. Gut, vielleicht hätte ich den Herren, die mich im Adamskostüm auf dieser Demonstration begleitet haben, vorher noch mal die Adresse meines Schönheitschirurgen geben sollen. Ich meine, nackte Männer sind ja in den seltensten Fällen so ein richtig schöner Anblick. Aber dann soll Frau M. in Zukunft gefälligst um diese Herrschaften einen großen Bogen machen und nicht um MICH!
Da isse ja schon wieder. Huhu, Frau M., wie wäre es mit einem Drink an der Bar? He, so warten Sie doch! .... Tja, was soll ich sagen? Nix als Staubwolken hat die Dame hinterlassen.
Dabei war diese Demonstration neulich ein durchschlagender Erfolg. Madame Quidécidetout erlitt nämlich auch einen ganz schönen Schock, als da so eine Horde Nackter vor ihrem Tresen herum hüpfte. Und was soll ich sagen? Seitdem ist Ruhe im Laden. Das Biest ergriff die Flucht und verließ mit wehenden Haaren das Hotel. Seitdem wurde sie nicht mehr gesehen und wir haben endlich wieder unsere Ruhe. Wurde aber auch Zeit! Noch mehr Streiks und Demonstrationen hätte ich nicht durchgestanden.
So, und jetzt gehe ich alleine was trinken, weil alle anderen sich wieder mal in ihren Löchern verkrochen haben. *grummel*
Kommentare dazu:
(8.10.04 20:23)
psssst is se weg???? *um die Ecke guck* Nerven hat die Frau! Wer die zum Freund hat braucht keine Feinde mehr, ich sach sie. Seit der letzten Aktion tuscheln alle hinter mir her, weil sie wissen das ich mit der Frau Professor, na sagen wir mal, befreundet bin. Nackt! Dieses Bild bekomme ich schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf *energisch den Kopf schüttel* Ich geh ihr grad mal ein bisken aus dem Weg, bisher hab ich mich auch immer so geschickt versteckt, das sie mich nie gesehen hat. Hömma, is doch wahr! Wer weiß auf was für Ideen die Dame noch kommt. Ich zieh mich nicht aus, ich nicht!!!! Obwohl..... irgendwie vermiss ich sie ja schon......und seit wann interessiert mich was die Leute sagen?????? Haaaalllo Frau Profäääässooooor, warten se mal....
(8.10.04 22:16)
Hä? War da was? Ach, Frau M., nu kommen Se ja doch noch an. Lassen Sie sich doch mal drücken. An meine kleine Hühnerbrust, altes Haus. *zieh, zerr, quetsch* Was ist denn jetzt schon wieder los? Wieso gucken Sie so beleidigt? Waaaas? Ich hätte den Kragen Ihres ollen kleingeblümten Kleidchens zerknittert? Also, da hört sich doch wirklich alles auf. Die Frau wird ja von Tag zu Tag humorloser. Dann können se Ihren Schlummertrunk auch alleine zu sich nehmen. *grimmig davon stapft*
8.10.04 23:55)
*blöd guck*
Erwin Sondermann (9.10.04 18:17)
*auch blöd guck* Dann ist ja alles wie immer und in Ordnung
diese Frau Professor!!
*blöd guck* nu is se beleidigt!! Das hat Frau nun davon. Erst überwindet man sich, springt mit einem heftigen Hoppser über seinen eigenen Schatten und dann...... dann ramponiert sie mir mein bestes Sonntagsausgehkleid und ist noch beleidigt wenn ich sie ein wenig anmurre. Als wenn ich nicht mit ihr schon genug mitgemacht hätte und? Hab ich einmal was gesagt? Ein einziges Mal mal? Kein Wort kam über meine rotgeschminkten Lippen. Zumindest nicht ihr gegenüber.
Wenn ich da nur an die Pappmache-Aktion denke, wo ich stundenlang in der Duschtasse rummatschen musste, nur weil sie ihren Arm in Gips............ Und das auch nur weil ich sie beim Dachterassensprung durch beherztes Eingreifen vor üblerem bewahrt und sie an ihrem Slip...... Und füttern musste ich sie anschließend.
Oder wie ich sie vor dem wilden Stier gerettet habe, als wir versehentlich statt in den Bus in einen spanischen LkW-Anhänger gestiegen sind. Kein Wort hab ich gesagt.
Frau M. hab ich zu mir gesagt, sagen se jetzt nix, hab ich gesagt. Pöh, dann trink ich eben meinen Drink alleine. *die Cocktailbar stürm* Ein bis fünf Gläschen Schampus bitte! *reinschütt*
Die Blödgucker
Frau M. aus Dingens und Herr Sondermann aus Dingens an der Dingens
haben es ja schon sehr hübsch vorgemacht: Wenn ihnen einer blöd kommt,
dann hauen sie ihm nicht einfach eins in die Fresse oder kriegen
hysterische Kreischanfälle. Nein, dann stellen sie sich ganz entspannt
hin und gucken einfach mal ein bisschen blöd. Blöd gegen blöd. Und das
alles ganz stressfrei.
Das ist viel leichter, als Sie denken.
In der S-Bahn hält Ihnen ein Mütterchen ihren Behindertenausweis vor
die Nase, obwohl alle anderen Plätze frei sind? Blöd gucken statt die
arme Alte zu würgen erspart Ihnen beiden viel Ärger.
Ihr Chef hat Ihnen mit einem Hinweis auf die schwache Konjunktur
gekündigt, während er seinem Töchterchen grade zum 18. Geburtstag ein
Loft in Winterhude geschenkt hat? Gucken Sie einfach blöd. Das
ist bequemer, als dem Chef unter wüsten Beschimpfungen in die Eier zu
treten.
Ihr Göttergatte hat Ihnen nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder
gesagt, dass er Sie liebt? Fragen Sie ihn nicht sofort, ob er eine
Geliebte hat. Ein bisschen blöd gucken reicht für den Anfang.
Ihre Liebste möchte tantrische Spielereien mit Ihnen ausprobieren? Auch
hier kann ein hübsch blöd verzogenes Gesicht nicht schaden. Es erspart
Ihnen am nächsten Tag den Gang zum Orthopäden.
Ihr Sohn will endlich wissen, warum er eine schokofarbene Haut hat,
obwohl beide Eltern weiß sind? Lieber blöd gucken, als den armen
Kleinen mit schlimmen Antworten zu überfordern. Auch mit 32 kann ein
Söhnchen noch sehr sensibel reagieren.
Sie stellen eines Abends im Hotel Ponzo fest, dass in Ihrem Bett schon
jemand liegt? Nicht gleich nach dem schlampigen Hotelpersonal brüllen.
Das bringt eh nix. Entspannen Sie sich, gucken Sie ein bisschen blöd
und legen sich dann einfach mit ins Bett. Das wird sicher eine
unvergessliche Nacht!
So, und wer den blöden Blick nun immer noch nicht genug geübt hat, der
kann demnächst auf dieser Seite zauberhafte Bilder vom Hotel Ponzo und
sämtlichen Gästen bewundern. Wenn Sie dann immer noch nicht blöd
gucken können, dann kann ich Ihnen leider auch nicht mehr helfen.
In diesem Sinne
Ihre heute ganz außerordentlich blöd guckende Frau S.
Kommentare dazu:
(13.10.04 02:55)
Wie meinen se dat getz? Ist das ein gemeiner Seitenhieb, oder ein Friedensanjebot? *als alter Ponzo-Hase gewohnt dümmlich guck*
(13.10.04 11:35)
Hm, da stellen Sie mir jetzt eine Frage, die mich glatt überfordert. *mal total blöd guckt*
Liebes Gästebuch,
die Auseinandersetzungen mit Madame „DieganzschöndurchdenWindist“, wir erinnern uns, die liebenswerte Rezeptionistin Frau Ponzo wurde kürzlich von ihr des wichtigstens Arbeitsmittels beraubt, nein, nicht des Schlüsselkastens, viel schlimmer, des gesamten Entreé, dieser harte und unmenschliche Arbeitskampf hat ein Ende gefunden!
Frau Ponzo hat die Fronten gewechselt und sich auf die Seite der Sieger geschlagen. Von einer versklavten Rezeptionistin ist sie nun zur gefürchteten Hoteltesterin aufgestiegen. Tagtäglich startet sie jetzt Umfragen unter den Hotelgästen und vergibt daraufhin den berüchtigten Ponzostern für besonders anprangernswerte Zustände.
Das Hotel Ponzo hat mit einer einzigen Frage bereits glorreiche 1587 Ponzosterne verliehen bekommen. Die Antwort hieß „Hä?“ und die Frage lautete: „Halten Sie ein Zimmer, in dem einzig und allein ein zerbrochener Kleiderbügel liegt, für ausreichend möbiliert?“
Kommentare dazu:
(14.10.04 20:34)
Hä?
(14.10.04 21:34)
Qua?
(15.10.04 18:59)
Genau! Ganz meine Meinung!
Weitere Fragen aus dem Ponzo-Hotel-Test:
Stört es Sie, dass ihr Doppelzimmer auch für einen Dreier benutzt werden kann?
Stört es Sie, wenn Sie während dessen im Bett liegen und schlafen wollen?
Würden Sie es begrüßen, wenn Ihr Zimmer eine abschließbare Tür hätte?
Halten Sie die Speitüten am Frühstücksbüffet für eine ausreichende Sicherheitsmaßnahme?
Würden Sie es als übertriebenen Luxus empfinden, wenn das Hotel über einen Feuerlöscher verfügen würde?
Sind die Gitter an den Fenstern für Sie ein vertrauter Anblick, oder hätten Sie doch lieber Gardinen?
Was würden Sie machen, wenn aus ihrer Dusche Wasser käme?
Könnten Sie sich vorstellen, für einen kleinen zusätzlichen Obolus, einmal im Monat frisches Bettzeug vorzufinden?
Gibt es Momente, in denen Sie sich wünschten, aus den Steckdosen kämen nicht nur Kakerlaken?
Würde es Sie beunruhigen, wenn Sie auf unseren Fernseher ausschließlich arte sehen könnten?
Finden Sie die Idee, den individuellen Weckruf durch einen generellen Tusch für alle um 4.oo Uhr morgens zu ersetzen (mit der französischen Nationalhymne „Non, je ne regrette rien“) genauso großartig wie die Hotelleitung?
Was verstehen Sie unter Zimmerservice?
a) Eine aufgetankte Minibar,
b) ein aufgetanktes Zimmermädchen oder
c) Beides?
Aktuelle Anzahl vergebener Ponzosterne: 32.567.894.568.524.678.263.884 (Tendenz stark steigend!)
Kommentare dazu:
(16.10.04 02:30)Frau M.
1.ja
2.ja
3.ja
4.ja
5.nein
6.wär schön
7.vor Freude nackt und irre lachend durch die Gemeinschaftsdusche tanzen
8.ja
9.ja
10.nein, hin und wieder ein Heimatfilm im Videokanal täte es auch
11.großartig
12.a)
13.ja
14.ja
15.öhm wie war noch mal die Frage???
Ich stelle mit Entsetzen fest das ich eindeutig zur Ja-Sager-Generation gehöre *ungläubig mit dem Kopf schüttel*
16.10.04 15:31)Frau S.
Es stört Sie, wenn in Ihrem Bett endlich mal das Leben tobt? Also, Frau M., ein bisschen mehr Unternehmungslust hätte ich Ihnen schon zugetraut.
Ich beantworte Frage 1. natürlich mit einem sehr entschiedenen Nein! Und alle anderen Fragen auch. Was sagen Sie, Herr Sondermann? "Nein" passt nicht immer als Antwort? Na, dann stellen Sie doch gefälligst passendere Fragen. *empört entschwindet*
(17.10.04 19:13)Frau M.
*kopfschüttel* einen Ton haben se am Leib Frau S! Wat ham se denn? Ist ihnen die gestrige Fischsuppe nicht bekommen? Herzeleid? Wechseljahre? Migräne?
tz tz tz tz
Herrrr Sondermann nu sagen se doch auch mal was..
(17.10.04 20:10)Frau S.
War wohl die Fischsuppe. Die sah schon so komisch aus, ganz grünlich irgendwie. Und mein Gesicht war hinterher noch viel grüner. Na, ich erspare Ihnen die Details. Aber was wollen Sie auch anderes von der Küche erwarten? Wir befinden uns hier schließlich im Hotel Ponzo.
(18.10.04 23:37)
Auch wieder wahr! Na gut ich verzeih es ihnen noch mal *zauberhaft an lächel*
Was macht eigentlich ein durchschnittlicher Hotel-Ponzo-Gast in seiner Freizeit?
Nun, diese oft gestellte Frage beantwortet die beiliegende Postkarte am Beispiel des Langzeitgastes Erwin Sondermann:
Wenn er nicht gerade an seinem philosophischen Hauptwerk „Ich war – Ich bin – Ich könnte sein“ arbeitet, bessert er sein Taschengeld als Postkarten-Model auf. Als Schauspieler der alten Schule vermag er es dabei ohne Mühe, Jean Gabin, Pablo Picasso und den unbekannten Schachspieler Rainer Rösslsprung in einer Figur zu vereinigen. Auf Wunsch kann er auch binnen Sekunden in die Rolle des sensiblen Atomphysikers Niels Bohr schlüpfen oder den Garderobenständer von Marlene Dietrich imitieren. Auch seine hochbegabte Hauskatze hat einige Paraderollen in petto. Hier sehen wir sie als Nackenrolle.
Kommentare dazu:
(18.10.04 19:20)
wie amüsant. da schau ich doch bei gelegenheit gerne wieder vorbei ;-)
(19.10.04 01:49)Frau M.
ja ich schaue auch immer wieder gerne dran vorbei. Hat jemand die Küchenmamsell gesehen? Ich hätte noch ein wenig Hüngerchen..... *lostrabt und mal auf die Suche geht* wieher
(19.10.04 12:26)Frau S.
Äh, Herr Sondermann, ich hab da was nicht kapiert. Wer oder was auf diesem ausdrucksstarken Bild ist denn der Gatte von Frau Ponzo? Ist der soo unscheinbar, dass er quasi unsichtbar ist????
(19.10.04 12:55)Frau M.
Frau Professor, die Kompottschalen-Brille wieder nicht geputzt? Dat sehe ja sogar ich mit meinen altersschwachen Äugelein. Immer dem Pfeil folgen dann noch ein bisken geradeaus, dat kleine Männlein da, jaa getz ham sen. Muss ich mir Sorgen machen? Werd ich demnächst zum Blindenhund umfunktioniert? Wat ich alles mitmachen muss, nänänä
(19.10.04 14:19)Frau S.
Was denn? Wie denn? Wo denn? Ach, mein Gott, ja! Frau M., wenn ich Sie nicht hätte. Ich sach ja, das Alter, das kaputte Monokel, die Übermüdung und überhaupt.
im Foyer aufbau und eine Rede vor versammelten Gästen hält
*tief Luft holt*
Liebe Singles und Singleletten, Strohwitwen und –witwer, flüchtige Ehegatten und –innen
Ich freue mich das sie so zahlreich erschienen sind, ich werde mich *räusper* in gewohnter Weise kurz halten.. Sind sie es auch satt in diesem freudlosen Etablismeng vor sich hinzudümpeln? Sehnen sie sich auch nach einem anschmiegsamen, unterhaltsamen Partner an ihrer Seite?Löffeln sie auch allmorgendlich lustlos ihr Frühstücksmüsli im Speisesaal in sich hinein, nur um diese unsagbare Leere zu füllen?
Haben sie auch keine Lust mehr, sich an der Cocktailbar zu besaufen, nur weil der entsprechende Gesprächspartner fehlt und der Kellner schon mit Walkman auf den Gehörgängen bedient, weil er es satt ist ihre freudlose Lebensgeschichte zum 185. mal zu hören???
Sind sie es leid ihr Zimmer mit einem übelgelaunten Zimmergenossen gleichen Geschlechts zu teilen (mal zu Frau Prof. S. rüberschielt), nur weil alle Einzelzimmer in diesem Hotel unerschwinglich und ausgebucht sind?
Fühlen sie ihn auch, diesen kalten unerbittlichen Herbst, der durch unsere Herzen jagt?
Apropos hat schon jemand mal dem Personal gesagt, das sie langsam mal die Heizung anstellen und den Zimmermann für die lädierten Fenster kommen lassen sollten? Fröstel
Dann lassen sie uns endlich verdammich noch mal etwas dagegen unternehmen!!!!!!
*frenetischer Beifall*
Ich habe es mir nicht nehmen lassen für sie alle in die Bresche zu springen, haben tagelang dieser vermaledeiten Madame Qdingens in den Ohren gelegen, Stunden damit verbracht alles zu planen und nun sehr geehrte Damen und Herren, geehrte zahlende und nicht zahlende Dauergäste ist es vollbracht! *Pause einlegt und die gespannte Stille genießt*
Pause
Pause
Öhm was wollte ich noch gleich sagen??
Pause
Pause *irritiert guckt* Frau Professor ich glaube ihre Alzheimer ist ansteckend...
Ach ja!!
Am kommenden Freitag steigt in diesem vermufften Haus eine Party, wie sie lange nicht mehr gesehen wurde. Davon werden noch Generationen sprechen, ich sach sie aba!
Wir starten eine Verkupplungsparty!!!! Jawoll *beifallheischendumguck*
Wie? Bitte getz keine Zwischenfragen Herr Sondermann, mir doch egal was ihre Frau Gattin am kühlen Ostpol dazu sagt! Leben sie gefälligst nach dem Motto was sie nicht weiß, macht sie auch nicht schlauer! Das machen alle anderen hier ja schließlich auch *räusper*
Der Speisesaal wird bereits am Freitag gegen 14 Uhr leer geräumt und –gefegt. Kaffee und Kuchen fällt an diesem Tag natürlich aus, diesen ewig staubtrockenen Mohnkuchen hält eh kein Schwein ähm Magen aus. Wie das ist gar kein Mohn?? Seien se ruhig Frau Professor, so genau will ich das gar nicht wissen *an maul* Aber ich freue mich das sie sich freiwillig melden um dien Raum hübsch zu dekorieren. Sie sind doch hier die Pappmache-Fachfrau, lassen se sich mal was Nettes einfallen. So mit Sonnenuntergängen und schönen Lichteffekten und Blümsches und so was. *mal Frau S. Wiederspruch überhört* Ja ich sehe sie stimmen mir zu, dann wäre das ja auch geklärt.
Wo war ich? Immer diese ungeliebten Zwischenrufe *seuftz
Jedenfalls habe ich einen Alleinunterhalter in Kost und Logis genommen, damit er uns an diesem Abend fröhlich aufspielt. Auch die Band Sonderbar wird es sich nicht nehmen lassen, ein paar umgestylte Rocksongs auf ihren Wandergitarren, geklauten Keyboards, geliehenen Kochpötten und ungeübten Stimmbändern zum Besten zu geben. Herr Sondermann!! Nu stellen se sich doch nicht so an, schließlich haben wir diesen Sommer mal in ihrem Zimmer geübt, wissen se noch? Lagerfeuer? Feuchte Betten durch die Sprenkelanlage?? Ach ich sehe es dämmert. Einmal üben reicht doch! Wir sind hier ja schließlich nichr auf dem Grand Prix de la Schangsong... *seuftz*
Werte un- und freiwilligen Gäste. Bitte füllen sie die ausliegenden Fragebögen aus. Sie dienen dazu den passenden Partner für sie zu finden. Frau Ponzo hat eigenst den Hotelcomputer umfunktioniert um diesen Fragebogen auszuwerten. Wie? Natürlich weiß Madam Qdingens nix von der Manipulation, aber das wird sie schon noch merken *hämisch grins*. Was glauben sie wohl warum ich Frau Ponzo die letzten Nächte hier heimlich reingeschleust und den Nachtportier kaltgestellt habe? Naja jedenfalls, irgendwie sind bei der Aktion die Rechnungen der Cocktailbar abhanden gekommen. Sie haben also letzten Monat auf Kosten des Hauses gezwitschert, wenn das nicht alleine Grund zum Jubeln is, weiß ich et auch nicht!
Unten an diesem Fragebogen finden sie eine Nummer, die sie bitte bevor sie den Bogen abgeben abreißen. In der rechten Ecke des Speisesaales befindet sich eine Buttonmaschine, bitte basteln sie sich bis Freitag einen ansprechenden Button, den sie dann an besagtem Abend an ihrer Brust tragen. Wie? An ihrer Brust, nicht in der Brustwarze Frau Professor. Ich möchte an der Zurschaustellung ihrer Intimpearcings nicht teilhaben, dat machen se mal nachher wenn se mit ihrem Opfer alleine sind! *pikiert guck
Ich darf noch vermelden, das mein gestriger nächtlicher Besuch bei der Kaltmamsell rege Früchte tragen wird. Sie hat sich „breitschlagen“ lassen, ein wunderbares Buffet für uns zu zaubern.
Bitte tragen sie entsprechend festliche Abendkleidung!! *sich mal denkt: endlich kommt mein Cocktailkleid auch mal wieder zum Einsatz oder ob ich mir doch dieses lange rote Seidenkleid.....???*
Sonst noch Fragen???? O.K. dann lasset die Spiele beginnen!
Bis Freitag *träller*
Kommentare dazu:
(19.10.04 21:41)Frau S.
Das ist ja mal wieder typisch! Frau M. schwingt hier große Reden, lässt sich umjubeln und beklatschen, und unsereins darf dann die Arbeit machen. Na gut, dann wollen wir mal! *die Ärmel aufkrempel* He, Herr Sondermann, helfen Sie mir auch mal ein bisschen beim Aufblasen der Plastikpalmen. Auf Ihren Kochtöpfen können sie auch später noch rumtrommeln. Was ist denn das da für ein LKW vor dem Haus? Ach, richtig, das ist der Sand. Kommen Sie, meine Herren, das soll alles in der Cocktailbar verteilt werden. Seeehr schön....dann kann ja die Beach-Party beginnen.
Hach, wenn wenigstens mal ein paar schnuckelige Kerle auftauchen würden. Von denen gabs lange keine im Ponzo. Am besten wäre natürlich mal so ein richtiger Prinz. So einer, vor dem ich ohnmächtig zu Boden sinke und der mich auf seinem Pferd auf sein Schloss bringt. Das wäre doch mal was! Märchenschloss statt Hotel Ponzo! *träumend noch ein paar Pappmache-Herzen bastelt*
Sonderschau
Also, diese Frau M. ist echt eine Sklaventreiberin! Jetzt soll ich hier auch noch kräftig die Werbetrommel für ihre große Single-Party am Freitag Abend rühren, während Madame sich im Beauty-Salon restaurieren lässt, um dann der Star auf der Party zu sein. Unsereins dagegen tut und macht und wird dann wohl bei der großen Verkupplungsaktion mal wieder leer ausgehen, weil die Zeit nicht mal mehr dazu reichte, um sich noch ein hübsches Kleid anzuziehen. Also, wenn Sie am Freitag eine Frau mit ungekämmten Haaren, Pappmache-Resten an den Händen und in einem bunten Putzkittel antreffen, dann bin das wohl ich. Aber ich schwöre jetzt schon hoch und heilig: Ich kann auch ganz anders aussehen. Jawohl!
Schauen Sie doch mal zum Beispiel hier:
Sehe ich da nicht unglaublich elegant aus? Und das nach 98 Stunden Zugfahrt nach Paris. Das soll Frau M. mir erst mal nachmachen!
Hach, dabei kann die Frau doch wirklich nett sein. Ich verstehe selber nicht, warum wir immer so aneinander geraten müssen. Neulich noch saßen wir ganz gemütlich in einem Café zusammen und lästerten einträchtig über unsere lieben Mitmenschen.
Frau S.: „Herr Sondermann sitzt auch nur noch depressiv in der Gegend rum. Ham se den da vorhin gesehen? Das ist doch wirklich kein schöner Anblick mehr.“
Frau M.: „Ja, schlimm. Und dieser verfilzte Wischmop, der ihm neuerdings Gesellschaft leistet, ist ja nun auch kein Umgang. Wenn ich da an diesen Dobermann denke, den ich mir mal leihweise zugelegt hatte... Na, der hatte Klasse.“
Frau S.: „Ach, und gucken se mal, ist das da hinten nicht Frau Ponzo? Na, die sah aber auch schon mal besser aus.“
Frau M.: „Was erwarten Sie? Die Frau lebt doch viel zu ungesund. Jede Nacht Partys, Drogen, Sex... Das hinterlässt irgendwann Spuren. Aber sagen Sie mir mal lieber, was Himbeergeist auf Französisch heißt.“
Schön war das. Ja. Wir haben uns fröhlich einen gezwitschert, uns abends noch von zwei netten Herren zum Essen einladen lassen und wollten dann anschließend im Hotel Ponzo noch ein bisschen weiter feiern. Oh, aber da hätten Sie mal das Gesicht der ollen Ponzo sehen sollen, als wir ins Hotel zurück kamen. Die kannte ja gar keinen Spaß.
„N’Abend die Damen, ist wohl mal wieder spät geworden, was?“ fragte sie und guckte uns richtig streng an. Wir zuckten mit den Schultern. Meine Güte, es war kurz vor Mitternacht, eine zivile Uhrzeit für zwei so lebenslustige Hüpfer wie uns. Was hatte die Frau Ponzo denn nur?
„Ich habe seit zwei Stunden Feierabend“, keifte sie. „Und Sie haben Ihre verdammten Schlüssel nicht mitgenommen. Der Nachtportier ist krank und Madame Quiesttotalbescheuert hat angeordnet, dass die Haustür ab 20 Uhr immer abgeschlossen sein muss. Also sitze ich hier und warte darauf, dass die Damen endlich mal wieder den Heimweg finden.“
Ach je, was soll man da noch sagen? Wir zogen bedröppelt unter den gestrengen Blicken von Frau Ponzo unsere Schuhe aus und schlichen auf Zehenspitzen auf unsere Zimmer. Als ich grade die Tür hinter mir zumachen wollte, sagte Frau M.:
„Ich habe übrigens noch einen guten Tropfen auf Lager...“
Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so hockten wir da in trauter Zweisamkeit bis morgens um fünf. Hach, das war wie damals auf dieser Klassenreise, als wir die Tür unserer Lehrerin von außen abschlossen, damit wir in Ruhe saufen und kiffen konnten, bis die Letzten umkippten. Ach, Himmel, da fällt es mir siedend heiß ein.... Frau Ponzo hockt ja immer noch auf der Toilette, die wir von außen.... Mein Gott, Frau M., gut, dass Sie kommen. Wie? Ich soll alle Stühle rot streichen und mit Herzen bekleben? Das muss erst mal alles warten. Ich fürchte, uns ist da was ganz Dummes passiert.... Kommen se schnell!
Kommentare dazu:
Erwin Sondermann (20.10.04 19:26)
Liebe Frau S., ich verpasse meinen Zug, ehe sich die Bilder aufbauen! Ob ich in der Zwischenzeit meinen Rentenantrag abgebe? Das wird sich wohl nicht lohnen ... bevor das letzte Bild erscheint, bin ich vermutlich sowieso schon 200 Jahre tot!
(20.10.04 20:39)
Lieber Herr Sondermann, wenn Ihr Computer genauso alt und verstaubt ist wie Sie, dann wundert mich da gar nichts. Bei mir flutscht das alles nur so - genau wie im richtigen Leben...
Aber gut, ich will mal nicht so sein und dampfe die Bilder etwas zusammen. Doch wehe, wenn der Nächste kommt und sagt, das sei alles so klein und er könne gar nix erkennen.
(20.10.04 22:51)
Bilder????? Welche Bilder???? *mal das Augeneisen putzt*
(21.10.04 09:31)
Also, jetzt hört aber alles auf! Diese elenden Ignoranten hier, fürchterlich. Wie wäre es denn mal, verehrte Frau M., wenn Sie die Gurkenmaske von Ihrem Gesicht nehmen würden? Was sollen denn auch die ganzen Vernissage-Gäste über Sie denken? Peinlich, sach ich nur, obertotal peinlich das Ganze.
(21.10.04 13:09)
Na, endlich haben die Namen mal Gesichter! Und genauso hatte ich sie mir vorgestellt! Genau so!
(21.10.04 13:46)
Ah, die Blütenstaubige stäubt auch mal wieder in diesen verstaubten Hallen. Ja, nicht wahr, die Fotos sind ganz außerordentlich gut gelungen. Und man sieht auch gar nicht, dass der Kragen des Kleingeblümten von Frau M. ein wenig zerknittert ist.
(21.10.04 14:09)
ICH mußte ja auch stuuundenlang dran bügeln! Und wat heißt hier eigentlich oberpeinlich? Lieber grün im Gesicht als nackig rumgehopst, werte Frau Professor. Sagen sie mal..... diese aufblasbaren Palmen *lüg* ganz entzückend, sie machen ihre Sache außerordentlich gut. Ich finde noch hier und da ein paar bunte Tüchlein und geschmückte Seidenbahnen als Himmelsdeko und die Sache ist fast gebongt. Wer hat dem Herrn Sondermann eigentlich erlaubt hier so einen Radau zu machen? Der dängelt nun schon den ganzen Tag auf Kaltmamsells 20 Liter Suppenpott rum, dat hält ja keine Sau aus hier. Ich gehe derweil mal nach diesem entzückenden roten Seidenkleid Ausschau halten. Muss noch ein wenig den Preis drücken. Hach sie sind immer so verständnisvoll, sie verstehen doch sicher, das ich grad mal eine längere Pause brauche....*davonrausch*
(21.10.04 14:28)
Ah, Frau M. - wieder den vollen Durchblick erlangt? Äh...HALLO!?! Wo wollen Sie denn jetzt schon wieder hin? Tztztz, mal eben ein paar Befehle in den Raum schmeißen und gleich wieder davon rauschen ist ja auch ne Art. Und dazu noch das Geschepper von Herrn Sondermann. Uuuhhh....meine Nerven!
*reintänzel*
Ist das ein Fest!!!! Leider habe ich gerade keine Zeit..... mir ist der Herr Sondermann entkommen..... wo versteckt er sich denn........
Herrr Sooooondermann sie sind der nächste auf meinem Tanzkärtchen *trällernd lock*
Das gibt’s doch gar nicht!! Ich muss los, sie verstehen......... *das lange rote Kleid rafft und losspurtet*
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:37

