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Hotel Ponzo... nichts als die Wahrheit... Teil 4

Liebe Frau M. aus Dingens, z.Zt. in Dingens-del-sol,

das könnte Ihnen so passen, dass Sie sich gar grillen lassen und unsereins
darüber vergessen. Ich grille nur noch unter der Höhensonne, aber seit
Frau Ponzo die Preise erhöht hat, auch nur noch zweimal am Tag. Hilft
ja nix, da muss man mal den Gürtel enger schnallen.

Nun denn, vielen Dank für Ihre Karte. Das kleine Lebenszeichen erfreut mich doch außerordentlich und fegt gleich die Verstimmung darüber wieder weg,
dass Sie partout nicht ans Telefon gehen wollten, als ich Sie eben
angerufen habe. Sich einfach verleugnen lassen...phh...das ist doch
keine Art. Der Kellner hat behauptet, Sie würden selig schlummern.
Dabei habe ich Ihre Stimme doch ganz genau gehört. Und so was nennt
sich Freundin. Nee, also nee....

Mit leicht verstimmten Grüßen auch an Herrn Sondermann, den alten Schwerenöter

Ihre Frau S. (auf dem Weg unters Solarium)

(Herr Schreibmann):
Ist das Haus Ponzo einigermassen diskret? Könnten Sie, verehrte Rezeptionistin, mir ein ruhiges Zimmer geben? Ich arbeite nämlich an einer erotischen Geschichte.
Sie können sich vielleicht vorstellen, dass ich mir dabei nicht gerne von Menschen aus meiner nächsten Umgebung über die Schulter blicken lasse.
In bestimmten Geschichten wie der, die ich grade erfinde, möchte ja jeder nicht nur mich, sondern möglichst auch sich selber wieder erkennen.
Man wird mir vielleicht ein Ausleben von Phantasmen unterstellen wollen.
Die Menschen glauben ja Erfundenes oft viel lieber als die Wahrheit, so paradox das ist. Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, in dieser intimen Absteige zu schreiben, was ich aus den genannten Gründen zu Hause eher unterlassen würde. Alles passt nicht immer zu allem.
Wer mich hier läse, könnte mich auch gerne zu Hause besuchen, auf Diskretion würde ich dann nur hoffen. Ich selber verriete niemandem, wo ich manchmal untertauche.
Ein solches Doppelleben, mit dem ich niemanden betröge, könnte ich mir ziemlich anregend vorstellen.
Darf ich noch ein bisschen zögern?

Kommentare dazu:
(26.8.04 15:07)
Enfin!
Bien sûr on est trés discret ici et on adore notamment les gens discrets... Pensez au rendez-vous, Monsieur S.
Möchten Sie denn eher stündlich oder täglich schreiben?
Ich könnte Ihnen ein entsprechend grosszügiges Angebot machen.
Salutations,
Service Réservation
Hotel Ponzo
P.S. Eventuell könnte man auch eine neue Zimmerkategorie einrichten, ganz wie es Ihnen beliebt, Monsieur
(26.8.04 15:58)
Psst, Madame Ponzo, war das da eben nicht dieser berühmte Mr. Writeman, der hier schon seit einiger Zeit so diskret durch die Flure schleicht, dass man ihn praktisch nie zu Gesicht bekommt? Was macht denn der beruflich? Doppelagent? Märchenprinz? BILD-Redakteur? Promi-Friseur? Nur mal so aus plumper Neugier gefragt...
(26.8.04 16:08)
@rapunzel, psst, welcher Mann? Ich bin doch diskret!
Eh psst, unter uns gesagt, schreiben Sie nicht auch solche Geschichten? Hein? Könnten Sie sich evt. verstehen, wenn Sie wissen, was ich meine...
(26.8.04 17:23)
Nochmal pssst...ja, das ist doch der Grund, warum ich hier bin: Damit ich ganz diskret und unerkannt diese Geschichten schreiben kann. Hm, vielleicht sollte ich dem Herrn mal unauffällig eine Nachricht zukommen lassen...oh, da isser ja.
HUHU, HERR SCHREIBMAN!!! *kreisch* Ich hab gehört, Sie schreiben auch erotische Geschichten. Da sind wir ja schon zwei! *jubel*... Ups, wo isser denn plötzlich hin? Hallo???
26.8.04 18:00)
pssst zurück... das kann doch nicht wahr sein... nicht so laut, Frau Professor, Sie vergraulen noch dezente Kunden hier... psst. Und überhaupt! Der Sondermann ist auch schon abgereist, obwohl der nun wahrlich nicht gerade diskret auftritt! Soll ja jetzt ein Sportler geworden sein. Heute morgen las ich wieder was vom Fechten. Ob aus ner Medaille aber was wird?
(26.8.04 22:46)
Ein ganz spätes psssst zurück: Der Sondermann kämpft noch mit der Kostümfrage, wie ich im Online-Ticker gelesen habe. Fechten, sagen Sie? Oh, Nicht, dass Sie Herrn Sondermann demnächst als neues Küchensieb einsetzen können.
*flüster* Ich werde mich jetzt auch ganz leise davon schleichen, um nicht noch mehr Herren zu vergraulen. Ehrenwort.

(27.8.04 02:10)
Madame la receptioniste, veuillez excuser l'heure tardive. Mais peut-être pourriez-vous nous reserver, pour Madame Rapunzel et moi-même, une petite "chambre separée? Nous sommes des "gens d'affaires", si vous voyez ce que je veux dire. Et nous aimerions, de temps en temps, nous relaxer un peu. Si vous voyez ce que je veux dire.

27.8.04 09:14)
Was will der Herr Schreibman? Ein Zimmerchen nur für uns beide? Zum Entspannen? Mist, wo ist denn mein Wörterbuch? Ich kann doch gar kein Französisch. Und darum verpasse ich hier mal wieder das wichtigste. *fluch zeter schimpf*

Madame Lara / Website (28.8.04 15:15)
Monsieur,
Ce que vous faites avec votre separée ne me regarde pas! Alors c'est fait.
A bientôt et merci d'avoir choisi notre etablissement.
Service Réservation

(28.8.04 17:52)
... Ihr Wunsch ist mir Befehl... ;-)
(Herr S.)

(29.8.04 13:58)
lol...bin das erste mal hier scheint aber n echt lustiger laden zu sein. werd bestimmt mal öfter vorbeischauen. sofern ich hier erst mal so richtig durch alles durchgestiegen bin *g*

(31.8.04 11:50)
Huch, jetzt wird hier auch noch anders sprachig konferiert, ich bin da ganz klar im Nachteil, ich kann nicht mehr folgen. Ganz schlecht, find ich. Jedenfalls befinde ich mich nun auf dem Rueckweg von Athen nach Parrrrissss. Siedendheiss fiel mir ein, was ich die ganze Zeit vermisst hatte. Meine treue Gefaehrtin Frau Professor S.!! Wie konnte mir das nur passieren??? Wird sie mir jemals verzeihen??? Ich reise also gerade ab, und habe wieder das Gefuehl etwas vergessen zu haben. Mir war so als ob ich hier nicht alleine gewesen waere...... Ach ich weiss auch nicht, wird mir schon wieder einfallen. Also ich werde dann spaetestens am kommenden Wochenende wieder einchecken. Ich hätte dann gerne wieder mein altes Zimmerchen, wenn das moeglich waere??? Mit den freundlichsten Gruessen Ihre Senora M

Beschwerde z.Hd. Rezeption

Sehr geehrte Madame Ponzo,

es ist ja wirklich überaus reizend, dass Sie Ihr Haus nun auch für
Künstler geöffnet haben. Doch es wäre mir sehr Recht, wenn Herr
Schreibmann nicht direkt im Zimmer neben meinem wohnen würde. Ich habe
die ganze Nacht über kein Auge zugetan, weil ich ständig durch die
dünnen Pappwände hindurch das Klackern seiner Tastatur gehört habe.
Wenn der Mann schon arbeiten muss, dann doch bitteschön zu Zeiten, wo
ich es auch tue. Ich sitze gerade an einer überaus fesselnden
Geschichte, für die ich alle Konzentration brauche. Die fand ich
aber leider heute auch den ganzen Tag über nicht. Denn nach dem
nächtlichen Geklacker drangen nun Geräusche von nebenan zu mir herüber,
die mich ganz vermuten lassen, dass Herr Schreibman seine
Entjungferungsgeschichte erst mal mit ein paar jungen Damen
durchgespielt hat. Ich kann ja durchaus verstehen, dass der Mann ein
paar Anregungen brauchte. Aber, mein Gott, doch nicht den GANZEN Tag
lang! Ich komme doch sonst zu gar nichts mehr - außer zu derart
lüsternen Phantasien, dass selbst ich sie nicht zu Papier bringen
kann....

Ihre äußerst entnervte Frau S.

Kommentare dazu:

(31.8.04 17:25)
Ach nee! Kann es sein, daß mir dieses Blog aus alten Zeiten bei freenet bekannt vorkommt? Oder ist das Zufall?? ;-) Liebe Grüße, Neko

Frau Ponzo / Website (31.8.04 17:55)
Sehr geehrte Frau Professor,
hiermit bestätigen wir Ihnen den Erhalt Ihrer Beschwerde. Sie müssen wissen, dass wir (Ponzos Horde) in keinem Fall irgendeinen Einfluss auf das Zimmerleben Ihres Zimmernachbarn nehmen wollen. Wir sind schliesslich nur ein kleines Hotel mit lediglich 21 Zimmerchen und froh über jeden Gast. Daher haben wir auch für spezielle Gäste spezielle Preise in speziellen Zimmern reserviert (Séparée).
Nehmen Sie also gefälligst Kenntnis davon.
MfG
Service Réservation et Réception, Contraception etc.
P.S. Und bitte kommen Sie bloss nicht auf die Idee, sich noch einmal persönlich zu beschweren. Wenn Sie das nicht unterlassen können, dann bitte nur ab 21 Uhr oder ab kommenden Donnerstag bei Madame Qui-décide-tout persönlich, eventuell, wenn das Flugzeug nicht abstürzt...

31.8.04 18:21)
incognito
eh psst, Ihre Geschichten sind auch reichlich lüstern...

(31.8.04 19:31)
Pssst zurück....ich weiß....
Was das Séparée angeht - musste das denn unbedingt neben meinem Zimmer.... aber, oh, Sie gucken schon wieder so böse. (Himmel, hat die ne Laune heute.)Ich werde mich ganz sicher nie mehr beschweren und gleich mal ein bisschen das Friedensfähnchen schwenken.
Huhu, Herr Schreibman, Lust auf einen Kaffee? - Wie? In Ihrem Séparée? Ähm...also... na, aber selbstverständlich doch! *mit seeeehr lüsternem Blick davon tänzel*

(31.8.04 20:22)
incognito
psst - jetzt tut sie so als wäre sie noch ... naja

(1.9.04 12:02)
auch incognito:
Ja, aber ich fürchte, er wird schnell merken, dass sie nicht mehr...naja

(2.9.04 11:07)Frau M.
Ja hier gehts ja zu!!! Wird Zeit das ich anreise und mal wieder fuer ein wenig Moral, Sitte und Anstand sorge! Separeee
eh...Psssst......Frau Ponzo.....*fluester* kann ich das andere Zimmer neben Herrn Schreibmann haben??????? WIIIIEEEEE!!! DAS KOSTET EXTRA??????? *augenaufreiss* Sachma! Ich bin doch nicht zahlende Stammkundin da kann ich doch wohl mal auf ein kleines Extra pochen *rumnoergel

(2.9.04 19:13)
Frau Joys (oder muss ich Señora sagen?)
Wie schön, dass Sie wiederkommen! Eh psst, ganz ehrlich war Frau Professor Saintdingenskirchen auch schon ganz scharf auf dieses Zimmer... mal sehen...

(2.9.04 19:23)
P.S. Wo ist der Mann eigentlich hin?

(2.9.04 20:29)
Bin wieder da. Hatte Aussendienst, ziemlich viel zu tun. Jetzt brauche ich erst mal ein bisschen Ruhe.

(5.9.04 17:39)
*schwungvoll die Drehtüre zum Hotel Ponzo öffnet* JUUUUUUUUUUUUHUUUUUUUUUUUU*schmetter*
Die liebe Senora M aus Asta la Vista is wieder daaaaaaaaAAAAAAAAAAAHAAAAAAAAAA*dröhn* Oh Verzeihung!!!!!! *mal die vornehme Dame auf rappel die sich noch in der Drehtüre befand* Ich habe sie glatt übersehen, wie meinen???? Ich kann sie nicht verstehen, ich spreche kein Englisch! Wie???? *wohlwollend lächelnd nickt, kein Wort versteht*Puh, das ist ja grade noch mal gut gegangen! So wo war ich???? Ach, ja...... Juuuuuuhuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!! *mal energisch auf die Klingel an der Rezeption dängel* Hallooooooo sssssiiiiiiwooooooplääääääääää, is denn hier niemand????

Kultur
Neulich beschloss ich, dass es nun mal an der Zeit sei, sich nicht immer nur ins Pariser Nachtleben zu stürzen, sondern mal ein bisschen Kultur zu genießen. Irgendwie muss ich ja die Zeit füllen, bis meine Reisegefährten Frau M. und Herr Sondermann wieder auftauchen. Mir fiel ein, dass Herr Schreibman einen recht kulturinteressierten Eindruck machte. Wir hatten uns mal ausgiebig über meine großartigen Bierdeckel-Kunstwerke unterhalten.
"Das hat doch bestimmt eine Menge Aufsehen erregt", sagte Herr Schreibman und sah sich mit Kennerblick die Wände in meinem Zimmer an. Ich hatte mit Uhu-Alleskleber ganze Bierdeckel-Serien an die Tapete geklebt und dann mit pinkfarbenem Lippenstift kühne Verbindungslinien gesetzt.
"Na, und ob das Aufsehen erregt hat!" sagte ich voller Stolz. "Die Schreie des Zimmermädchens waren über fünf Etagen zu hören und wurden nur noch von Frau Ponzos Gekreische übertroffen. Ich hatte selten so viele interessierte Besucher gleichzeitig in meiner kleinen Galerie versammelt wie an jenem Tag."
"Das kann ich mir denken", sagte Herr Schreibman und ich dachte: Der Mann kennt sich aus.
Darum beschloss ich also, gemeinsam mit Herrn Schreibman auf kulturelle Entdeckungstour zu gehen.
"Ich besorge für Samstag Konzertkarten", verkündete ich und Herr Schreibman war sichtlich angetan. Endlich kam mal ein bisschen Abwechslung in unseren tristen Dichter-Alltag.
Gestern Abend trafen wir uns dann in der Empfangshalle. Ich schwenkte schon von weitem mit den Karten - und stutzte. Der olle Schreibman trug einen Smoking. Nicht, dass er darin nicht umwerfend ausgesehen hätte. Es war nur so, dass der Smoking nicht so richtig zu meinen knallengen Jeans und dem bauchfreien Top passte. Und außerdem....
"Ich fürchte, Sie haben sich in der Garderobe vergriffen", sagte ich höflich, aber bestimmt. "Wir gehen nicht in die Oper, sondern ins Madonna-Konzert."
Na, da guckte der Schreibman aber vielleicht irritiert. Er machte ein paar abfällige Bemerkungen über die abgewrackte, singende Hausfrau, denen ich entgegen hielt, dass er in der Oper auch nicht nur 20jährige Supermodels angetroffen hätte und außerdem müsse er es erst mal selber schaffen, 20 Jahre lang kontinuierlich so einen Erfolg zu haben, dann dürfe er abfällige Bemerkungen machen. Wir begannen den Abend also nicht in der allerbesten Stimmung. Aber es wurde dann doch noch richtig nett. Das Konzert war super (fand nachher sogar Herr Schreibman), die Party, auf der wir hinterher landeten, war noch mehr super und unsere Kopfschmerzen heute Morgen waren gar nicht mehr zu toppen. Uuuuhhh.... warum muss man für ausschweifige Abende nur immer so büßen?

Als ich gegen Abend nun endlich mal aus meinem Zimmer gekrochen kam und mich ein wenig auf die Sonnenterrasse begeben wollte, da wurde ich Zeugin eines seltsamen Schauspiels. Eine Dame wollte das Hotel gerade durch die Drehtür betreten, als von hinten eine zweite Dame angeschossen kam. Sie gab der Drehtür so viel Schwung, dass nicht nur sie, sondern auch die erste Dame dreimal Karrussel fuhr, bevor die Tür die beiden Frauen freigab und sie in hohem Bogen ins Foyer spuckte, wo sie in einem Knäuel liegen blieben. Na, dachte ich, so einen eleganten Auftritt kriegt doch sonst eigentlich nur Frau M. aus Dingens hin, die zur Zeit Gott weiß wo herumlungert. Doch dann sah ich mir die am Boden liegenden Damen etwas genauer an - und was soll ich sagen? Eine der beiden entpuppte sich tatsächlich als Frau M.! Na, das war aber ein Hallo!!! Kreischend und heulend lagen wir uns in den Armen, knutschten uns ab, bis wir es selber unappettitlich fanden und kamen aus der Begeisterung gar nicht mehr heraus.
"Mensch, Milly, altes Haus", sagte ich auf ungewohnt informelle Art. "Erzähl doch mal, wie es in Athen war. Haste denn Herrn Sondermann ordentlich angefeuert?"
"Nix Athen", sagte Frau M. "Ich war gar nicht dort. Bin in den falschen Flieger gestiegen und in Barcelona gelandet."
Na, das sah der ollen Frau M. ja mal wieder ähnlich. Selber Schuld, dachte ich. Was musste sie mich auch damals einfach auf dem Bürgersteig stehen lassen und mit dem Taxi alleine davon düsen. Mit mir an ihrer Seite wäre sie garantiert nicht ins falsche Flugzeug gestiegen.
"Mit Ihnen an meiner Seite wurde meine Paris-Reise zum totalen Fiasko", erinnerte mich Frau M. auf unangenehme Weise. Was hieß denn hier überhaupt Fiasko? Ein besseres Fitness-Training als das ganze Tretboot- und Fahrradfahren hätte Frau M. nie kriegen können. Ich wette, sie war nie zuvor und garantiert auch später nie wieder so gut in Form wie während unserer legendären Reise nach Paris.
Aus dem Küssen und Umarmen wurde plötzlich ein fröhliches mit-den-Handtaschen-aufeinander-Eindreschen. Hach, dachte ich, während ich Frau M. über Tische und Bänke jagde, was hab ich die olle Kuh aber auch vermisst!

Sportler
Ich suche verzweifelt nach dem Supersportler Erwin Sondermann. Der hatte hier ein Zimmer reserviert, eins belegt, Gäste aus- und eingeschleppt, an der Olympiade teilgenommen (siehe Bild) und dann den Ball verschluckt. Deshalb hat er vermutlich auch vergessen, seine Zeche zu bezahlen!! Man muss ja nicht immer das Schlimmste annehmen.

Kommentare dazu:
(7.9.04 17:27)Frau M.
Wo der steckt, wüsste ich auch gerne. Er hatte mich gebeten, seine Kakteen-Sammlung zu versorgen, während er weg ist. Ich dachte, na gut, ein, zwei Tage oder auch Wochen ist das okay. Aber doch nicht MONATELANG! Ich hab schon total zerstochene Finger. Und überhaupt: Erwin, wo steckste denn nur? So schlimm ist das mit der geprellten Zeche doch auch nicht. Gehste halt mal ein paar Tage Küchendienst schieben. Haben wir doch alle schon hinter uns gebracht.
(9.9.04 03:08)
*hüstel hüstel* aaach neee mich hat doch grad ne Erkältung flachgelegt *jammer* aber gerade, als ich so durch´s Hotel gekrochen bin, auf der Suche nach einem Arzneischränkchen, oder ähnlichem, da hab ich jemanden um die Ecke huschen sehen, der sah dem Herrn Sondermann verdammt ähnlich! *hüst hüst* Hallo!!!!! Sie da!!!! *durchs Hotel brüll* He da!!! Wie was?? Ich soll ruhig sein? Nachtruhe? Junge Dame.... *mal energisch die Dame anguckt die gerade ihre Zimmertüre aufreißt* ich sorge hier gerade für ihre Sicherheit. Ich hab grad das Phantom gesehen und wenn sie mich nicht so erschreckt hätten!!!!! *rumms* Na also... Manieren haben die jungen Leute von heute *rummuffel* hätte sich wenigstens noch bedanken können bevor sie die Tür zuballert. Und überhaupt wie die aussah! Total grün im Gesicht, ist doch ekelig diese Bröckelmasken, so watt soll schön machen?? Soll mal ordentlich Nivea Creme ins Gesicht schmieren, dat mach ich auch schon seit Jahren und kann mich nicht über mein Äußeres beschweren. *schlurf schlurf* Da!! Da war schon wieder was.....HALLLOOO!!! SIE DA, HERR SOOOOOOONNNNNDERRRRRMAAAAAAAANNNN???????*hinterherkreisch* "Nu warten se doch mal, ne olle Frau ist doch kein Düsenjet" Weg! Tzäh! *wieder ins eigene Zimmer schlurf*


Mist!!
Jetzt hab ich mich auch noch verlaufen. Nee ich sach sie, ich bin so was von schlapp und müde und nu find ich mein Zimmer nicht. Wo bin ich denn hier nur? Hätte ich doch nur meine Taschenlampe mitgenommen, man hört ja so vieles, nicht das mir hier nachher noch einer ans Leder will. Die Taschenlampe funktioniert zwar seit Wochen nicht mehr, aber immerhin hätte ich mich damit noch schlagfertig wehren können. Alles so dunkel und finster hier, die Hotelleitung spart anscheinend an der Nachtbeleuchtung. So was! Und das wo sich hier so eine dunkle Gestalt rum treibt, da wird einem ja beinahe Angst und Bange. Ich hätte nicht eben noch Tatort gucken sollen. Ja nun ist es zu spät.... nu fürcht ich mich doch ein wenig.

*polter* Aua! Stolperfallen! Wer stellt denn hier seine Schuhe vor die Tür? Frechheit, meine schöne Nylonstrumpfbux, jetzt ist die kaputt, so viele Jahre hab ich die schon *mal das schmerzende Knie reib*
Huuuuuhuuuuuuuuuu *lautstark heul* dat tut weh!! *schluchtz* Ich will in mein Bett!! Huuuuuuuuuuuuhuuuuuuuuuuuuu *schaurig wiederhall*
Aaaah da hinten sehe ich ein wenig Licht. Aaah das fällt durch den Schlitz unter der Türe durch, leise Schmusemusik ist zu vernehmen und........ *ranschlurf* Huch!! Das ist doch nicht jugendfrei, was machen die denn für Geräusche da drinnen? Also!! *empört guck* Zimmer Nr. 36 muss ich mir unbedingt merken, das muss ich im Auge behalten. Schweinkram! Paris, die Stadt der Liebe, hin oder her. Das hört sich verdammt nach rauf und runter an. Da!! Waren das Peitschenhiebe?? 36? Das war doch die Zimmernummer von der jungen Dame mit der Gesichtsmaske. Erst mault se mich an, das ich ruhig sein soll und dann....!!! Sachen gibbet, die gibbet gar nich, wenn ich das der Frau Professor erzähle! Hat die nicht auch auf diesem Flur ein Zimmer? Welche Nummer war das noch gleich??
*brüll* FRAU PROOOOFÄÄÄÄÄÄÄSSSSOOOOOR zu Hiiiilfe, die arme liebe Frau M hat sich verlaufen!!!

Kommentare dazu:
Mademoiselle Ponzo, Rezeption / Website (9.9.04 14:21)
hello hello excuse me!?? Der Kollege von der Nachtschicht hat sich über Sie beschwert, Frau M. Ja genau, Sie hören richtig, Sie meine ich. Was soll denn dieser Krach mitten in der Nacht? Wieso benehmen Sie sich wie ein Teenager?
Ist doch klar, dass es dunkel ist. Der Hotelbesiter schaltet die Minuterie auf ganz niedrig, Sie haben also genau 1,5 Minuten, um die richtige Zimmertür zu finden und nicht die Treppe runterzufallen. Falls Sie Ihre Nachtsichtgeräte vergessen haben sollten, warten Sie bitte auf den nächsten umherirrenden Gast anstatt hier so ein Gezeter zu veranstalten.
[freie Übersetzung der Hausordnung]

(9.9.04 22:51)
Wie? Beschwerden? Über moi? Das kann doch alles gar nicht wahr sein. Ich war in tiefster Not Frau Ponzo! Aber in allertiefster! Der Kollege von der Nachtschicht, ach watt sach ich, die ganze Belegschaft des Hotels sollte sich lieber mal Gedanken um die Gäste des erwähnten Zimmers machen. Da stimmt wat nich, ich sach sie! Und wenn die Herrschaften von der Hotelleitung mehr als einen Lichtschalter für den gesamten Flurbereich angebracht hätte, ja da wäre ich doch gar nicht erst in diese schreckliche Situation gekommen. Ich denke ernstlich über eine Schadenersatzforderung nach. Meine schöne Strumpfbuxe, hin is se! So lange hatte ich die und richtig lieb gewonnen. Immer von Hand gewaschen *mal eine Träne aus dem Augenwinkel wischt*. Und mein Knie schillert in den prächtigsten Farben und tut weh! Auf die Frau Professor ist auch kein Verlass mehr. Meinen sie die wäre mir mal zur Hilfe geeilt????? Am nächsten Morgen wurde ich im Flur wach. Elegant vor irgendeiner Zimmertüre drappiert. Der Zimmerbewohner ist unfreundlich über mich hinweg gestiegen und hat was von Pennern gemurmelt. So watt muss man sich dann auch noch sagen lassen. Dabei habe ich alle, ich betone, ALLE vor dem schrecklichen Phantom bewahrt! Und watt krieg ich zum Dank???? Na??? Na????? *empört davon stolziert*

Notizen
1.) Ohropax kaufen, damit ich die Reiseschreibmaschine von Herrn Schreibman nicht ständig höre. Der Mann scheint grade einen kreativen Schub zu haben. Tag und Nacht höre ich ihn in die Tasten hauen. Und dann immer dieses "Piiing", wenn eine Zeile zuende ist. Unerträglich!
2.) Habe gestern in einer der Geschichten von Herrn Schreibman gelesen, dass er offenbar auch schon was mit Frau M. hatte. Muss sie unbedingt fragen, ob da was dran ist. Ich meine, es würde mich ja nicht überraschen. Die Frau lässt nie was anbrennen. Kaum ist sie wieder im Hotel, schon scharwenzelt sie hier um alle und jeden rum. Neulich hab ich sie mal nachts auf dem Flur hysterisch rumkreischen hören. Von was für einer Orgie sie da wohl grade wieder kam?
3.) Muss diesen dämlichen Russinnen in Zimmer 22 verklickern, dass sie ihre Mäuse gefälligst bei sich im Zimmer behalten sollen. Gestern hüpfte doch tatsächlich so ein Viech durch den Beautysalon. Na, das Gekreische der Damen dort war um ein Vielfaches lauter als Frau M.s nächtliches Getöse. Damit hätten sie vermutlich noch die Mäuse im Hotel nebenan vertreiben können.
4.) Muss unbedingt herausfinden, ob der Mann, der seit gestern im Hauseingang steht und darauf wartet, dass es endlich aufhört zu regnen, Herr Sondermann ist. Aber ich warte, bis das Wetter wieder besser ist. Hab nämlich auch keinen Schirm.
5.) Schirm kaufen
6.) Neue Batterien für meine Taschenlampe kaufen, damit ich im Dunkeln nicht immer so durchs Haus stolpere. Der Sparzwang hat hier allmählich unerträgliche Formen angenommen. Heute las ich einen Hinweis an der Rezeption, dass man die Nachttischlampen jetzt nur noch zwischen 21 und 22 Uhr benutzen kann. Solche Zustände sind für einen nichtzahlenden Stammgast wie mich natürlich überhaupt nicht tragbar.
7.) Herrn Schreibman fragen, wann ich ihn mal in seinem Separée besuchen darf
8.) Frau Ponzo fragen, wie der junge Mann heißt, der heute in Zimmer 12 gezogen ist. Sah extrem lecker aus
9.) Mir einen Zettel machen, dass ich mir einen Zettel gemacht habe, dass ich heute Abend mit Frau M. in der Cocktailbar verabredet bin. Wie war noch mal die Uhrzeit? Steht auf keinem der Zettel. Mist.
10.) ....hm, irgendwas war da doch noch?
11.) Mich für das Gedächtnistraining anmelden, das für die älteren Hotelgäste angeboten wird. - Ja nun, ich kann mir ein schlechtes Gedächtnis nicht erlauben. Wäre doch oberpeinlich, wenn ich mit einem Mann im Bett liege und ihn mit dem falschen Namen anrede. Oder - noch peinlicher - gar keinen Namen nenne, weil ich vergessen habe, dass der Kerl überhaupt einen Namen hat.

pfffff diese Frau Professor *mal den Zeigefinger in Stirnhöhe im Kreis dreht*
Pssssst *flüster* ich wusste ja schon immer das Professoren, Denker und andere schwierige Menschen zur Vergesslichkeit neigen, aber unsere Frau Professor hat galoppierende Alzheimer, ich sach Sie!
Heute Mittag drückt sie mir im Vorbeilaufen einen Zettel in die Hand mit der Bemerkung, dass ich darauf gefälligst aufpassen solle und sie nun ein paar dringende Besorgungen tätigen würde. Bevor ich protestieren und ihr an den Kopf werfen konnte, dass ich nicht ihre Sekretärin bin, war sie auch schon durch die Drehtüre entschwunden.
Besorgungen wollte sie also machen, soso! Sie hätten mal sehen sollen wie sie aussah. Total zerstreut die Arme! Sie hatte noch ihre Gurkenmaske im Gesicht und an den Füßen trug sie so lächerliche rosa Plüschhausschuhe mit Hasenohren. Außerdem regnete es in Strömen und sie hatte weder Schirm noch Regenjacke dabei.
Ich wollte ihr noch hinterher humpeln aber sie war einfach schneller. Wenn das mal gut geht! Ob ich mal einen Blick auf den Zettel werfe??? Nur einen klitzekleinen?? *raschel*
Hmmmmmmmmm *les*

Aaah deshalb hatte sie es so eilig. Ohropax hätte sie auch von mir haben können, ich habe in den Tiefen meiner Handtasche sicher noch ein paar rum fliegen. *grinsen muss* Siiiiieee wollte ja uuuunbedingt dieses Zimmer neben Herrn Schreibmann haben. Um keinen Preis wollte sie dass ich dort einziehe. Mit Händen und Füßen hat sie sich gewehrt, als ich sie freundlichst bat, doch die Zimmer zu tauschen.Tja! Datt sowatt von sowatt kommt!
Wie watt Herr Schreibmann schreibt eine Geschichte über mich?? MIIIICH??? Ja nun...... Kein Wunder! Ich bin ja schließlich eine Frau von Welt, erfahren, reizvoll, sexy...... *mal mit den Hüften kreis* Da kann er ja gar nicht anders....... Muss ich gleich mal lesen gehen. *weiterles* Ja klar hat sie mich kreischen hören und hat sie was unternommen??? Aber warte nur Frau Professor, dat kriste wieder!
Mäuse? Hab ich schon von gehört, na ich hoffe doch das ich verschont bleibe. *mal hektisch in die Zimmerecken guckt*
Pff das sieht ihr wieder ähnlich. Da vermutet sie dass unser armer Herr Sondermann seit Tagen im Hauseingang steht und beschirmt sein möchte und sie schaut lässig zu. *Fenster aufreiß* JUUUUUHUUUUU SIE DAAAAAA!!, sind sie das Herr Sondermann??? Warten ´se mal ich komm ihnen gleich! Wo will er denn so schnell hin?? HAAAALLLOOO BLEIBEN SE DOCH STEHEN, SIE WERDEN JA GANZ NASS!!! Hm komischer Kauz. *Fenster zuknallt*
Also hätte sie doch sagen können das sie nen Schirm und Batterien holen geht. Brauch ich auch beides, hätte sie mir doch mitbringen können, dann wird wenigstens nur eine nass. Ja was denn, man muss doch praktisch denken...
HUCH! Ich glaub da kommt sie schon wieder zurück. *hektisch den Zettel zusammenfaltet und ein unbeteiligtes Gesicht macht*
Naaa Frau Professor, sie haben ja gar keine Tüten bei sich. Wie? Kein Taxi wollte sie mitnehmen? Ja meine Liebe, kein Wunder. *mal vor den Spiegel bei der Rezeption zerr* Gucken se mal! Wie bitte?? Jetzt maulen se mich mal nicht so an, was kann ich denn dafür, wenn sie so auf die Straße gehen. Ich wollte ja noch.... Tzzz nu is se abgedampft.
Ich werd mich jetzt mal hier in die Sitzecke zurückziehen und dann mal gucken was sie weiter so geschrieben hat. *mal den Sessel rumwucht* Hach nee hier hat man aber auch nirgendwo genügend Licht zum Lesen. *umständlich den Sessel durch den Raum schieb* Hier? So? Nee auch nich! Hmmmm wenn ich mal ein wenig an der Lampe....??? *auf den Sessel klettert und an der Lampe rumfummelt* UPS! Nu is se hin! öhm jaaaa *räusper*
Wie was? Frau Professor erschrecken se mich doch nicht so! Das bleibt unter uns! Ich war das nicht... Wie? Ja so können sie auf die Straße, ja wirklich, Jeans und Pulli ist zwar nicht so mein Geschmack... jaaa ist ja schon gut. *eine Laune hat die!!!* Jaa bis später! Jaa ich warte in der Cocktailbar!!

7-8 Stunden später:
*kicher* ja und da hab ich dem Herrn Sondermann..... *dem Barnachbarn ins Ohr flüster* hihihi
Sagen se mal wie spät ist es eigentlich? Schon halb zwei?? Achje! Die Frau Professor ist immer noch nicht vom Shopping zurück! Jetzt mach ich mir doch ein klein wenig Sorgen. *mal das Handy raussucht und Frau Professor anruft* Hm! Geht keiner ran! Sie entschuldigen mich, ich muss mich grad mal kümmern
*rummaul* immer dass selbe mit der Frau S. nix kann man die machen lassen.....
Hallo Herr Rezeptionist, na was zucken se denn so, nein ich will sie nicht wieder ins Kühlhaus sperren, haben sie die Frau Professor nach Hause kommen sehen, nicht???? Ganz bestimmt nicht? Ach ja der Schlüssel hängt noch , jaa ich seh´s ja!!!
Ach je, was mach ich denn jetzt?

Dementi!
Ja, ja, das liebe ich! Erst eine Dummheit begehen und dann ganz schnell "dementi!" schreien. Ist schon sehr verdächtig, wie eilig es Frau M. und Herr Schreibman hatten, zu beteuern, dass sie beide niemals irgendwas miteinander gehabt hätten.
Aber das kennt man ja. Erst wird alles verleugnet und drei Wochen später werden die Exklusivrechte inklusive Homestory und Foto-Shooting auf Hawaii an die Gala verkauft. Na, mal sehn, wie lange es bei Frau M. und Herrn Schreibman dauert...
In der Zwischenzeit werde ich auch mal ein bisschen vor mich hin dementieren. Ich versichere hiermit hoch und heilig, dass ich am gestrigen Tag weder mit Gurkenmaske und Puschen auf die Straße gegangen bin noch mich die halbe Nacht mit dem Schnuckel aus Zimmer 12 herumgetrieben habe. Ich habe lediglich erst Extrem-Shopping betrieben und mir dann die Stadt bei Nacht angeschaut. Stundenlang. Und natürlich alleine. *huuuust* Was denken Sie denn, wobei ich mir sonst diese fiese Bronchitis eingefangen hätte? *schnupf schneuz* Ich hatte doch beim Shoppen glatt vergessen, mir einen Regenschirm zu kaufen.
Also, das mit dem schwachen Gedächtnis...nun ja...ich fürchte, das ist das einzige, was ich nicht mehr dementieren kann.

Kommentare dazu:
(13.9.04 23:22)
Schönes Dementi. (Ich hielt Dich nämlich für eine notorische Gurkenmaskenträgerin)
(14.9.04 00:37)
Dementi?? Kommt das von Demenz? *grins*
(14.9.04 10:43)
Oh, Herr 40aufwärts - Sie hier im Ponzo? Das ist ja mal ein ganz neues Gesicht. Verstecken Sie bloß Ihr Brusttoupet gut, sonst wird Frau M. Sie nicht mehr aus ihren Krallen lassen. Und ob DAS so lustig ist, wage ich zu bezweifeln. Gurkenmasken trage ich übrigens prinzipiell nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Werte Frau M., seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie sagen. Ich wette, wenn Sie so alt sind wie ich, dann wissen Sie nicht mal mehr Ihren Namen. Jawohl!!!
(15.9.04 21:39)
Dat haben se getz aber schön gesagt Frau Professor. Endlich! So lange habe ich darauf gewartet, dass sie endlich zugeben das ICH die jüngere von uns beiden bin. Wo wir grad dabei sind, wie alt sind sie denn genau? *ganz ganz weit die Ohren aufsperrt*
(16.9.04 00:00)
Pssst, Frau M., das sag ich jetzt aber nur Ihnen. Hört auch keiner zu? *sich vorsichtig umsieht* Also, kommen Sie mal her....tuschel....wisper...flüster... Da staunen se, was? Hätten Sie nicht gedacht, oder?
(22.9.04 01:57)
*mal guckt, ob auch möglichst viele Leute im Empfangsbereich stehen*rausposaun* SCHON DREIUNDVIERZIG??? *entzückt Frau S. entsetztes Gesicht wahrnimmt und sich innerlich totlacht* *weiterschrei* UND SIE MÖGEN ES IN LATEXANZÜGEN DURCH DIE STADT ZU LAUFEN???? Pssssssst Frau S. dat hamm se getz davon, das sie behaupten ich würde meinen Urlaub in Disneyland verbringen. Ich! Disneyland! Pahahahahaha! Dat ich nich lache! Ich hab ihnen doch erzählt dass ich nach Wangerooge fahre um dort eine Rollkur zu machen. Aber sie hören mir NIE, aber auch wirklich NIE zu. Ich weiß ja das sie vergesslich sind, aber manchmal glaub ich, sie tun nur so. Wie? Ob die Rollkur was genützt hat? Jaaaa nun also...*stammel* Abgenommen hab ich nix, aber das mit dem rollen, das klappt jetzt wunderbar *stöhn*

Aufgeräumt
Ich habe dieses langweilige Wochenende dazu genutzt, ein bisschen zu entmüllen, zu sortieren und abzustauben. Erstaunlich, was ich da so zutage gefördert habe. Auf den Schränken und unter dem Bett lag der Staub fingerdick. Eigentlich wäre es ja nun wahrhaftig nicht mein Job, den Dreck zu beseitigen. Aber was will man erwarten, wenn die Zimmermädchen lieber mit den männlichen Gästen flirten, statt ihrer Arbeit nachzukommen? Ich frage mich nur, bei wem ich meine Schadensersatzklage loswerde, weil meine Hausstauballergie dramatische Formen angenommen hat. *hust schneuz prust*

Aber egal, es war auch ganz hübsch, ein paar Dinge wieder zu finden, die ich schon längst vergessen hatte. Da war zum Beispiel das Saunatuch, auf dem Frau M. dereinst die Tagesordnung für das erste außerordentliche Treffen der tC (tapfere Cybernauten) aufgemalt hatte. Sehr hübsch, wirklich. Und dann fand ich noch meine Froschmaske von unserer legendären Ballnacht, in der wir verzweifelt versuchten, Herrn Sondermann durch regelmäßiges an die Wand klatschen zu einem Prinzen zu verwandeln. Aber es half nix. Frosch bleibt Frosch. Ich fürchte, Herr Sondermann ist da nie ganz drüber weggekommen. Und schließlich entdeckte ich zusammengeknüllt in einer Ecke ganz unten in meinem Schrank diesen zerrissenen String-Tanga, mit dem Frau M. mir damals versuchte das Leben zu retten, als ich beinahe über die Dachterrasse des Hotels gekippt wäre (kleine Notiz an mich: Das Hotel verklagen wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen auf dem Dach). Und schließlich stieß ich beim Räumen und Kramen auch noch auf diese aufblasbare Krone, mit der Frau M. sich seinerzeit auf unserer Reise so lächerlich machen musste. Die Frau schreckt ja auch vor nichts zurück.

Hach ja..... was wir doch schon so alles miteinander erlebt haben... *träum seufz*

Wird höchste Zeit, dass Frau M. von ihrem Wochenendtrip zurückkommt.

"Ich werde mal eine kleine Bildungsreise mitmachen", hatte sie neulich zu mir gesagt.

"Ach, wo solls denn hingehen?" fragte ich interessiert. "Nach Versailles?"

"Nö, ins Disneyland", erwiderte Frau M. allen Ernstes. Ja, was um Himmels Willen will sie denn dort? Reicht es ihr nicht, solchen Blödsinn mit ihren Kindern machen zu müssen? Jetzt ist sie doch im Urlaub. Ich werde diese Frau nie verstehen. Nun ja, ich freu mich trotzdem darauf, wenn sie morgen wieder kommt - sofern sie nicht aus einem Karussell geflogen ist....

Herr Sondermann bleibt weiter verschollen. Frau Ponzo behauptet, dass sie ihn neulich mal beim Einkaufen von Weihnachtsgeschenken angetroffen hat.

"Man kann nie früh genug mit den Vorbereitungen beginnen", soll der Sondermann gesagt haben. Er trug eine zwölfseitige Liste bei sich, auf der 768 Namen von Freunden und Verwandten standen, die alle auf Geschenke von Erwin Sondermann warten.

"Ich bin schon bei Nr. 57 angelangt", verkündete Herr Sondermann voller Stolz. "Ich glaube, das haut diesmal perfekt hin mit meinen Einkäufen. Ich liege gut in der Zeit."

Also, ich schätze, von dem Mann hören und sehen wir erst im neuen Jahr wieder was.

Tja, und was mache ich in der Zwischenzeit? Noch ein bisschen aufräumen, etwas Farbe an die Tapeten, die alten Sessel aufpolstern lassen, neue Vorhänge kaufen, vielleicht auch mal das Bad frisch fliesen.... Ach, Moment mal, was ist denn das hier für eine Mappe? *den Inhalt einer Schublade auf den Boden kippt*

Hach....Das macht mich ja jetzt doch etwas melancholisch. Das ist ja einer meiner letzten Forschungsberichte. Sozusagen die letzte Arbeit der ehrenwerten Frau Prof. Dr. Saintphalle, bevor sie in ihren Urlaub ging. *blätter in den Papieren* Nee, was hab ich mir damals aber auch für Mühe gegeben. Ist ja fast reif für den Nobel-Preis. Das muss ich mal Herrn Schreibman zeigen. Ob dem das gefällt?

Huhu, Herr Schreibman, ich habe hier eine Arbeit über das Sexualverhalten der Internet-User. Interessiert Sie das? Wie? Ja, ich komme mal rüber in Ihr kleines Separée. Bis gleich. *mit der Mappe unterm Arm davon tänzelt*


Alarm! Katastrophen!

Was hat Frau Ponzo denn da nur wieder angerichtet? Das ist hier ja schlimmer als in der billigsten Daily Soap im schlechtesten Fernsehprogramm. Hotel Ponzo ohne Ponzo? Wie soll das denn gehen? Ich bin verzweifelt, verstört, verwirrt.

Vielleicht hilft ein Streik der Gäste? Oder eine Demonstration? Da ist wohl mal wieder eine außerordentliche Sitzung fällig, auf der ich das unzureichend mit Frau M. und Herrn Sondermann erörtern kann.
Aber immerhin ist Herr Sondermann wieder aufgetaucht. Ein kleiner Trost. Ich dachte schon, den hätten sie nach der letzten Doping-Probe in Athen direkt in den Knast befördert. Hm, wer weiß...vielleicht hat er die Handschellen ja von dort, mit denen er hier grade rumwedelt?

Huhu, Herr Sondermann, was machen Sie denn da mit den Handschellen? Kleine Spielchen mit der blonden Russin aus Zimmer 21? Na, mich wundert hier gar nichts mehr.

Ich werde jetzt mal losgehen und mit Frau M. ein Hühnchen rupfen. In aller Öffentlichkeit rumzuposaunen, dass ich 43 Jahre alt sei, ist ja wohl eine bodenlose Frechheit. Wie soll ich denn jetzt das Gegenteil beweisen?
Und wenn ich wiederkomme, dann überlegen wir, wie wir Frau Ponzo retten können. Hach, man kommt hier aber auch nie zur Ruhe. *eifrig davon eilt*

Kommentare dazu:
(23.9.04 00:10)
*sich mal die Frisur zu recht rückt* Da hat die Frau Professor mich aber gerade angefallen! Hühnchen rupfen, das ich nicht lache. So was macht man verbal, haut die mir doch glatt ihre Handtasche über die Frisur. Und als ich sie fragend ansehe, kann sie sich plötzlich nicht mal mehr erinnern, warum sie mit mir ein Hühnchen zu rupfen hatte. Ich weiß ja nun inzwischen wie sie ist, also werde ich es ihr nicht nachtragen. Jetzt stehen wichtigere Themen an! Hotel Ponzo ohne Frau Ponzo! Dat geht ma gar nich! Hallo Herr Sondermann, Frau Professor, Herr Schreibmann es steht wieder ein Treffen an, will ich meinen. Ich überlege noch wann und wo. Schließlich soll es ja eine große "Überraschung" für die Hotelleitung werden. *ebenfalls davon eilt*

Sehr geehrte Madame Unverschämt,

statt der besten Rezeptionistin aller Zeiten eine Abmahnung zu
erteilen, sollten Sie sich lieber mal ganz still in ihr stinkendes
Rattenloch zurückziehen. Wer macht denn hier die ganze Arbeit? Wer gibt
sich so viel Mühe, dass in Ihrer elenden Bruchbude überhaupt mal Gäste
absteigen? Wer zeigt nicht nur Geschäftssinn, sondern auch
Menschlichkeit und macht die beste Werbung, die man sich für ein Hotel
denken kann? Naaa??? Sie ganz bestimmt nicht!

Wenn Sie auch nur über ein klitzekleines bisschen Grips in Ihrer
Hirnschale verfügen, dann beschimpfen und beleidigen Sie Frau Ponzo
nicht, sondern rennen ihr hinterher, um sich zu entschuldigen und sie
höflich zu bitten, ihren Arbeitsplatz wieder einzunehmen.

Sollten Sie es jedoch vorziehen, Frau Ponzo zu feuern, dann werden Sie
es mit der Gewerkschaft der nicht zahlenden Dauergäste zu tun bekommen
und die Damen und Herren sind nicht zimperlich, das verrate ich Ihnen
heute schon. Ich schätze, Sie können dann schon mal überlegen, in
welches Land Sie auswandern möchten, denn in ganz Frankreich werden Sie
keinen ruhigen Tag mehr haben.

Hochachtungsvoll

Madame S., erste Vorsitzende der Gewerkschaft nicht zahlender Dauergäste, kurz GNZD
Kommentare dazu:
ponzo, ex-réc. (25.9.04 10:42)
ach was bin ich gerührt bei so viel Unterstützung...

Gegenabmahnung
Stets verkehrte Madame Qui-décide-tout,

wie Sie wissen, haben Sie in mir immer einen Förderer und Gönner Ihrer stets schwer angeschlagenen Gesundheit und Dauerwelle. Als Ihr lebenslanger Gast habe ich Ihnen niemals einen Gefallen getan oder Ihnen gesagt, Sie sein schön oder anbetungswürdig. Wie bei kaum einem Anderen konnten Sie sich mir mit jeder kleinen Misslichkeit anvertrauen und Sie durften sich sogar in meiner Gegenwart ausheulen, sofern ich nicht im Hotel war.

Um so enttäuschender ist es für mich, der ich Ihnen immer mit der höchsten Missachtung entgegen getreten bin, erleben zu müssen, wie Sie sich unbedeutender, aber kaum verzeihlicher Abweichungen von den Normen des menschlichen Zusammenlebens zu Schulden kommen ließen. So haben Sie, sicherlich in völliger Unkenntnis meiner verwandschaftlichen Verhältnisse, einen von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann, den wir in unserer ehrenwerten Familie allerdings in Anbetracht seiner Verdienste als Paten anreden, den Zugang zu den Sanitärräumen verwehren wollen.

Es ist müßig, gerade Sie, Verquälteste, der die baulichen Zustände in diesem Hotel bestens bekannt seien dürften, darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem bestrittenem Zimmer keineswegs um eine Toilette gehandelt hatte, sondern um mein höchsteigenes, seit 23 Jahren ungelüftetes Etablissiment. Das Schild „Do not disturb oder stirb!“ hätte Ihnen Warnung genug sein können.

Sowohl die aufgeklärte Rezeptionistin, die Sonne unserer Familie, als auch meine als Bodyguard vor der Tür stehende Urgroßmutter haben Sie mehrfach darauf hingewiesen, dass wir, und dabei meine ich den von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann und mich, bei der Klärung von Familienangelegenheiten gern unter uns bleiben möchten. Um so betrüblicher musste ich feststellen, dass Sie sich daran nicht gehalten haben. Im Gegenteil, Sie haben durch das Öffnen der Tür und Ihres Mundes für erhebliche Geruchsbelästigung in unserer Privatsphäre gesorgt. Nur mit Mühe konnte ich den von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann davon abhalten, seine väterlichen Gefühle für Sie zu missbrauchen.

Dennoch müssen Sie wissen, dass wir in dieser Angelegenheit nicht nachtragend sind. Nehmen Sie daher mit diesem Brief eine liebevoll von unserer Mama handgeknüpfte Schlinge entgegen, als Zeichen dafür, wie sehr Sie daran hängen.

Ganz in Familie

Ihr Erwin Sondermann

Kommentare dazu:

(25.9.04 16:50)Frau M.
Gib`s ihr Erwin, gib`s ihr....*anfeuer*



So! *sich mal ein paar Staubflocken von der Schulter wischelt*
während meine werten Mitbewohner/in sich Briefe schreibend der Sache annehmen, bin ich zur Tat übergegangen. Ganz nach dem Motto : "Isch treff disch zwischen de Augen, Baby" hab ich mich mal der Madame Q dingens angenommen. Natürlich habe ich stets dafür gesorgt, das unsere Frau Ponzo ein Alibi für die entsprechenden Zeiten hatte, so dass sie nicht in Verdacht gerät, diese üblen Taten begangen zu haben, mit anderen Worten noch tiefer in die Scheiße gerät. Manchmal bin ich so fürsorglich, dass es den falschen Personen weh tut, datt will ich ja dann auch nicht.
Also angefangen hab ich mal damit, dass ich mir den Erwin mal ausgeliehen habe. Nee nicht den Herrn Sondermann, ich meine den Dobermann der Mafiosifamilie, sie erinnern sich sicher schwach. Den habe ich ein wenig angelernt und nun weicht er Madame nicht mehr von der Seite. Sobald sie den Mund öffnet um ein Tönchen von sich zu geben, bellt er wie verrückt. Ganz wie sein Leihfrauchen kann er sehr penetrant sein, zudem habe ich ihn mit billigem Dosenfutter gefüttert und nun furzt er, dass es eine wahre Pracht ist. Wenn Madame nun nicht innerhalb von ein paar Tagen klein bei gibt, allein schon durch die latente Übelkeit verursacht durch die grüne Dunstglocke die sie dank Erwin um gibt, dann weiß isch et auch nisch. Ach ja ich habe Erwin übrigens angewiesen, sofort, wenn Frau Ponzo das Hotel betritt, lieb zu sein und darauf zu hören was sie sagt. Es liegt also ganz bei Madame......
Außerdem habe ich, da ich selbst ziemlich erkältet und dadurch etwas schlafgestört bin, in den letzten Nächten mindestens 30 mal angerufen und Madame fröhlich gefragt, ob sie auch nicht schlafen kann. Ihre Antworten spar ich mir, hab ich eh nicht verstanden, ich spreche ja leider Gott sei Dank kein französisch.

Zudem hab ich die Kaltmamsell mal ein wenig gekitzelt, sie verstehen *Augenzwinker* Die Gute ist noch von der letzten Aktion total eingeschüchtert und ich brauchte sie nicht lange bitten. Ich habe ihr einfach erzählt, das wenn sie nicht ihrerseits dafür Sorge trägt, das Frau Ponzo bald wieder an der Rezeption steht, wir hier die Macht übernehmen, sprich Frau Professor und ich. Die Gute hatte das blanke Entsetzen in der Augenpartie lodern und gelobte alles aber auch wirklich alles dafür zu tun, dass hier das Chaos in Tüten ausbricht, solange Frau Ponzo nicht anwesend ist. Ich werd das mal beobachten....... ich bin ja nicht weit, nech Froooolllein....!!! *mal mahnend die Kaltmamsell anstarrt*
Der Nachtportier gelobte ebenfalls eifrig Beistand, nachdem ich ihm erzählt habe, das ich mal ein paar Wochen Praktikum bei einem Kälte-Klima-Installateur gemacht hätte und durchaus in der Lage wäre, das Kühlhaus ein wenig zu frisieren. Dabei grinste ich wölfisch......... Seit dem geht hier nachts die Post ab, ich sach sie aba!!!
So ich muss mich jetzt mal ein wenig zurückziehen. Schließlich muss ich mir noch ein paar Nettigkeiten für Madame ausdenken.
Tja selbst schuld, da sach ich nur, datt sowatt von sowatt kommt!!!! Mit uns anlegen????? MIT UNS ANLEGEN ????????
MIT UNSSSS????? Pahahahahaha *irre lacht*
dat wird noch lustig *keineswegs fröhlich guckt*

Kommentare dazu:
(26.9.04 04:19)
Nochmal den Hörer in die Hand nimmt und Madame Quidingens fröhlich anruft. Hallo? Jaaa hallo, ich wollte nur mal kurz nachfragen....*klick* Hallo?? Hallo??
*grins*

Ja was ist denn nun los????

Wo sind se denn alle???? Ich irre den ganzen Tag schon durch das Hotel und niemand ist anzutreffen! Hallo????
Das ist ja das reinste Geisterhotel, da krisch isch Angst.
Habt ihr euch alle in euere Zimmer verzogen und fürchtet euch vor Madame Q...., oder heckt ihr einen Plan aus? Sach doch ma watt!! Sitzstreik auf dem WC?
Hallo Frau Ponzo, bitte kommen se doch zurück, ohne sie ist es so trist und grau und ach generell.....

Streik, Streik, Streik!

Der Umgang der ominösen Made Qui-décide-tout mit dem Hotelproletariat und deren führende Spitze, der geknechteten Rezeptionistin, hat eine Streikwelle unter den Hotelbewohnern ausgelöst, wie sie nicht besser von der IG Nahrung, Nuss und Tütensuppe hätte organisiert werden können.

Der heutige Morgen begann daher mit einem Sitzstreik. Wir blieben einfach an unseren Frühstückstischen sitzen, bis das Büfett abgeräumt wurde. Den anschließenden Stehstreik konnten einige schon nicht mehr wahrnehmen, da sie solchermaßen gesättigt, einfach nicht mehr aufstehen konnten. Schade nur, dass dieser durchschlagende Kampf nicht das Herz von Made Qui-décide-tout erweichen konnte, da sie niemals vor dem Mittagessen im Hotel auftaucht.

Frau S. schlug danach einen brutalen Ruhestreik vor, im besten im Saunabereich. Dem schlossen sich überwiegend männliche Hotelgäste an.

Herr Sondermann probierte einen Hüpfstreik, brach aber bereits nach zwei, drei Hüpfern entkräftet an der Bar zusammen. Das Alter, der Stützapparat, die Bandscheiben – da kam schon einiges zusammen. Aber der erfahrene Streikhase ging sofort in die nächste Phase über – dem Leerstreik von vollen Gläsern. Sein Protest dauert zur Zeit noch an, wenn er auch momentan von ihm nur noch lallend artikuliert werden kann.

Frau M. verzog sich in die Bowlingbahn und vermeldete alle naselang einen neuen Strike. Per Telefon in einer Direktschalte an Madame Qui-tout-wenig-tut. Dann allerdings verließ sie ihren Streikposten, um sich einmal kurz Frischmachen zu wollen, bekanntermaßen bei ihr ein Fünf-Jahresprogramm. Vielleicht findet sie auch einfach ihr Zimmer nicht mehr, die heimtückische Made ACDC hatte nämlich gestern alles neu durchnumerieren lassen. Angeblich hieße das Zimmer 4x20 richtigerweise 80. Das soll sie mal den Franzosen erklären!

Bemerkenswert vielleicht noch die Streikinitiative von Herrn Schreibman. Er hat beschlossen, nur zu streiken, wenn er nicht streikt. Wirklich clever! Da wird Madame Qui-brüll-la-herum wohl bald engültig den Durchblick verlieren und aufgeben!

Demonstration
Nieder mit Madame Quidécidetout! Nieder mit der herrschenden Klasse! Es lebe das Hotel Ponzo! Es lebe Madame Ponzo! Alle Macht den Gästen! Liberté, Egalité, Fraternité!
Puuuhh, kann Demonstrieren eine schweißtreibende Angelegenheit sein. Vielleicht hätte ich mir nicht grade die Sauna aussuchen sollen, um meine Fähnchen zu schwenken....Aber was tut man nicht alles, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen?
He, junger Mann, nicht schlapp machen! Hinlegen können Sie sich später noch. Jetzt wird erst mal schön weiter im Kreis marschiert. Ich mache mal noch einen kleinen Aufguß, um dem Ganzen etwas mehr Nachdruck zu verleihen. *zisch dampf* Aaahhh....tief durchatmen und weiter gehts: Wir protestieren auf allen Vieren! Im Ponzo gibts ne Schweinerei, wir verlangen hitzefrei! Hallo Sie, was ist jetzt schon wieder los? Meine Transparente sind nicht dazu da, dass Sie sich damit den Schweiß von Ihrer Hühnerbrust wischen. So, Herrschaften, eine Runde drehen wir noch und dann gehts raus ins kalte Tauchbecken und anschließend marschieren wir weiter bis zur Rezeption. Sie wollen sich vorher was anziehen? Blödsinn! Wir wollen doch Madame Quidécidetout einen richtig schönen Schrecken einjagen. Also los, vorwärts! Eins, zwei, drei, vier, das ist alles Sch...hier!

Kommentare dazu:
1.10.04 22:38)
Keine Ahnung, wofür oder wogegen Du jetzt genau protestierst. Aber ich finde Deine Saunademonstration köstlich. Darauf dann nochmal: Liberté, Egalité, Fraternité!

(2.10.04 19:05)
Huuuuuch Frau Professor, bedecken se sich mal. Peeeeeeinlich!!!!


(2.10.04 19:39)
Herr 40aufundabwärts, ich protestiere natürlich gegen die skandalöse Hotelführung und gegen die Entlassung von Madame Ponzo, der weltbesten Rezeptionistin. Wenn Sie sich vielleicht gleich mal mit einreihen wollen....
Ah, Frau M., prima, dass Sie auch kommen. Hier, halten Sie mal mein Transparent, ich muss mal die Parolen neu schreiben, die kann man ja kaum noch lesen. Was kucken Sie denn so pikiert? Ach, weil Sie den Herrn hier noch nicht kennen? Das ist Herr 40sowieso, der will uns tatkräftig unterstützen...He, was zerren Sie denn so an mir? Ich soll mitkommen? Wohin denn nur? Zu Hülfe, die Frau wird gewalttätig!
(5.10.04 23:48)
*seuftz* Wo das mit der Frau S. noch hinführen soll...... Sie hat ihre Nacktheit entdeckt und ist völlig fasziniert........ komisch...
(6.10.04 11:56)
Was heisst denn hier entdeckt? Ich war schon immer nackt - Sie haben es nur nie gemerkt! Frau S. in P., sehr nackt und bester Dinge.
Eh psst, wenn ich (Mlle P., ebenfalls in P.) auch mal was sagen dürfte...? Die Frau S. schafft es sogar, die nackten Männer in chinesischen Schnapsgläsern scharf zu machen, ganz ohne nackt zu sein! Ja wirklich! Aber frech is se! Sagt die doch glatt zu mir: "Na meiner hat auch nen Ständer, Ihrer ja gar nicht!" Man wird doch immer wieder auf's neue frustriert von der Frau.
Fräulein P.
(7.10.04 21:01)
*nick* mmmmmmh ich verstehe genauestens wat sie meinen Mlle P.

dat glauben se nich!!!!
Soeben komme ich vom Einkaufsbummel, schleppe meine Tüten in den Empfangsbereich des Hotels und was sehen meine altersschwachen Augen??
Frau Professor S.........................
nackt!!!!!!!!!
Kreischend schwenkt sie ein Saunatuch, worauf irgendetwas geschrieben steht. Aus unerfindlichen Gründen ist dieses Geschreibsel überhaupt nicht mehr leserlich, alles zerlaufen und verschmiert. Und brüllen tut se! Im Gefolge hat sie 8 ebenfalls nackte Männer, die wütend ihre Fäuste in die Luft recken. Das sieht aus wie eine Elefantenherde, kennen se doch sicher, wo der eine sich mit dem Rüssel am Schwänzchen des Vordermannes......
Also ich bin ein wenig geschockt. Was wollen die denn? Ist denen die kostenlose vom Hotel gestellte Bodylotion ausgegangen?? Als wenn wir nicht wichtigere Dinge zu erledigen hätten!! ICH war eben mal im Armyshop und hab mir mein Milly-macht-dat-schon-Outfit zusammen gesucht. Tarn-T-Shirt, grüne Armeehose, braungrüne Schminke, damit ich beim anrobben auf dem Hotelteppich unsichtbar werde...... Das ganze hab ich gleich viermal eingekauft, damit die anderen auch ein entsprechendes Outfit für unsere wir-zeigens-der-Hotelleitung-mal-richtig-Aktion haben. So jetzt muss ich mal gucken das ich die kreischende Frau S. mal einfange. Dat is ja peinlich!!!!

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