Hotel Ponzo - nichts als die Wahrheit
Donnerstag, 29. Mai 2008
Reservierungsanfrage
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hatten unlängst bei Ihnen schon einmal angefragt, ob Sie in der Zeit vom
24.-28. Mai etwas frei hätten. Wie Sie unschwer erahnen können, ist dieser
Termin nun hinfällig geworden. Wir hätten nun gerne Zimmer in der Zeit zwischen dem 5. und 14. Juli, wobei das Wochenende unbedingt in der gebuchten Zeit liegen sollte. Möglich wären ein paar Tage Verschiebung nach hinten, aber nicht länger als bis zum 15. Juli. Eventuell wäre es auch möglich, erst ab dem 26. Juli anzureisen, dann aber nur, wenn die Abreise nicht nach dem 30. liegen würde.
Wir suchen drei Einzelzimmer. Eventuell auch ein Einzel- und ein Doppelzimmer. Auf keinen Fall ein Dreibettzimmer. Bitte keine Zimmer mit Verbindungstüren. Und bitte nichts, was höher als im ersten Stock liegt, denn ich habe eine Fahrstuhlphobie und meine Begleiterin hasst es, so viele Treppen zu steigen.
Auf jeden Fall sollten die Zimmer einen Südbalkon haben und absolut ruhig
liegen.Und sie sollten eine Badewanne mit Whirlpool haben. Und Betten mit Gesundheitsmatratzen. Und SAT-Empfang und natürlich Internet-Zugang im Zimmer. Mein Begleiter hat eine Tierhaar-Allergie und zwei von uns brauchen ein Raucherzimmer. Für die dritte Person wäre ein Nichtraucherzimmer nett, ist aber nicht zwingend. Dafür sollte es in diesem Zimmer eine extra Bettdecke geben, falls der Sommer weiter so verregnet bleibt.
Bitte geben Sie mir umgehend Bescheid, wann wir anreisen können.
Mit freundlichen Grüßen aus dem fernen Hamburg
Frau S.
Kommentare dazu: (Reservierungsanfrage)(24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, das in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
(24.6.04 08:58)
Werte Frau M aus Dingens, die Chippendales sind im Hotel gegenüber? Warum hat mir das niemand gesagt? Dann ist es natürlich egal, ob der Balkon nach Norden oder Süden zeigt, Hauptsache, ich habe die Suite der knackigen Jungs im Blick. Vergessen Sie nicht, Ihr Opernglas einzupacken - von wegen bessere Aussichten...
Mit aufgeregten Grüßen Ihre Frau S. aus HH.
24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
Sehr geehrte Frau Ponzo,
mit der Kreditkartennummer hätte ich da ein kleines Problem. Da ich eh chronisch pleite bin, benutze ich meine Karte schon seit Jahren als Unterlegscheibe für meinen wackelnden Kühlschrank. Ohne fremde Hilfe kriege ich sie da nicht mehr drunter weg. Frau M. aus Dingens besaß meines Wissens überhaupt noch nie so ein Teil und da, wo unser lieber Herr Sondermann herkommt, kennt man dieses Plastikgeld vermutlich überhaupt noch nicht. Ich würde also eine Barzahlung bei Ankunft in Ihrem Hotel vorziehen. Notfalls ginge auch ein Tauschhandel mit Glasperlen oder kaum gelesenen Weblog-Geschichten.
Was die Allergie angeht, so hatte ich wohl etwas missverstanden. Herr Sondermann ist gar nicht gegen Tierhaare allergisch, sondern gegen Hausstaub. Ich empfehle Ihnen also dringend, Ihre Bruchbude einer Generalreinigung zu unterziehen, bevor wir anreisen.
Was die Mäuse angeht, so könnten wir einen Kater mitbringen, dann wäre das Problem gelöst.
Und wie sie diese halbnackten Hupfdohlen in Ihr Haus holen, ist uns eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, die Jungs sind da, wenn wir da sind. Andernfalls garantiere ich für nichts. Frau M. aus Dingens ist seit 27 Jahren verheiratet. Und wozu so eine ausgehungerte Ehefrau fähig ist, wenn sie nicht kriegt, wovon sie träumt, können Sie sich ja vielleicht selber ausmalen... Ich garantiere dann jedenfalls für nichts.
Mit herzlichen Grüßen
Frau Rapunzel von und zu S.
P.S: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Juli mit Juni verwechselt hatte? Wir kommen also nicht erst in vier Wochen, sondern in vier Tagen.
Kommentare dazu: (sehr geehrte Frau Ponzo)
Wir kommen in vier Tagen?? *hektisch auf die Frisur schau* Dat geht nich!!! Ich muß noch meine Haare färben, dieses mausgrau kann ich keinem Chippendale zumuten. Und was dieses Plastikgeld angeht, ich hätte da noch ein paar Monopolie Scheinchen. Die sind kaum zerknittert und sehen noch ganz nett aus. Mit anderen Währungen kann ich derzeit leider nicht dienen! Gibbet im Hotel Ponzo sowas wie ne Piano-Bar? Ich täte dann meinen Aufenthalt absingen!! Das Hotel ist dann wie leergefegt und Ponzo´s sind dann froh und glücklich das wenigstens drei Zimmer belegt sind! Bin ich ein Fuchs, oder watt? Mit den freundlichsten schmarotzerichsten Grüßen (und mit frisch gefärbtem Haar)
Ihre Frau M aus Dingens
(27.6.04 20:24)
Also was denn nun? Sind deine Haare schon gefärbt oder nicht? Wenn ja, dann können wir doch auch los. Sieh zu, dass du die Koffer gepackt kriegst. *mal ein bisschen dampf macht*
Ich weiß nur nicht, wo Herr Sondermann steckt. Ich hatte ihm extra gesagt, dass es jetzt auch nichts mehr bringt, wenn er noch einen Französisch-Kurs absolvieren will. Aber ich fürchte, der lungert trotzdem Tag und Nacht in der Volkshochschule rum. Herr Sondermann, huhu, es geht loooos, hören Sie!
P.S: Dass du ein Fuchs bist, Milly, habe ich schon immer gewusst. :-))
(28.6.04 01:47)
@Rapunzel
Na ich habe meine Haare während des Eintrages gefärbt. Ich kann auch schnell sein, wenn es die Situation erfordert. Ich habe Herrn Sondermann ein Telegramm geschickt. Mal sehen ob ihn meine wilden Reiter erreichen.
Hallo?? !!!!!
An das Hotel Ponzo per Telefaxen
bitte dringendst und eiligst an der Rezeption vorlegen. Danke!
Ich hab´s mir überlegt! Ich möchte doch keine Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel. Typisch, wenn man sich auf das Geschwätz eines Damen-Kegelclubs verläßt!
Zur Erklärung:
Da wurde doch erzählt, dass die Chippendales in einem Nobel-Hotel in Parrrriss absteigen. Und ich?!!! Ich sehe sofort vor meinem geistigen Auge Waschbrettbäuche und mit Lendenschurz schwenkende, gut durchtrainierte amerikanische Jüngelchen.
Ich habe vor lauter Verzückung gar nicht mehr weiter zugehört, sonder quasi direkt durchkalkuliert, wieviel Kilos ich in so kurzer Zeit abnehmen kann, damit ich in den Leder-Mini passe, wo ich die hochhackigen Pumps vom letzten Sommer hingekramt habe und ob ich noch schnell nen Termin beim Friseur bekomme. Mit anderen Worten ich habe die Gehörgänge blockiert, ich hatte gehört, was ich hören mußte, so dachte ich jedenfalls.
Heute traf ich eine meiner Kegelschwestern beim shopping (der Mini war dann inzwischen wohl doch schon zuuu mini, also nicht von der Länge, sondern eher von der Breite, das mal nur am Rande bemerkt) und ich schwärme schon von meinem Aufenthalt in Paris, Chippendale Ausblick inklusive..... da fragt meine Kegelschwester doch allen Ernstes, seit wann ich mich für olle Möbel interessiere!!
Wie, sach ich, olle Möbel...!!
Meinen entgleisten Gesichtsausdruck kann man sich vielleicht gerade so noch vorstellen, aber wart mal jetzt kommts...
Jaa nun sagt sie, dort findet doch ein Liebhaber Treff statt..
(ja Liebhaber-froi- augenblicklich bekomme ich wieder Mundwasser). Ich seuftze laut und zufrieden auf......
Sie:
Da treffen sich die "Wittensteiner-Chippendale-Möbel- Liebhaber e.V." Das hätte doch groß im Lokalblättchen gestanden!
Also ehrlich und unter uns, wer will denn schon so´n paar verklärte Rentner, beim begaffen von ollen Stühlen und Sesseln beobachten??? ICH NICH!!!
Lange Rede, gar kein Sinn, ich will die Aussicht auf´s gegenüberliegende Hotel stornieren. Statt dessen hätte ich lieber Meerblick. Falls das nicht möglich ist, täte es auch der Innenhof, aber bitte, um Himmels Willi, nicht die Möbel-Fans!!
In der Hoffnung auf unkompliziertes Entgegenkommen Ihrerseits verbleibe ich mit den freundlichsten Grüßen
Ihre Frau M aus Dingens
Kommentare dazu: (Hallo)
Hallo du! Ganz schön kreatives Blog! Wie kommt man auf sowas?
(28.6.04 02:02)
@Burningheart
Gute Frage *lächel* da mußt du die beiden anderen Damen fragen, die sind hier für´s kreative zuständig.
Du bist herzlich eingeladen, hier stöbern zu kommen. Ich bin selbst ganz gespannt wie´s weitergeht. *grins*
Liebe Grüße
(28.6.04 09:36)
Werte Frau M. aus Dingens,
das ist ja mal wieder typisch. Da denken die in Paris, dass sie uns mit so einem billigen Werbetrick locken können. Und dann so ne Pleite. Aber wir sind keineswegs die naiven Landpomeranzen, für die man uns hält. Hömma! Ich leb schließlich auch in ner großen Stadt. Da durchschaut man solche Betrügereien ganz schnell. Also, wenn es keine Waschbrettbäuche zu bewundern gibt, dann will ich auch ein Zimmer mit Meerblick. Und Südbalkon. Und im Hotel Ponzo können die sich mal ganz warm anziehen. Wenn sie weiter solche Halbwahrheiten in Umlauf bringen, dann können die aber was erleben!
Hm, noch mal so ne kleine Frage am Rande, liebe Frau M.: Wie zuverlässig ist eigentlich die Quelle Ihrer Informantin? Ich meine, nicht, dass wir schon wieder einem Irrtum erliegen. Vielleicht will die Dame ja selber nach Paris und das Zimmer mit der sensationellen Aussicht für sich reservieren. Könnte doch sein *mal zweifelnd die Augenbrauen hochzieht*
Mit den besten Grüßen und in freudiger Erwartung auf den Beginn unserer Reise.
Die alles durchschauende Frau S. aus der Millionenstadt HH
(28.6.04 11:37)
Ach übrigens @Burningheart: Was heißt denn eigentlich "kreatives Log"? Das ist doch alles bittere Realität. Bitterer geht kaum noch.
@Madame Ponzo: Trauen Sie sich jetzt nicht mehr hinter Ihrem Rezeptions-Tresen hervor oder wieso hört und sieht man von Ihnen eigentlich nix mehr?
Liebes Gästebuch,
da bin ich also angekommen im Hotel Ponzo. Es ist ja so erholsam, nur mit kleinem Gepäck zu reisen, Tic Tac und Hühneraugenpflaster, mehr brauche ich ja in meinem Alter nicht mehr. Den unbedeutenden Rest meines Reisegepäcks tragen die Liftboys gerade in mein Zimmer. Ich denke, gegen Mitternacht wird alles hochgetragen sein.
Und wie freue ich mich schon auf die Chippendale-Möbelversteigerung. Ich gelte ja nicht zu unrecht als stumpfsinniger Schöngeist, der seinen morgendlichen Kaviar ausschließlich aus einem Fabergés-Ei zu sich nimmt und bei dem selbst die Römerlatschen wenigstens von Fellini sein müssen. Da kommen mir ein paar alte Chippendale-Stuhllehnen zur Befeuerung meines Louis-Quatorze-Kamins gerade recht.
Und endlich ein paar Tage ohne kreischende Hintergrundgeräusche.
Apropopopopo Frauen. Wann wollten denn Damen Rapunzel und M. aus Dingens hier eintreffen? Was haben sie mir denn geschrieben? „Erwarten wir Sie und ihren Rolls Royce ... bla bla bla ... in Dingens und stehen dann bereit zur Mitfahrt an der Ecke ... bla bla bla ... neben dem Altglascontainer.“
Das ist mir aber jetzt irgendwie peinlich. Sogar very! Ich hatte mich nämlich schon gewundert, wieso die Mülltonnen in Dingens auf die Straße springen und winken können. Es liegt wohl doch nicht alles am Tee.
Zur Verkündung gegeben
Erwin Sondermann
Knapp verfehlt ist auch daneben
Frau M. aus Dingens und Frau S. aus HH alias Rapunzel stehen in Dingens am Straßenrand, direkt neben mehreren Altglascontainern
Frau M: Sie haben nur zwei Koffer dabei? Bisschen wenich, oder?
Frau S: Wieso? Ich bin eben zierlich. Da brauchen die Klamotten nicht so viel Platz.
Kritischer Blick auf die unübersichtliche Ansammlung von Taschen und Koffern, die Frau M. gehören.
Frau S: Sie haben nicht zufällig heimlich Ihren Gatten und die Kinder mit ins Gepäck geschmuggelt, oder?
Frau M: Also hörn Sie mal. Was unterstellen Sie mir denn da? Der einzige Mann, mit dem ich reisen werde, ist Herr Sondermann. Und ob das so eine kluge Entscheidung war, weiß ich auch nicht. Wo bleibt der überhaupt? Jetzt warten wir hier schon fast eine Stunde.
Frau S: Ich glaube, das da hinten könnte er sein, der schwarze Wagen da.
Frau M: Hä? Das ist doch ein Volvo. Herr Sondermann hat was von Rolls Royce gefaselt.
Frau S: Glauben Sie, das stimmt? Ich traue prinzipiell keinem Mann.
Frau M: Ich eigentlich auch nicht. Verdammt, jetzt fängt es auch noch an zu regnen....
Frau S: Sagen Sie mal, dafür dass Sie noch so jung sind, haben Sie aber auch schon ganz schön graue Haare.
Frau M: Waaas? Grau???? Mensch, das sind doch die Strähnchen, die ich mir gestern erst beim Friseur hab machen lassen. Hab 98 Euro dafür ausgegeben. Die Friseuse hat gesagt, das nennt man "Highlights" und es würde meine Haare lebendiger erscheinen lassen. Und Sie sagen, das sei Grau. Skandal! Ich will mein Geld wieder! Und zwar jetzt sofort.
Frau M. klemmt sich einen Teil ihres Gepäcks unter die Arme und will Richtung Dorf zurück wanken.
Frau S: Jetzt machen Sie doch keinen Blödsinn. Paris wartet. Und Frau Ponzo auch. Und außerdem sehen Ihre Haare im Regen gar nicht mehr so grau aus. Dafür kringeln sie sich jetzt wie bei einem Pudel....
Frau M: Aaaargh!!!
Frau S: Da, ich glaube, das ist Herr Sondermann. Winken Sie mal!
Ein roter Ascona mit verbeulter Karosserie braust heran. Frau M. und Frau S. springen mitten auf die Straße und fuchteln wild mit den Armen. Der Fahrer drückt nicht auf die Bremse, sondern auf die Hupe und rast mitten durch eine große Pfütze an den Damen vorbei. Sie sind beide über und über mit Schlamm bespritzt und während sie sich gegenseitig betrachten, senden sie stumme Stoßgebete zum Himmel:
"Lieber Gott, bitte mach, dass ich nicht so aussehe wie sie."
Frau S: Und nun?
Frau M: Zu Fuß nach Hause und zum Friseur.
Frau S: Nix da. Trampen nach Paris.
Frau M: Mit Ihnen bleibt einem auch nix erspart.
Acht Stunden und ungefähr 589 Autos später hat sich endlich der Fahrer eines VW-Busses, Baujahr '72, der beiden Damen erbarmt und nimmt sie mit. Quietschend und klappernd bewegt sich der Bus mit 45 km/h über die Landstraße - einem ungewissen Ziel und einer noch ungewisseren Zukunft entgegen
Liebes Gästebuch,
unabhängig von den müllkutschertrampenden Frauen R. bzw. S. bzw. M und M habe ich es mir hier im Hotel Ponzo bequem machen können. Endlich habe ich zum Beispiel Zeit gehabt, mir meinen 3-Tage-Bart abzunehmen, der mir in der letzten halben Stunde gewachsen war. Ohne ihn sehe ich allerdings erstaunlich aus. Unter der Gesichtsbehaarung erschien eine Schuppenflechte in den Ausmaßen einer Pizza Margarita für 4 Personen. Vielleicht auch etwas größer, auf jeden Fall genauso appetitlich. Die hatte ich ganz vergessen. Zum Glück hatte ich einen Ersatzbart im Gepäck, den ich mir darüber kleben konnte. Schnell noch zwei-drei Tropfen Wasser aus der leckgeschlagenen Heizung zur Erfrischung, dann konnte ich endlich die Stadt erkunden.
Als ich zurückkam, blieb ich mit dem angeklebtem Bart an der Drehtür hängen, und ohne ihn hielt mich die freudlose Rezeptionnistin für den Pizza-Service und ich musste mich nach endloser Diskussion neu einchecken und bekam dadurch auch ein anderes Zimmer. Die Suite vom Typ Dunkelkammer entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen von moderner Hotelinnenausstattung. Die Tür zur Minibar klemmte. Ich verließ also nochmals das Hotel, um mir einen Schweißbrenner zu besorgen, mit dem ich die Verschlussöffnung der Minibar knacken konnte. Gleichzeitig könnte ich mir dabei auch Ketchup kaufen für meine Gesichtspizza.
Eine unglückliche Idee. Die Empfangsdame hatte offenbar ihr Personengedächtnis direkt von einer Eintagsfliege geerbt, oder vom Sandmännchen, jedenfalls bekam ich diesmal, als ich zurückkam, die Vive-la-france-Suite, schlicht eingerichtet mit einer auf dem Fußboden ausgebreiteten Trikolore und einer Zinedine-Zidane-Vodoopuppe. Ich wollte mich beschweren und meine alten Zimmer zurück haben, da musste ich mit dem „Das-wollen-wir-doch-mal-sehen“-Zimmer vorlieb nehmen, dem einzigen Gästeraum im Hotel mit Gitterstäben vor dem Fenster.
Eigentlich müsste ich mir nun noch dringend eine Eisenfeile kaufen gehen, aber das werde ich mir wohl verkneifen.
Gewrittet by Erwin Sondermann
Kommentare dazu: (liebes Gästebuch)
Hah! Hab ich´s mir doch gedacht! Während wir da draußen um unser Überleben kämpfen, gammeln sie gemütlich im Hotel herum. Wieso haben sie denn nicht angehalten? Ich hab sie genau erkannt. Gucken se sich mal mein Cocktailkleid an. Ruiniert! Das hatte ich extra für sie als Erkennungszeichen angezogen und sie.....??? Sie fahren mitten mang durch diese Pfütze, kumma hier dooooo! *die Stofflappen vom Knie zerr* Haben sie ein Glück, das wir hier immer noch an diesem Rastplatz festsitzen. Ich habe gerade meine letzte Münze in dieses Internet-Teil hier geworfen. Herr Sondermann ich sach sie mir isset nicht spaßig ummet Gemüt!! Nun überlegen sie sich mal derweil wie sie das wieder gutmachen wollen. Wer ruckelt denn da an mir rum?? Hee weg da! Loslassen! Ich hab nicht die Münzen vom Tellerchen genommen. Nehmen se ihre Gummihandschuhflossen weg! Ich hab ne Allergie gegen Latex! Rrrapunzel zu hülfä, die Kittelfrau da will mir ans Leder.........
(30.6.04 09:10)
Mannomann, Milly, dich kann man aber auch nicht eine Sekunde lang alleine lassen. He, Sie da, Finger weg von unserer Frau M. !!! *Mal eben die Toilettenfrau an den Haaren zerrt* Die wird noch gebraucht. Wer soll mir denn sonst in Paris die Hotelkosten zusammensingen? Herr Sondermann etwa? Da lachen ja die Hühner. Und ich auch. Was ist los? Sie rufen die Polizei, weil Frau M. einen Euro von Ihrem Teller genommen hat? Machen Se sich doch nicht lächerlich, gute Frau. Da ist ja der Telefonanruf teurer als Ihr Verlust. Wie - es war nicht nur ein Euro? Es waren 500 Euro???? Seit wann liegt denn so viel Geld auf der Untertasse einer Klofrau? Ah, verstehe, der Kavalier, der ein paar Extrawünsche hatte.... Verfluchter Mist, Milly, raff deine zerfetzten Röcke hoch, da kommen schon die Bullen. Wir müssen loooooooos!!!!
(30.6.04 20:22)
*schnauf, renn, hechel* also Frau S. ich hab mir unseren netten Urlaubstripp ein bisken anders vorgestellt *röchel* ICH *hust* WILL nach Haus *pfeifend Luft einzieh* oder schnell nach Paris *rassel* ICH WILL Sondermann!! *schnauf* tot oder lebendig. Ich hasse körperliche Ertüchtigung!! *in den nächstbesten LKW Anhänger spring und Frau S. unterm Arm einfach mitnimmt* (nach etwa 10 Minuten, der LKW fährt los, Frau M und Frau S. sitzen fest!)
Sagen se mal Frau S. was müffelt denn hier so?? Wollten sie sich nicht gerade auf der Raststätte frisch machen? Woher kommt dieses Scharren und wütende Schnauben? Sind sie etwa auch so außer Atem? Nee, das kommt irgendwie aus der Ecke da, lassen se mich mal gucken. *raschelnd durch Stroh marschier* *wimmer* Frau S. ich glaube wir haben ein Problem! Ich fürchte wir sind auf dem Weg nach Spanien, oder wo finden immer diese Stierkämpfe statt? Haben se noch ein bis zehn Valium in der Hosentasche??? Und packen se um Himmels Willi das rote Halstuch weg!!!!
Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.
und so begab es sich, dass die beiden Damen S/R und M aD ihr Gepäck in einen völlig veralteten VW Bus luden. Dem freundlichen, aber leider völlig bekifften Fahrer gaben sie noch rasch den gewünschten Zielort an und schon nahm das Drama in 14 3/4 Akten seinen Lauf.
Da hockten sie nun unsere beiden Heldinnen, in besagtem VW-Bus Marke Flower-Power-ich-schaff-den-nächsten-Hügel-nicht. Zunächst sprachlos und in sich gekehrt lauschten sie andächtig den entzückenden Klängen einer Heavy-Metall-Endlos-Aufnahme, die lautstark aus den verbeulten Maxiboxen auf sie eindröhnte.
Während Frau M aD muffelig aus dem Fenster stierte und schon Rachepläne gegen einen gewissen Herrn Sondermann schmiedete, wagte Frau S/M einen verunsicherten Blick auf den headbangenden Fahrer.
"Bist du sicher, das er verstanden hat wo wir hinwollen" flüsterte sie nach rechts.
"Watt is???" Frau M. schreckte aus ihren trüben, gewalterfüllten Tagträumen auf.
Frau S/M nun lauter "Meinst du der da bringt uns sicher bis Paris??"
Schulterzuckend schielt Frau M nun durch ihre total ruinierte, um den Kopf gepappten Frisur zum Fahrer.
S/M:"Glaubst du der kann sprechen?"
"Watt weiß ich, probieren wir´s mal!"
Frau S/M wagt den ersten zaghaften Schritt: "Nette Musik, wäre es wohl möglich sie ein klein wenig leiser zu drehen?"
Der Headbanger starrte weiterhin unbeeindruckt geradeaus. Inzwischen hatte er allerdings vom durchschütteln seiner filzigen Haarpracht abgelassen und drehte sich mit den Knie´n lenkend einen Zigarettchen.
So geht das nich.." raunte Frau M "lass mich ma..!"
*brüllend* "EY!! Ich bin die Joy und das da ist unsere Rapunzel, alles fit soweit?"
"Joooooo!"
Triumphierend zog Frau M eine Augenbraue bis an den gesträhnten Haaransatz.
Beherzt drehte nun Frau S/M die Musik runter. "Wie war noch gleich ihr Name??"
"Kurt"
bald geht die Fahrt unserer tapferen Damen weiter..
Kommentare dazu: (Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.)
2.7.04 11:46)
Sehr geeehrte Frau M aus Dingens,
langsam fange ich an zu verstehen... Sie verwechseln offensichtlich das Hotel Ponzo mit dem Hotel Portugal. Hier wird ja nicht so oft Fussball gespielt (3 Minuten pro Spiel).
Bitte machen Sie sich doch schnellstens auf den Weg in die andere Richtung (muss irgendwie nach oben gehen). Ihre Reisebegleiterin hat schon ein Kopfgeld auf Sie ausgesetzt, Madame Quidécidetout wird nicht lange zögern, den Zimmerpreis von Ihrer Kreditkarte abzubuchen (no-show).
MfG
Rezeption
leider daneben
In aller Schnelle.... ich glaube, da hat Herr Sondermann das falsche Hotel erwischt, ja wirklich!!
Wegen einer technischen Panne muss Frau Ponzo, Rezeptionnistin, schon auf eigene Kosten Überstunden schieben. Madame Quicassetout (ich wusste es doch!) hat die Internetverbindung gesprengt. Hilfe! Muss dann 8 (acht!) Stunden ohne absitzen. Die Kunden machen was sie wollen. Die machen alle was sie wollen.
Kommentare dazu: (leider daneben)
Da hast du recht. Ich bin verkäuferin und ich weiß wie sich Kunden benehmen. Absolut doof. :-)
Liebes Gästebuch,
die Damen S/M fehlen mir. Wenn ich wenigstens einen so modernen Laptop wie Frau M mein eigen nennen könnte! Einfach 50 Cent auf den tellerrunden Bildschirm gelegt und schon steht die Verbindung. Dank wireless-lahm. Mit meinem Aschenbecher funktioniert das leider nicht so gut. Oder sind da schon wieder irgendwelche Viren im Umlauf? Die Technik entwickelt sich ja gerade auf diesem Gebiet sekündlich weiter.
Unterdessen habe ich Angst, das Hotel zu verlassen. Bei jedem neuen Betreten bekomme ich ein anderes Zimmer zugewiesen. Momentan bewohne ich sämtliche Zimmer mit ungeraden Ziffern, dazu die Zimmer mit den griechischen Buchstaben, die Zimmer mit den urinierenden Baby-Ikonen an der Tür (ein Hinweis, dass die letzte Hotelrenovierung Ende der 70er Jahre stattgefunden haben musste), die Sauna, das Wickelzimmer und den Bügelraum. Letzteres gehört nicht gerade zu meinen Lieblingszimmern. Es schläft sich einfach zu unbequem auf dem harten Bügelbrett. Und meinem Waschbrettbügelbauch bekommt es auch nicht gut. Besonders wenn das unvorsichtige Personal das erhitzte Bügeleisen darauf abstellt, während ich schlafe.
Ich befürchte, bei meinem nächsten Ausgang erwische ich das Zimmer Pi und dann drehe ich endgültig durch.
E.S.
Kommentare dazu: (Liebes Gästebuch)
Als Kennerin würde ich eher sagen, Anfang der 60er Jahre (die Renovierung natürlich). Der Wäschekabuff befindet sich im 6. Stock, tatsächlich.
Herr Sondermann, Sie sollten sich dringend als solcher outen! Oder sind Sie doch im falschen Hotel?
Rezeption
Im falschen Hotel?
Liebes Gästebuch,
angeblich soll dieses Hotel ja nur so von deutschen Gästen wimmeln. Aber ich habe hier noch keine gesehen und selbst die Damen S/M, deren deutsche Staatszugehörigkeit nach BND-Erkenntnissen gesichert zu sein scheint, lassen sich Zeit mit Ihrem Besuch.
Die Rezeptionnistin versicherte mir jedoch, dass in der vorigen Woche das Haus noch mit Deutschen überfüllt war. Irgend so ein Männerballett. Alle mit Goldkettchen nebst Silvergoal am Hals und jeder mit mindestens drei Masseusen, fünf Physiotherapeuten und einer persönlichen Psychoanalytikerin, in Fachkreisen als Mutti bezeichnet. Ihre Gruppenleiterin war eine Tante, die Käthe gerufen wurde und auch so aussah.
Die Tanzauftritte müssen aber niemanden vom Hocker gerissen haben. Zu wenig Dynamik, keine Choreografie, von den Gesangseinlagen ganz zu Schweigen. Eine inhaltliche Leere, die auch von den modischen Kostümen und Frisuren nicht gefüllt werden konnte. Auf jeden Fall sind sie still und heimlich abgereist. Hier und da findet man noch ein paar Einlegesohlen und Hanuta-Sammelbildchen auf den Toiletten. Mehr nicht.
Aber man munkelt, ein Deutscher halte sich noch versteckt im Hotel auf. Dieses Phantom wurde in den letzten Tagen dabei gesichtet, wie es den Glascontainer durchwühlte, gierig auf der Suche nach noch nicht ganz geleerten Portweinflaschen. Mayer-Vorfelder wird es sarkastisch von den Hotelangestellten genannt.
Aber bei aller Liebe zu Doppelnamen, so kann man doch nicht wirklich heißen, oder?
gez. Schnulze-Heulbach-Sondermann
Kommentare dazu: (im falschen Hotel?)
Soul / Website (1.7.04 13:57)
Die "Damen S/M"??? Wo? Her mit denen und erzählt mir jetzt ned, dass ich da was falsch interpretiere. Obwohl mich ja manchmal das Gefühl beschleicht, dass Fräulein S. M'iger, und Her Greetness Dame M., S'iger ist, als ihre Namen vermuten lassen.
---------------
Und was den MV anbelangt, kann man mir und meiner Familie keinen Vorwurf machen. Wir hassen den schon seit über 20 Jahren. Das soll uns mal jemand nachmachen.
(1.7.04 23:23)
Hach ja, das ist ja mal wieder typisch. Ich bin dem Tode nahe, werde durch halb Europa gejagd und die Herren sinieren hier über seltsame Namen und noch seltsamere Abkürzungen. Na ja, wenn ihr nix Besseres zu tun habt.... Ich sage jedenfalls zu S+M nix mehr, außer dass sie ein gutes Team sind - vielmehr waren...Frau M. ist mir ja irgendwie abhanden gekommen.
(2.7.04 10:58)
ja doch, ja doch, es sei denn, Sie wären vielleicht Herr Karpfen (vgl. Konserve vom 30.06.).
Dicke Faxen
Fax an Hotel Ponzo, z. Hd. Rezeption:
Sehr geehrte Frau Ponzo,
ich wäre Ihnen zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie mir mal eine
Landkarte rüberfaxen könnten. Aber bitte sofort und geheim. Ich stehe
im Moment in einer Imbissbude, irgendwo im Dreieck Amsterdam - Lissabon
- Paris. Der Imbissbudenbesitzer, ein humorloser Kroate, weiß nicht,
dass ich mich an dem Faxgerät in seinem Hinterzimmer vergangen habe,
und ich fürchte, wenn er es entdeckt, dann werde ich ziemlich schnell
zu einem seiner unappetitlich aussehenden Grillhähnchen verarbeitet.
Ich habe komplett die Orientierung verloren. Seit Tagen sind Frau M.
und ich auf der Flucht. Erst war dieser Kurt mit seinem klapprigen
VW-Bus hinter uns her, weil Frau M. aus seinem Wagen eine ganze
Plastiktüte voll Marihuana mitgehen ließ. Dann die Polizei wegen diesem
ärgerliche Zwischenfall in einem belgischen Toilettenhäuschen. Und nun
werde ich selber noch wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und
anderer unverständlicher Dinge angeklagt und habe nicht nur die
Staatsanwaltschaft sondern eine ganze Horde unausgelasteter,
dauerfrustrierter, neurotischer Blogger am Hals. Ich kann Ihnen
sagen.... mein Leben war schon mal friedlicher - damals zum Beispiel,
als ich noch meine sexualtherapeutischen Sprechstunden abhielt und jede
Woche zwei neue Liebhaber hatte. Hach ja....*träum*.... Aber ich
schweife ab.
Frau M. ist mir unterwegs auch noch abhanden gekommen, als sie total
bekifft in den Wagen einer Horde Fußballfans stieg und mit ihnen
Richtung Portugal davon fuhr. Keine Ahnung, ob ich sie jemals
wiedersehe und sie diesen Trip überlebt. Zumal sie ihr aufblasbares
Oranje-Krönchen trug , während die Jungs im Wagen mehr wie Portugiesen
aussahen, die auf dem Weg nach Hause waren, um zu sehen, wie ihre Mannschaft die Holländer platt macht...
Ich will jetzt einfach nur eine Badewanne und ein Bett sehen. Also
bitte, bitte, bitte sagen Sie mir, wie ich Ihr verdammtes Hotel finden
kann.
Ihre total verzweifelte, orientierungslose, nach Imbissbuden-Fett stinkende Frau S.
Kommentare dazu: (Dicke Faxen)
(1.7.04 12:53)
Das haben wir gelesen!!!!
(1.7.04 13:53)
Au weia, ich fürchte, ich kann nicht mehr auf das Fax von Madame Ponzo warten, sondern muss weiter....Meine Verfolger sind mir schon wieder auf der Spur.... *keuch, hechel*
WANTED
( Bild von Frau M)
Gesucht wird Frau M. aus Dingens., zur Zeit unterwegs irgendwo in Europa mit dem Ziel Hotel Ponzo in Paris. Zuletzt wurde sie in einer italienischen Trattoria gesehen, in der sie auf den Tischen tanzte und laut sang: "I'm too sexy for my love, too sexy for Herrn Sondermann, too sexy for T. Soul..."
Besondere Kennzeichen: Eine orangefarbene, aufblasbare Krone (Frau M. hat offenbar noch nicht mitbekommen, dass die Holländer raus aus der EM sind), ein Pokal, der randvoll mit Portwein gefüllt ist und eine Plastiktüte voller Drogen.
Frau M. ist möglicherweise nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Es ist also im Umgang mit ihr Vorsicht geboten. Wer jedoch ihr Vertrauen gewinnt, sollte Frau M. unbedingt auf den Weg Richtung Paris schicken. Sie wird dort dringend erwartet.
Sachdienliche Hinweise nehmen Frau S., Frau Ponzo und Herr Sondermann entgegen.
Kommentare dazu: (wanted)
(2.7.04 10:55)
muss weiter STOP betr Person nicht gesichtet STOP Achtung STOP Madame Qui... wird CB kreditieren STOP no-show STOP
(2.7.04 11:34)
Wenn ich jetzt bloß noch wüsste, wer oder was CB ist.... *grübel*
2.7.04 11:38)
Carte bancaire - oder warten Sie noch ein paar Tage, dann können Sie sich von Monsieur L'Escroc anbrüllen lassen...
Rezeption
(2.7.04 11:59)
Nee, lieber nicht. Ich lass mich nur ungern anbrüllen.
Soul / Website (2.7.04 16:55)
Ja wie??? ... Frau M. sieht ja ganz anders aus, als in meinen Phantasien. Moechte betonen das dies keine Beschwerde ist. Ganz im Gegenteil.
3.7.04 10:21)
*reinschweb* Wo bin ich, wie heiss ich, wo wohn ich? *irre kicher* *singt: Hoch auf dem gelben Waaahaaagen sitz ich beim Schwaaaager vorrrrn, vorwärts die Rösser traaahaaaben* Hilfe ich will hier raus!!!! Ich bin in einem Bus voller Rentner gelandet! Das ist nicht wirklich schön hier. Ich werde hier als Geisel gehalten. Erst haben se mir das orange Krönchen abgenommen, dann haben se mir das Cocktailkleidchen ausgezogen und mich in ein schwarzes Kellnerinnen Outfit gesteckt. Sogar ein Spitzenschürzchen muss ich tragen. Wenn das nicht unter das Tierschutzgesetz fällt weiss ich et ja auch nich! Das kann ich eigentlich nur mit dem Inhalt meiner Tragetasche ertragen, aber die haben se mir auch abgenommen!! Keine Ahnung was da drin war, ich dachte das wären Päckchen mit pulverisiertem Dörrfleisch. War nicht wirklich lecker, aber danach fühlte ich mich so...... so....... unbeschreiblich. Jedenfalls vertecke ich mich gerade auf dem Bordklo. Die Rentner rufen schon nach mir, ich soll den nächsten Kaffee servieren. Nun singen se schon wieder, irgendwas vom Westerwald!!! *ZU HÜLLLLLFÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ*
(3.7.04 10:45)
Ich hab mir mal grad ein Bonbon geklaut. ICH HAB HUNGER!!*wehe wenn Frau M Hunger leiden muß, dann wird´s aber hart, ich sach Sie*
Im Angesicht des Phantoms
Liebes Gästebuch,
mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken herunter! Ich habe das Phantom getroffen! Im Lift, linke Ecke, ganz unten. Es bat mich, seine leeren Flaschen zu entsorgen. Es sei ihm irgendwie peinlich, dabei mit seiner roten Nase gesehen zu werden. Zum Dank dafür würde er mir einen Trainerschein ausstellen, oder auch zwei. Und ich dürfte mich Teamchef nennen.
Sehe ich denn so heruntergekommen aus? Ich schnupfe nicht, ich trinke nicht, bin auch nicht in der Schweiz geboren und für sein lächerliches Jahressalär von 4 Millionen Eurosen werde ich mir garantiert keine Trainingshose anziehen!
Soll er sonst wen fragen, Lothar Mathäus zum Beispiel. Aber nein, dieses Phantom MV will ja unbedingt jemanden, der fließend Deutsch sprechen kann.
Und was heißt es überhaupt, eine Fußballmannschaft aufzustellen? Wie viele tausend Mann brauche ich denn gegen Tschechien oder Brasilien? Kann das nicht die Bundeswehr übernehmen? Wie viele Leute passen überhaupt in einen Strafraum?
Und nach welchen Kriterien werden die Spieler ausgewählt?
Nach dem schönsten Tiernamen? (Ziege)
Nach dem putzigsten Haustiernamen? (Schweini)
Nach dem deutschesten Vornamen? (Fredi)
Nach dem deutschesten Nachnamen? (Bobic/Kuranyi)
Nach dem vornamenhaftesten Nachnamen? (Jeremies)
Nach dem, der eine abgeschlossene Berufsausbildung hat? (Schneider)
Oder nach jemanden, der auch ohne seine Frau klar kommt? (Kahn)
Oder vielleicht nach jemanden, dem zwei „T’s“ im Namen fehlen? (Klose)
Oder der nur ein „H“ hat? (Hamann)
Oder der so heißt, wie die anderen spielen? (Lahm)
Oder sollte es doch jemand sein, der schon mal einen Ball gesehen hat? (Ballack)
Fragen über Fragen, die sich das Phantom Mayer-Vorfelder mal schön selber stellen sollte!
E.S.
Waiting for the girls
Der allgemein bekannte Orientierungsschwachsinn des Weibes ist ja schon oft Gegenstand humorloser Satiren gewesen, und auch großer Hollywood-Tragödien. Denken wir nur an Thelma und Louise, die sich hoffnungslos verfahren hatten, zum Schluss sogar in einer Gegend, in der es technisch gar nicht möglich sein konnte, also in einer Landschaft ohne Straßen. Als dann auch noch die dritte Dimension in Form des Höhenunterschiedes zwischen Hochland und Grand-Canyon-Tal in ihr Bewusstsein trat, mussten sie völlig zu recht scheitern.
Ein ähnliches Trauerspiel scheint die Anreise der Damen S/M zum Hotel Ponzo in Paris zu werden. Während sich Frau S. im vermuteten Bermudadreieck Amsterdam - Lissabon – Paris zu befinden meint – ohne zu ahnen, dass sie sich dadurch bereits auf hoher See, genauer dem Golf von Biscaya befindet, maximal getragen von einer Woge frisch ausgelaufenem Tankeröl und männlicher Schadenfreude – hat sich Frau M. einer wandernden Karaokebar in Odessa angeschlossen und verfolgt mit müder Pupille die Laufschrift. Werte Frau M.! Eine Laufschrift ist kein Laufband! Sie müssen es schon selber probieren. Schritt für Schritt. Kommen Sie, es sind doch nur noch 2635 km bis Paris. Das schaffen Sie doch mit links und dem rechten Holzbein!
Andererseits kann Mann nur voller Hochachtung die Kreativität weiblicher Individuen auf dem Gebiet der Kommunikation bewundern. Frau Ponzo zum Beispiel, im Haupt- und Nebengewerbe Hotelrezeptionnistin ohne Internetanschluss, schreibt ihre e-mails auf einer Adler-Schreibmaschine und ist völlig unerklärlich damit ständig online. Ich weiß es aus erster Hand, denn ich bin in ihrem RSS, das heißt, ich bekomme immer die Durchschläge.
Frau M. aus Dingens, und hier verrate ich ein kleines Geheimnis, besingt seit Jahren Handy-Klingeltöne. Nicht ganz erfolglos, wie die diesjährige Nominierung zum Goldenen Stimmbruch im Obertonbereich beweist.
Und Frau S. kommuniziert inzwischen ausschließlich in HTML, was sie meisterhaft in Wort und Bild beherrscht. Sicherlich, hier und da gibt es ein paar Rückschläge bei ihren Blind-Dates. So kann es schon einmal passieren, dass ihre flapsige Anrede den Debugger ihres Rendezvous-Opfers einschaltet.
Ich kann vor soviel weiblicher Redekunst symbolisch nur meinen Hut ziehen, in dem ich einmal kurz und typisch geschlechtsspezifisch anerkennend von meiner Sportbild aufblicke.
"Oh, was lese ich da? Daum wird nun doch neuer Teamchef? Einzige Bedingung: Kein Gras auf dem Spielfeld?"
E.S.
Kommentare dazu: (waiting for the girls)
3.7.04 12:08)
*Arme in die Hüfte stemm* Herrrrr Sondermann! Ich bin in Not, ich hab Frau S. verloren, wurde entführt, gedemütigt, als blinder Passagier enttarnt. Derzeit muß ich Fischernetze knüpfen, damit man nicht über Bord schmeißt. Meine Fingernägel sind abgebrochen, meine Haut vom Salzwasser und von zu viel Sonne gerötet und schuppig. Ich habe keine Ahnung, ob ich diesen fliegenden Holländer hier jemals wieder verlassen kann und ob mich der Kapitano wie versprochen an der französischen Küste absetzt. Und SIIIIIIE lesen in aller Gemütsruhe die Sportzeitung????? Wo bleibt IHR Einsatz zur Rettung verlustig erklärter M´s aus Dingens? Alamieren sie die Truppen, die Küstenwache und meine Avonberaterin!
Jetzt kommen se mal in Wallung. Unfassbar......
E.S. ooooooooo S. !!
Ich konnte meinen Geiselnehmern entkommen. Ich habe mir die Pinkelpause des Busfahrers (siehe Kommentare zur Vermisstenanzeige 01.07.) zu Nutze gemacht und mich davon gestohlen. Ich befinde mich nun irgendwo in Istrien. Glaub ich! Jedenfalls heißt die Stadt hier Pula, das konnte ich gerade noch feststellen. Das war gar nicht so einfach, wo ich doch nachtblind bin und da ich aus Angst vor meinen Verfolgern nur noch nachts unterwegs bin, hatte ich etwas Probleme das Info-Schild am Bahnhof zu lesen. Tagsüber verstecke ich mich derzeit in einer üblen Kneipe am Hafen. Weil ich außer meiner Kellnerinnen-Bekleidung nichts mehr mein Eigen nennen kann, muß ich hier Teller spülen. Hin und wieder bekomme ich mal ein Stückchen Brot oder ein bisken Kleingeld. Damit sitze ich nun im Internet-Cafe und schreibe nun mit den letzten Kröten diese Zeilen. Also falls mich jemand lesen kann. HOLT MICH HIER RAUS!!! Wie komme ich von hier aus, ohne Moos nach Paris? Soll ich mich auf den nächsten Kutter schleichen? Nicht das ich dann statt in Paris, Italien, oder sonstwo als Haifischfutter ende! Ich seh schon, ist wieder mal keiner hier, der mir helfen kann. Alles muss ich alleine machen! OK! Ich werd mich jetzt mal an Bord dieses alten rostigen Schiffes da schleichen. Also meine Reise auf einem Schiff hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich hab jetzt den Namen des Schiffes vergessen, irgendwas mit f...Holländer. Da in meinen Adern ja auch ein winziger Hauch holländischen Blutes rauscht, denke ich mal das mir da nix passieren kann. Solltet ihr nix mehr von mir hören, bin ich entweder auf hoher See verschollen oder mit den Kapitän durchgebrannt. Paris ich komme!!!! (hoffentlich)
Ihre ver"wahr"loste Frau M. aus Dingens zur Zeit irgendwo an der Adria
Email@Erwin.Sondermann.de
Lieber Herr Sondermann,
diese Geschichte wird ein Happy End haben, das fühle ich genau. Nach 17 Tagen und 33 Stunden bin ich endlich in Frankreich gelandet. Ich sitze in der Internet-Corner einer Jugendherberge in Biarritz, umgeben von 20jährigen Surfern und ihren Groupies. Die 10-Bett-Zimmer sind zum Glück nicht nach Geschlechtern getrennt, aus den Duschen kommt morgens bis 7 Uhr warmes Wasser und da man beim Frühstück auf Teller verzichtet, muss auch niemand abwaschen. Die Sonne scheint und ich verbringe meine Tage am Strand und beobachte die jungen Surfer, die sehr, sehr knackig und very lecker aussehen. Besser hätte ich es gar nicht treffen können.
Wenn ich es mir so überlege, dann könnte ich gut noch ein paar Tage hier bleiben. Vielleicht auch ein paar Monate oder Jahre. Mal sehen.
Vorgestern, als ich in einem Viehtransporter mit spanischen Rindern hierher unterwegs war, überholte uns ein Reisebus voller Rentner. An einem Fenster wurde ein Plakat hochgehalten: "Hilfe, holt mich hier raus! Ich werde entführt!" Hihi, je oller je doller, was? Auch die Alten sind ja immer mal wieder für ein Späßchen zu haben. Die Frau, die das Plakat hochhielt, erinnerte mich irgendwie an Frau M., nur dass sie ungefähr 30 Jahre älter aussah.
Dabei sitzt Frau M. jetzt vermutlich schon mit Ihnen in der Hotelbar im Hotel Ponzo und schlürft einen Cocktail nach dem nächsten.
Seufz.... vielleicht sollte ich mich doch bald auf den Weg machen....Hach, aber diese schnuckeligen Jungs hier sind wirklich zu verführerisch. Ich glaube, ich muss mich doch noch mal an den einen oder anderen ranmachen....
Grüßen Sie mir die Damen M. und Ponzo
Frau S., äußerst relaxed und in Urlaubsstimmung
S M S (save my soul) @ Frau S.
na endlich *stopp* da treiben se sich also rum *stopp* zu Hülfä *stopp* habe schon Hilferuf an Herrn Sondermann abgesetzt *stopp* scheisse beim Morsen ist mir grad der letzte Fingernagel auch noch abgebrochen *stopp* aber der Sondermann meldet sich nicht *stopp* meine ganze Hoffnung ruht nun auf ihren zierlichen und gebräunten Schultern (neidisch guck) *stopp* befinde mich auf einem Schiff (fliegender Holländer) und muß Fischernetze knüpfen *stopp* als Gegenleistung wird mich der Kapitän an der französischen Küste rausschmeissen *stopp* schicken sie um Himmels Willi ihre Surfboys los*stopp* und meine Avonberaterin *stopp* wie seh ich denn aus??? *stopp* dat halt ich alles im Kopp nich aus!! *stopp* Los jetzt *stopp* es eilt*stopp* oder wollen se die Biaritzer Jungs etwa für sich alleine behalten? *stop* Nix da * STOPP ABER HALLO*STOPP* Mist der Kapitän kommt, wenn der mich in an seinem Morsegerät erwischt............*AKTION ABGEBROCHEN*
Funkspruch an Frau M.
Na, endlich, da stecken Sie ja stopp Schlage mich hier mühevoll durchs Leben, während Sie Abenteuerurlaub auf hoher See machen und ganz nebenbei noch handwerkliche Fähigkeiten erlernen stopp Fischernetze knüpfen, morsen....also, da wird Herr Sondermann aber neidisch gucken... stopp Meine Surfboys teile ich nur ungern, aber ich will mal nicht so sein stopp schicke demnächst ein Tretboot in Ihre Richtung auf den Weg stopp Muss los, werde gleich von zweien meiner Jungs massiert....
Frau S., very, very relaxed
*Sprachmitteilung via Handy an Frau S*
*hmpffmll!! hmppffffffffkrrrkkkmmppfff!!! mpf hmmpplf hmm hmpfhlnnnkkmpf! HMMMMMMMPFFFÖÖÖÖ!!!!!*
!PIEP! lieber Anrufer dies ist der Anrufbeantworter der Teilnehmerin Frau Prof. Dr. S. Leider ist die Aufnahmekapazität des Gerätes nun erschöpft, bitte rufen sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an, danke für Ihren Anruf*klick*
SOS
SOS auch von der Rezeption. Keiner kümmert sich um mich. Keiner sagt mir, ob er im richtigen Hotel ist. Oder im falschen. Da bin ich sowieso. Im falschen Film. Wie war das nochmal? "Hülfe, holt mich hier raus". SOS. "Die Gäste machen was sie wollen". Noch keinen gesehen heute. Frau S. scheint endgültig mit den Surfern durchgebrannt, Herr Sondermann im falschen Hotel - und von Frau M. will ich an dieser Stelle lieber kein Wort verlieren. SOS
SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht
Liebes Gästebuch,
Die Sonnabende sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Weder sonnig, noch abendlich.
Das Hotel Ponzo hatte am heutigen Tage alle männlichen Insassen zwangsrekrutieren lassen, um endlich die Strandbar eröffnen zu können. Das klang verhältnismäßig unverfänglich, hatte sogar einen leichten Beigeschmack von Amarettosonnenöl und verrutschten Oberteilen mit einem Hauch Zuckersand zwischen den cappuccinogebräunten Erhebungen, an denen sich die männliche Sehkraft ja bekanntermaßen so vorzüglich schärfen lässt.
Wie groß war dann die Enttäuschung. Auf einer 10 mal 10 m großen Fläche auf dem Hotelinnenhof erwarteten uns scharfkantiger Ziegelsplitt, eine verdorrte Zimmerpalme und eine völlig verknotete Hängematte. Für zehn Euro @ fünf Minuten konnte man davon Gebrauch machen. Weit und breit kein Meeresrauschen, keine kichernden Lachmöwen. Nur das Abwasser in den Gullys gurgelte geheimnisvoll und gaukelte uns mit seinem Odeur die venizianische Lagune vor.
Frau Ponzo oder die Frau, die ich für Frau Ponzo halte, oder die sich als Frau Ponzo ausgibt, war sich zu allem Überfluss nicht zu schade, an der Mülltonne ein Schild mit der Aufschrift „Le Soleil“ anzubringen.
Während wir noch sprachlos über so viel Unverfrorenheit staunten, schloss sich hinter uns das Gatter und die Strandparty mit coolem Tecchno und unvergesslicher Lichtshow begann. Das heißt, Frau Ponzo oder die Frau, die Frau Ponzo sein könnte, wenn sie Frau Ponzo wäre, setzte sich in ihren Peugot, hupte zum Steineerweichen und blendete uns mit dem Fernlicht, genauso wie es zur Zeit in Portugal und Griechenland nach großen Fußballspielen üblich ist.
Höhepunkt der Party war dann das feierliche Überreichen der Strandbarrechnung, durch die bei mir endgültig die Lichter ausgingen.
Ich wünschte, ich hätte Urlaub und mein Augenlicht zurück.
Mit letztem Tastsinn
E.?
Kommentare dazu: (SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht)
(4.7.04 15:05)
da fällt mir merkwürdiger Weise gerade eine Textzeile aus einem alten Lied ein: Schiiieß die Lichter aus.....
Ich weiss auch nicht warum mir das gerade jetzt in Zusammenhang mit diesem Eintrag einfällt. Ich glaub ich bin nicht mehr ganz Herrin meiner Sinne.
So ich muß weiter. Bis Lyon isset noch weit. Bis später!!!!!
WEGWEISER
Die Rezeptionnistin, Frau Ponzo die Einzige und Echte, ist noch dabei, diesen idiotischen Gästen (oder denen, die es werden wollen) den WEG zu erklären. Oben also für Frau M. im Bus auf der Autobahn.
Oder war die etwa auch schon auf hoher See?
Kommentare dazu: (Wegweiser)
es / Website (3.7.04 16:54)
Geht denn Ihr Internet-Anschluss wieder? Wenn ja, bin ich wohl doch im falschen Hotel, wenn ich die e-mail immer noch per Feuerzeug und Rauchzeichen senden muss.
(3.7.04 17:05)
Doch ja ja! Schneller als je zuvor. Monsieur L'Escroc hat den Anbieter gewechselt und alles neu installiert! Hurra!
Wenn ich bloss noch nicht die Feuerwehr angerufen hätte! Doch die Jungs waren so freundlich, den Einsatz mit dem Kauf einer völlig überteuerten Eintrittskarte zum Feuerwehrball am 14. Juli zu erklären...
es / Website (3.7.04 17:31)
Feuerwehrball im Hotel Ponzo? Ich esse am 14.Juli außerhalb!
Ponzist / Website (3.7.04 17:38)
Dann werden a) die Surfjungs von Frau S. und b) die Footballer von Frau M. mitgenommen. Da freuen sich die Feuerwehrmänner.
es / Website (3.7.04 18:24)
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Feuerwehrmänner nicht verheiratet?
Nächste Frage: Haben Sie den Tour de France - Ticker schon eingestellt? Und wer ist Ihr Favorit? Der der immer gewinnt, oder der, der immer gewinnen möchte?
3.7.04 18:28)
Als Nichte eines bekannten ehemaligen Maillot-jaune-Trägers bin ich wahrscheinlich dabei. "J'y étais". Der, der immer gewinnen möchte, soll doch auch schon einmal gewonnen haben, ist allerdings schon Lichtjahre her... kann man nur hoffen, dass er gut gedopt ist.
3.7.04 19:18)
Was denn, was denn, Frau Ponzo? Bei der Tour de France haben Sie auch Ihre Finger im Spiel? Na, dann dürfte es ja kein Problem sein, wenn Frau M. und ich uns den Fahrern mit unseren Holland-Rädern anschließen. Hach, das wird ja vielleicht ein Empfang, wenn wir dann umjubelt in Paris die Champs Elysées entlangradeln. Ich sehe es schon förmlich vor mir....
3.7.04 19:18)
P.S: Bei DEN Wegweisern werden wir uns auch garantiert nicht verradeln.
es / Website (3.7.04 19:22)
Sie waren aber auch schon alles in Ihrem Leben, jetzt sogar Nichte. Bewundernswert! OK, möge der besser Gedopte gewinnen.
Ich zische jetzt erstmal ab zu einer Polterhochzeit, Porzellan eintauschen. Ich brauche noch einen neuen Zahnputzbecher. Bis denne ... usw.
(3.7.04 19:23) Ponzo
na da bin ich mir nicht so sicher... übrigens, nochmal wat von Frau M gehört?
(3.7.04 19:41) Frau S.
Frau M. müsste auf dem Weg nach Biarritz sein. Dauert natürlich mit einem Tretboot doch etwas länger, vor allem bei der Brandung vor der Küste... Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns heute Abend gemeinsam von den Surfboys verwöhnen lassen können, um uns dann morgen ganz entspannt den Jungs von der Tour de France anschließen zu können.
(3.7.04 23:59)Frau S.
Da ging mir doch eben grade ein Licht auf.... Irgendwie hatte ich nie den Wald vor lauter Schildern gesehen...Aber jetzt weiß ich endlich auch, wie Ihr obercooles Metroschild zustande gekommen ist. Juchhuh, da werde ich mich doch gelegentlich auch mal bedienen....
Frau M.:
Ich bin endlich gestrandet! Die holländischen Lumpen haben mich tatsächlich über die Planke gehen lassen. Weit und breit war natürlich kein Tretboot in Sicht. Gott sei Dank waren die Diletanten nicht in der Lage einen vernünftigen Seemannsknoten an meine Fesseln zu bringen. So konnte ich mich in null komma nix befreien. Ein Glück, das ich in meinem früheren Leben einmal eine Schwimmerin aus dem russischen Olympiateam war. Ich bin die ganze Nacht durchgeschwommen. Als ich dann mit engangliegendem Kellnerinnenkleid an Land robben wollte, wurde ich von zusammenströmenden Strandläufern daran gehindert. Man stelle sich vor, die haben mich immer und immer wieder zurück ins Meer gerollt und kamen sich dabei noch recht heldenhaft vor! Beim 8. Mal hatte ich dann aber die Schnauze gestrichen voll, dat sach ich sie aber. Meine ganze Wut gegen Herrn Sondermann, busreisende Rentner, bekiffte VW-Kurts und holländische Seefahrer entlud sich in einem markerschütternden Schrei. Plötzlich war ich alleine am Strand. Die Strandläufer stoben in panischer Angst auseinander und warden nie mehr gesehen. Nach einer kleinen Verschnaufspause machte ich mich in Richtung Biaritz auf. Immerhin ist es mir geglückt nach 3 Stunden einen Wagen anzuhalten und den Fahrer dazu zu zwingen mich nach Biaritz zu fahren. Da mein Fahrer mit mir kein Wort wechselte und nur ängstlich geradeaus schaute, machte ich das Radio an. Ich war ja nicht mehr auf dem Laufenden. Ich habe gehört, das die Tour de France einen Zwischenstopp im Hotel Ponzo einlegt! Junge da muß ich mich jetzt aber ranhalten, damit ich pünktlich dort eintreffe. Ok die Radlerjungs sind zwar im Vergleich zu den Chippeldales, schmale Jüngelchen, aber immerhin besser als nix. Frau Ponzo falls sie das lesen können, ich möchte nun doch kein Zimmer mit Seeblick mehr. Wenn auch nur einer in meiner Gegenwart das Wort Meer erwähnt, dann......(zensiert). Höh! Ich höre gerade im Radio, das an der französischen Küste das Ungeheuer von Loch Ness gesichtet wurde. Hahaha! Die Franzosen! Mein Fahrer signalisiert mir gerade dass wir tanken müssen. Mal gucken ob ich an der Raststätte was zum anziehen auftreiben kann. Ich seh aus....nänänä
Bis später
Wie weit ist es noch bis Biaritz?
Ich hätte es mir denken können! Der Fahrer hat den nötigen Tankstopp nur vorgetäuscht. Kaum das ich den Wagen verlassen hatte, fuhr er mit quietschenden und durchdrehenden Reifen davon. Derweil schrie er irgendwas von diesem Ungeheuer. Merkwürdige Gesellen, diese Franzosen. Jedenfalls habe ich mich auf dem Klo erstmal frisch gemacht. Ich habe meiner Kabinennachbarin die Handtasche stibitzt. Darin habe ich alles gefunden, was ich in den nächsten Tagen zum Überleben brauche.
Ich fand:
eine Reisezahnbürste nebst Aronal und Elmex
Haarspray und 10 Zopfgummis
eine Drahtbürste
eine Unterhose in der Größe 54 einhalb
eine Stützstrumpfhose
einen Diät-Müsli-Riegel
5 Valium
eine Nagelfeile
kirschroten Nagelack
eine Sonnenbrille
eine Geldbörse
ein Reiseticket für eine Busreise Köln-Nippes - Italien
Hah! Das war eine der Rentnerinnen die mich seinerzeit entführt hatten! Aber da ich ja prinzipiell nicht schlecht bin, habe ich die Geldbörse und das Reiseticket wieder in die Tasche gelegt und die Tasche gut sichtbar hinter die Scheibenwischer des Busses geklemmt.
Nachdem ich mich unter die Trucker-Dusche geschmuggelt, anschließend meine Nägel ordentlich gefeilt und lackiert, meine Haarzottel zu einer aparten Zopffrisur gebändigt und mir die Zähne geschrubbt hatte, fühlte ich mich wieder halbwegs menschlich. Nun galt es nur noch dieses elende Kellnerinnenkleid loszuwerden.
Da ich ja auch mal Glück haben mußte, entdeckte ich am Ende des Parkplatzes der Raststätte, eine Reihe von Armeefahrzeugen. Als Mutter von 3 Kindern ist mir das anschleichen bzw. das anrobben an Dinge nicht unbekannt. So konnte ich schließlich aus einem ArmeeLKW eine grüne Shorts, ein grünes Shirt und ein paar nette kleine Kanönchen entwenden.
Ist ja alles nur geliehen! Ich schwöre, ich gebe das alles wieder zurück.
So machte ich mich nun querfeldein, die Autobahn verlassend, auf ins nächste Dorf. Dort fand ich noch ein klappriges Hollandfahrrad, das dort gelangweilt an einer Tavernenmauer lehnte. Biaritz bzw. Paris ich komme!
Nachtrag: Mist! Ich glaube ich bin an Biaritz vorbeigeradelt. Auf dem letzten Verkehrsschild stand Lyon 68 km. Frau S. ich warte in Lyon auf Ihnen!
Kommentare dazu: (Wie weit ist es noch bis Biaritz?)
es / Website (5.7.04 09:53)
Sehr geehrte Frau M.,
ihre Odyssee scheint sich positiv auf ihr äußeres Erscheinungsbild auszuwirken. Endlich weg von Cocktailkleidern und beinlosen Hosen. Hin zu typisch weiblicher Bekleidung und Ausstattung. Meine Frau trägt ja so was schon seit Jahren mit großem Erfolg und (unter uns gesagt) ohne jemals an Waschen und Bügeln zu denken! Das gibt mir allerdings jetzt zu denken …
(5.7.04 21:58)
Ja ich muss sagen, ich werde nun endlich mit gebührendem Respekt behandelt. Ich muss plötzlich nicht mehr an der Wursttheke Schlange stehen, oder im Park lange nach einem Sitzplatz suchen. Gut das sie das jetzt bemerkt haben. Ich hatte schon befürchtet, dass ich plötzlich aussehe wie eine alte Dame, der man über die Straße helfen und Sitzplätze anbieten möchte. Wie dem auch sei, ich komme langsam aber beständig weiter. Bis Lyon ist es nur noch ein Katzensprung (59 km). Wir sehen uns sehr bald. Machen se sich schonmal frisch.
Monolog im Taxi
Mit einem Taxi nach Pariiis, nur für einen Tag. Mit einem Taxi nach Pariiis, weil ich Paris nun mal so mag. Mit einem Taxi nach Paris. Und vielleicht ein kleines Rendezvouuuuu... tralalalilalilala.....tralalalilalilali...... Ah, da ist ja schon ein Schild richtung Lyon. Na, dann werden wir Frau M. ja bald finden. - He, Sie, achten Sie schön darauf, ob wir hier irgenwo eine Frau auf einem Hollandrad überholen. Kann ja nicht so leicht zu übersehen sein. Wie - Sie wissen nicht, was Hollandrad bedeutet? Ja, verflixt noch mal, was heißt das denn auf französisch? Vélo à la Hollandaise oder so vielleicht? Keine Ahnung. Na ja, Madame mit Vélo, die suchen wir. Alles klar? - Mit einem Taxi nach Paris, weil ich Paris nun mal so mag.....la la la la la..... Ach, Momentchen Mal, da gehts ja rauf in die Alpen. Na, da könnten wir doch noch eben einen kleinen Abstecher zur L'Alpe d'Huez machen und uns die besten Plätze sichern, damit ich auch mal in der ersten Reihe stehe, wenn Jan Ullrich vorbei kommt. - Was mit der Frau auf dem Vélo ist? Ach, der schicke ich schnell eine sms, dann kann sie einfach hinterher kommen. Wie meinen? Die Berge sind ein bisschen steil? 6 % Steigung? Na, da kennen Sie aber unsere Frau M. schlecht. Wenn die erst mal in Fahrt ist.....Wahrscheinlich überholt sie uns gleich noch - alleine schon aus lauter Ärger darüber, dass ich nicht zu unserem vereinbarten Treffpunkt komme. - Warten Sie mal, was ist das denn da für eine Staubwolke da unten am Hang? Ja, ich sach es doch. *mal eben das Fenster runterkurbelt* HUHU MILLY!!! *wild mit den Armen wedelt* Nur noch diese kleinen 15 Kilometerchen mit der 12-prozentigen Steigung. Machst du doch mit links. Bis gleich!!!!! *Fenster wieder hochkurbelt* In einem Taxi nach Paris.....tralitralatrali.....
Kommentare dazu: (Monolog im Taxi)
(6.7.04 00:01)
*radel, strampel, auf den Kilometer-Zähler schiel* wie weit *schnauf* mach et denn noch sein??*schnauf* Hey!! *Arm hochreck* was blinkt mich denn dieses blöde Taxi da von hinten an?? Nu hupt der Kerl auch noch! Jaaaahaaaaa, ich weiss auf der Autobahn haben Räder nix zu suchen! Korintenkacker!! Nu schreit die Beifahrerin mich auch noch an! Mal die Kopfhörer tiefer in die Ohrmuschel schieb. *strampel, radel* komisch die Frau sah irgendwie aus wie mein Rapunzelken, kann nich sein, die lümmelt sich doch in Biaritz mit den Beachboys rum.... Da!Nu gestikuliert die schon wieder...... Kopfhörer lüpf..... DAT ISSE! HAAALT SOFORT STEHENBLEIBEN!! HALLO FRAU PROFESSOR ICH BINNET DOCH!!! Wie nur 15 Kilometerchen? Wie bitte folgen?? Sachma!!!!!!!!!!!!!!!! AAAAAAANHAAAAALTÄÄÄÄÄÄÄÄN!!!
*mal die Kanonen zück und in die Luft baller* Wech isse! *in die Bremse steig*
Hasse Töne? Die biegt mit ihrem Taxi ab! Hier gehts lang nach Lyon!!! Na warte! *strampel radel*
Hä?
Lyon? Wieso Lyon?
Kommentare dazu:
Rapunzel / Website (6.7.04 13:45)
Keine Ahnung, wieso wir da gelandet sind. Aber Frau M. hat die Richtung vorgegeben und ich bin ihr nur gefolgt. *ganz unschuldig guckt* Verzweifeln Sie nicht, werte Madame Ponzo: Immerhin sind wir schon in Frankreich. Und immerhin liegt Lyon nördlicher als Biarritz. Das ist doch schon was, oder?
Wo ist der Sondermann?
Ein Mann möchte ein Taxi bestellen, um zur Gare de Lyon gefahren zu werden. Kein Problem, hängt hier doch eine Taxirufnummer. "Restez en ligne, un opérateur va répondre à votre appel..." mit Musik sogar. Fünf Minuten später hat der Operateur noch nicht geantwortet. Ich sage zu dem Mann, er solle ein Taxi auf der Strasse anhalten oder zur nächsten Station auf dem Boulevard Saint Germain gehen. "Aber heute morgen hat man mir gesagt, das wäre kein Problem mit dem Taxi". "Wie Sie hören, antworten die nicht, da steht wahrscheinlich kein Taxi zur Verfügung". Der Kerl verliert die Fassung, nimmt seine zwei (viel zu grossen) Koffer, rempelt sich damit durch die Tür und brüllt auf der Strasse noch hier zur Tür hinein: "Hôtel de Merde!" Recht hat er zwar, aber warum schreit der mich an? Bin doch kein Taxiunternehmen.
Die wissenschaftliche Weltsensation!
Der eigens zur Überwachung des Wanderverhaltens von Bisamratten und Strohmatten installierte Forschungssatellit der ESA „Gugelhupf a+b=c“ sendete gestern überraschend Bilder der beiden bereits mehrfach erfolgreich als vermisst geltenden Damen S/M.
Wie deutlich zu erkennen ist, wähnen sich die Damen unbeobachtet in Frankreich.
(Foto zweier ältlicher Damen die einen Cocktail schlürfen)
Ein Sprecher der ESA erklärte der aufgeregten Weltpresse „Ein Erfolg des europäischen Weltraumprogramms „Big Mother is smelling you“. So bald der Satellit einmal die Fährte mittels einer einfachen Geruchsprobe, hier reicht normalerweise der Zellkern einer Darmzelle der zu überwachenden Gegenstände, aufgenommen hat, lässt sich deren Spur überall auf dem Globus nachvollziehen.“
Im Hotel Ponzo überarbeitet man derweil die Evakuierungspläne.
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:16)
Wie meinen?
teabag / Website (6.7.04 21:34)
So meinen: Frau S. und Frau M. in unmittelbarer Hotelnähe! Denken Sie an ihre Gäste! Denken Sie an ihr Hotel! Retten Sie wenigstens ihre Haut! Mehr kann ich nicht mehr für Sie tun ...
zu verkaufen:
(BILD IRGENDWIE VERSCHOLLEN)
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:26)
Ich biete ein altes Surfbrett, einen kaputten Handy-Akku und eine Festplatte voller ungelesener Weblog-Einträge! *reckt die Arme hoch*
Milly, guck mal, was ich gefunden hab! *jubel* Das Tandem ist doch wie für uns gemacht. Willst du dein aufblasbares Krönchen auch noch mitbieten? Dann haben wir vielleicht mehr Chancen.
(7.7.04 16:06)
o.k. ich nehme das Surfbrett und das Krönchen in der Hoffnung, dass die werten Damen dann vielleicht mal hier ankommen (bitte Surfbrett mitbringen!).
Rezeption und Tandemverkauf
Fortsetzung?? Siehe Rubrik: Hotel Ponzo - nichts als die Wahrheit
Anmerkung:
Diese Blog-Story fand ihre Anfänge im Sommer 2004, als wir aus einer Sommerlaune heraus anfingen über eine gemeinsame Tour nach Paris zu phantasieren. Wir das sind :
Herr Erwin Sondermann (ES),
Frau S. (Saintphalle, Rapunzel@20six, ),
Frau M. (Milly, Joys@20six, Frauenzimmer..äh habe ich ein Blog vergessen?)
und natürlich Frau Ponzo, ohne deren Blog das ganze nie stattgefunden hätte.
Ursprünglich war diese Story hier zu Hause:
Hotel Ponzo
Frauenzimmer - 29. Mai, 00:24
Pannen, nichts als Pannen
Ich weiß nicht, wer eigentlich jemals auf die Schnapsidee gekommen ist, einen Kurztrip nach Paris zu veranstalten. Eigentlich kann das nur Herr Sondermann gewesen sein - wo wir grade beim Schnaps waren... Ja, ja, ich höre ihn noch: "Das ist alles leicht zu organisieren, muss man gar nicht groß planen. Wir einigen uns auf einen Termin, dann hole ich euch mit dem Auto ab und wir sausen in einem Rutsch durch bis Paris. Das wird klasse."
Jaha, für Herrn Sondermann ist es vermutlich auch klasse. Der wandert von Hotel zu Hotel, nimmt an einer wilden Party nach der nächsten teil, trifft haufenweise Promis und unterhält sich überhaupt ziemlich prächtig.
Frau M. und ich dagegen? Na, ich muss unseren Leidensweg, der nunmehr in die fünfte Woche geht, wohl nicht noch mal ausführlich beschreiben. Kann man ja alles nachlesen. "Katzensprung", sagt der Sondermann. Ha, seit wann dauert ein Katzensprung fünf Wochen und vier Tage? Zuhause vertrocknen meine Geranien und mein Arbeitsplatz wurde längst neu besetzt. Der Göttergatte von Frau M. hat sich längst eine neue Gattin zugelegt und ihre Kinder werden von der Schwiegermutter großgezogen. Ein Alptraum!
Und wir? Frau M. hatte eine Reifenpanne und musste ihr Fahrrad die ganzen letzten 87 Kilometer schieben. Und das alles bergauf. Sie hat Blasen an den Füßen, ihre Waden sind doppelt so groß wie die eines Profi-Fußballers, über ihre Frisur mag ich mich gar nicht äußern und ihr Armee-Tarnanzug war selbst nach der letzten Bundeswehr-Übung in Afghanistan noch in einem besseren Zustand. Welcher Mann wird denn so eine Frau jemals wieder ansehen? Ich wage nicht darüber nachzudenken.
Ich selber hatte auch nicht mehr Glück. Auf halbem Weg zur Alpe d'Huez ging meinem Taxifahrer der Sprit aus. Na, ich meine, nicht ihm, sondern seinem Wagen. Er selber hatte reichlich getankt - literweise Ouzo von irgendwelchen ausgeflippten Griechen, die behaupteten, Europameister geworden zu sein. So ein Blödsinn. Da kann ja jeder kommen. Nur, weil ich mal ein paar Tage ohne Internet und Fernseher auskommen musste, bin ich ja noch längst nicht verblödet. Die Griechen und Fußball-Europameister! Dass ich nicht lache.
Nun ja, das Lachen ist mir allerdings in der Tat vergangen. Denn ich musste nun auch zu Fuß weiter gehen - immer schön die Serpentinen entlang, hinauf auf den Berg. Und das alles in meinen schicken Pumps, die ich in Biarritz erstanden hatte, um bei den Surfern Eindruck zu schinden. Ich kann Ihnen sagen, meine Blasen sind ungefähr so groß wie die Waden von Frau M. Auf den ersten Kilometern konnte ich ja noch den Taxifahrer überreden, mich zu tragen. Aber dann kamen wir an einem kleinen Berglokal vorbei und da ließ mich dieser blöde Kerl einfach fallen, um sich mit der Bedienung ein paar Flaschen Rotwein zu gönnen. Nur, weil die so ein schickes, knappes Kleidchen anhatte, aus dem vorne und hinten alles rausfiel. Na, ich erspare mir Details, kann ja sein, dass hier Kinder mitlesen.
Immerhin hatte der Zwischenstop ein Gutes: Ich traf auf ein Rentnerehepaar aus Sachsen, die mit ihrem Wohnmobil unterwegs sind. Und die werden uns mitnehmen. Vorausgesetzt, Frau M. erscheint innerhalb der nächsten Stunde auf der Bildfläche. Länger wollen die Leutchen nämlich nicht warten. Man weiß ja: Rentner haben nie Zeit....
Kommentare dazu: (Pannen, nichts als Pannen)
Rezeption vom Dienst / Website (8.7.04 19:14)
Sehr geehrte Frau S,
bereits for five wochen you reserved some rooms, is Frau Dingens aus M. already arrived? Or is she lying and dying in the bed of room n°X?
Please let us know soon...
(8.7.04 19:58)
Sehr geehrte Rezeption,
I don'n know where Frau M. is rumlying. Maybe she found some new friends in the Alpen. Oder auch nicht. By the way: Hört sich so an, als könnte man es in room number X gut aushalten. Stimmt das? Then I like to book diese room.
Lügen haben lange Beine
Pannen, …
Ich sitze immer noch im Hotel und warte auf die angekündigten Gäste aus Deutschland. Eine Frau Sondermann hat für sich, einen Herrn S. und eine Frau Dingens geschiedene M. hier schon seit ungefähr fünf Wochen diverse Zimmer reserviert, ja was sage ich, blockiert. Als Rezeptionnistin bin ich ja bekanntlich gewissermaßen in meiner Abschnittsberufsehre gepackt, um auch die ausgefallensten Wünsche zu erfüllen. So habe ich alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um wenigstens schon mal Madame Quidécidetout zu überzeugen, diese doch recht eigenwillige Reservierung auch ohne Kreditkarte zu akzeptieren. Und jetzt? Wer hat jetzt den Salat? Ich.
Jedes Mal wenn Madame Quidécidetout (ist ja die Frau vom Chef) hier auftaucht, muss ich mir ausdenken, welchen gerade anwesenden oder vorbeigegangen Kunden ich als Kundin S, M oder Kunde S ausgebe. Ein Sport! Glücklicherweise konnte ich bisher die Entdeckung der noch-nicht-Anwesenden vermeiden.
Heute (gerade eben), als Madame Quidécidetout samt Gatte, Monsieur L’Escroc, zu einem Blitzüberraschungsbesuch reinschneite, tat ich so, als wenn der fröhliche weißhaarige Mann, der, bevor er schnell-schnell seinen Koffer an der Rezeption abstellte, aus dem er unbedingt noch frische Fotos seines gestern geborenen Nachwuchses (die er mir auch noch kurz unter die Nase hielt: „comme elle est belle“, sagte ich charmant wie ich bin) ziehen musste, gleich wieder ins wartende Taxi verschwand, lief ich also zur Höchstform auf. (Man bemerke die Länge des Satzes.)
Früher am Tage bereits hatte ich den Schelm im Nacken und verwies auf eine verkniffene Dame aus Zimmer S (in Anklang an die angebliche Bewohnerin), die sich zuvor über lärmende Nachbarn beschwert hatte.
Frau M. aus Dingens liegt angeblich seit Tagen in Zimmer X, um sich von den Strapazen einer nicht näher hinterfragten Reise zu erholen.
Bisher schöpft Madame Quidécidetout noch keinen Verdacht.
Wer weiß, wie lange noch!
In allen Zimmern ist ES
Liebes Gästebuch,
der Hunger hatte mich gerade noch einmal aus dem Hotel getrieben. Ein bedauerlicher Fehler! Die verwirrte Rezeptionnistin wies mich nun endgültig ab. Sie kann zwar unheimlich lange Sätze bilden, einige davon sogar mit Subjekt, Prädikat, Interpunktion und anderem ungewohntem Zubehör, aber sich zu merken, ob ich bereits ein Zimmer belegt habe oder ein Neuankömmling bin, das übersteigt ihre kognitiven Kräfte. Angeblich wären seit fünf Wochen alle Zimmer an die Buchstaben M, S und nochmals S vermietet.
Meinen Einwand, ich wäre eines dieser S’s, ließ sie nicht gelten. „Lügen Sie mich nicht an! Dann wären Sie ja ein ß!“ Gegen soviel Logik war ich machtlos.
Immerhin, die Besenkammer und die Kinderschänder-Dutroux-Suite wären noch frei. Ich entschied mich für die Suite, denn wer will schon mit einem Besen in einem Doppelbett schlafen! Da hätte ich auch zu hause bleiben können.
Also tanze ich mit Dutroux Tango die ganze Nacht durch, auch wenn er immer führen möchte und mir ständig auf den Füßen herumtritt. Ich hasse ihn dafür!
Kommentare dazu:
(8.7.04 13:50)
Wie, jetzt doch in Belgien?
8.7.04 14:50)
Ja, ja, Herr Sondermann führt auch ein unstetes Leben, das hatte ich schon immer vermutet. Und dann auch noch in Gesellschaft so finsterer Gestalten. Wenn das mal gut geht...
Kommt Zeit, kommt Unruhe
Frau M.scheint es mal wieder überhaupt nicht eilig zu haben. Ich hatte doch nur einen unwesentlichen Vorsprung von vielleicht 80 Kilometern, als dem Taxi der Sprit ausging. Das kann doch unmöglich sein, dass Madame für diese Strecke mehrere Tage braucht. Inzwischen sehe ich hier schon alle Felle davon schwimmen. Der Taxifahrer hat auf finsteren Kanälen, über die ich gar nicht nachzudenken wage, Benzin organisiert und ist bei Nacht und Nebel mit der Bedienung des Cafés durchgebrannt. Dieser Mistkerl! Die sächsischen Rentner sind auch längst über alle Berge. Blödmänner, die! Statt ihren Landsleuten zu helfen, die in Not geraten sind, haben die nur ihr eigenes Vergnügen und Euro Disney im Auge.
Die knackigen Radler von der Tour de France sind mir inzwischen auch komplett egal. Sooo spannend ist das dann auch alles nicht mehr, wenn man sich die Berge erst mal aus nächster Nähe angesehen hat. Geht wie überall sonst auch, wo Berge sind, nur rauf und runter. Mehr nicht. Und die Jungs brauchen ja eh noch ein paar Tage, bis sie hier vorbei kommen.
Also gut, habe ich mir darum gedacht, was der Taxifahrer kann, kann ich auch. Und so habe ich mir einfach den ersten besten Traktor geschnappt, der hier in der Gegend rumstand, und mich auf den Weg gemacht. Jetzt gibt es nur noch ein Ziel: PARIS!!!
Liebes kunterbunte Gästebuch,
inzwischen habe ich mich an das Hotel und seine Gäste gewöhnt. Da ich sämtliche Zimmer in Beschlag habe, komme ich mit den meisten Hotelbewohnern auch ganz gut klar, manche kenne ich sogar persönlich. Zum Zeitungslesen gehe ich zu meinem Nachbarn, dem polnischen Ich. Kaffetrinken mag ich ganz gerne mit meinem italienischen Ich und abends dusche ich ausgiebig zusammen mit meinem jüdischen Ich und dem Ich aus Palästina.
Zum Pay-TV-Sehen gehe ich zu meinen begriffsstutzigen Ichs (Je’s) aus Frankreich. Schließlich will ich mir damit nicht mein eigenes Konto belasten. Das Leben ist so schon kostbar genug.
Nur dem Typen aus der Breshnew-Suite gehe ich aus dem Weg. Dieses Ich will mir immer einen Bruderkuss aufzwängen. Mit der Zunge!
Lebenszeichen
(hier war ein Bild) ???
Kommentar von Joys:
*radel, strampel, auf den Kilometer-Zähler schiel* wie weit *schnauf* mach et denn noch sein??*schnauf* Hey!! *Arm hochreck* was blinkt mich denn dieses blöde Taxi da von hinten an?? Nu hupt
Hallo Hallo! Das letzte Lebenszeichen von Frau M also schon vor 4 Tagen!
(Wieso muss ich mich eigentlich darum kümmern! Ha, weil ich den Salat habe...!) Nicht, dass die gute Frau entführt wurde...
Kommentare dazu:
10.7.04 13:43)
Also, allmählich mache ich mir auch Gedanken. Entführung? Unfall? Flucht vor dem Finanzamt oder Ex-Lovern? Oder hat Frau M. einfach nur ein schönes Plätzchen zum Verweilen gefunden? Werte Madame Ponzo, ich bin genauso rat- und sorgenlos wie Sie.
(10.7.04 17:05)
Kein Grund zur Panik, Frau M. macht sich sicherlich nur mal kurz etwas frisch, so was kann dauern ...
Wie lange halten sich eigentlich die Bonbons?
Ach, wär ich doch in Düsseldorf gebliiiieeeben...
so langsam kommen in mir doch gewissen Zweifel auf, ob ich diese (Tor)Tour jemals hätte machen sollen.
Mir bleibt aber auch nix erspart, dat sach ich Sie aber. Ich habe also unsere Frau S. verloren. Eben sah ich sie noch winkend und jubilierend in einem Taxi an mir vorbei rauschen und schon war sie meinem Blickfeld wieder entschwunden. Ich strampel also weiter Richtung Lyon. Über den Reiseweg dorthin möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen. Wenn ich nur an meine Waden denke, wird mir schon wieder ganz anders.
Endlich in Lyon angekommen, war mir nur noch nach einem Bett und einer deftigen Mahlzeit zumute. Problematischer Weise hatte ich meine Kanönchen, sowie meinen Sparstrumpf verloren. Ich brauchte also eins:
Geld!
Zunächst irrte ich etwas ziellos durch diese Stadt. Mein Radl hatte ich irgendwo abgestellt. Ich hatte genug von diesem quietschenden Ungetüm. Außerdem hatte ich mir einen Wolf an den Hintern geradelt. Muffelig stiefelte ich also durch die Innenstadt und machte an einem imposanten Brunnen halt. Trübseelig starrte ich in das Wasser und hing meinen finsteren Gedanken nach.
Ich dachte an Wangerooge. Jawohl! Dort sollte ich nämlich eigentlich jetzt sein und an diversen Anwendungen teilnehmen. Angeblich war ich ja gerade auf Mutter-Kind-Kur ohne Kind. Ich kann ihnen sagen, das hat mich bei meinem Reiseantritt einiges an Überzeugungskunst gekostet. Mein Mann wollte partout mit und wenn schon nicht er, dann sollte ich wenigstens meine Kinder mitnehmen. Nach einer bühnenreif hingezauberten Herzattacke, ließ er mich dann doch ziehen.
Seinerzeit hatte ich ja noch keine Ahnung was auf mich zukommen würde. Es sollte eine lustige Reise nach Paris werden. Mit meinen alten Freunden E.S. und Frau Prof. S.
Stattdessen gab es nur Pleiten, Pech und Pannen!
Das sollte nun aber anders werden. Jawoll!!!
Murrend schaute ich auf. Eine Gruppe Touris stürmte auf den Brunnen zu. Auch dat noch. Obwohl! *denk* Vielleicht konnte ich ja nochmal ein Überlebens-Handtäschchen ergattern? Leider hielten die Damen ihre Taschen fest an ihre Brüste gepresst. Da war also nix zu machen. Mist!
Nun denken se nicht direkt schlecht von mir, ich war schließlich in einem schrecklichen Zustand. Außerdem hatte ich Hunger. Das allein machte mich brandgefährlich.
Muffelig sah ich ihrem Treiben zu und plötzlich hatte ich die Lösung. Die tauchte nämlich gerade vor meinen Füßen in Form eines glänzenden Eurostückes in die Tiefen des Brunnens hinab. Ha!!!! LOGO! Ich brauchte nur abwarten bis es dunkel wurde und dann wollte ich die ganzen glänzenden Geldstücke am Brunnenboden einsammeln.
Ich war aber auch ein Fuchs. Dachte ich........
Jesacht, jetan! Ich war gerade dabei, ala Sterntaler die letzten Münzen in mein T-Shirt zu schaufeln, als mir jemand von hinten energisch auf die Schultern tippte und mich ansprach.
Da ich kein Wort französisch spreche, tat ich zunächst so als ob ich mich in einer alltäglichen Situation befinde und machte profilaktisch erstmal ein dummes Gesicht. Dat kann ich, da bin ich Profi! Allerdings nützte mir das gar nichts. Bevor ich mich versah, saß ich in einem Gefährt der örtlichen Polizei und wurde mit Blaulicht und Sirenengeheule (schrecklich; nicht zu vergleichen mit unserem lieblichen heimischen Tatüüütaaataaaa) ins Polizeipräsidium gekarrt.
In Ermangelung an Personalausweis und der französischen Sprache wurde ich eingesperrt! Watt sacht man dazu???
Ich! Milly! Ehrbare Frau vom Lande!
Es wurde dann aber doch noch recht lustig. Noch in der gleichen Nacht bekam ich eine Zellengenossin. Eine Hure aus Lyon, die mir nicht nur die Frisur wieder in Ordnung brachte, sondern mir auch noch ihren ganzen Lebenslauf schilderte. Zumindest glaube ich das es sowas war. Wie bereits erwähnt beherrsche ich die Landessprache nicht.
Nach fünf Tagen wurde ich wegen guter Führung entlassen. Ich glaube meine Zellengenossin hatte da auch ihre Hand, oder sonstwas im Spiel. Beim Abschied kullerten ein paar Tränchen und sie gab mir ihre Email-Adresse. Ich denke mal ich habe eine neue Brieffreundin gefunden.
Zur Zeit befinde ich mich in einem Zug in Richtung Dijon. Von da aus kann es nicht mehr so weit bis Paris sein. Hoff ich mal. Im Moment muß ich erstmal gucken, das ich nicht vom Zug plumpse. Ich sitze nämlich obendrauf.
In der Hoffnung das ich Herrn E.S. und Frau S bald wiedersehe und das es sich bei dem Zug nicht um einen ICE handelt verbleibe ich
erstma
Eure Frau M aus Dingens
Kommentare dazu:
13.7.04 14:25)
Na, das ist ja jetzt drei Tage her. Das war wohl eher kein ICE oder TGV wie das hier heisst... Sind Sie sicher, dass es wenigstens die richtige Richtung...? Ich meine ja nur.
Dienstag, 13. Juli
Wenn die sich mal was beeilen würden ! Wir haben schließlich sturmfreie Bude hier. Nachdem Madame Qui-décide-tout mir nicht auf die Schliche gekommen ist mit meinen ausgedachten Gästen, die angeblich mehrere Zimmer okkupieren... jedenfalls, jetzt sind se im Urlaub (die Hotelbesitzersippe). Das Hotel ist so gut wie leer, daran wird sich auch nichts ändern, es sei denn, ja es sei denn, Frau M würde tatsächlich den Weg finden, Frau S würde endlich ihre Boys in den Wind schießen, und Herr Sondermann würde sich endlich outen!
Da habe ich schon wieder einen im Verdacht. Er könnte es sein. Ein Deutscher (mit Erkennungscode: Ach so!), blond, mittelmäßig schön, nicht dick, nicht dünn, nicht bebrillt, nicht sportlich, nicht charmant, nicht lässig, nicht schwierig, nicht beleidigt. Den habe ich aber nur ein einziges Mal gesehen. Anscheinend hat er sich schon neue Freunde gemacht.
Letzte Aufforderung also: Sind Sie es, Herr Sondermann??
Kommentare dazu:
es / Website (13.7.04 16:13)
Ich würde mich ja zu gern outen, zumal die besagten Eigenschaften sehr gut passen, aber blond trifft es leider leider zum Glück nicht! Schade!
Liebes Gästebuch,
die machthungrige Rezeptionistin hat die aufsichtsfreien Tage dazu benutzt, ein neues Preissystem für Übernachtungen im Hotel einzuführen. 250 € pro Bett und Kissenbezug verlangt sie.
Ein wahres Schnäppchen, frohlockte ich und verlängerte meinen Aufenthalt ohne zu zögern sofort bis zum Ferienende 2006. Musste ich doch bisher 750 € pro Matratzenfeder und Kissendaune bezahlen.
Allerdings multipliziert sich der neue Zimmerpreis noch mit der Zimmernummer. Mein Aufenthalt in der Suite Nummer 984 wirkt sich durch diesen Umstand leider nicht förderlich auf meine finanzielle Kondition aus. Fast bedaure ich es ein wenig, dass ich so leichtfertig die Offerte abgelehnt hatte, das Zimmer 00 zu buchen. Aber gut, soll mein Nachmieter Costa Cordalis auch einmal Glück haben.
Wenn ich meinen Pay-TV-Konsum einschränke und meine Nahrungsaufnahme auf Null reduziere, werde ich es schon irgendwie schaffen.
E.S.
Liebes Gästebuch,
irgendetwas scheint an diesem Hotel nicht zu stimmen. Die Aufmachung der Rezeptionistin, sie trägt heute eine kugelsichere Military-Weste mit hunderttausend aufmunitionierten Taschen und einem Patronengurt länger als die Schlange vor dem Louvre, deutet nichts Gutes an. Ganz abgesehen davon, dass sie sich damit einer Mode unterworfen hat, wie sie in dieser Saison nicht einmal mehr in Cuba getragen wird. Außer von ganz alten Männern.
Außerdem ist das Gebäude mit Panzern umstellt und der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Fast scheint es, als wäre die Monarchie wieder eingeführt worden. Würde auch langsam Zeit werden, wenn man sieht, wie diese Bürgerlichen das Land zu Grunde richten. Das Baguette wird auch schon nach zehn Minuten steinhart! Und für Vittel müssen Hugenotten wie dieser David Bowie Werbung machen! Das kann ja nichts werden! Weiß doch jeder, dass der nur Gerolsteiner trinkt - mit Wodka und Gin-Whisky und ohne Wasser.
Aber nein, was muss ich erfahren? Die Hotelführung erwartet geheimnisvolle Gäste. Aus Deutschland. Mit Pferdeschwänzen anstelle normaler Frisuren. Das wundert mich bei den Deutschen überhaupt nicht. Die können ja nicht einmal ordentliche Dieselkatalysatoren bauen! Und wie man „Majonäse“ richtig schreibt, wissen sie auch nicht!
Die Hotelführung will sich auf keinen Fall überraschen lassen. Die Rezeptionistin ist angewiesen, beim Auftauchen eines Pferdeschwanzes Alarm zu geben, damit genug Zeit bliebe, den Schutzbunker aufzusuchen. Stundenlang verfolgt das arme Mädchen nun im Fernsehen Militärparaden mit Pferdeaufmärschen. Es könnte ja sein, dass einer dieser Pferdeschwänze einer dieser gesuchten Personen gehören könnte.
Mon Dieu, die Welt ist im Pferdearsch!
Umstellt
Pferdeschwanz ist hinten nicht mehr dran.
Kommentare dazu:
(14.7.04 23:37)
Mittwoch nachmittag Frau M. aus Dingens in irgend einer Telefonzelle in Parrrris.
Hallo, ääh vou le vou Hotel Ponzo? *Mist hätte ich doch vorher den Französisch Kurs bei der Volkshochschule besucht!*
Hallo--- äh, sind Sie das Hotel auf der rue de Ponzo ? ""Nein, wir sind auf derselben Strasse, aber wir heißen Hotel Ponzo."" Hallo ääääh, sind Sie auf der Seite vom Boulevard Saint Germain? ""Ja, wir sind auf der Seite, auf welcher Seite... wir sind eher Richtung Seine."" Ja, aber sind Sie auf der Seite vom Boulevard? ""Monsieur "" *Monsieur?? Heißt dat nich mein Herr??* ""wir befinden uns auf derselben Strasse wie das Hotel, was Sie suchen. Aber Richtung Seine."" *Seine? Ich will nich anne Seine ich will innet Hotel!* ääääh ja, aber sind Sie auf der Seite vom Boulevard?"Klick" SCHEISSE GELD IS ALLE!!! MERDE!!! Jetzt weiss ich immer noch nicht wo das verd.... Hotel ist. FRAUUUU S. zu Hüüüüülfäääääääää!!
Wo bin ich denn hier gelandet???????
Ich glaube ich bin in Paris. Jedenfalls hatte Kurt das behauptet, als er mich absetzte und mit durchdrehenden Reifen seines alternden VW-Busses davon jagte.
Aber ich greife vor..... das gehört sich nicht, hat meine Omma immer gesacht und die musset wissen, schliesslich war sie Frau von Welt. Heute hätte sie übrigens die Hände über den Kopf geschlagen, wenn sie die Parade gesehen hätte, mit der ICH in Paris begrüßt wurde! Oder sie hätte sich in den Straßenstaub geschmissen, mit dem entsetzten Ausruf "die Russen kommen".
Wieso?? Komm ich später noch drauf zurück. Hoff ich!
Aaaaaaalso, dat war so.........*tief Luft hol*
Ich saß also in ausgesprochen luftiger Militärbekleidung (siehe Herta) auf diesem Zuckelzug. Von ICE keine Spur!
Es handelte sich offensichtlich um eine alte Dampflock die zu rein touristischen Zwecken genutzt wurde. Während ich fröstelnd und eingedampft auf dem Wagon, direkt hinter der Log kauerte, sangen fröhliche Gesellen in dem Abteil unter mir fröhliche Liedchen. Die reinste Folter in jeder Hinsicht, dat kann ich ihnen aber lauthals flüstern. Nach einiger Zeit wurde die Bande unter mir zunehmend fröhlicher. Dat hält man im Kopp nicht aus, wenn man derweil obenauf tront und sich die Zöppe festhalten muss. Schließlich hatte ich so keine Hand mehr frei um mir die Gehörgänge zu schützen. Nach ner weiteren halben Stunde Folter hatte ich aber die Faxen dicke! So hielt ich mich mit den Füßen an einer Halterung fest und ließ mich seitlich am Wagon runterbaumeln. Ich wollte mit eigenen Augen sehen, wer mir diesen Volkslied-Terror antut, hömma.
Ich baumelte also fröhlich im mäßigen Fahrtwind und lugte kopfüber durch das Fenster. Im Abteil befanden sich ein paar Damen und Herren, die gerade div. Flachmänner kreisen liessen. Gerade als eine Dame die Christel von der Post anstimmte, schaute eine andere aus dem Fenster und mir quasi direkt ins Aug. Ihr markerschütternder Schrei lies alle anderen Abteilgäste in ihren Bewegungen verharren. Erbleichend reckte sie ihren Zeigefinger in meine Richtung und fiel gekonnt in Ohnmacht. Nana! So schlimm sah ich ja nun wirklich nicht aus. Fand ich jedenfalls. Ein mutiger Herr riss nun, nachdem er sich flugs bekreuzigte, das Fenster runter. Vorsichtig tastete er nach meinem Gesicht. Da ich gerne zu scherzen beliebe, fragte ich ob ich den Herrschaften ein Käffchen kredenzen könne. Fanden die aber gar nicht komisch. Wenn ich ehrlich sein sollte, waren meine Witzchen auch schon mal besser und schlagfertiger, aber scherzen se mal, wenn ihnen gerade sämtliches Blut in die Birne läuft. Mit beherztem Schwung und geübter Rolle rückwärts durch´s geöffnete Fenster verschaffte ich mir Einlass.
Die fröhliche Bande war nun total verängstigt und liess mich schweigend gewähren. Munter gesellte ich mich zwischen sie kostete von dem Flachmann links, muffelte sämtliche Butterbrote auf und begann ein zwangloses Gespräch auf das aber leider niemand einstieg. Langweilig! Ich verabschiedete mich fröhlich winkend und Kusshändchen verteilend und entschwand aufs Klo. Hier wollte ich mich erstmal verbarrikadieren. Als ich dort in den Spiegel schaute, konnte ich mir vorstellen, was die Leutchen in dem Abteil so aus der Fassung brachte. Mir starrte ein kohlrabenschwarzes Gesicht entgegen, umrahmt von wirren roten Zöpfen, die Augen irre flackernd, das grüne Hemdchen russbefleckt und löchrig... Ein wenig kam in mir Mitleid mit den armen Leutchen hoch, ich sah ja aus wie der Leibhaftige! Die Zeit bis Dijon verbrachte ich also damit, mein Äußeres wieder auf Vorderfrau zu bringen.
Dort stahl ich mich aus dem Zug und verschwand in der Menschenmenge. Vor dem Bahnhof überlegte ich gerade, wie ich kostengünstig nach Paris kommen könnte als..............
mein Blick auf einen Gitarre klimpernden jungen Mann fiel. Der Bursche kam mir iiiirgendwie bekannt vor. Langsam schlenderte ich zu ihm rüber. Woher kannte ich den Kerl nur? Fieberhaft durchforstete ich meine Gehirnwindungen, von denen wir Frauen ja bekanntermassen einige besitzen. Gerade als er mit seinem Liedchen endete und ein Passant ihm ein Geldstücken in den ausgebeulten Hut warf, fiehl es mir wie Schuppen aus den Haaren. Dat war Kurt! Der Kurt, mit dem VW-Bus, der Kerl der meinen Koffer noch in Besitz hatte. Na warte Freundchen. Beherzt packte ich den Kerl an seinen Rastazöppen und schüttelte ihn erstmal durch. Schließlich willigte er ein, mich nach Paris zu fahren. Yeah!! Er war auch gar nicht mehr böse, weil ich ihm die Alditragetasche incl. Haschischvorräten für 14 Tage gemopst hatte.
In Paris, setzte er mich und meine 3 Koffer an einem größeren Torbogen ab. Pariiiiiiiis endlich!! Aber was war denn hier los??
Menschenmengen, ich sach et Ihnen! Wem jubelten die alle zu? Mir? Alles Fans?? Ich schnappte mir meine Koffer und marschierte die Straße entlang. Zu meiner Rechten und Linken jubelte das Volk. Herrlich! Gerade als ich mich in Pose schmiss und den Busentes zurecht rückte, für den Fall, das jemand Fotos von mir machen wollte, geschah das Unfassbare.
Berittene Truppen marschierten geradewegs auf mich zu. Frau S. zu Hülfe!!!! (An dieser Stelle hätte meine Omma sich in den Staub geschmissen, remember?? "die Russen kommen!!")
Starr vor Schreck, unfähig mich zu wehren, sah ich den antrabenden Pferden entgegen. Gerade als ich dachte, mein letztes Stündlein sei gekommen, rissen mich starke Arme nach hinten und verbannten mich hinter eine Absperrung. Dabei büßte ich zwar einen Koffer ein, aber ich kam mit dem Leben davon.
Was war denn hier nur los? Verwirrt irrte ich nun durch die Straßen der Metropole, verzweifelt auf der Suche, nach Frau Prof. Dr. S, Herrn Sondermann, dem Hotel Ponzo. Werd ich wohl jemals dort ankommen.......?
Kommentare dazu:
(15.7.04 14:01)
Mensch, die soll bloss nicht alleine kommen! Immer diese alleinreisenden Frauen!
Wenn die vielleicht mit Frau und Herrn S... aber das muss ich mir nochmal überlegen...
ES (16.7.04 09:29)
Werte Frau Ponzo, da gibt es nichts zu überlegen! Sie werden gar keine andere Wahl haben und sich noch ganz ganz dolle freuen über solche Gäste! (wenn Sie wieder abreisen...)
16.7.04 16:55)
Ich hör hier immer nur Hetzsprüche gegen allein reisende Frauen. Also, wer mich nicht haben will, ist selber Schuld. Pardon, monsieur, wo gehts denn hier zur nächsten Jugendherberge? Wie - Sie hätten auch ein Zimmer frei? Extra für mich? Na, wenn das kein Angebot ist....
Liebes Tagebuch,das Leben kann so schön sein. Ich sitze irgendwo in den Bergen, genieße die Sonne und das einfache Leben, die Ruhe, die Beschaulichkeit, hach jaaa.... *träum, seufz, genieß*
Aber allmählich geht mir das Geld aus und der Urlaub auch. Und fast hätte ich es schon vergessen - ich wollte ja eigentlich nach Paris. Das fiel mir eben wieder ein, als ich im Fernsehen eine Parade mit lauter Pferden sah. Einer der stolzen Reiter ging ziemlich unsanft zu Boden. Und dieser Tölpel erinnerte mich irgendwie an Herrn Sondermann. Mensch Erwin, altes Haus, dachte ich, was machst du denn da zwischen all den Pferden? Dann stand er auch noch etwas unglücklich hinter einem der Tiere, das ihm ziemlich unsanft den Schweif ins Gesicht schlug. Au weia, dachte ich, der Erwin hat aber im Moment auch nicht so richtig viel Spaß. Ich versuchte unter den Zuschauern Frau M. auszumachen. Wer weiß, dachte ich, wo der Sondermann ist, kann die doch auch nicht mehr weit sein. Aber ich sah nur haufenweise Frauen mit langen Pferdeschwänzen. Ist das die Trendfrisur 2004? Da hab ich wohl was verpasst. Ist jetzt auch ein bisschen spät, um die Haare noch wachsen zu lassen. Zu einem Pferdeschwanz würde das bei mir erst wieder im nächsten Sommer reichen. Und da wären dann wahrscheinlich schon wieder Kurzhaarfrisuren angesagt. Tja, ich hinke der Mode irgendwie immer hinterher...*seufz*
Na, egal, diese Fernsehbilder erinnerten mich jedenfalls wieder an Paris samt diesem dubiosen Hotel Ponzo und meiner eigenartigen Reise mit Frau M., von der ich auch schon sehr, sehr lange nichts mehr gehört habe. Irgendwie vermisse ich sie. Und Herrn Sondermann auch.
Ich werde mal den nächsten Bus zum nächsten Bahnhof nehmen und in den nächstbesten Zug Richtung Paris steigen.
Paris, ich komme!!!
Kommentare dazu:
(16.7.04 22:41)
Na endlich! Ich irre seit Tagen durch die Stadt. So langsam werde ich schon von den Leuten begrüßt. Wenn ich nur wüßte worüber die immer lachen. Ejal, ich werd das Hotel schon finden. Also liebste Frau Professor, ich vermisse Ihnen auch! Ich freue mich schon auf unser Zusammentreffen. In freudiger Erwartungshaltung Frau M aus Dingens
Je cherche...
Sonntag Morgen und ich bin in Paris. Ich kann es kaum glauben, aber ich bin wirklich hier. Hinter mir liegen 35 Stunden Zugfahrt mit so einer Bimmelbahn, die an jeder Butterblume gehalten hat. Außerdem musste ich elf Mal umsteigen. Nix Hochgeschwindigkeitszug TGV, nix superschnelle Verbindung mit Paris und dem Rest des Landes. Na, ich schätze, in Sachen Bahnfahren können Frankreich und Deutschland sich inzwischen die Hand reichen.
Jetzt irre ich durch diese noch etwas verschlafene Stadt und bin wie die meisten Menschen, die hier ankommen, auf der Suche. Paris - die Stadt der Liebe, der Kunst, der Kultur, großer historischer Ereignisse. Hier sucht man die Spuren der Vergangenheit, im Louvre, in Notre Dame, am Arc de Triomphe. Man sucht nach eigenen Erinnerungen und der großen Liebe. Und so bin auch ich auf der Suche. Ich suche Frau M. und Herrn Sondermann, das Hotel Ponzo, Kleingeld für den Fahrkartenautomaten, die passenden französischen Vokabeln, um mir was zu essen kaufen zu können und eine Toilette.
"Hotel Ponzo?" frage ich die Passanten. Aber sie schütteln alle abweisend den Kopf. Entweder kennen sie das Hotel nicht, oder sie wollen nicht mit mir reden. Das darf doch nicht wahr sein. Ich habe sieben Wochen, drei Tage und 35 Stunden gebraucht, um von Hamburg bis nach Paris zu kommen. Und nun scheitere ich auf den letzten paar Meterchen, weil niemand dieses verdammte Hotel kennt. So langsam regt sich ein ganz schrecklicher Verdacht in mir. Vielleicht stimmt das alles ja gar nicht. Vielleicht ist Frau Ponzo mitsamt ihrem dämlichen Hotel nur ein Fake. Vielleicht hat da in Wahrheit irgendso ein hinterhältiger Pizzeria-Besitzer aus Sizilien ein Log geführt und so getan, als wäre er Frau Ponzo und hätte ein Hotel in Paris. Ich hätte mich vor meiner Reise doch etwas genauer informieren sollen. Hat überhaupt jemals jemand auch nur einen einzigen Nachweis über die Existenz dieses Hotels in den Händen gehalten? Irgendeinen Prospekt? Eine Adresse? Ich habe nicht mal eine Telefonnummer. *heul*
Also bin wohl auch ich Opfer eines gefakten Logs geworden? Überhaupt war vielleicht diese ganze Reise nur ein Fake? Vielleicht muss ich einfach nur die Augen aufmachen und sitze wieder an meinem Schreibtisch und nicht am Brunnen vor dem Centre Pompidou, wo ich dem Wasserspiel bunter Hüte und Herzen zusehe.
Nun suche ich noch mehr. Ich suche nach dem Ausgang aus dieser Geschichte, nach meiner eigenen Identität - wie war noch mal mein Name? Frau S., Rapunzel, Amélie... - nach irgendeinem noch so kleinen Hinweis, dass nicht auch diese Stadt ein Riesenfake ist (stand da nicht irgendwo was von Disney-World?). Und vor allem, verdammt noch mal, suche ich immer noch eine Toilette.
Kommentare dazu: (Je cherche...)
18.7.04 21:27)
Natürlich gibt es dieses entzückende Hotel Ponzo, nebst einer noch entzückendererereren Rezeptionistin.Ich glaube dieses Hotel wird in Paris noch als Geheimtipp gehandelt und deshalb ist man dort so auskunftskarg. Aber vielleicht sind sie ja auch in Disney World gelandet? Ist ihnen Mickey oder Pluto auf nem Einrad entgegen gekommen? Ich jedenfalls habe das Hotel gefunden. Ich stehe gerade davor und bewundere dieses Schatzkästchen von außen. Mit offenem Mund und geweiteten Augen beäuge ich dieses charmante Bauwerk. Ich kann in die Eingangshalle und das freundliche Lächeln der Empfangsdame sehen. Ja! Ich bin endlich angekommen! Nahezu ehrfürchtig nehme ich meine Koffer in die Hand und gehe auf das Hotel zu. In mir das Gefühl nach Hause zu kommen....... *schnief*
Endlich.........ich stehe vor dem Eingangsbereich des Hotel Ponzo. Fast bin ich zu schüchtern um wirklich einzutreten.
Ich hoffe nun endlich auf meine Reisegefährten Erwin und Frau S zu treffen. Ob es ihnen gut geht? Mein Urlaub geht nun bald zu Ende. Nur noch 5 Tage, dann muss ich wieder zu Hause sein und einen erholten Eindruck machen.
Die letzten Tage in Paris waren sehr beeindruckend. Ja ok auch ich hatte etwas Schwierigkeiten, das Hotel zu finden. Nachdem ich in Paris angekommen und nur knapp einer Horde berittenen und bezopften Uniformträgern entkommen war, irrte ich durch die Stadt. Doch noch am selben Abend schloss sich mir ein Dobermann an. Ich fütterte ihn mit den letzten Baguettekrumen und er entschied sich wohl aus Dankbarkeit mich zu begleiten.
Ein schönes Tier, grazil, hochgewachsen, mit schönem Kopf und klugen Augen. Und so gelehrig! Er war mir dabei behilflich auf dem Marktplatz hier und da ein paar Waren zu erschnorren.
Zum Beispiel konnte der Obsthändler gar nicht schnell genug zentnerweise Kirschen in mein Tragetäschchen schaufeln. Er konnte meinem charmanten Lächeln einfach nicht wiederstehen. Oder auch dem eindringlichen Knurren meines treuen Gefährten?
Egal, wir mußten keinen Hunger leiden. In der Nacht paßte er auf mich auf und vetrieb so manchen Wegelagerer.
Ich taufte ihn auf den Namen Onkel Erwin. Nach vier Tagen hatte ich mich derart an die Gesellschaft von Onkel Erwin gewöhnt, dass ich beschloss ihn nach dieser Reise mit nach Hause zu nehmen. Er würde sich sicher schnell bei uns einleben. Allerdings würde ich unseren chinesischen Essensbringdienst warnen müssen. Warum? Das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal.
Eines Morgens machten Onkel Erwin und ich einen schönen gemütlichen Schnorr-Bummel, als neben uns ein schwarzer Rolls-Roys hielt. Das hintere Fenster öffnete sich mit leisem schnurrendem Geräusch und ein vornehmes Frauenstimmchen rief Jaques???
Plötzlich kam Leben in Onkel Erwin! Mit einem Satz hechtete er durch das geöffnete Fenster und wurde dort freudig quiekend begrüßt. Ich habe nicht verstanden was die Dame meinem Erwin alles entgegen jubelte. Die Autotüre öffnete sich und die Dame lud mich ein einzusteigen. Da ich gerade nichts besseres vorhatte, willigte ich ein. Junge das war ein Erlebnis. Der Wagen war von innen so geräumig wie mein Wohnzimmer. Großzügig schenkte mir die Dame ein paar Gläschen Champagner ein und plauderte fröhlich auf mich ein. Ich hatte etwas Mühe ihr verständlich zu machen, das ich Frau M aus Dingens bin und kein Wort französisch verstehe. Onkel Erwin/Jaques saß derweil zu meinen Füssen und knabberte freundschaftlich an meiner Hose.
Nach einiger Zeit hielt der Wagen und wir stiegen aus. Wir befanden uns vor einer Villa, wie ich noch keine gesehen hatte. Die Dame gab mir zu verstehen, dass ich ihr folgen sollte. Na logo! Dieses Häuschen wollte ich auch von innen sehen.
Die Tochter der Dame konnte dann schließlich übersetzen und erklärte mir, das Jaques der Hund ihrer Frau Mama war und das er schon seit Tagen gesucht wurde. Es war eine Belohnung ausgesetzt. Ich lehnte die Belohnung ab. Schließlich war Onkel Erwin mir in den letzten Tagen eine große Hilfe und ich weiss gar nicht was ich ohne ihn gemacht hätte. Begeistert über soviel Großzügigkeit meinerseits, lud man mich ein ein paar Tage in ihrem Gästezimmerchen zu verbringen. Da ich von meiner Reise erschöpft war, willigte ich natürlich auch hier gerne ein.
Ich ließ es mir gutgehen und genoss die Gastfreundschaft der Familie in vollen Zügen.
Doch nach ein paar Tagen bekam ich dann doch Sehnsucht nach meinen verlustigen Reisegefährten. Nach einem tränenreichen Abschied von Onkel Erwin und meinen Gastgebern machte ich mich auf den Weg.
Der Chauffeur brachte mich im Rolls Roys zum Hotel Ponzo.
Ja so war das. Ich glaube die Geschichte nimmt nun doch ein gutes Ende.
Beherzt öffne ich die Eingangstüre des Hotels Ponzo........
Kommentare dazu:
(19.7.04 15:37)
Ja komisch, ich habe Sonntag natürlich nicht gearbeitet, wer arbeitet schon sonntags? Mein Kollege hat mir aber von dem Rolls Royce erzählt. Sind Sie denn nu hier rein oder nicht?
Fragt Ponzo, die Rezeptionnistin a.D.a.S.
Liebes Gästebuch,
wo trifft man die schönsten Frauen von Paris?
Natürlich am und im Toilettenhäuschen am Place de la concurse.
Ich hatte mir dort ein erklägliches Nebengewerbe eingerichtet, indem ich blasenschwachen Damen die Toilettencents eintauschte. Ich nahm als Gegenwert fast alles, was den Dämlichkeiten in ihrer Notdurft entbehrlich erschien: Handy, Kreditkarten und notfalls auch den ganzen Handtaschenkrempel (unsortiert). Wenn ich gut drauf war, konnte es auch schon mal die eine oder andere Telefonnummer sein, Frauen in dieser Situation werden irgendwie willenlos und schwach, als ob sie vor dem Schaufenster eines Hochzeitsausstatters stehen würden.
Für mich war es immer noch besser, als auf dem Gare du Nord Atomsprengköpfe zu verkaufen. Die meisten Touristen wissen damit ja leider nichts anzufangen, auch wenn ich sie in kleine Nanas einbaute. Ständig musste man die Funktionstüchtigkeit nachweisen und es war ein mühseliger Kampf, die knauserigen Fremden zu überzeugen, dass man es damit auch im strengsten Winter ohne Kamin mollig warm haben könnte. Und man hätte immer eine schöne Erinnerung an die Atomstreitmacht Frankreich und seine idyllischen Testgelände in der Südsee.
Daher war ich ganz froh, am Place de la concurse ein zweites Standbein in der Toilettentür zu haben. Und wie ich gerade ein 50-Cent-Stück herausrückte gegen einen Grundbucheintrag für ein kleines 5000-ha großes Weingut inklusive Loire-Schlösschens, wen sehe ich da?
Meine liebe gute alte bekannte Frau S., das Rapunzel unter den Dornröschens oder wie ich immer mühsam zu scherzen pflege, das Radieschen unter den Mohrrüben.
Meine liebe Liebe aber machte überhaupt keine gute Märchenfigur. Zu sehr hatten sie die Reisestrapazen überansprucht und die Angst, keine Unterkunft zu finden und wohlmöglich in der linken unbeheizten Toilettenkabine übernachten zu müssen. Sicherlich ein Albtraum für jede märchenhafte Schönheit.
Aber nun war ich ja da, Erwin Sondermann – Kaugummidealer und heimlicher „Hotel Ponzo“- Strafgefangener.
Alles wird gut. Oder nicht schlechter. Wenigstens für heute.
20 juillet 2004
Wenn der Kunde nicht zum Hotel findet... .. muss der Rezeptionnist eben zum Kunden kommen.
(Link zu einer Seite wo ein Huhn auf Kommando verrückte Dinge tut)
Kommentare dazu:
(21.7.04 01:15)Frau M.
der arme Frosch!! Aber das Huhn war witzig!! Vesteckt sich Herr Sondermann unter dem Kostüm??Der macht auch alles um zu Geld zu kommen, mein lieber Scholli *breit grins*
Der Berg
AAAhhhh jaaaaa....
so soll sich Urlaub anfühlen! Nachdem ich am Sonntag im Hotel Ponzo eingecheckt habe, wurde mir ein apartes Zimmerchen zugewiesen. Ich habe nur noch die Klamotten von Leib gerissen, die Boots vor die Türe gestellt und mich auf´s Bett geschmissen.
Irgendwie hat mich dann wohl die Müdigkeit übermannt. Keine Ahnung wie lange ich geschlafen habe. Ich werde jetzt mal das Hotel inspizieren und Herrn Sondermann suchen. Soweit ich weiss lungert er hier irgendwo rum. Außerdem verspüre ich ein winzig kleines Hüngerchen. Ob ich mich wohl in die Hotelküche schleichen kann? Fällt doch gar nicht auf wenn was fehlt.
Zudem muss ich ja noch nach der Piano-Bar ausschau halten. Ich hatte doch angeboten, dass ich hier ein paar Liedchen trällere, um meine Unterkunft zu finanzieren. Notfalls versuche ich mich als Malerin. Angeblich sollen die Touristen ja ganz wild auf Portraitmalereien sein. Bislang habe ich zwar nur Strichmännchen gemalt.... na mal sehen.
Ich mach mich mal fein und dann geht’s los.
Sensationelle Bilder der Ponzo-Prominentenkamera
Es ist geschafft! Frau M. aus Dingens betritt das Hotel Ponzo. Sofort ist ein Rettungstrupp unter Leitung des 1. Concierge zur Stelle, um der völlig erschöpften Dame über die letzte Hemmschwelle zu helfen.
Originalzitat Frau M.: „Ein kleiner Schritt für mich, ein großer für die Hotelleitung.“
Frau S. und Herr Sondermann (beide auf der Bildrückseite) benutzten dafür den hoteleigenen Kran.
Kommentar dazu:
(22.7.04 01:12)Frau M.
Frechheit! Kran! Ich hab mir kiloweise die Pfunde runtergestrampelt, ich brauche keinen Kran; übelste Verleumdung
26.7.04 13:58)Frau S.
Kannste nich lesen, Milly? Der Kran war für mich - dir halfen doch diese netten Herrschaften da auf dem Bild.
26.7.04 20:02)Frau M.
Puh da bin ich aber froh das das hier mal richtig gestellt wurde!!
Schlüssel
Diese Südamerikaner von gestern gehen mir auch auf den Wecker! Nehmen immer ihren Schlüssel mit, kommen und gehen einzeln, und ich muss dann in den vierten Stock steigen, um mit dem riesigen Schlüsselbund mindestens zehn Minuten lang zu hantieren bis der richtige Schlüssel gefunden ist.
Dann sag ich der Trulla auch noch, dass sie jetzt doch bitte den Zimmerschlüssel hier lassen soll und was machen die? Gehen beide hier grusslos vorbei (einzeln), mit Schlüssel.
Sind die jetzt beleidigt oder was? Haben die Ehekrach oder was?
Geschüttelt, aber nicht gerührt
Ich weiß nicht mehr,warum ich in dieses Hotel gezogen bin. War es die Sehnsucht nach fremdartigen Dingen und Menschen, wie sie einen ab und zu befällt, wenn einen die vertrauten Dinge und Menschen zu vertraut werden? War es die Lust auf Sensationen, die natürlich auch hier keine Sensationen sein würden, da sie auch hier zu sehr vermischt daherkommen mit den bekannten Abläufen und Begegnungen, mit deutschsprechenden Touristen etwa, oder zumindest sächselnden Artgenossen, mit Menschen, umhangen mit 20 Videokameras und ausgestattet mit 5 Megapixeln pro Augenaufschlag und Erinnerung? War es der Reiz des Fremdartigen, Unbekannten, einer altertümlich klingenden Sprache, einer unnahbaren weiblichen Schönheit, seltsamer Sitten, Gerüche und Moden?
Wenn es das gewesen sein sollte, so bin ich heute voll auf meine Kosten gekommen.
Die Rezeptionistin, gewöhnlich eher eine gewöhnliche Empfangsdame, für die das Wort Empfangsdame schon eine ungewöhnliche Belastung darstellte, bot eine überraschend ungewöhnliche Darstellung, die ich noch in keinem Hotel der Welt gesehen hatte, nein, nicht einmal in einem Zirkus oder einem Gruselfilm. Weder die Enzyklopädie menschlicher Kuriositäten noch das Guinessbuch der Rekorde hatten jemals davon berichtet. Ich wurde Augenzeuge eines wahrhaft dramatischen und traumatischen Ereignisses.
Ich hätte es nicht glauben wollen, hätte ich es nicht leibhaftig erlebt. Gab es etwas Ekelerregenderes, Abscheulicheres? Es war der blanke Horror! Eine unglaubliche Körperbeherrschung! Diese Rezeptionistin schob sich ein riesiges Thunfisch-Sandwich in die Futterluke. Quer!!!!
Im Deutschen gibt es dafür kein Wort, das annähernd genau das wiedergeben und beschreiben könnte, was ich dabei schaudernd und im Mark erschüttert empfand. Auch nicht in allen anderen Sprachen, soweit ich sie überblicken kann.
Am ehesten trifft es wohl noch dieses einfache universelle, aber viel zu selten benutzte, weil hoffnungslos veraltete Wort: Ein schlichtes „sexy“.
Kommentare dazu:
(22.7.04 01:18)Frau M.
Na na nich so empfindlich, Herr Sondermann. Ich kann Ihnen sagen, ich habe auf meiner Reise noch ganz andere Sachen gesehen!! Ich glaube ich finde die Rezeptionistin ganz appart. Wenn ich sie denn jemals zu Gesicht bekomme. Pferde können im Stehen schlafen, ich übrigens auch. Bin ich doch glatt gestern unter der Dusche nochmal eingepennt. Da ich hier aber all inclusive gebucht habe, soll mich die Wasserrechnung nicht weiter schocken. Hab ich Urlaub oder was?? Sachma Herr Sondermann, wo stecken se denn? Ich lunger hier schon stundenlang in der Empfangsdiele rum. Soll ich mir mal ein Erkennungszeichen anheften? Wie wärs mit nem kleinen Töpfen "Fetter Henne"? Also die Frau mit der Topfblume am Reverse dat bin ich!!!!
Na sowas
jetzt bin ich schon stundenlang im Hotel Ponzo und ich konnte meine Reisegefährten immer noch nicht entdecken!
Ich habe zwar was über einer Kran-Rettungs-Aktion gehört, aber so wirklich hab ich keine Ahnung was da passiert ist.
Ich habe ja im Vorfeld schon einiges über das Hotel Ponzo gehört. Hier sollen gelegentlich Sonderaktionen stattfinden. Mal gibt es einen Polizei-Helikopter-Rundflug nebst Festnahme zu gewinnen, mal gibt es hier eine Beach-Party ohne Beach, geschweige denn von Boys.
Vielleicht ist diese Kranaktion wieder ein gelungener Werbegag?
Na ich halte erstmal weiter Ausschau nach Herrn Sondermann und Frau S. Soll mich doch der Teufel holen, wenn ich die nicht treffe bevor ich wieder abreisen muß.
Mein Ausflug vorgestern in die Hotelküche ist mir übrigens nicht gut bekommen. Ich habe mir ein paar Eierchen gebraten, sonst war nix da! Sachma haben die hier kalte Küche oder was?
Ich fürchte die Eier waren von übervorgestern. Jedenfalls nimmt seit dem eine latente Übelkeit von mir Besitz. Quasi.
Man könnte auch von Montesumas Rache sprechen, wenn man denn dann nicht grad in Parrrrissss wäre.
Kohletabletten und Sanitäter zu mir! Appartemeng Nr. 666
Frauenzimmer - 29. Mai, 00:15
Mittwoch, 28. Mai 2008
sexy
Seit Stunden überlege ich nun schon, was ich dem Sondermann geistreiches entgegensetzen könnte. Mir will und will einfach nichts einfallen. Vielleicht sollte ich mal Monsieur Ponzo anrufen? Aber da kommt der mir gleich wieder mit dem Kannibalen von Rothenburg, der hier unheimlichen Eindruck hinterlassen hat. Aber vielleicht hätte er Recht (M. Ponzo, nicht der Kannibale natürlich)? Vielleicht ist Herr Sondermann ein Perverser! Oweia, was mache ich nur? Ich kann mich einfach nicht aufraffen. Muss unbedingt eine Entscheidung treffen. Und dann ist es auch noch so heiß hier! 30° im Schatten, das macht mich immer so hungrig. Ich glaube ich gehe erst mal rüber zu Naïma und kaufe mir ein schönes Sandwich. Bon appetit.
Kommentare dazu:
Von ES
Nein!!!
Nicht schon wieder ein Sandwich!!!
Nehmen Sie lieber einen Bonbon!
Liebes Gästebuch
beinahe hätten wir also einen schönen Urlaub zusammen verleben können, die Frau M. aus Dingens, die Frau S. aus Oberdingens und ich, der Herr Sondermann aus dem perversen Unterdingens. Hätten wir. Wenn wir uns nicht ständig verfehlen würden!
Zur Sicherheit hatten wir uns ein geheimes Zeichen zur Wiedererkennung ausgemacht: Ein Sträußchen Fette Henne am Revers oder an anderer gut sichtbarer Stelle.
So machte ich mich also heute morgen schön hübsch und trug den ganzen Tag einen Blumentopf auf dem Kopf. Voll mit fetter Henne.
Aber was musste ich erleben, als ich solcherarten frisch geliftet dem Lift entsprang? Hunderte von fett behennten, gut bekleideten Damen und Hennen (Herren meinte ich natürlich!) bevölkerten das Foyer. Da gab es welche, die die Fette Henne im Knopfloch trugen, andere trugen sie wie ein Parteiabzeichen, wieder anderen lukte ein Zweiglein Fetter Henne wie ein Einstecktüchlein aus der Brusttasche ihres Anzuges. Manch wohlgeformte Dame präsentierte in ihren Auslagen die Fette Henne mittels eines Balkonblumenkastens. Einige wenige fette Hennen blühten regelrecht auf unter einer Lockenpracht aus Fetter Henne und fettem Haargel.
Wo war ich da nur hineingeraten? Weit und breit keine Frau M., keine Frau S., nur fette Hennen wohin man auch sah.
Doch dann öffnete sich die Tür zum Hotel-Ponzo-Tagungssaal und in dem Schwall der Fettbehennten wurde ich mit hineingezogen. „Welcome to the 148. International Congress of the Worldwide-Fat-Hen-Association“ stand auf einem Transparent über dem Rednerpult. Das erklärte einiges, doch es war zu spät!
Es folgten achtzehn ermüdende Stunden mit Grußansprachen der Fetten-Hennen-Delegiertensprecher. Wenn es wenigstens ein kleines Buffet zwischendurch gegeben hätte, von mir aus auch mit fettem Hennen-Salat oder einem Fetten-Hennen-Sandwich. Das hätte ich mir sogar quer in den Mund geschoben!
So überlebte ich die Tagung nur, in dem ich meinem Vordermann den Kopf leer fraß.
Kommentare dazu: (Liebes Gästebuch)
22.7.04 22:33)Frau M.
Wie sie waren doch da?? Ach sie haben meinem Nebenmann das Toupet weggefuttert! Sie waren also quasi in greifbarer Nähe..... Mensch Herr Sondermann, in welchem Apartemeng hausen sie denn derzeit? Ich hab schon diverse Rotweinfläschchen in der Duschtasse deponiert und gekühlt. Ich komm dann mal rüber und wir feiern ein rauschendes Balkonfestchen! Frau M. aus Dingens derzeit wohnhaft in Ap. 666
23.7.04 Frau Ponzo 18:58)
jajam, mhhh rrh, ka ... nnn ehm läkkerrrrrr
(24.7.04 05:08)Frau M.
Hallo Frau Ponzo, was machen se denn da???? Wo haust denn der Herr Sondermann nu? Und wo steckt Frau S???? Fragen über Fragen, bin ich hier beim Quiz? Was ist der Hauptgewinn? Hab ich Chancen?
24.7.04 16:29)Frau Ponzo
Hallo Frau M, Ihre bessere Hälfte befindet sich meines Wissens immer noch auf dem Ponyhof im Wald. Ohne Pferdeschwanz! Oder heisst es Ponyschwanz? Der war ja hier zur Trophäe am 14. Juli geworden...
So, jetzt muss ich mich doch mal meinem neuen Lieblingssandwich widmen: Froschschenkel in Blätterteig...
Tschüssi, wie manche sagen...
Frau Ponzo an ihrem letzten Arbeitstag... (bisher entspannt)
(26.7.04 14:08)Frau S.
Ponyschwanz? Froschschenkel in Blätterteig? Ich verstehe nur Bahnhof. Und vor allem: Was soll denn das mit dem letzten Arbeitstag bedeuten? Werte Frau Ponzo, Sie wollen mir doch wohl nicht erzählen, dass das Hotel jetzt Sommerpause macht. Nicht, nachdem ich meinen gesamten Sommer damit zugebracht habe, zu ihnen zu finden. Das wäre unfair, gemein und überhaupt nicht lustig. Ich protestiere! Energisch!
(26.7.04 20:07)Frau M.
Ich fürchte die Frau Ponzo ist vermilchreist. Hier ist alles so ruhig. In der Eingangshalle ist auch keiner mehr anzutreffen. Richtig unheimlich. Die werden mich doch wohl nicht hier vergessen haben? Halt was war das?? *vor Angst schlotter* ich habe gerade ein irres Lachen in den oberen Gängen gehört. Hier geht ein Geist um! Hülfe
Liebes Gästebuch
was war das für eine rauschende Ballnacht! Ich versuche immer noch, meinen Körperteilen die entsprechende anatomische Bedeutung zuzuordnen.
Frau M. aus Dingens hatte gestern anlässlich unserer Hotelankunft zu einem kleinen Maskenball in das Appartement 666 geladen. Motto der Party: „Es grünt so grün...“.
Sinnverwandt erschien die Gastgeberin daher als Frosch mit der Maske. Frau Rapunzel, im Gästebuch größtenteils als Frau Prof. Dr. S. vermerkt, um niemanden zu verraten, dass sie incognito angereist war, hatte sich als Maske mit Frosch verkleidet und ich kam aus Zeitnot nur als Frosch. Ein Umstand, der sich wie immer bitter rächen sollte.
Überschwänglich freundlich wurde ich durch eine Kussinvasion begrüßt. Schließlich hatten wir uns lange nicht mehr gesehen und mein neckisches Kostüm weckte wohl die eine oder andere Begehrlichkeit. Meine beiden Maskenfrösche knutschten mich förmlich zu Boden und murmelten dabei immer etwas von „einem verwunschenen Prinzen“ oder so. Nur mühsam und mit Hilfe meines Mundgeruches konnte ich mich davon loseisen.
Anschließend sollte ich nach dem Perlenschmuck der Frau M. im Hotelbrunnen tauchen und Frau S. warf angeheitert ihre goldenen Zahnimplantate hinterher. Nun, ich wollte kein Spielverderber sein und sprang mutig in den Brunnen. Vom sechsten Stock aus. Nach dem dritten oder vierten Versuch hatte ich Erfolg und eine Centmünze auf dem schlammigen Brunnenboden ertastet.
Die maskierten Frösche waren außer sich vor Freude! Voller Übermut warfen sie mich an die Wand und befahlen mir, ein Prinz zu werden. Ich war bereits einiges in meiner Karriere gewesen, z. B. Schausteller, Ostpolentdecker und perverser Logbuchschreiber mit einer festen Fangemeinde in einem belgischen Internetknastcafé, aber ein Prinz war ich leider noch nie. Liebend gerne hätte ich den Damen ihren Wunsch erfüllt, wenigstens als Prinz Frédéric von Anhalt zurückzuschlagen, aber irgendetwas musste im Handbuch der Gebrüder Grimm falsch dokumentiert worden sein. Vielleicht fehlte mir nur ein wenig blaues Blut?
Nein, daran kann es wohl nicht gelegen haben, denn wenn ich mir meine blauen Flecke so ansehe, müsste ich eigentlich über einen genügend großen Anteil dieser Flüssigkeit verfügt haben. Gestern jedenfalls ...
Jetzt muss ich aber schleunigst aus diesem Kostüm, die Leute aus der Hotelküche haben auch schon ein Auge auf mich geworfen und wir sind hier schließlich in Frankreich!
Kommentare dazu: (liebes Gästebuch)
(24.7.04 15:51)Frau Ponzo
und das passende Rezept dazu:
Cuisses de grenouilles en feuilleté...
(26.7.04 01:18)Frau S.
hmmm Frau Ponzo das sieht aber lecka aus. Hatten wir das nicht gestern zum Abendbrot?
26.7.04 01:22)Frau M.
Wie Frosch?? Herr Sondermann ich dachte sie wären das Huhn gewesen! Ich war auch nicht der Frosch mit der Maske. Ich war das Schwein mit dem apparten Cocktailkleid und dem Plastikrüsselchen. Wenn sie nicht das Huhn waren, ja mit wem hab ich denn dann gestern die 7 Flaschen Rotwein und Brüderschaft getrunken? Frau S. war auch da?? Also ich glaube ich war gestern im falschen Film.
rauschende Ballnacht
Heute habe ich ein wenig mit den Nachwehen, der gestrigen Party zu kämpfen. Mein Kopf brummt, mein Magen rebelliert. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, es war ein schönes Fest. Leider kann ich mich an nahezu nichts mehr erinnern. Blackout quasi.
Ich entsinne mich noch, das ich mit einem Huhn ein paar Fläschchen Rotwein entkorkt und entleert habe. Dieses Huhn hatte ich , wie ich jetzt sehe, fälschlicherweise für Herrn Sondermann gehalten. Was ich dem Huhn in trautem Beisammensein alles erzählt habe!! Ich darf gar nicht daran denken. Wenn das an die Öffentlichkeit kommt....
Frau S. soll ja angeblich auch anwesend gewesen sein. Wohl habe ich die Frösche beobachtet, die ständig über- und umeinanderhergefallen waren. Auch die an die Wandwerfaktion konnte ich mit Belustigung beobachten. Ich hielt dies für ein neues französisches Partyspiel. Vor der Demaskierung um Mitternacht muß ich allerdings weggedämmert sein.
Heute morgen wurde ich mit einer Pulle Rotwein im Arm in der Duschtasse wach. Derweil räumt die Putzfrau gerade zeternd mein Zimmerchen auf. Ich werde mich jetzt mal an den Strand zurück ziehen. Ja sie haben richtig gelesen.
Ich habe hier in der Nähe des Hotels einen Strand gefunden. Am Seineufer (Paris Plage) Herrlich! Endlich kommt doch so etwas wie Urlaubsgefühl auf.
Herr Sondermann, falls sie mich suchen und doch endlich finden mögen. Ich trage diesen apparten Ganzkörper-Blockstreifen-Badeanzug in blö-weiß-kunterbunt gestreift.
Vielleicht bis glaaahaaaich.....
*mit dem Gettoblaster nebst Hartrock-CD unter dem einen und dem Badelaken unter dem anderen Arm abwackelnd*
Kommentare dazu: (rauschende Ballnacht)
(26.7.04 14:17)Frau S.
Na, da bin ich aber baff! Wo haben se denn das Bild von mir ausgebuddelt, Frau M.? Ich wollte doch eigentlich inkognito reisen. Na ja, jetzt wo das Bild hier zu sehen ist, kann ich ja auch meinen Vornamen verraten, der Frau Ponzo neulich schändlicherweise entfallen war: Nikki.
Ihre Frau Prof. Dr. Saintphalle, in freudiger Erwartung darauf, endlich mal jemanden mit bekanntem Namen und Gesicht zu fassen zu kriegen.
Soul / Website (26.7.04 17:11)
@Frau S. ... Fass!
(26.7.04 20:01)Frau M.
@Herrn Soul the best looking man alive... wie Fass???? Wen warum? Hab ich watt verpaßt??? Frau Prof. das auf dem Bild bin doch ich?? Darf ich Mama sagen???
(26.7.04 20:45)Frau S.
Mensch, Frau M., ICH soll den Soul fassen, weil ich geschrieben habe, dass ich darauf warte, jemanden mit bekanntem Gesicht zu fassen zu kriegen. Und das auf dem Bild ist doch eine Nana von der Nikki de St. Phalle. Na ja, streng genommen ist es ihr Kind und damit meins....Also dürfen Sie ruhig Mama zu mir sagen...äh, versteht noch jemand, was ich sagen will???
hallo?
Kommentare dazu:
(27.7.04 23:30)
Wo sind Sie denn gelandet, Frau Ponzo? An der Berliner Mauer? Haben Sie ne Zeitreise gemacht? Na, das kann ja wohl dauern mit der Rückkehr. Und ich stehe hier an der Rezeption im Hotel Ponzo, haue wie blöd auf den Klingelknopf auf Ihrem Tresen, aber nüscht passiert. Klasse. Da bin auch ich endlich mal angekommen und keiner kriegts mit....
Da bin ich. Und wo seid ihr?
Ich bin da. Ich kann es kaum glauben. Ich stehe wirklich im Hotel Ponzo an der Rezeption. Nee, ich kann es wirklich kaum glauben. Also ehrlich, also, ich bin ja so was von total happy und glücklich und begeistert. Hach!!!
Als ich da in diesem Klohäuschen stand und dachte, das würde für die nächsten drei, vier Wochen mein Zuhause, da war ja eigentlich schon fast alles aus. Aber dann, in einem Moment der tiefsten Depression, stand da auf einmal Herr Sondermann vor mir. Erst wollte ich ihm ja das trockene Baguette, das mir Passanten zugesteckt hatten, zwischen die Beine hauen, weil ich dachte: Was macht denn dieser Spanner hier auf der Damentoilette? Aber dann setzte ich doch erst mal meine Brille auf. Und siehe da - die Visage da vor mir kam mir entfernt bekannt vor. Wie lange hatte ich Herrn Sondermann nicht mehr gesehen? Zehn Jahre? Fünfzehn Jahre?
"Zwei Monate", belehrte mich mein liebes Sondermännchen. "Es ist mal grade zwei Monate her, dass ich dich davor bewahrt habe, vom Turm des Michels zu fliegen." Ach ja, mir kam es irgendwie viel länger vor. Es ist so viel passiert seitdem, dass ich gar nicht mehr klar denken kann. *mal eben verstohlen eine Träne aus den Augenwinkeln wischt*
So, und nun stehe ich also hier im Hotel Ponzo vor dem Tresen. Herr Sondermann ist mit zwei Damen an jedem Arm entschwunden, die alle irgendwelches Grünzeug am Kopf und auf den Kleidern hatten. Was wird das denn für eine Orgie? Also, ich habe ja schwer den Eindruck, dass die hier alle richtig Spaß hatten, während ich durch die Weltgeschichte geirrt bin. Ich wette, Frau M. aus Dingens hat sich auch schon drei Liebhaber angelacht, mit denen sie grade im Whirlpool hockt. Und ich? Ich warte darauf, dass hier endlich mal jemand kommt und mir meinen Zimmerschlüssel gibt.
"Hallo Rezeption! Ist hier jemand? Haaallo!"
Nix. Ich stehe jetzt schon seit zwei Stunden hier und es tut sich überhaupt gar nichts. Da ist so ein kleiner Messing-Klingelknopf auf dem Tresen, auf den ich schon so lange drauf gekloppt habe, dass meine Handflächen inzwischen bluten. Aber das interessiert hier überhaupt niemanden. Ich könnte vermutlich vor diesem Tresen verenden und es würde nicht weiter auffallen. Eben kam mal eine Dame vorbei, die mich unter riesigen falschen Wimpern anstarrte, als käme ich vom Mars. Wahrscheinlich eine Amerikanerin, die gleich losgeht und der NASA meldet, dass sie eine Außerirdische getroffen hat. Ich weiß gar nicht, was die hat. Die soll erst mal ne Woche in einem Toilettenhäuschen übernachten. Möchte wissen, wie die dann aussieht. Ich finde, dass ich mich noch ganz gut halte. Und den strengen Geruch habe ich mit dem 4711-Fläschchen zu vertuschen versucht, das eine ältere Dame auf der Toilette liegen ließ. Also, was ist jetzt hier los? Madame Ponzo, wo stecken Sie denn bloß? Kann mir mal endlich einer meinen Zimmerschlüssel geben? Und wenn nicht den Schlüssel, dann sagt mir wenigstens, wo der Whirlpool ist, in dem sich die knackigen Jungs mit Frau M. tummeln.
"Haaaaaalllooooooooooo!!!!!!!!"
Liebes Tagebuch,
jetzt verbringe ich schon meinen vierten Tag im Hotel Ponzo, ohne
jemals einen Zimmerschlüssel geschweige denn ein Zimmer erhalten zu haben. Die Rezeptionistin dieses extrem schlecht geführten Ladens scheint im Urlaub zu sein, der Hotelmanager ebenfalls und die Gäste haben die Führung des Hauses übernommen. Anarchie pur und ich mitten drin! Na ja, was hatte ich auch anderes erwartet? Schließlich bin ich in Frankreich.
Nachdem ich eine Nacht in einem Sessel in der Hotelhalle übernachtet habe, war mir das alles irgendwie zu blöde und ich habe den Tresen gestürmt und die Zimmerschlüssel, die alle schön aufgereit an einem Bord hingen, an Hotelgäste und Passanten verteilt. Ich selber bin in der Hochzeitssuite gelandet. Ob das ein gutes oder schlechtes Omen ist, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall ist es das größte und schönste Zimmer mit einem riesigen Wasserbett unter einem Baldachin, Whirlpool und Dachterrasse.
Das Essen ist auch ganz prima. Der Koch wurde gezwungen, jeden Tag ein Fünf-Gänge-Menü zu kochen. Dabei ist er in Wahrheit eine Kaltmamsell, die auch noch behauptet, es gäbe in diesem Hotel prinzipiell nur Frühstück. Ha, jetzt gibt es hier alles, was die Gäste wollen: Gänseleberpastete, Ente in Orangensauce, Spaghetti Bolognese und Hamburger.
Seit Herr Sondermann mit seinen Damen abgezogen ist, habe ich ihn nicht wieder gesehen. Wenn der sich mal nicht übernommen hat: Mit vier Frauen gleichzeitig durchs Gelände zu toben ist nicht ganz
unanstrengend. Und das in seinem Alter....
Über das Schicksal von Frau M. ist mir nichts bekannt. Vielleicht ist
sie längst ausgezogen und nach Kuba weiter geflogen. Oder so. Ein
bisschen merkwürdig finde ich das allerdings schon. Sie hätte mir ja
mal Bescheid sagen können. Die kubanischen Männer sollen ja nicht die schlechtesten Liebhaber sein....
Na egal, eben sehe ich, dass ein Reisebus mit einer Fußballmannschaft vor dem Hotel gehalten hat. Schnuckelige Jungs, ich muss schon sagen.
Woher sie kommen, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht aus Italien.
Ich werde ihnen gleich mal die Schlüssel für die Zimmer neben der
Hochzeitssuite zukommen lassen.
Bis später!
Kommentare dazu:
*mal mit der Lupe um die Ecke schiel* Hm? Ich dachte ich hätte gerade die Stimme von Frau Prof. Dr. S. gehört. Hallo????? *laut in den oberen Flur ruf* Nix! Hab ich mir wohl eingebildet. *weiterschlurf*
Hach ist das hier herrlich
Ich kann ihnen sagen, Paris, ich liebe es. Ok, ich gebe zu diesen Spruch habe ich bei MC Donalds geklaut, aber er trifft die Sache im Detail.
Ich habe richtig tollen Urlaub. Inzwischen gehe ich jeden Tag ans Seine Ufer um meine Bräune zu vertiefen. Knusprig wie ein Brathändl, meinte jüngst ein junger Mann aus dem Schwabenland, der mir meinen Rücken nachcremen durfte.
Das Kompliment konnte ich nur wohlwollend zurückwerfen. Hmm knackisch Männlein, ich sach sie!
Im Hotel halte ich mich nur noch zum schlafen auf. Ansonsten ist dort nix gebacken. Nicht mal einen Toast kann man dort morgens auf dem zuvor so hoch angepriesenen Frühstücksbuffet finden. Eine amerikanische Mitbewohnerin hat mir gestern gesteckt, dass die Gäste angeblich alle auf den Zimmern speisen. Also mir hat das noch niemand angeboten. Vielleicht deshalb, weil ich ein Zimmer in der unteren Preiskategorie gebucht hatte? Die Amerikanerin hat auch irgendein zusammenhangloses Zeugs gebrabbelt, von wegen in dem Hotel ginge ein Phantom um. Pfffff wir sind doch nicht in Hollywood. Ok vor ein paar Tagen habe ich auch so ein irres Lachen in den Gängen gehört. Und die Rezeptionistin ist auch spurlos verschwunden. Schade, das war so eine nette junge Dame.
Aber wir wollen mal nicht zuviel Staub aufwirbeln. Apropos Staub, das Zimmermädchen habe ich seit dem Tag nach meiner Party auch nicht mehr zu Gesicht bekommen. Doch das Phantom? Wo steckt eigentlich Herr Sondermann? Was geschah mit Frau Prof. Dr. Saintphalle genannt Mama?
Ich glaube ich werfe mich jetzt mal in mein Miss Marpel Outfit und sehe mich hier mal unauffällig um!
Kommentare dazu:
Frau M.? Sind Sie das etwa?? Huhu!! .... Hm, hat mich nicht gesehen. Da hinten im Flur schlich eben eine Dame mit Rüschenkleid und einer riesigen Lupe vor den Augen entlang. Ich hätte schwören können, dass das Frau M. war, auch, wenn sie etwas durchgeknallt wirkte. Oder vielleicht grade deswegen...
Zwischenspiel
Seit Jahr und Tag gibt es in den unendlichen Weiten des Cyberspaces einen kleinen gastlichen und bescheidenen Netzknoten mit dem Namen „Hotel Ponzo“. Von vielen verachtet, von noch mehr Menschen begeistert ignoriert, war es bisher einzig der tapferen Rezeptionistin, im weiteren tapfere Rezeptionistin (tR) genannt, vorbehalten, den grauen Pixeln und grauen Grauen Gestalt und Worte zu geben.
Derart angelockt, waren vier tapfere Cybernauten (abgekürzt: tC) berufen, den sagenumwobenen Ort „Hotel Ponzo“ mit modernster RSS ausfindig zu machen und zu vernichten. Seit einigen Monaten dauert nun ihre Odyssee, die in der Rubrik „Ponzo und Konsorten“ nachzuspielen ist. Zeit daher für ein kleines Résumé.
Die vier tC’s in ungeordneter Reihenfolge ihrer morgendlichen Verweildauer im Bad sind:
Frau M. aus Dingens, Frau S. aus GanzweitwegvonDingens (als Rapunzel getarnt), der allseits beliebte, weil hier noch nie zu Wort gekommene Multilingualistiker Writeman und schließlich der heruntergekommene altinternationale Hobby-Mime Erwin Sondermann vom abgebrannten Wirr-wahr-Theater.
Was bisher geschah:
Zunächst einmal nichts, aber dann: Die mutigen und tC’s machten sich auf die weite Reise, zusammen das „Hotel Ponzo“ zu erobern. Während Herr Sondermann (typisches Einzelkind mit 22 Müttern) bereits gut gelaunt seit Wochen aus einem Hotel berichtet, von dem er annimmt, dass es dem gesuchten Hotel entspricht - Wasser und Brot am Frühstücksbüfett, Gitter vor den Fenstern und schwarz-weiß-gestreifte Hotelbettwäsche - haben die anderen tC`s eine wahrlich verwirrende Anreise hinter sich gebracht bzw. wurden Opfer ihrer gerontologischen Befindlichkeiten. Der nette Herr Writeman zum Beispiel war bereits auf dem Weg zum eigenen Hausausgang, als er urplötzlich die Orientierung verlor und sich nur mit viel Glück und der Hilfe seines Pflegepersonals in gesicherte Verhältnisse (Couch) zurückziehen konnte. Den Damen M. und S. erging es ähnlich, wenn auch völlig anders. Es nimmt daher sicherlich nicht Wunder, dass die Tagebucheinträge dieser tC’s häufig so klangen: „Wo seit ihr? Wer seid ihr und wer und wo bin ich überhaupt?“
Die tapfere Rezeptionistin, nachfolgend eventuell tR genannt, trieb unterdessen weiter ihren Schabernack, sendete frohgelaunte Sandwichrezepte über das Modem und ging, als es doch so ausschaute, als würden die tC’s endlich ihr Hotel entdeckt haben, unbekümmert in den Urlaub (ohne den Schlüssel an der Rezeption abzugeben!).
Was demnächst geschehen wird:
Die tC’s versuchen, sich zu vereinigen, einen hübschen gemeinsamen Urlaub vorzutäuschen und dem Hotel den Garaus zu machen. Erwin Sondermann strebt darüber hinaus nach der Weltherrschaft im Hotel Ponzo. Aber bis dahin sind noch viele Hürden und Schreibfehler zu meistern.
Schalten Sie daher auch morgen wieder ein, wenn es erneut heißen wird: „Wo seit ihr, wer seid ihr und warum gibt es im Hotel Ponzo keine Briefmarken zu kaufen?“
Kommentare dazu:
(3.8.04 21:53)Frau S.
Na, Herr Sondermann, das war ja mal wieder eine äußerst gekonnte Zusammenfassung. Unpräziser hätten Sie die Ereignisse gar nicht am Punkt vorbeibringen können. Nur weiter so und wir werden sicher auch in den nächsten 70 Jahren durch das Hotel Ponzo irren und uns in schöner Regelmäßigkeit knapp verfehlen. Unsere treue und sicher sehr zahlreiche Leserschaft darf auf einiges gefasst sein!
(3.8.04 21:58)Fraz S,
P.S: Dass es im Hotel Ponzo keine Briefmarken gibt, überrascht mich etwas. Dann waren diese kleinen Aufkleber, mit denen ich meine ganzen Urlaubspostkarten frankiert hatte, vermutlich die Rabattmarken, die Frau Ponzo beim Kaufen ihrer Thunfisch-Sandwiches erhalten hat. Und dabei habe ich an Leute geschrieben, die gar keinen Thunfisch mögen. So ein Mist!
(6.8.04 12:05)Frau M.
Ihr seid also doch da? Ich fürchte als Miss Marpel kann ich auch keinen Blumenpott gewinnen. Wie wäre es, wenn wir nun endlich einmal zusammentreffen würden? Also ich verspüre da ein gewisses Verlangen nach, Euch/Sie/Ihnen (wer macht hier Rechtschreibfehler? Frechheit!) endlich mal zu Gesichte zu bekommen. Ich setzte mal ein erneutes Meeting an. Heute Abend 22 Uhr 35, vor der Rezeption. Bitte tragt Namensschildchen. Damit dürfte das Erkennen sicher gegeben sein. Also bis heute Abend. In freudiger Erwartung Eure Frau M aus Dingens.
Sooo fertig....
Ich bin das jetzt satt! Ich habe ein weißes Saunahandtuch aus der Wäschekammer entwendet und meinen besten Everlasting Lippenstift hergegeben um dieses Hinweisschild zu malen.
Also darauf steht in feinsäuberlich hingeschmierten Druckbuchstaben folgender Text:
An Frau Dr. Prof. Saintphalle, Herrn Sondermann, Herrn Writemann (mir völlig unbekannt aber ich hab ihn trotzdem mal angeschrieben)
Heute abend um 22 Uhr 35 findet eine tC Versammlung statt. Bitte finden Sie sich vollständig, bekleidet, nüchtern, zu diesem Zeitpunkt vor der Rezeption ein.
Folgende TOP werden abgehandelt:
TOP 1: Begrüßung, incl. zehnminütiges um
den Hals fallen und Wangen
knutschen
TOP 2: ausgiebiges Schlemmen am Buffet,
incl. 1 Fl./je Teilnehmer Hauswein
Marke Hauweg
TOP 3: Wahl des Schriftführers
(ich wähle schon mal Frau S
die kann datt)
TOP 4: Wo wart ihr, verdammt noch mal?!
TOP 5: Was machen wir jetzt?
TOP 6: Und überhaupt?
TOP 7-29: Was geschieht mit dem Hotel
Ponzo?
TOP 30: Wann gehts hier endlich aufs
Traumschiff?
TOP 31: Verabschiedung
Ihre Frau M aus Dingens.
Jetzt werde ich das Saunatuch noch an die Rezeption nageln und dann wäre das doch gelacht, wenn hier heute Abend nicht endlich mal alle zusammentreffen.(hämmer, klopp, nagel)
*Heee weg da, ich muss datt! Finger weg!*
(hämmer, klopp, nagel)
anbrüll: *un datt datt da hinkommt!!!!
Wart mal ich muß mal grad diesen Rezeptionist (nR =nervender Rezeptionist) hier wegsperren.
*nR unter den Arm klemm, rausschleif und ins Kühlhaus sperr.*
(hämmer, klopp, nagel)
*Soooooo fertig.......* freuuuuu
Kommentare dazu:
Mlle Ponzo / Website (25.8.04 19:41)
also wirklich! Manche Gäste hinterlassen mich sprach- und kopflos!
Konspiratives Treffen der Großen Vier (G4)
Puuhhh, was für eine Hitze! Paris ist ja im Sommer kaum auszuhalten.
Wieso sind wir eigentlich nicht im Frühling hergefahren? Oder im
Herbst? Der Oktober soll sehr schön sein in Paris. Das war ganz
eindeutig ein Planungsfehler unserer Reiseleitung. Wer hatte die noch
mal? Frau M.? Herr Sondermann? Der ominöse Herr Writeman? Wenn der hier
die Verantwortung hat, dann wundert es mich nicht, dass er sich noch
unsichtbarer als Herr Sondermann und Frau M. macht - falls das
überhaupt möglich ist.
Aus purer Langeweile habe ich gestern mal einen Videoabend eingelegt
und alles angesehen, was das Hotel hier so zur Auswahl hat. "Der größte
Ständer von Paris", "Die schwanzwedelnden Hotelpagen" und
"Schulmädchen-Luder Teil 1 - 5" fand ich besonders eindrucksvoll. Jetzt
fühle ich mich allerdings doch etwas zermatscht und habe Kopfschmerzen.
Das kann allerdings auch an den drei Flaschen Wein und zwei Flaschen
Champagner liegen, die ich nebenbei weggeschlürft habe...
Darum schleiche ich jetzt auf der Suche nach einer Packung Aspirin
durchs Hotel. Gibt es hier nicht so was wie eine Krankenpflegestation?
Vielleicht mit knackigen, jungen Pflegern, die meine Kopfschmerzen
gleich mal wegmassieren könnten? Hm......
Aber hoppla!!! Was sehen meine völlig übermüdeten Augen denn da? Dieses
Schild da an der Rezeption hing doch gestern noch nicht da. Mal eben
lesen....bla..bla...blaba...Top 1....Zweiundzwanzigfünfunddreißig....
Na, wenn das nichts ist!!! Frau M. ist also doch nicht auf Kuba,
sondern hier im Hotel. Wer hätte das gedacht. Hach, die Gute, was hab
ich sie aber auch vermisst...nee, so was.... *mal ein paar
Kullertränchen abwischt*
Eigentlich war ich ja heute Abend zu einer Party in den Pariser
Katakomben verabredet - dort ist es wenigstens schön kühl -, aber jetzt
muss ich mir den Abend irgendwie freischaufeln, um Frau M. zu treffen.
Gleich mal den Wecker stellen, damit das nicht schief geht. Und bloooß
keinen Alkohol mehr vorher trinken. Sonst laufe ich noch an den
Leutchen vorbei. Ob Herr Sondermann auch kommt? Ich wage es ja stark zu
bezweifeln. Der kann doch ohne seine Brille nichts lesen. Und die trägt
er aus lauter Eitelkeit nur unter der Dusche, wo es niemand sieht. Und
dieser Herr Writeman? Kann ich mir kaum vorstellen. Der will bestimmt
den Sonderpreis im Unsichtbarmachen einsacken.
Fehlt bloß noch, dass die Rezeptionistin endlich wieder auftaucht und
uns mal ein paar Gläschen Champagner ausgibt. Nach der schlechten
Behandlung der letzten Wochen ist sie uns das eigentlich schuldig.
Hach, jetzt bin ich aber aufgeregt und gespannt! Frau M., ich komme!!! *träller träller jubilier*
rumfuchtel
*umständlich die Zimmertüre abschliess und zum Aufzug stöckel*
So dann wollen wir doch mal gucken ob die anderen auch gleich kommen. *rumtippel**energisch auf den Aufzugsknopf drück*
Wo bleibt denn das Teil, ich hab doch keine Zeit
*rumtippel*
Nä, das dauert mir zu lange, geh ich halt durchs Treppenhaus.
*klacker, klacker,klacker, schwitz*
Mann ist das heiß heute
*klacker, klacker, klacker, auf die Uhr schau*
Ah endlich der Eingangsbereich
*in Richtung Rezeption trippel*
Warten an der Rezeption
Ja, das war ja klar. Ich bin mal wieder die Einzige, die pünktlich ist. Bin ich vielleicht überhaupt die Einzige? *zweifend in die Runde blickt* Zumindest habe ich mich an alle Vereinbarungen gehalten (ach, was heißt Vereinbarungen? Aufgezwängte Verordnungen von Frau M., der Übermami): Ich bin pünktlich, stocknüchtern und relativ vollständig bekleidet - jedenfalls äußerlich. Dass ich keine Unterwäsche trage, muss ja niemand wissen. Aber es ist soooo warm, da fand ich das echt etwas übertrieben....
*ungeduldig auf den Tresen der Rezeption trommelt* Wenn das mal nicht nur so ein alberner Scherz von Frau M. war. Die hockt wahrscheinlich grade in irgendeiner Bar und lacht sich schlapp....
Huhu??? Ist da wer??? Hm, da wehte grade so ein aufdringliches Parfüm aus einem der Gänge. Ob das von Herrn Sondermann kam? Oder doch Frau M.? Oder etwa dem ominösen Writeman?
Mal sehn....
Kommentare dazu:
(6.8.04 22:43)ES
Ich komme später. Muss mich noch frisch machen. Es ist ja viel zu heiß hier! Merke gerade, die Dusche funktioniert nicht. Mist! Muss ein Feuer machen, um die Sprengleranlage in Gang zu setzen. Also nicht wundern, wenn es hier brennen sollte.
ES (6.8.04 22:45)
Ich will ja nicht beim Herumbegrüßen stören! Ähm, hat eine der Damen mal einen Feuerlöscher?
(6.8.04 22:48)
Feuerlöscher? Dusche? Huhu, Herr Sondermann!!!! So alberne Ideen können ja nur von Ihnen stammen!!!!
6.8.04 22:48) Frau M.
denk: sah gar nicht so schlecht aus das Sondermännchen. Steht ihm aber gut son Handtuch umme Hüfte
Frau S. sieht so aus als ob wir noch ein wenig warten müssen. Ich denke wir gehen so lange an die Cocktailbar, mich dürstet
ES (6.8.04 22:49)
Zu spät, werte Frau M., ich muss erst mal mein Zimmer lüften, oder das, wo es einmal war.Weiß jemand ein nettes neues Hotel?
es (6.8.04 22:51)
So große Handtücher gibt es gar nicht, die um meine Hüfte passen. Das war in aller Eile das Tischtuch der UN-Vollversammlung.
(6.8.04 22:51)Frau S.
Zimmer lüftet doch von alleine, lassen sie einfach die Fenster auf, ihre Zimmernachbarn kennen üble Gerüche sicher schon von ihren Socken die sie immer auf der Balkonbrüstung ausdünsten lassen. Nu los jetzt!
(6.8.04 22:52)Frau S.
Frau M.!!!! *Jubel* Endlich. Lass dich abknutschen, altes Haus. Und Sie auch, Herr Sondermann. He - nun haun se doch nicht gleich ab. Sooo schlimm ist das doch alles gar nicht.
(6.8.04 22:52)Frau M.
Na macht doch nix Herr Sondermann, kleidet sie ungemein..... *strunz*
es (6.8.04 22:53)
Holla massagedingens kommen mir nicht auf den PC. Ich kann ja noch nicht einmal richtig SMS oder wie das heißt!
(6.8.04 22:53)Frau M.
denk: Hat die Dame altes Haus gesagt?? Dabei hab ich Stuuunden damit zugebracht mich zu restaurieren.... irgendwie frech.... naja knutschen wir halt nochmal, ich will jetzt endlich an die Cocktailbar
es (6.8.04 22:56)
Frau Rapunzel, Sie freuen sich aber lange. Man merkt, dass Sie am anderen Ende der Stadt Ihr Zimmer haben
ES (6.8.04 22:58)
Frau M., immer nur Feiern ödet mich an. Aber wenn es sein muss. In der Cocktailbar bin ich ja groß geworden ...
6.8.04 22:59)
Irgendwie hab ich heute ne besonders lange Leitung. Ich sage Guten Tag, wenn alle anderen schon Auf Wiedersehen sagen. Toll. :-( Ist die beste Voraussetzung für ne geile Party.
ES (6.8.04 23:00)
Wow, ich sehe meine Einträge schon doppelt. Das ging diesmal aber schnell! Und fast ohne Alkopops. Toll.
(6.8.04 23:01)Frau M.
aber Herr Sondermann, wir warten dort ja nur auf sie, eigentlich will ich ans Buffet. Dort ist schon so nett für uns eingedeckt worden. Ich hab HUNGER!! *energisch auf der Theke rumtrommel*
6.8.04 23:01)Frau S.
Und ich sehe gar niemanden mehr. Da sind auf einmal so dichte Rauchschwaden. Kommen die aus Ihrem Zimmer, Herr Sondermann? Hat Ihnen Ihre Mutter nie gesagt, dass man im Bett nicht rauchen soll?
es (6.8.04 23:02)
Frau M. dass Sie in dieser heißen Livechatterei noch Zeit für Tipex haben, verwundert mir.
Und hier noch eine Eilmeldung für Rapunzel: Guten Morgen erst einmal.
ES (6.8.04 23:04)
Frau Rapunzel, um Feuer zu legen brauche ich doch kein Bett. Und schlafen können wir schließlich noch genug an der Cocktailbar ..
(6.8.04 23:05)Frau M.
Jaaa ich werde ich Fachkreisen auch "die mit flinken Fingern tippt" genannt... Ich will ja nicht groß auftragen, das habe ich schon mit meinem Make-up erledigt.... was ist jetzt können wir? Wir hätten da noch ein paar TOP´s abzuhandeln...
(6.8.04 23:06)Frau S.
Also, dann gehen wir doch endlich mal in die Bar. Ich habe an dieser dämlichen Rezeption lange genug rumgelungert.
(6.8.04 23:06)
Werter ES, schaun Sie doch mal in Ihre Mailbox. Da finden Sie den Wegweiser zur Bar. :-)
es (6.8.04 23:07)
Frau M., Hände weg von den Kaviarbrötchen, die sind nicht mehr ganz frisch, das heißt, die Brötchen können Sie haben, für den Kaviar opfere ich mich ...
(6.8.04 23:08)Frau M.
*kling*mal mit Frau Prof. S. anstoß, hach endlich sehen wir uns wieder, *drauflosplauder*
Nix da Herr Sondermann, ist genug für alle da, ich habe mit der Kaltmamsell heute mal ein ernstes Wörtchen gesprochen, die Gute ist nun so eingeschüchtert, von der kriegen wir alles!!!!
ES (6.8.04 23:10)
Gut gut, genug Kommentare verteilt. Obwohl ich gerne gesehen hätte, wie die Ponzo-Comment-Box explodiert.
(6.8.04 23:15)Frau S.
Bloß keine Explosionen mehr! Der Flächenbrand, den Sie ausgelöst haben, reicht fürs Erste. Milly, meine Liebe, lass uns auf diesen gelungenen Urlaub anstoßen!
(6.8.04 23:22)Frau M.
*Schampus schlürf* und dann hat doch tatsächlich dieser Kurt....*weiterplauder*
(6.8.04 23:35)Frau S.
....und diese Surfjungs in Biarritz waren vielleicht schnuckelig....*im Sessel versink und sich Schampus nachschenken lässt*
(6.8.04 23:43)Frau M.
......ja und als ich dann in dem Brunnen nach Münzen getaucht habe und ich festgenommen wurde......*dem Kellner das Glas unter die Nase halt und ihm zuzwinker* Wo bleibt Herr Sondermann?? Wo war ich? Ach ja, also in dem Knast da.......
(6.8.04 23:52)Frau S.
...ja, und dann hatte Frau M. mich plötzlich mit diesem albernen Hollandrad überholt, während ich im Taxi saß. Ich weiß bis heute nicht, ob der Taxifahrer geschlafen hat, oder Frau M. so schnell war...
Phazit / Website (7.8.04 00:05)
Es war natürlich Hans-Georg, der Schlumpf, dem das Parfum von Roswitha aus der Herren-Handtasche gefallen war und der sich nun um eine ausgewogene Situation mühte ...
(7.8.04 00:13)Frau S.
@phazit: Huch? Wer sind Sie denn? Der geheimnisvolle Herr Writeman? Unser Reiseleiter? Dann können Sie mir gleich mal erklären, warum ich zwei Wochen in einem Klohäuschen übernachten musste. Dafür verlange ich eine Entschädigung. Ja, gucken Sie nicht so. In Paris sehen die Sanitäranlagen auch nicht besser aus als bei uns zuhause.
(7.8.04 00:16)Frau M.
Und Frau Professor ist das dieser Herr Writemann? Der hat sich aber lange aufgehalten, nehmen se Platz junger Mann *mal genauer betrachte, anstarr*
(7.8.04 00:17)Frau M.
öhm Frau S. ich kann ihre nicht vorhandene Unterhose sehen, zügeln se sich mal...
(7.8.04 00:29)Frau S.
Erzählen Sie doch keinen Quatsch, Frau M. Hier ist es viel zu dunkel, als dass Sie mit Ihren kurzsichtigen Augen erkennen könnten, wie es unter meinem Rock aussieht. Und die anwesenden Herren sehen es gleich gar nicht. Oder etwa doch???
Ich habe übrigens mal Referenzen über Herrn phazit eingeholt. Fazit: Er ist gar nicht Herr Writeman. Und der Reiseleiter (der ja möglicherweise identisch mit Herrn Writeman ist) auch nicht. Dafür scheint er ganz intelligent zu sein. Jedenfalls, wenn sein Blog wirklich von ihm stammt und er keinen Ghostwriter hat...
aaah mein Kopf... pst leise...BITTE!!!!
Im Augenblick fühle ich mich so, als hätte mir jemand gestern etwas über den Schädel gezogen.
Ich glaub ich hatte ein, zwei Gläschen Schampus zuviel. Das hat aber auch lange gedauert, bis der Herr Sondermann dann endlich soweit war. Ich kann ihnen sagen, das war eine Versammlung, mein lieber Scholli!
Soeben habe ich mal vorsichtig an die Zimmertüre unserer Frau Prof. Dr. S. geklopft. Ich glaube ihr geht es nicht wirklich besser als mir, wenn ich den Wink mit dem Zaunpfahl in Form von an die Türe geschmissenen Pumps und Ruheschreie richtig gedeutet habe. Mist! Dabei hatte ich doch gestern einstimmig Frau S. zur Schriftführerin ernannt. Und nun zieht sie sich pennenderweise aus der Affäre. Immer bleibt alles an mir hängen *rumnöhl*
Von Herrn Sondermann hab ich heute auch noch nichts zu Gesichte bekommen. Bei ihm kann ich noch nicht mal an die Türe hämmern, da ich immer noch nicht weiß, wo er hier im Hotel sein Zimmerchen hat. Den Rezeptionisten frage ich dann doch lieber nicht.
Also was geschah gestern:
Nahezu pünktlich, vollständig bekleidet und geschönt, traf ich an der Rezeption ein. Vom Rezeptionisten keine Spur, ich fürchte ich habe ihn dann gestern doch im Kühlhaus vergessen. Ich muss gleich mal gucken gehen, ob es ihm gut geht. Vielleicht schicke ich aber besser die Putzfrau mal hin, mit einem kleinen Trinkgeld kann ich so evtl. einer bösen Attacke des nR aus dem Wege gehen.
Frau Prof. Dr. S. wartete bereits ungeduldig vor dem Empfangstresen. *flüster* die hatte sich ganz schön aufgedonnert. Hohe Stöckelschuhe, kurzer Minirock, knappes Oberteil und mit ohne Unterwäsche, die kurzen Haare adrett hoch toupiert. Das gibt Fülle und macht sexy, gestand sie mir zu späteren Stunde an der Cocktailbar.
Wir warteten nun gemeinsam auf das Erscheinen des Herrn Sondermann. Und wahrlich! Als er mit handtuchumwickeltem Schießer-Feinripp-Lendenschurz-Eingriff-links-Outfit endlich mit 10 minütiger Verspätung vor der Rezeption auftauchte, dachte ich tatsächlich ich hätte eine Erscheinung. Jesus lebt, schoss es mir durch den Kopf. Oder die spinnen die Römer...
Er warf ein fröhliches, „Feuerlöscher her aber dalli“, in den Raum und entschwand für weitere anderthalb Stunden. Er hatte doch tatsächlich den TOP 7 - 29 schon vorgegriffen und seinerseits ein kleines Osterfeuer im August gezündelt, das sich sehr schnell ausbreitete, aber dazu später mehr.
Frau S. und meine Wenigkeit, machten es uns derweil in der Cocktailbar gemütlich und handelten flugs die ersten 3 TOP`s (oder waren das AlkoPOP´s??) schon mal alleine ab. Der Schampus floss in Strömen und mit der Zeit lockerte sich unsere Stimmung und unsere jeweilige Haarpracht immer mehr auf.
Nahezu vollständig, Herrn Writemann, habe ich bislang immer noch nicht kennen gelernt, er blieb unserer Versammlung aus unerklärlichen Gründen fern, stürmten wir das Buffet und anschließend, noch an Hühner- und Froschschenkelknochen nagend, in den Versammlungsraum. Wir hatten doch keine Zeit!
Den Rest des Abends entnehmen sie bitte dem Protokoll der Schriftführerin, so sie denn heute noch aus ihrem komatösen Schlaf erwachen sollte. Ich muß mich noch ein wenig lang machen......
aaaaah mein Kopf!!! Sie entschuldigen mich....
Protokoll des ersten geheimen Treffens der Großen Vier (G4)
Wie man wunderschön in der ZEIT nachlesen kann (die ich an anderer Stelle kritisierte, die aber in Wahrheit eine der wenigen wirklich gut zu lesenden Zeitungen in Deutschland ist; ja, das gehört jetzt nicht hier her, musste aber mal gesagt werden), ist in Deutschland alles eine Frage der Organisation. Sobald sich mehr als zwei Leute mit denselben Interessen einfinden, wird ein Verein gegründet, eine Satzung aufgestellt, ein Vorsitzender, Kassenwart und Schriftführer gewählt. Dabei ist es völlig egal, ob es um strickende Hausfrauen, gangbang-liebende Rentner oder Paris-Reisende geht.
Darum muss sich auch niemand wundern, dass Frau M. gestern Abend sofort zur Vereinsgründung aufrief, kaum dass sie, Herr Sondermann und ich uns nach monatelangem aneinander-vorbei-leben endlich um den Hals fallen konnten. Als hätten wir mit diesem ganzen Abgeknutsche, Geschichten erzählen und dem Löschen des Brandes in Herrn Sondermanns Zimmer nicht genug zu tun gehabt! Ganz zu schweigen vom Plündern des Büffets und dem Leeren all der Flaschen, die da so rumstanden. Aber Frau M., die sich als aktives Mitglied in fünf Karnevalsvereinen, dem örtlichen Turnverein, dem Kaninchenzüchter-Verein und dem Kirchenchor mit Vereinsmeierei bestens auskennt, hatte kein Erbarmen mit uns. Als ich nach dem fünften Glas Champagner einen Moment lang unaufmerksam wurde, übertölpelte sie mich schamlos und zwang mich, den Posten der Schriftführerin einzunehmen. Wie man an anderer Stelle nachlesen kann, hatte sie das ja schon lange im Voraus geplant. Ich Naivchen hatte diese Androhung gar nicht für ernst genommen. Tja, selber Schuld fürchte ich....
Trotz eines fürchterlichen Brummschädels und diverser Gedächtnislücken den gestrigen Abend betreffend werde ich nun mein Bestes geben und den Ablauf dieser ersten Vereinssitzung protokollieren.
1. Treffen der großen Paris-Reisenden im Hotel Ponzo am 6. Juli 2004 (Oder war gestern der 5. Juli? Na, das muss man wohl nicht so genau nehmen....)
Anwesend:
Frau M. aus Dingens, adrett zurecht gemacht, zu Beginn sehr nüchtern, am Ende kurz vor einer Alkoholvergiftung.
Herr Sondermann aus Hinterdingensoderdingens, in lässigem Freizeitoutfit, zu Beginn sehr nüchtern, über seinen späteren Zustand lässt sich nichts eindeutiges sagen, da er relativ früh von der Bildfläche verschwand.
Frau S. aus Vorderdingensbumsdings, sehr elegant zurecht gemacht, zu Beginn sehr nüchtern, am Ende vermutlich nicht mehr ganz so nüchtern (mir kommt grade ein Bild in den Sinn, wie Frau S. in den großen Blumenkübel in der Empfangshalle kotzt....uuuuhhh....das war ja wohl nur ein Traum, oder?)
Möglicherweise Herr Writeman, inkognito. Aber da er sich nicht offiziell geoutet hat, gibt es darüber keine gesicherten Erkenntnisse.
Entschuldigt fehlte:
Frau Ponzo. Sie hat seit zwei Monaten Urlaub und befindet sich grade auf einer Weltreise. Tja, Rezeptionistin müsste man sein....
TOP 1: Begrüßung inklusive zehnminütigem um den Hals fallen und Wangenknutschen
Klappte ohne Probe fast auf Anhieb. Allerdings sollte nächstes Mal die Zeit etwas besser eingehalten werden. Zwanzigminütiges Wangenknutschen ist nun vielleicht doch etwas zeitraubend.
TOP 2: ausgiebiges Schlemmen am Büffet inklusive 1 Flasche Hauswein pro Teilnehmer.
Hm, also ich schätze, das mit dem Wein hat nicht ganz hingehauen. Das dürften drei bis vier Fläschchen mehr gewesen sein. Plus die Kiste Champagner. Plus der Cognac. Plus der Eierlikör.
TOP 3: Wahl des Schriftführers
Frau M. wählte Frau S. mit einer Gegenstimme von Frau S. Die Herren enthielten sich der Stimme. Es stand damit 50:50 für Frau S. Frau M. behauptete, sich selber zur stellvertretenden Schriftführerin zu ernennen, falls Frau S. trotz der nicht vorhandenen Mehrheit die Wahl annehmen würde. Frau S. sagte dummerweise Ja – und stellte später fest, dass Frau M. sich als Stellvertreterin bereits nach einer Viertelstunde wieder abgewählt hatte. Also, wenn das kein Wahlbetrug ist, dann weiß ich es auch nicht! (vernehmliches Gegrummel der Schriftführerin).
TOP 4: Wo wart ihr, verdammt noch mal?!
Und selbst?
TOP 5: Was machen wir jetzt?
a) weiter saufen
b) den Verein wieder auflösen
c) endlich Urlaub
TOP 6: Und überhaupt?
Eben!
TOP 7-29: Was geschieht mit dem Hotel Ponzo?
Diese TOPs ließen sich erstaunlich schnell abarbeiten. Denn nachdem Herr Sondermann den ganzen Laden abgefackelt hatte, zogen die Gäste einfach ins nächste Hotel um. Frau Ponzo kann dann ja aufräumen, wenn sie endlich wieder kommt.
TOP 30: Wann geht’s hier endlich aufs Traumschiff?
Diese meines Erachtens wichtigste Frage des ganzen Abends wurde leider aus Zeitmangel nicht mehr diskutiert. Unbedingt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung setzen!
TOP 31: Verabschiedung
Hier verschwimmt die Erinnerung der Schriftführerin leider vollständig. Gab es eine Verabschiedung? Und wenn ja, von und mit wem? Kam der stürmische Zungenkuss von Frau M.?? Oder von Herrn Sondermann?? Dem Rezeptionisten aus dem Kühlhaus? Herrn Writeman? Dem großen Unbekannten? Eine Frage, die ebenfalls unbedingt in der nächsten Sitzung geklärt werden sollte.
gez. zwangsverpflichtete Schriftführerin Frau Prof. Dr. Saintphalle, z.Zt. nicht ganz zurechnungsfähig, aber mit genug Leere im Hirn ausgestattet, um dieses Protokoll verfassen zu können.
Kommentare dazu:
(8.8.04 23:05)Frau M.
Also Frau S. aus ihrem Munde hört sich die Wahl der Schriftführerin so ganz anders an. Ich hatte doch nur nett gefragt.... *grins* Ich kann doch auch nix für meine Überzeugungskraft, da können se mal sehen warum ich immer auf unsere Kunden gehetzt werde.
(9.8.04 10:18)Frau S.
@Frau M: Das ist ja das Schlimme an Ihnen. Sie merken noch nicht mal, mit welch üblen Methoden Sie anderen Leuten Ihren Willen aufzwängen. Vorsicht vor dieser Frau, kann ich da nur sagen! Sie ist eine echte Waffe!
9.8.04 12:32)Frau M.
Jaaaaaaaa! *sing it Baby*: Sex Bomb, Sex Bomb.
Danke für dieses tolle Kompliment, ich wusste gar nicht das sie so positiv von mir denken Frau S.
*Im to sexy for my shirt.....*rausswing*
(9.8.04 13:44)Frau S.
*gröööhl* Sie lassen sich auch wirklich durch nichts erschüttern. Kompliment, meine Teuerste, jawohl!
Liebes Gästebuch,
mein Hirn hat Aua, meine Augen sehen nur noch Schachbretter und in meinem Tanzbein ist der Holzwurm. Urlaubmachen kann ja so anstrengend sein. Insbesondere in Gegenwart von zwei reizenden Damen.
Gestern oder so sollte nun das große Vereinstreffen der Parisreisenden stattfinden. Ich war ein wenig knapp dran, eigentlich wollte ich nur die zehnminütige Begrüßungsknutscherei umgehen, aber als ich nach zwanzig Minuten kam, hatte sich an der Körperhaltung der beiden Grazien noch nichts geändert. Inzwischen hatte ich in meinem Zimmer gründlich aufgeräumt, Sprengeranlage und Zimmerbrand halfen mir ein wenig dabei.
Doch nun zum Vereinsabend. Ich wurde sofort in den Jahduu-Massageraum geführt, wo sich normalerweise immer die ganz wichtigen Sachen klären lassen. Nicht diesmal.
Der Massageraum war voll mit dicken, burgerfetten Managern. Keine Spur von Frau M. und Frau S., nur die eiskalte Kaltmamsell lächelte dämonisch.
Und dann ging es auch schon los. Es wurde gefachsimpelt, wie man am besten Fußballvizemeister werden könnte, ob mit Viererkette oder Halskette, ob man dazu einen Ball brauchen würde und was passieren würde, wenn man ausversehen das Tor trifft. Kann man das Spiel dann annullieren?
Dann wurde es persönlich. Einige Manager gaben Ratschläge, wie man sich bei drohendem Gewichtsverlust verhalten sollte. Und es wurde darüber diskutiert, ob ein kleines Spanferkel zum Frühstück schon als Diät zu sehen wäre. Schließlich wurde noch erörtert, ob es reicht, fett, reich und glücklich zu sein, oder ob man auch noch heiraten sollte. Die Antwort lautete: Naja, wenn man genug Geld hat, sollte man sich auch ein Hobby gönnen.
Mir dämmerte langsam, dass es sich hier um einen Rainer-Calmund-Körperdoublewettbewerb handeln könnte, insbesondere ab dem Moment, als es darum ging, ein ausgewachsenes Nilpferdsandwich in einem Bissen herunterzuwürgen. Ich hatte dabei schon meine Schwierigkeiten! Endgültig schlapp machte ich beim Champagner, der hier in Eimern serviert wurde. Nach einem Zehntel Eimer wurde ich sehr sehr fröhlich. Einer der Calmunde verpflichtete mich als Trainer, Balljungen oder Teammanager für eine Mannschaft meiner Wahl. Ich wollte die deutsche Fußballnationalmannschaft wählen, wurde aber niedergeschrieen, ich hätte doch Grundschulabschluss und dürfte mich daher nicht unter Niveau verkaufen. So trainiere ich ab sofort die deutsche Goldhamsternationalmannschaft im Laufradrennen. Ich freue mich schon auf mein Trainingslager in Aserbaidschan.
Bin ich etwa schon angekommen? Mein Hirn hat ja so was von Aua.
Aua!
PS: Nächste Woche findet hier im Hotel der David-Beckham-Double-Wettbewerb statt. Habe mir von Frau S. einen pinkfarbenen Tanga ausgeliehen, um ihn auf dem Kopf zu tragen. Der Sieg ist mir sicher!
Kommentare dazu:
(8.8.04 22:47)
Also Herr Sondermann, wo sind sie denn da wieder reingeraten?? Ich wunderte mich schon wieso ihr Toilettengang 24 Stunden dauerte! Sie kann man aber wirklich nicht aus den Augen lassen. Nu gucken se mal wie sie aus der Nummer wieder rauskommen! Na jedenfalls freue ich mich, das sie noch unter den Lebenden sind, ich wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben und die Suchtruppen ich Richtung Toiletten aussenden. Ganz liebe Grüße Ihre Frau M aus Dingenskirchen
La Dolce Vita - oder: Knapp vorbei ist auch daneben
Puhh....was für eine Hitze. Da kann ja kein normaler Mensch klar denken
geschweige denn eine Sightseeing-Tour machen. Herr Sondermann, der
Streber ist natürlich heute morgen trotzdem losgestiefelt, mit seinem
Strohhut von 1954 auf dem Kopf und einem Stadtplan unterm Arm. Er hat
sich vorgenommen, heute zu Fuß auf den Eiffelturm zu klettern. Abwärts
gehts dann vermutlich am Bungee-Seil. Das ist natürlich total
geschummelt und ich wette, der gute Sondermann wird es uns verschweigen
und behaupten, er hätte den Abstieg in Wahrheit seilspringend
angetreten.
Frau M. und ich zogen es vor, uns mangels Pool an das hoteleigene
Planschbecken auf der Dachterrasse zurückzuziehen. Nun sitzen wir hier,
wackeln mit den Füßen im Wasser herum und trinken Caipirinha aus
Sektkühlern. He, Moment mal, Frau M., der letzte halbe Liter ist aber
meiner! *mal eben den Kübel an sich reißt*
Frau M. hat sich Lockenwickler in die Haare gedreht, um heute Abend
schick zu sein für das große Ponzo-Gala-Dinner, das jede Woche fünf-
bis sechsmal im Hotel stattfindet. Ich selber war eben im
Beauty-Salon und habe ein Ganzkörper-Lifting vornehmen lassen. Man kann
einfach nicht genug auf sein Äußeres achten und die strapaziöse Anreise
nach Paris hat doch einige Spuren hinterlassen. Bis heute Abend kann
ich hoffentlich auch die Tampons wieder aus der Nase entfernen lassen,
sie sind doch etwas hinderlich beim Atmen. Die Dame neben mir hatte
sich ihre Nase gleich ganz wegoperieren lassen, damit sie beim Küssen
nicht mehr so im Weg ist. Vielleicht hätte ich das auch tun sollen.
Halbe Sachen sind sonst eigentlich gar nicht mein Ding. Na, kann ja
alles noch werden....
Jetzt genieße ich einfach erst mal diesen gemütlichen Nachmittag, das
Gefühl leichter Alkohol-Umnebelung, die Sonne, die immer heißer
scheint, das Plätschern im Planschbecken. Geben Sie doch noch mal den
Kübel mit dem Caipirinha her, Frau M.! Wie, schon leer? Na gut, ich bin
mal nicht so, ich geh mal los und hole Nachschub. *torkel davon*
Hoppla, was ist das denn hier für ein Zaun? Der war doch sonst nicht
da. *mal eben rüberkletter* Was sagen Sie, Frau M.? Das ist der falsche
Weg? Wieso denn? Hier gehts doch runter zum Treppenhaus. Wie jetzt -
das Treppenhaus ist auf der anderen Seite und hier ist das Dach
zuende.......
Aaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh...........
Un ich sach noch......
Frau S. tun ses nich!!!! Aber nein, Frau Professor weiß ja immer alles besser. Eben lächelt sie mich noch milde an, diesen Blick kennen sie sicher von ihrer Grundschullehrerin, ja so, mmmmmhhh, so ein bisken von oben, so lass mich ma ich kann das, so na wie sie halt immer guckt, wenn sie wieder ihren Kopf durchsetzen will.
Also ehrlich, schnappt sich die Frau Professor doch den Eimer und rauscht auch schon ab, direktemeng zum Rande des Daches. Ja lieber Himmel ich bin doch im Urlaub, da habe ich mein Mama-Gefahrenwarn-Radar-System nicht zu hundert Prozent aktiviert. Guckt man einmal kurz wech und dann sowas. Die kann aber auch nix vertragen, zwei Caipirinchen und sie meint sie könne fliegen. Dat war aber ein Schreck in der Nachmittags-Stunde, mein lieber Scholli!
Ich springe auf, hechte auf sie zu, bekomme ihre Tangahose noch zu fassen, ratsch, verschwindet sie von der Bildfläche. Mit ohne Hose, abwärts, aber rasant! Gott sei Dank hatte Herr Sondermann seine große Wäsche heute morgen erledigt und eine Wäscheleine von unserem zum nächsten Hotel gespannt. In seiner Alltagscordhose mit Hosenträgern, es geht bei Herrn Sondermann normalerweise nie ohne, aber heute wollte er einen auf jung, sportlich, dynamisch mimen und hat eine Jeans an, ja ganz verwegen sah er damit aus, verfing sich unsere Frau S. Wie, watt, warte ich erzähls ja schon..
Jedenfalls ein Glück für die Frau Professor, das er die Buxe dort aufgehangen hatte. Die Hosenträger des Herrn Sondermann haben schlimmeres verhindert, als sie sich mit Lichtgeschwindigkeit dem Boden näherte. Mit dem rechten Arm ist sie nämlich in den Hosenträgern hängen geblieben und bungeeartig wurde sie von den Teilen, kurz vor dem Aufschlag, zurückgerissen. Das war ein Anblick, mir rutschte das Herz in den aparten Badeanzug. Unglücklich baumelte sie nun, nur noch spärlich mit dem Bikinioberteil bekleidet vor dem Hotel herum.
Das war ein großes Hallo, bei dem französischen Rettungsteam, so was hatten die auch noch nicht gesehen.
Eben habe ich Frau Professor S. aus dem Krankenhaus wieder mit ins Hotel nehmen dürfen. Sie hat einen leichten Schock und brabbelt son merkwürdiges Zeugs vor sich hin. Irgendwas von toten Hosen und Geruchsphobien. Vielleicht kommt das auch von den starken Schmerzmitteln, die man ihr verabreicht hatte. Sie hat sich durch die Hauruckaktion der Hosenträger die rechte Schulter ausgerenkt und muss nun die Schulter gaaaanz ruhig halten. Ich arme Sau darf ihr nun ständig zur Hand gehen. Kommandieren kann die! Ich sachet Ihnen. Frau M. halten se mal hier, geben se mal dies, ich muss aufs Klo. Ja da hätte ich doch auch bei meinen Kindern bleiben können, da muss ich auch immer das Popöchen wischen. Ach naja irgendwie macht man das ja dann doch gerne. Ich bin ja froh dass nichts schlimmeres passiert ist. Nun bezeichnet sie den Herrn Sondermann als ihren persönlichen Schutzengel und bastelt ihm gerade ein paar goldene Flügel, aus Pappmache. Da kennt die sich mit aus, mit dem Zeugs, hat sie mir erklärt. Das dumme ist nur, das sie ja nur einen Arm zur Verfügung hat und nu darf ich hier bei der Affenhitze rumbasteln. Ich komm mir vor wie auffer Waldorfschule. Ich muss hier die Pappmatsche in der Brausentasse einstampfen und sie kriegt nachher die Lorbeeren und Dankesreden des Herrn Sondermann.
Watt tut man nich alles........ *stampf, trampel*
Kumma, ich hab schon Schrumpelhaut anne Füße *nörgel*
Wie, gleich muss ich ihnen auch noch die Fußnägel lackieren und die Haare ondulieren!? Ach das große Gala-Diner? Das hatte ich ganz vergessen, na das kann ja heiter werden....
Frauenzimmer - 28. Mai, 23:33
We have a dream........
Wir sind ja so was von kreativ, dat passt auf keine Kuhhaut ich sach et Ihnen aber.
Gestern waren wir mal wieder beim üblichen Diner, ich durfte Frau Prof. füttern, erst zu späterer Stunde fiel mir dann auf, dass sie doch noch eine brauchbare Hand hat. Also führte ich ihr artig die Gabel zu Munde und wischte denselben fürsorglich mit der Serviette ab. Gab ihr reichlich Wein zu trinken, damit sie endlich ruhig ist. Weit gefehlt Frau S. wurde immer ausgelassener. Auch Herr Sondermann und meine Wenigkeit hatten ein wenig zu tief ins Glas geschaut. Nachdem wir das Buffet restlos geplündert und außer uns niemand mehr im Hotel unterwegs war, kam´s Herrn Sondermann. Also nur gedanklich!
Plötzlich wurde er von der Muse geküsst, meinte er wolle jetzt Lagerfeueratmosphäre und wir sollten ihm unauffällig in sein Zimmer folgen. Beschwingt kamen wir dieser Aufforderung nach und zogen fröhliche Liedchen trällernd in sein Zimmer. Auf dem Balkon entfachte Herr Sondermann ein Lagerfeuer, zu dem man getrost SIE sagen konnte. Dann machte er sich noch mal flugs auf und brachte das Keyboard der Hausband mit. Das stöpselte er ein und klimperte so vor sich hin. Davon animiert, eilte ich in mein Zimmer und holte meine Wandergitarre, nebst Verstärker und auch Frau S. wollte uns in nichts nachstehen und holte ihrerseits ein paar große Suppentöpfe und Kochlöffel aus der Küche.
Dann ging’s aber los! Zunächst dauerte es natürlich ein Weilchen, bis wir uns aufeinander abgestimmt und eingespielt hatten.
Wir reihten uns um das Lagerfeuer und begannen wie wild drauf los zu rocken. Ich war überrascht wie rockig Herr Sondermann singen kann. Noch mehr überraschte mich der tiefe sonore Bass von Frau Professor S. .O.K. ich war ein wenig erkältet und meine Stimmlage ein wenig kratzig. Eine neue Band ward geboren!
Da Herr Sondermann derjenige war, der uns auf die Idee brachte und die Idee quasi an der Hotelbar entstand, nennen wir uns nun "Sonderbar".
Ganz nach dem Motto „ We have a Dream, wir wollen auf’s Traumschiff“, haben wir ein Liedchen aufgenommen. Die etwas leierige Aufnahme bitten wir zu entschuldigen, mein Diktiergerät ist ja schließlich auch nicht mehr das neueste.
Viel Spaß: (hier war ein Link eingebaut)
Kommentare dazu:
(12.8.04 09:15)Frau S.
Also, meine Teuerste, es mag ja sein, dass Sie ganz nett auf der Klampfe schrummeln können und auch ein hübsches Stimmchen haben. Aber, bei allem Respekt, das mit der Technik sollten Sie doch noch mal etwas üben. Ich kann jedenfalls unsere legendären Konzertaufnahmen weder sehen noch hören. Oder liegt das an meinem eigenen Unvermögen? Kriegt irgendjemand anders das hin? Herr Sondermann? Frau Ponzo? Wer auch immer?
nixhörender / Website (12.8.04 10:26)
Tja, dat scheint wohl eher ein Urlaub für Gehörlose zu sein, vielleicht ganz jut, dass Sonderbar sonderbar stumm bleibt
12.8.04 12:20)Frau M.
Wie? Watt? Sie hören nix Frau Prof.?? Ja Kruzifix, hatte der Sturz doch schlimmere Auswirkungen? Hören andere etwa auch nix?? Hallo!!! Sach ma, hört mich denn jemand?? Bin ich überhaupt von dieser Welt?? Oder fange ich langsam schon an Stimmen zu hören? *mal hektisch im Medikamentenschränkchen rumwühl* Aaaaah ich glaube ich probiere heute mal die blauen Pillchen. *schluck* Also ich kann die Musik immer noch hören!! *panisch guck*
Erwin Sondermann (12.8.04 13:22)
Was heißt denn hier Musik, werte Frau M.? Ich höre auch nichts! Aber wenn ich den erwische, der meine Grunge-Gitarre gestimmt hat ....
(12.8.04 13:22)Frau S.
Na, ich bin ja nicht die Einzige hier, die nix hört. Die "nixhörende" hört ja, wie der Name schon sagt, auch nix.... Also, ich fürchte, liebe Frau M., vielleicht bekommt Ihnen dieses ewige Gefeiere im Hotel Ponzo doch nicht so gut. Oder war Ihr Ondulierstab zu heiß? Und was um Himmels Willen sind das für Pillen, die Sie da grade in Kilopaketen in sich reinstopfen? Ich fange an, mir Sorgen zu machen.
(12.8.04 15:32)Frau S.
He - Herr Sondermann und ich haben ja zur selben Zeit losgeplappert. Wenn das kein Zeichen für engste mentale Verbundenheit ist. Wie heißt es doch immer so schön: Zwei Doofe, eine Gehirnleere - oder so...?
Oh, und eben sehe ich, dass die nixhörende ja ein "der" ist. Meine eigene Wahrnehmung ist wohl auch etwas eingeschränkt. Das kommt alles nur durch dieses blöde Matschauge....
(12.8.04 21:10)Frau M.
Wie jetzt auch noch ein Matschauge Frau Professor? Wie ist ihnen denn das wieder passiert?
(12.8.04 22:00)Frau S.
Das steht alles in meinem sehr geheimen und sehr privaten Rapunzel-Log.
(12.8.04 22:15)Frau M.
Ach soooooooooo!!!!
Na dann wollen wir es mal nicht an die große Glocke hängen, nicht wahr?
12.8.04 22:18)Frau S.
Ich bitte darum. Es ist mir auch ein bisschen peinlich. So viel Ungeschicklichkeit. *schäm*
(12.8.04 22:36)Frau M.
Was ist dieses winzige Ungeschick schon im Vergleich zu dem was wir auf der Reise schon alles mitgemacht haben? Nu sind se mal nicht so weichlich, nehmen eine von meinen blauen Pillchen und gleich gehts ihnen wieder hervorragend!
*mal ein Pillchen zwischen die Schneidezähne schiebt*
(13.8.04 09:12)Frau S.
Ja, ja, Sie haben ganz Recht. Was haben wir nicht schon alles erlebt und erlitten. Der Regen heute erinnert mich wieder an den Start unserer Reise, als wir im ströhmenden Regen auf Herrn Sondermann warteten und der Depp uns mit den Müllcontainern verwechselte und einfach an uns vorbei brauste. Nee, das war aber auch ein Drama! Ausgekugelte Arme und Matschaugen sind ja ein Lacher dagegen.
nur mal eben...
Na so was. Ich wollte nur mal schnell nach dem Rechten sehen. Hier tobt ja anscheinend der Bär während meiner längst überfälligen Abwesenheit.
In diesem Berlin-Kreuzberger-Hotel, vor dem sich drei potentielle Gäste fotografieren ließen, war die Oberrezeptionnistin anscheinend auch verreist. Man musste eine steile Treppe erklimmen, um dann verzweifelt nach einem Angestellten Ausschau zu halten. Nur eine junge Frau lümmelte sich auf dem Sofa. Auf die Frage nach den Zimmerpreisen antwortete sie nur: "Da müssen Sie im Internet gucken, dort gibt es eine Preisliste." Na das ist ja fast wie bei uns im Hotel Ponzo, Paris!!
Im Stettiner Hotel (ein augenscheinlich ehemaliges Gefängnis, mit langen, spärlich beleuchteten Gängen, Gitterstäben vor dem Fenster) stiegen wir nach einer Nacht im Zelt ohne Matten auf gut Glück ab. Die Rezeptionnistin verstand unsere Frage nach den Preisen einfach nicht. Komisch, was könnte man denn sonst noch wissen wollen? Der Kaffee am nächten Morgen war ungeniessbar. Na das ist ja fast wie bei uns im Hotel Ponzo, Paris!!
Die Nahrungsaufnahme besonders während unserer Polska-Reise war auch besonders wohltuend. Neben Litern von Bier, entdeckten Pan und Pani Ponzo insbesondere die lokalen Spezialitäten namens Pierogi. Im Restaurant des Campingplatzes liess Pan Ponzo seiner Pani Ponzo freie Hand. Die bestellte sogleich 1) Barszcz (Rote-Rübensuppe mit Einlage) z pierogiem, 2) pierogi russkie, 3) pierogi polskie. Die Tischnachbarn waren auch in die Piroggenfalle gefallen, während die Franzosen, die als einzige innen Platz genommen hatten, sich an ihrem Jägerschnitzel erfreuten. "Je t'ai dit, il faut pas commander la salade. Mais manges ça maintenant. C'est pas cher!" Die schlauen Deutschen ernährten sich von Pommes mit Pommes und Pommes.
Apropos Nahrungsaufnahme. Bereits in Berlin fielen icke und er in folgende Falle: Nach ungewohntem Morgenkaffee literweise wollten wir ein bisschen Kreuzberg besichtigen. Zu Fuss ging es also mal wieder Richtung Oranienstrasse, wo wir ein kleines Bierchen einnahmen. Plötzlich verspürten wir unerträglichen Hunger, warteten die Öffnung des indischen Lokals 'Amrit' um 12:00 Uhr ab, um uns dann gleich genüsslich auf der Terrasse zu installieren und wie die echten Franzosen ein ganzes Menü zu bestellen. Vorspeise, Hauptgang, Salat, Brot, Wein usw. Wir hatten aber nicht bemerkt, dass es mittags sowieso kostenlos und ungefragt dazu Salat und Suppe gab. Plötzlich war der ganze große Tisch voll mit unseren Speisen. Wir hätten eine ganze Fussballmannschaft damit ernähren können. Vor lauter Verzweiflung und zur Spülung bestellten wir noch mehr Wein. Von verschiedenen Häppchen üppigster Teller gesättigt, übermannte uns plötzlich eine bleierne Müdigkeit und wir schleppten uns in den nahegelegenen Park am Mariannenplatz, wo wir dann eine kleine Siesta einlegen mussten.
Kommentare dazu:
(13.8.04 13:26)
Ich glaube, mit Ihnen essen zu gehen, scheint ein echter Geheimtipp zu sein. Irgendwie haben Sie Talent dafür, für ganz wenig Geld gaaaanz viel Essen zu organisieren. Willkommen daheim. :-)
Kulinarisches
Meine ganzen äußeren Verletzungen (von den inneren ganz zu schweigen!)
hindern mich nicht daran, weiterhin einen gesunden Appetit zu
entwickeln. "Und dass du ja ordentlich isst!" gaben Freunde und
Familienangehörige mir vor dieser Reise mit auf den Weg, und diese
kleine Drohung habe ich mir doch sehr zu Herzen genommen. Ich fürchte,
sie werden mich bei meiner Rückkehr auf die Waage stellen, und wenn das
Kind nicht mindestens fünf Kilo zugenommen hat, dann wird es kurzerhand
noch mal bei der nächsten Kinderlandverschickung mitgeschickt und
muss wochenlang Haferflockenpampe und Kakao mit dicker Haut oben drauf
zu sich nehmen. Brrrrrrr....
Da ziehe ich es dann doch lieber vor, mich täglich im Hotel Ponzo
verwöhnen zu lassen. Die Kaltmamsell bereitet inzwischen mit ihren
eiskalten Händchen und dem noch kälteren Grinsen im Gesicht äußerst
heiße Speisen zu - allerdings nur, weil sie es noch nicht geschafft
hat, sich von der schweren Kugel zu befreien, die an einer Kette an
ihrem Fuß hängt. Aber manche Menschen muss man einfach zu ihrem
Glück zwingen. Ich wette, die Dame wusste bisher selber nicht, dass sie
die beste Pasta-Köchin in ganz Frankreich ist. Darum werde ich
mir jetzt auch gleich eine Extra-Portion von ihr servieren lassen - mit
schön viel frischem Knoblauch. Heute ist ausnahmsweise mal keine Party
angesagt. Es besteht also die Möglichkeit, dass ich den Abend durchaus
ohne Herrenbegleitung verbringe - und die Nacht sowieso. Obwohl das
eigentlich schade ist. Bei dieser Hitze hat man doch irgendwie immer
ganz besonders große Lust.... So ein bis zwei schnuckelige Jungs könnte
ich vielleicht doch noch als Nachtisch.... hm, aber dann muss die
Köchin den Knoblauch weglassen... Ich werde mal eben rüber marschieren
und es ihr sagen. *energisch durch die Gänge schlappt*
Aber, oh, was ist denn das da? An der Rezeption sitzt ja gar nicht mehr
der gefriergekühlte Rezeptionist. Da sitzt eine fremde Frau. Was soll
das denn? Das hier ist doch kein Selbstbedienungsladen. Als wenn hier
jeder mal Rezeptionist spielen dürfte. He, Sie da, was machen Sie denn
da? Die Schlüsselgewalt habe ich, solange Frau Ponzo nicht da
ist. Und alles andere wird hier in demokratischer Abstimmung geregelt.
Also, was suchen Sie da hinter dem Tresen? Wie - Sie sind Frau Ponzo?
Ha, dass ich nicht lache. Frau Ponzo sieht ganz anders aus. Auf dem
Foto, das sie mir mal geschickt hat, hatte sie lange Haare und
überhaupt. Abgeschnitten? Die Haare? Jetzt kommen Sie mir aber nicht
so. Sonst schneide ich hier gleich noch ganz andere Sachen ab. *mal
eben über den Tresen hüpft und der Dame auf der anderen Seite das
Telefonbuch um die Ohren donnert* Hups, die hält ja nicht viel aus.
Gleich umgekippt....
Huhu, ist hier jemand und kann mir mal helfen, diese Dame hier zu entsorgen? Frau M.? Herr Sondermann? Zu Hülfe!!!
Kommentare dazu:
(15.8.04 16:27)Frau M.
*mal der armen Frau Ponzo kühle Luft zufächel* Wie jetzt, da kam wirklich eine Frau über die Theke gehüpft und hat ihnen eins über die Rübe gegeben? Unverschämt! *mal die Beine noch ein wenig höher lagert* Sie hat behauptet sie hätte die Schlüsselgewalt? Ja wer macht denn so was? *im Geheimen schon Frau Prof. S in Verdacht hat, die will immer die Macht haben....* Nun bleiben se mal liegen, wie, sie wollen die Polizei rufen? *also wenn das doch die Frau Professor war..... wie box ich die da nur raus?????* Neee Frau Ponzo, hier in Frankreich wird nix so heiß gegessen, wie’s gekocht wird, das hat mir ihre geknechtete Kaltmamsell schon längst erzähl! Nu lassen se mal, das war sicher ein Missverständnis, ich kümmere mich schon darum, echt. Wie sah die Dame denn aus? Kurzer Rock, kurzes Haar, Brille, große Klappe.... *OHJEE!!!* Ich muss mal schnell was erledigen....
Mal ein Briefchen an Frau Professor kritzel
FRRRRAU S!!!! Wat hammse denn da wieder angerichtet? Wir müssen unauffällig fliehen. Oder sie entschuldigen sich bei der armen Frau Ponzo, aber dalli. Ich erwarte sie in einer Stunde in meinem Zimmer zur Lagebesprechung.
Mea Culpa - ein Versuch
Da hat die Frau M. mich ja vielleicht zusammengestaucht, alle Achtung! Ja, was eine echte Mutter ist, die weiß, wie sie ihre Gören zur Ordnung rufen muss. Und mich auch. Dabei war das doch alles nur ein dummes Missverständnis. Ich konnte doch nicht ahnen, dass die Dame da hinterm Tresen die echte Frau Ponzo war. Die hätte sich aber ja auch vorher mal ankündigen können, ehrlich! Erst monatelang verschwinden und das Hotel dem Untergang preisgeben und dann einfach so mir nichts dir nichts wieder auftauchen. Das ist doch keine Art. Statt hier rumzumosern und die Polizei zu rufen, hätte sie ja zum Beispiel mal sagen können: "Danke schön, liebe Frau S., dass seit Ihrer Anwesenheit immer alle Zimmer voll belegt sind." Jawohl! Muss ja keiner wissen, dass die Hälfte der Gäste aus Freunden, Verwandten und Ex-Liebhabern von mir besteht, die ich zu einem, na, sagen wir mal, äußerst günstigen Preis hier wohnen ließ. Auf jeden Fall macht ein volles Haus immer einen guten Eindruck. Wenn Touristen kommen, die ein Zimmer suchen, dann sage ich immer ganz souverän: "Tut mir Leid, wir sind leider voll belegt. Unser Haus ist sehr beliebt." "Was heißt denn hier IHR Haus?" schnaubt da die Ponzo beleidigt. "Sie tun ja grade so, als währen Sie hier die Managerin. Und dabei sind Sie noch nicht mal die Rezeptionistin. Denn die bin nämlich ICH, jawohl! Und jetzt ist Schluss hier mit dem ganzen Zirkus. Sind Sie überhaupt in der Lage, die Kosten für Ihr Zimmer zu zahlen? Wie lange Sind Sie jetzt schon hier? 47 Tage? Das macht....mal schnell im Kopf überschlag....4700 Euro - bis heute." 4700 Euro??? Ja, tickt die Frau noch ganz richtig? Das sind ja 100 Euro pro Tag. Und das alles für diese Bruchbude und dafür, dass ich kaum eine Nacht alleine in meinem Bett schlafen durfte? Hat die eine Ahnung davon, was das für ein Stress ist, jede Nacht einen neuen Kerl neben sich zu haben? Und was ist überhaupt mit Langzeit-Rabatt? "Hier gibts nur Langzeit-Zuschlag", brummt die Ponzo. "Weil Gäste immer dreister werden, je länger sie da sind." Aha. Das hätte einem ja auch mal eher jemand sagen können. Schade, dass ich statt des Telefonbuchs nicht die große Bleikugel der Kaltmamsell genommen habe, um sie Frau Ponzo um die Ohren zu donnern.
Nix mea culpa. Mea stinkesauer.
Kommentare dazu:
(15.8.04 22:51)Frau M.
*mal beschwichtigend auf Frau S. einredet* Nicht doch, nicht doch, wir behaupten einfach, wir wären erst gestern angereist. Soll die Frau Ponzo uns mal das Gegenteil beweisen. Hier herrschte doch das Chaos in Tüten, da haben alle längst den Überblick verloren. Wie? Die Putzfrau, die Kaltmamsel, der verfrorene Rezeptionist? Die haben viel zu viel Angst vor uns, die machen den Mund nicht auf! Wir können ihnen aber noch mal vorsichtshalber drohen, dass wir anderenfalls jedes Jahr für ein paar Wöchelchen die Urlaubsvertretung für die Madame Ponzo übernehmen. Dat wirkt! Glauben se mir! Also abgemacht, wir sind erst gestern angereist, die Anreise war herrlich, wir bleiben nur noch ein paar Tage, muss mal grad überschlagen, ich hab eh nur noch 300 Öros in der Geldbörse. Guuuut ich könnte die vornehme Dame, deren Hund ich gefunden hatte evtl. aktivieren und sie darum bitten ein gutes Wort für mich einzulegen. Wenn ich das richtig verstanden habe gehört die nicht nur zur oberen Klasse hier in Paris, sondern hat auch noch gute Kontakte nach Italien! Sie verstehen! So familienmäßig. Mensch, Mafia, sie sind aber heute so was von zerstreut meine Liebe. Na wir weihen jetzt erstmal den Herrn Sondermann ein und dann schieben wir den vor. Der macht dat schon. Apropos wo is er denn?
(16.8.04 10:57)Frau S.
Ach, meine liebe Frau M., Sie sind doch eine wahre Freundin. *mal ein Tränchen aus den Augenwinkeln wisch* Ich war schon so was von verzweifelt, habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Dann zerren Sie mal Herrn Sondermann her und wir machen eine Lagebesprechung. Wo der ist? Der hockt bestimmt vorm Fernseher, um olympisches Gold im Dauerglotzen zu ergattern. Oder ist er etwa sogar schon auf dem Weg nach Athen?
(16.8.04 17:24)Frau M.
Bestimmt ist er das! Beim letzten Kontakt suchte er noch verzweifelt nach einer olympischen Disziplin, bei der er Ruhm erlangen könne. Ich fürchte nun versucht er so viele Eulen wie möglich nach Athen zu tragen, in der Hoffnung dadurch mit Gold belohnt zu werden. Der Herr ist ja so was von Metallsüchtig! Tja mal gucken wie sich das bei ihm noch entwickelt, sonst müssen wir notfalls hinterher, um ihn vor Schlimmeren zu bewahren. Oder was meinen Sie?
(16.8.04 17:39)Frau S.
Wir zwei nach Athen? Na, wenn das mal keine tollwütige Idee ist an diesem öden Montagabend. Ich geh mal Koffer packen. Oder was?
(17.8.04 01:50)Frau M.
Schon fertig, Koffer sind gepackt. Athen wir kommen! Ich geh dann schon mal raus und organisiere uns ein Fluchtfahrzeug, Pardon, ein Taxi zum Flughafen. Beeilen se sich Frau S. *draußen vor der Türe* *unauffällig rumbrüll* Taaaaxi! Taxi!!! Aaah da kommt ja schon eins, zum Flughafen aber dalli! *den Koffer auf den Rücksitz wuchtet und neben dem Fahrer Platz nimmt* Ach sie sprechen deutsch? Prima! Ja ich habe hier Urlaub gemacht, neee jetzt geht es nicht nach Hause, jetzt geht’s ab nach Athen, ja klar Paris ist wunderschön...plapper plapper *denkt: also irgendwie ....... irgendwie..... ist mir so als hätte ich was vergessen........grübel.......hach das passiert mir jedes Mal wenn ich verreise, ständig denke ich, ich hätte was nicht eingepackt oder vergessen das Licht auszuschalten, ist doch lachhaft Ha Ha Ha*
(17.8.04 10:36)Frau S.
He, wartet auf mich!!!! HAAAAALLLOOOOOO!!! *wild mit den Armen fuchtelt und laut hinter dem Taxi herbrüllt* Verfluchter Mist, elender. Jetzt ist diese dämliche Frau M. doch glatt ohne mich abgehauen. Und das, wo ICH hier den Riesenärger am Hals habe, nicht sie. Was mach ich denn jetzt nur, was mach ich nur, was mach ich nur? *panisch auf und ab rennt*
Liebes Gästebuch,
ich hocke alleine an der Bar im Hotel Ponzo und male mit meinem Lippenstift Muster auf Bierdeckel. Ich habe schon eine Tupfen-Serie beendet und mache mich nun an die etwas anspruchsvolleren Arbeiten mit Strichen und Linien. Meinen Werdegang als Künstlerin kann man vom ersten Bierdeckel an, auf dem ich noch etwas verschämt und verkrampft einen dicken Punkt setzte, bis hin zu meinem neuesten Werk, bei dem ich völlig entfesselt auch den Tresen und ein paar Barhocker mit einbezogen habe, gut verfolgen. Ich denke, nächste Woche bin ich so weit, um eine Ausstellung in der Hotelhalle vorzubereiten.
Auslöser dieser plötzlich zutage tretenden Kreativität war eigentlich meine übergroße Langeweile. Nach den vielen, sich überstürzenden Ereignissen der letzten Monate fiel ich auf einmal in ein Vakuum. Und aus dieser totalen Leere, diesem Nichts wurde meine Künstlerseele geboren. Ja, wer hätte das gedacht? Die kleine Frau S. wird zur großen Bierdeckel-Künstlerin.
Diese Phase der Langeweile war allerdings auch kaum noch zu ertragen. Was hatten wir vorher nicht alles erlebt? Diese monatelange Anreise nach Paris über Amsterdam, Kroatien, Biarritz, die Alpen und diverse Zwischenstationen, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern kann. Per Bahn, per Anhalter, im Taxi, auf dem Fahrrad und zu Fuß bewältigten wir diese Strecke, die andere, ungeübtere Reisende in anderthalb Stunden per Flugzeug zurücklegen und dabei die wahren Kostbarkeiten des Lebens übersehen. Und dann die Ankunft in Paris. Was für ein Empfang, was für ein Jubel - jedenfalls für die anderen. Ich selber brauchte leider alleine drei Wochen, bis ich das Hotel Ponzo in dieser großen Stadt dann auch fand und dann irrte ich noch einmal 37 Tage durch das Hotel, bis ich endlich meine Mitreisenden Frau M. und Herrn Sondermann wiederfand. Ach, das war ja vielleicht ein Hallo! *versonnen vor sich hinträumt*
Nur auf Frau Ponzo, die Rezeptionistin warteten wir vergeblich. Und als sie endlich aus ihrem dreimonatigen Kurzurlaub zurückkam, da passierte mir doch dieses elende Mißgeschick mit der peinlichen Verwechslung. Hach, nee, mir tut das inzwischen ja alles so was von total Leid. Ich würde ja glatt freiwillig noch ein paar Monate länger an der Rezeption sitzen, um das wieder gut zu machen. Aber ob Frau Ponzo das will, wage ich zu bezweifeln. Ein bisschen eifersüchtig auf meine Erfolge isse ja doch immer noch, fürchte ich.
Tja, und die anderen Herrschaften? Haben sich einfach verkrümelt, jawohl.
Herr Sondermann ist zum Sonderberichterstatter und Fürsprecher aller Verlierer, Nicht-Qualifizierten, Fußlahmen, Gedopten, vom IOC und sämtlichen nationalen Dachverbänden Ausgeschlossenen und Verdammten geworden. Er unternimmt täglich einen neuen Versuch, um selber auch noch mal nach einer Medaille zu haschen. Aber mal unter uns, wenn er nicht bald mal den Hintern von seinem Barhocker in dieser lausigen Theaterkantine hochkriegt, dann sehe ich da ganz schwarz.
Frau M. wollte mir eigentlich heldenhaft unter die Arme greifen, als ich die wildgewordene Frau Ponzo, den noch wilderen Herrn Ponzo, sämtliche Angestellten des Hotel Ponzo und die Pariser Polizei auf den Fersen hatte. Aber was soll ich sagen? Madame ließ mich im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen. Beim Flirten mit dem Taxifahrer vergaß sie doch glatt, auf mich zu warten. Nun ja, sobald Männer ins Spiel kommen, zerbrechen die meisten Frauenfreundschaften.
Dass ich diese Geschichte am Ende doch noch überlebte, lag wohl nur daran, dass meine ganzen Verfolger zufällig an einem Fernseher vorbeikamen, in dem grade die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele übertragen wurde. Nach dem Aufmarsch der 827. Nation war selbst der letzte Flic in einen komatösen Tiefschlaf gefallen und ich hatte endlich meine Ruhe.
Ja, und da sitze ich nun und fülle diese unerträgliche, einsame Stille und Eintönigkeit aus, indem ich eine weitere Serie "Bierdeckel mit Lippenstift" starte, diesmal unter Einbeziehen der frisch gebügelten und gestärkten weißen Damasttischdecken im Hotel-Restaurant. Bin gespannt, wie das bei den anderen Gästen ankommt.
Kommentare dazu:
MLLE P. / Website (24.8.04 20:18)
Ach sooooo! Sie langweilen sich auch, werte Frau S. Tja, wenn man zu lange im Hotel rumsitzt, bleibt das nicht aus...
Lieber Herr Sondermann,
heute habe ich bereits 123 Postkarten an Freunde und Verwandte geschickt. Nun will ich auch Ihnen einen kleinen Gruß zukommen lassen.
Hier im Hotel Ponzo ist es immer noch sehr still. Die meisten Gäste sitzen den ganzen Tag vor dem Fernseher und gucken Olympia. Ich gucke auch - in der Hoffnung, mal einen Blick auf Sie oder Frau M. werfen zu können. Die müsste doch inzwischen längst bei Ihnen gelandet sein, oder?
Und Sie sind ja schwer beschäftigt, wie ich lese und sehe. Oh - waren Sie das da etwa grade im Fernsehen mit dem lustigen bunten Hut und beim Ausüben eines wahrhaft extatischen Freudentänzchens? Na, vermutlich wohl nicht. Schätze, Sie bereiten sich grade auf den nächsten, großen Kampf vor. Ich bin ja sehr gespannt, was noch kommt. Immerhin - Ihre Berichte haben etwas Beruhigendes an sich. So weiß ich wenigstens jeden Tag, dass Sie noch leben und weder vom Pferd gefallen noch beim Turmspringen ertrunken oder beim Schießen im falschen Moment vor die Zielscheibe gesprungen sind.
Aber ich vermisse Sie ja doch ein wenig im Hotel Ponzo. Es ist so langweilig hier ohne Sie und Frau M. Ich hoffe sehr auf die Rückkehr von Frau Ponzo, aber bei der weiß man nie, ob sie nicht in einer Schublade noch ein paar Wochen vergessenen Urlaub entdeckt und den dann erst mal wieder abstaubt.
Vielleicht sollte ich auch noch nach Athen kommen. Ein bisschen Abwechslung könnte ja nicht schaden.
Mit den allerbesten Wünschen für weitere Medaillen und in der Hoffnung auf ein klitzekleines Lebenszeichen
Ihre Frau S.
Kommentare dazu:
Erwin Sondermann / Website (22.8.04 13:30)
Liebste Frau Rapunzel,
wie Sie richtig bemerkt haben, bin ich derzeit stark beschäftigt, Goldmedaillen zu sammeln und wieder aberkannt zu bekommen. Beides sehr anstrengende Tätigkeiten. Mit Sicherheit werde ich nach der Olympiade wieder das eine oder andere Trainingslager im Hotel Ponzo aufschlagen. Wer kann schon auf Dauer auf Sie oder Frau M. oder die charmante Reptionistin verzichten! Nur Leute ohne Internet, vermute ich mal.
(23.8.04 14:36)
Verehrter Herr Sondermann,
ich kann mir kaum vorstellen, dass überhaupt irgendjemand ohne uns auskommen kann - selbst Leute ohne Internet nicht.
Ich würde Ihnen ja zu gerne mal persönlich so einen hübschen Lorbeerkranz aufs Haupt drücken. Darum habe ich heute mal Preise verglichen. Wenn ich noch ein paar meiner Bierdeckel-Kunstwerke verkaufe, dann könnte ich mir ein Ticket Paris-Athen im Heißluftballon leisten. Etwas günstiger würde es, wenn ich mich den Wandervögeln anschließen würde, die so alt sind wie ihr Name und die Strecke zu Fuß zurücklegen wollen.
Mal sehn.
Mit den goldigsten olympischen Grüßen
Ihre Frau S.
Wandervogeloberhaupt / Website (23.8.04 15:00)
ja wie war es denn mit den wandervögeln?
sie trennten sich, weil sie konnten sich nicht einigen, die einen wollten lieber wandern und die anderen ...
vögeln
gutes tun ;-)
HELFT DEN ARMEN VÖGELN!!!!
(23.8.04 15:34)
Genau! Und verhelft der armen Frau S. zu einem 1. Klasse-Ticket nach Athen. Mit oder ohne Rumgevögele.
Antritt
Da bin ich wieder. Urlaub ist vorbei, erstmal. Meine Kollegen scheinen in der Zwischenzeit gut gearbeiet zu haben. Nur drei ganze Zimmer sind vermietet. Bravo! Eine nervige Tante habe ich bereits gesehen. Die tritt gleich so forsch auf, verlangt nach ihrem Schlüssel, kommt wieder runter und schmeisst mir ihr steinhartes Handtuch auf den Tresen. "Ich weiss nicht was es hat [das Handtuch], es ist steinhart und nicht gebügelt!" Tja sowas auch. Ich schmeisse das Handtuch in den Müll, suche das Schlüsselbund, um in den 6. Stock in die Wäschekammer zu fahren. Dort finde ich nur ungebügelte Handtücher vor. Egal. Ich nehme das neueste und noch ein grosses dazu. Sie bedankt sich artig. "Il n'y a pas de quoi." Bloss nicht hysterisch werden. Welcome back home!
Kommentare dazu:
(24.8.04 16:16)Frau S.
Huhu, Frau Ponzo, schön, Sie zu sehen!!!! *jubiliert, träller, träller* Gut sehn Sie aus, richtig schön erholt und entspannt. (Und bloß das Lächeln nicht vergessen. Ob se noch sauer ist auf mich? Hoffentlich nicht.) Endlich gibts hier mal wieder ein bisschen Unterhaltung. Das müssen wir aber gleich auch richtig feiern. Heute Abend an der Bar? Ich bin dabei
(24.8.04 16:18)
Hihihuhu!! Wieso sauer? Welche Bar? Wo bleibt die Wurst?
(24.8.04 17:48)Frau S.
Welche Wurst? Schwimmen Sie auch im Eintopf von Herrn LogMa(h)l? Und Sie wissen nicht, warum Sie sauer auf mich sein sollen? Umso besser. Der Schlag auf den Kopf hat Ihnen offensichtlich das Gedächtnis geraubt. *grinsend davon hüpft* Wir sehn uns in der Cocktail-Bar im Hotel Ponzo.
Urrrlaub mach mal Uuurlaub.....
ach ist dat herrlich hier! Gleich am ersten Tag bin ich auf Herr Sondermann gestoßen. Allerdingenskirchen bekomme ich ihn kaum zu Gesicht. Er ist viel zu beschaeftigt damit, sich eine neue Sportart auszudenken, bei der er dann endlich zu Ruhme kommen wird. Also ich finde das angesichts der hier herrschenden Temperaturen viel zu anstrengend. *ja danke der Cocktail ist fuer mich, wie? Telefon? kann gar nicht sein! Wer sollte mich hier schon anrufen und belaestigen wollen! Das kann nur ein Telefonscherz sein! Nein ich beliebe nicht zu telefonieren, wie auch noch ein R - Gespraech? Ha ha ha ha! Wohl verrueckt geblieben! Bringen se mir lieber noch so einen kalten Caipiranja oder wie dat Zeugs heisst, aber flotti Karotti!
AAACH ist das hier herrlich, ich erwaege fuer immer hier zu bleiben. Ich habe zwar staendig das Gefuehl das ich irgendwas wichtiges vergessen habe, aber wird schon nicht so schlimm sein, nech *albern kichert*
Singt: Urlaub mach mal Urlaub, pack deine sieben Sachen und dann machen wir Uuuurlaub.........
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:53
Liebe Frau M. aus Dingens, z.Zt. in Dingens-del-sol,
das könnte Ihnen so passen, dass Sie sich gar grillen lassen und unsereins
darüber vergessen. Ich grille nur noch unter der Höhensonne, aber seit
Frau Ponzo die Preise erhöht hat, auch nur noch zweimal am Tag. Hilft
ja nix, da muss man mal den Gürtel enger schnallen.
Nun denn, vielen Dank für Ihre Karte. Das kleine Lebenszeichen erfreut mich doch außerordentlich und fegt gleich die Verstimmung darüber wieder weg,
dass Sie partout nicht ans Telefon gehen wollten, als ich Sie eben
angerufen habe. Sich einfach verleugnen lassen...phh...das ist doch
keine Art. Der Kellner hat behauptet, Sie würden selig schlummern.
Dabei habe ich Ihre Stimme doch ganz genau gehört. Und so was nennt
sich Freundin. Nee, also nee....
Mit leicht verstimmten Grüßen auch an Herrn Sondermann, den alten Schwerenöter
Ihre Frau S. (auf dem Weg unters Solarium)
(Herr Schreibmann):
Ist das Haus Ponzo einigermassen diskret? Könnten Sie, verehrte Rezeptionistin, mir ein ruhiges Zimmer geben? Ich arbeite nämlich an einer erotischen Geschichte.
Sie können sich vielleicht vorstellen, dass ich mir dabei nicht gerne von Menschen aus meiner nächsten Umgebung über die Schulter blicken lasse.
In bestimmten Geschichten wie der, die ich grade erfinde, möchte ja jeder nicht nur mich, sondern möglichst auch sich selber wieder erkennen.
Man wird mir vielleicht ein Ausleben von Phantasmen unterstellen wollen.
Die Menschen glauben ja Erfundenes oft viel lieber als die Wahrheit, so paradox das ist. Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, in dieser intimen Absteige zu schreiben, was ich aus den genannten Gründen zu Hause eher unterlassen würde. Alles passt nicht immer zu allem.
Wer mich hier läse, könnte mich auch gerne zu Hause besuchen, auf Diskretion würde ich dann nur hoffen. Ich selber verriete niemandem, wo ich manchmal untertauche.
Ein solches Doppelleben, mit dem ich niemanden betröge, könnte ich mir ziemlich anregend vorstellen.
Darf ich noch ein bisschen zögern?
Kommentare dazu:
(26.8.04 15:07)
Enfin!
Bien sûr on est trés discret ici et on adore notamment les gens discrets... Pensez au rendez-vous, Monsieur S.
Möchten Sie denn eher stündlich oder täglich schreiben?
Ich könnte Ihnen ein entsprechend grosszügiges Angebot machen.
Salutations,
Service Réservation
Hotel Ponzo
P.S. Eventuell könnte man auch eine neue Zimmerkategorie einrichten, ganz wie es Ihnen beliebt, Monsieur
(26.8.04 15:58)
Psst, Madame Ponzo, war das da eben nicht dieser berühmte Mr. Writeman, der hier schon seit einiger Zeit so diskret durch die Flure schleicht, dass man ihn praktisch nie zu Gesicht bekommt? Was macht denn der beruflich? Doppelagent? Märchenprinz? BILD-Redakteur? Promi-Friseur? Nur mal so aus plumper Neugier gefragt...
(26.8.04 16:08)
@rapunzel, psst, welcher Mann? Ich bin doch diskret!
Eh psst, unter uns gesagt, schreiben Sie nicht auch solche Geschichten? Hein? Könnten Sie sich evt. verstehen, wenn Sie wissen, was ich meine...
(26.8.04 17:23)
Nochmal pssst...ja, das ist doch der Grund, warum ich hier bin: Damit ich ganz diskret und unerkannt diese Geschichten schreiben kann. Hm, vielleicht sollte ich dem Herrn mal unauffällig eine Nachricht zukommen lassen...oh, da isser ja.
HUHU, HERR SCHREIBMAN!!! *kreisch* Ich hab gehört, Sie schreiben auch erotische Geschichten. Da sind wir ja schon zwei! *jubel*... Ups, wo isser denn plötzlich hin? Hallo???
26.8.04 18:00)
pssst zurück... das kann doch nicht wahr sein... nicht so laut, Frau Professor, Sie vergraulen noch dezente Kunden hier... psst. Und überhaupt! Der Sondermann ist auch schon abgereist, obwohl der nun wahrlich nicht gerade diskret auftritt! Soll ja jetzt ein Sportler geworden sein. Heute morgen las ich wieder was vom Fechten. Ob aus ner Medaille aber was wird?
(26.8.04 22:46)
Ein ganz spätes psssst zurück: Der Sondermann kämpft noch mit der Kostümfrage, wie ich im Online-Ticker gelesen habe. Fechten, sagen Sie? Oh, Nicht, dass Sie Herrn Sondermann demnächst als neues Küchensieb einsetzen können.
*flüster* Ich werde mich jetzt auch ganz leise davon schleichen, um nicht noch mehr Herren zu vergraulen. Ehrenwort.
(27.8.04 02:10)
Madame la receptioniste, veuillez excuser l'heure tardive. Mais peut-être pourriez-vous nous reserver, pour Madame Rapunzel et moi-même, une petite "chambre separée? Nous sommes des "gens d'affaires", si vous voyez ce que je veux dire. Et nous aimerions, de temps en temps, nous relaxer un peu. Si vous voyez ce que je veux dire.
27.8.04 09:14)
Was will der Herr Schreibman? Ein Zimmerchen nur für uns beide? Zum Entspannen? Mist, wo ist denn mein Wörterbuch? Ich kann doch gar kein Französisch. Und darum verpasse ich hier mal wieder das wichtigste. *fluch zeter schimpf*
Madame Lara / Website (28.8.04 15:15)
Monsieur,
Ce que vous faites avec votre separée ne me regarde pas! Alors c'est fait.
A bientôt et merci d'avoir choisi notre etablissement.
Service Réservation
(28.8.04 17:52)
... Ihr Wunsch ist mir Befehl... ;-)
(Herr S.)
(29.8.04 13:58)
lol...bin das erste mal hier scheint aber n echt lustiger laden zu sein. werd bestimmt mal öfter vorbeischauen. sofern ich hier erst mal so richtig durch alles durchgestiegen bin *g*
(31.8.04 11:50)
Huch, jetzt wird hier auch noch anders sprachig konferiert, ich bin da ganz klar im Nachteil, ich kann nicht mehr folgen. Ganz schlecht, find ich. Jedenfalls befinde ich mich nun auf dem Rueckweg von Athen nach Parrrrissss. Siedendheiss fiel mir ein, was ich die ganze Zeit vermisst hatte. Meine treue Gefaehrtin Frau Professor S.!! Wie konnte mir das nur passieren??? Wird sie mir jemals verzeihen??? Ich reise also gerade ab, und habe wieder das Gefuehl etwas vergessen zu haben. Mir war so als ob ich hier nicht alleine gewesen waere...... Ach ich weiss auch nicht, wird mir schon wieder einfallen. Also ich werde dann spaetestens am kommenden Wochenende wieder einchecken. Ich hätte dann gerne wieder mein altes Zimmerchen, wenn das moeglich waere??? Mit den freundlichsten Gruessen Ihre Senora M
Beschwerde z.Hd. Rezeption
Sehr geehrte Madame Ponzo,
es ist ja wirklich überaus reizend, dass Sie Ihr Haus nun auch für
Künstler geöffnet haben. Doch es wäre mir sehr Recht, wenn Herr
Schreibmann nicht direkt im Zimmer neben meinem wohnen würde. Ich habe
die ganze Nacht über kein Auge zugetan, weil ich ständig durch die
dünnen Pappwände hindurch das Klackern seiner Tastatur gehört habe.
Wenn der Mann schon arbeiten muss, dann doch bitteschön zu Zeiten, wo
ich es auch tue. Ich sitze gerade an einer überaus fesselnden
Geschichte, für die ich alle Konzentration brauche. Die fand ich
aber leider heute auch den ganzen Tag über nicht. Denn nach dem
nächtlichen Geklacker drangen nun Geräusche von nebenan zu mir herüber,
die mich ganz vermuten lassen, dass Herr Schreibman seine
Entjungferungsgeschichte erst mal mit ein paar jungen Damen
durchgespielt hat. Ich kann ja durchaus verstehen, dass der Mann ein
paar Anregungen brauchte. Aber, mein Gott, doch nicht den GANZEN Tag
lang! Ich komme doch sonst zu gar nichts mehr - außer zu derart
lüsternen Phantasien, dass selbst ich sie nicht zu Papier bringen
kann....
Ihre äußerst entnervte Frau S.
Kommentare dazu:
(31.8.04 17:25)
Ach nee! Kann es sein, daß mir dieses Blog aus alten Zeiten bei freenet bekannt vorkommt? Oder ist das Zufall?? ;-) Liebe Grüße, Neko
Frau Ponzo / Website (31.8.04 17:55)
Sehr geehrte Frau Professor,
hiermit bestätigen wir Ihnen den Erhalt Ihrer Beschwerde. Sie müssen wissen, dass wir (Ponzos Horde) in keinem Fall irgendeinen Einfluss auf das Zimmerleben Ihres Zimmernachbarn nehmen wollen. Wir sind schliesslich nur ein kleines Hotel mit lediglich 21 Zimmerchen und froh über jeden Gast. Daher haben wir auch für spezielle Gäste spezielle Preise in speziellen Zimmern reserviert (Séparée).
Nehmen Sie also gefälligst Kenntnis davon.
MfG
Service Réservation et Réception, Contraception etc.
P.S. Und bitte kommen Sie bloss nicht auf die Idee, sich noch einmal persönlich zu beschweren. Wenn Sie das nicht unterlassen können, dann bitte nur ab 21 Uhr oder ab kommenden Donnerstag bei Madame Qui-décide-tout persönlich, eventuell, wenn das Flugzeug nicht abstürzt...
31.8.04 18:21)
incognito
eh psst, Ihre Geschichten sind auch reichlich lüstern...
(31.8.04 19:31)
Pssst zurück....ich weiß....
Was das Séparée angeht - musste das denn unbedingt neben meinem Zimmer.... aber, oh, Sie gucken schon wieder so böse. (Himmel, hat die ne Laune heute.)Ich werde mich ganz sicher nie mehr beschweren und gleich mal ein bisschen das Friedensfähnchen schwenken.
Huhu, Herr Schreibman, Lust auf einen Kaffee? - Wie? In Ihrem Séparée? Ähm...also... na, aber selbstverständlich doch! *mit seeeehr lüsternem Blick davon tänzel*
(31.8.04 20:22)
incognito
psst - jetzt tut sie so als wäre sie noch ... naja
(1.9.04 12:02)
auch incognito:
Ja, aber ich fürchte, er wird schnell merken, dass sie nicht mehr...naja
(2.9.04 11:07)Frau M.
Ja hier gehts ja zu!!! Wird Zeit das ich anreise und mal wieder fuer ein wenig Moral, Sitte und Anstand sorge! Separeee
eh...Psssst......Frau Ponzo.....*fluester* kann ich das andere Zimmer neben Herrn Schreibmann haben??????? WIIIIEEEEE!!! DAS KOSTET EXTRA??????? *augenaufreiss* Sachma! Ich bin doch nicht zahlende Stammkundin da kann ich doch wohl mal auf ein kleines Extra pochen *rumnoergel
(2.9.04 19:13)
Frau Joys (oder muss ich Señora sagen?)
Wie schön, dass Sie wiederkommen! Eh psst, ganz ehrlich war Frau Professor Saintdingenskirchen auch schon ganz scharf auf dieses Zimmer... mal sehen...
(2.9.04 19:23)
P.S. Wo ist der Mann eigentlich hin?
(2.9.04 20:29)
Bin wieder da. Hatte Aussendienst, ziemlich viel zu tun. Jetzt brauche ich erst mal ein bisschen Ruhe.
(5.9.04 17:39)
*schwungvoll die Drehtüre zum Hotel Ponzo öffnet* JUUUUUUUUUUUUHUUUUUUUUUUUU*schmetter*
Die liebe Senora M aus Asta la Vista is wieder daaaaaaaaAAAAAAAAAAAHAAAAAAAAAA*dröhn* Oh Verzeihung!!!!!! *mal die vornehme Dame auf rappel die sich noch in der Drehtüre befand* Ich habe sie glatt übersehen, wie meinen???? Ich kann sie nicht verstehen, ich spreche kein Englisch! Wie???? *wohlwollend lächelnd nickt, kein Wort versteht*Puh, das ist ja grade noch mal gut gegangen! So wo war ich???? Ach, ja...... Juuuuuuhuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!! *mal energisch auf die Klingel an der Rezeption dängel* Hallooooooo sssssiiiiiiwooooooplääääääääää, is denn hier niemand????
Kultur
Neulich beschloss ich, dass es nun mal an der Zeit sei, sich nicht immer nur ins Pariser Nachtleben zu stürzen, sondern mal ein bisschen Kultur zu genießen. Irgendwie muss ich ja die Zeit füllen, bis meine Reisegefährten Frau M. und Herr Sondermann wieder auftauchen. Mir fiel ein, dass Herr Schreibman einen recht kulturinteressierten Eindruck machte. Wir hatten uns mal ausgiebig über meine großartigen Bierdeckel-Kunstwerke unterhalten.
"Das hat doch bestimmt eine Menge Aufsehen erregt", sagte Herr Schreibman und sah sich mit Kennerblick die Wände in meinem Zimmer an. Ich hatte mit Uhu-Alleskleber ganze Bierdeckel-Serien an die Tapete geklebt und dann mit pinkfarbenem Lippenstift kühne Verbindungslinien gesetzt.
"Na, und ob das Aufsehen erregt hat!" sagte ich voller Stolz. "Die Schreie des Zimmermädchens waren über fünf Etagen zu hören und wurden nur noch von Frau Ponzos Gekreische übertroffen. Ich hatte selten so viele interessierte Besucher gleichzeitig in meiner kleinen Galerie versammelt wie an jenem Tag."
"Das kann ich mir denken", sagte Herr Schreibman und ich dachte: Der Mann kennt sich aus.
Darum beschloss ich also, gemeinsam mit Herrn Schreibman auf kulturelle Entdeckungstour zu gehen.
"Ich besorge für Samstag Konzertkarten", verkündete ich und Herr Schreibman war sichtlich angetan. Endlich kam mal ein bisschen Abwechslung in unseren tristen Dichter-Alltag.
Gestern Abend trafen wir uns dann in der Empfangshalle. Ich schwenkte schon von weitem mit den Karten - und stutzte. Der olle Schreibman trug einen Smoking. Nicht, dass er darin nicht umwerfend ausgesehen hätte. Es war nur so, dass der Smoking nicht so richtig zu meinen knallengen Jeans und dem bauchfreien Top passte. Und außerdem....
"Ich fürchte, Sie haben sich in der Garderobe vergriffen", sagte ich höflich, aber bestimmt. "Wir gehen nicht in die Oper, sondern ins Madonna-Konzert."
Na, da guckte der Schreibman aber vielleicht irritiert. Er machte ein paar abfällige Bemerkungen über die abgewrackte, singende Hausfrau, denen ich entgegen hielt, dass er in der Oper auch nicht nur 20jährige Supermodels angetroffen hätte und außerdem müsse er es erst mal selber schaffen, 20 Jahre lang kontinuierlich so einen Erfolg zu haben, dann dürfe er abfällige Bemerkungen machen. Wir begannen den Abend also nicht in der allerbesten Stimmung. Aber es wurde dann doch noch richtig nett. Das Konzert war super (fand nachher sogar Herr Schreibman), die Party, auf der wir hinterher landeten, war noch mehr super und unsere Kopfschmerzen heute Morgen waren gar nicht mehr zu toppen. Uuuuhhh.... warum muss man für ausschweifige Abende nur immer so büßen?
Als ich gegen Abend nun endlich mal aus meinem Zimmer gekrochen kam und mich ein wenig auf die Sonnenterrasse begeben wollte, da wurde ich Zeugin eines seltsamen Schauspiels. Eine Dame wollte das Hotel gerade durch die Drehtür betreten, als von hinten eine zweite Dame angeschossen kam. Sie gab der Drehtür so viel Schwung, dass nicht nur sie, sondern auch die erste Dame dreimal Karrussel fuhr, bevor die Tür die beiden Frauen freigab und sie in hohem Bogen ins Foyer spuckte, wo sie in einem Knäuel liegen blieben. Na, dachte ich, so einen eleganten Auftritt kriegt doch sonst eigentlich nur Frau M. aus Dingens hin, die zur Zeit Gott weiß wo herumlungert. Doch dann sah ich mir die am Boden liegenden Damen etwas genauer an - und was soll ich sagen? Eine der beiden entpuppte sich tatsächlich als Frau M.! Na, das war aber ein Hallo!!! Kreischend und heulend lagen wir uns in den Armen, knutschten uns ab, bis wir es selber unappettitlich fanden und kamen aus der Begeisterung gar nicht mehr heraus.
"Mensch, Milly, altes Haus", sagte ich auf ungewohnt informelle Art. "Erzähl doch mal, wie es in Athen war. Haste denn Herrn Sondermann ordentlich angefeuert?"
"Nix Athen", sagte Frau M. "Ich war gar nicht dort. Bin in den falschen Flieger gestiegen und in Barcelona gelandet."
Na, das sah der ollen Frau M. ja mal wieder ähnlich. Selber Schuld, dachte ich. Was musste sie mich auch damals einfach auf dem Bürgersteig stehen lassen und mit dem Taxi alleine davon düsen. Mit mir an ihrer Seite wäre sie garantiert nicht ins falsche Flugzeug gestiegen.
"Mit Ihnen an meiner Seite wurde meine Paris-Reise zum totalen Fiasko", erinnerte mich Frau M. auf unangenehme Weise. Was hieß denn hier überhaupt Fiasko? Ein besseres Fitness-Training als das ganze Tretboot- und Fahrradfahren hätte Frau M. nie kriegen können. Ich wette, sie war nie zuvor und garantiert auch später nie wieder so gut in Form wie während unserer legendären Reise nach Paris.
Aus dem Küssen und Umarmen wurde plötzlich ein fröhliches mit-den-Handtaschen-aufeinander-Eindreschen. Hach, dachte ich, während ich Frau M. über Tische und Bänke jagde, was hab ich die olle Kuh aber auch vermisst!
Sportler
Ich suche verzweifelt nach dem Supersportler Erwin Sondermann. Der hatte hier ein Zimmer reserviert, eins belegt, Gäste aus- und eingeschleppt, an der Olympiade teilgenommen (siehe Bild) und dann den Ball verschluckt. Deshalb hat er vermutlich auch vergessen, seine Zeche zu bezahlen!! Man muss ja nicht immer das Schlimmste annehmen.
Kommentare dazu:
(7.9.04 17:27)Frau M.
Wo der steckt, wüsste ich auch gerne. Er hatte mich gebeten, seine Kakteen-Sammlung zu versorgen, während er weg ist. Ich dachte, na gut, ein, zwei Tage oder auch Wochen ist das okay. Aber doch nicht MONATELANG! Ich hab schon total zerstochene Finger. Und überhaupt: Erwin, wo steckste denn nur? So schlimm ist das mit der geprellten Zeche doch auch nicht. Gehste halt mal ein paar Tage Küchendienst schieben. Haben wir doch alle schon hinter uns gebracht.
(9.9.04 03:08)
*hüstel hüstel* aaach neee mich hat doch grad ne Erkältung flachgelegt *jammer* aber gerade, als ich so durch´s Hotel gekrochen bin, auf der Suche nach einem Arzneischränkchen, oder ähnlichem, da hab ich jemanden um die Ecke huschen sehen, der sah dem Herrn Sondermann verdammt ähnlich! *hüst hüst* Hallo!!!!! Sie da!!!! *durchs Hotel brüll* He da!!! Wie was?? Ich soll ruhig sein? Nachtruhe? Junge Dame.... *mal energisch die Dame anguckt die gerade ihre Zimmertüre aufreißt* ich sorge hier gerade für ihre Sicherheit. Ich hab grad das Phantom gesehen und wenn sie mich nicht so erschreckt hätten!!!!! *rumms* Na also... Manieren haben die jungen Leute von heute *rummuffel* hätte sich wenigstens noch bedanken können bevor sie die Tür zuballert. Und überhaupt wie die aussah! Total grün im Gesicht, ist doch ekelig diese Bröckelmasken, so watt soll schön machen?? Soll mal ordentlich Nivea Creme ins Gesicht schmieren, dat mach ich auch schon seit Jahren und kann mich nicht über mein Äußeres beschweren. *schlurf schlurf* Da!! Da war schon wieder was.....HALLLOOO!!! SIE DA, HERR SOOOOOOONNNNNDERRRRRMAAAAAAAANNNN???????*hinterherkreisch* "Nu warten se doch mal, ne olle Frau ist doch kein Düsenjet" Weg! Tzäh! *wieder ins eigene Zimmer schlurf*
Mist!!
Jetzt hab ich mich auch noch verlaufen. Nee ich sach sie, ich bin so was von schlapp und müde und nu find ich mein Zimmer nicht. Wo bin ich denn hier nur? Hätte ich doch nur meine Taschenlampe mitgenommen, man hört ja so vieles, nicht das mir hier nachher noch einer ans Leder will. Die Taschenlampe funktioniert zwar seit Wochen nicht mehr, aber immerhin hätte ich mich damit noch schlagfertig wehren können. Alles so dunkel und finster hier, die Hotelleitung spart anscheinend an der Nachtbeleuchtung. So was! Und das wo sich hier so eine dunkle Gestalt rum treibt, da wird einem ja beinahe Angst und Bange. Ich hätte nicht eben noch Tatort gucken sollen. Ja nun ist es zu spät.... nu fürcht ich mich doch ein wenig.
*polter* Aua! Stolperfallen! Wer stellt denn hier seine Schuhe vor die Tür? Frechheit, meine schöne Nylonstrumpfbux, jetzt ist die kaputt, so viele Jahre hab ich die schon *mal das schmerzende Knie reib*
Huuuuuhuuuuuuuuuu *lautstark heul* dat tut weh!! *schluchtz* Ich will in mein Bett!! Huuuuuuuuuuuuhuuuuuuuuuuuuu *schaurig wiederhall*
Aaaah da hinten sehe ich ein wenig Licht. Aaah das fällt durch den Schlitz unter der Türe durch, leise Schmusemusik ist zu vernehmen und........ *ranschlurf* Huch!! Das ist doch nicht jugendfrei, was machen die denn für Geräusche da drinnen? Also!! *empört guck* Zimmer Nr. 36 muss ich mir unbedingt merken, das muss ich im Auge behalten. Schweinkram! Paris, die Stadt der Liebe, hin oder her. Das hört sich verdammt nach rauf und runter an. Da!! Waren das Peitschenhiebe?? 36? Das war doch die Zimmernummer von der jungen Dame mit der Gesichtsmaske. Erst mault se mich an, das ich ruhig sein soll und dann....!!! Sachen gibbet, die gibbet gar nich, wenn ich das der Frau Professor erzähle! Hat die nicht auch auf diesem Flur ein Zimmer? Welche Nummer war das noch gleich??
*brüll* FRAU PROOOOFÄÄÄÄÄÄÄSSSSOOOOOR zu Hiiiilfe, die arme liebe Frau M hat sich verlaufen!!!
Kommentare dazu:
Mademoiselle Ponzo, Rezeption / Website (9.9.04 14:21)
hello hello excuse me!?? Der Kollege von der Nachtschicht hat sich über Sie beschwert, Frau M. Ja genau, Sie hören richtig, Sie meine ich. Was soll denn dieser Krach mitten in der Nacht? Wieso benehmen Sie sich wie ein Teenager?
Ist doch klar, dass es dunkel ist. Der Hotelbesiter schaltet die Minuterie auf ganz niedrig, Sie haben also genau 1,5 Minuten, um die richtige Zimmertür zu finden und nicht die Treppe runterzufallen. Falls Sie Ihre Nachtsichtgeräte vergessen haben sollten, warten Sie bitte auf den nächsten umherirrenden Gast anstatt hier so ein Gezeter zu veranstalten.
[freie Übersetzung der Hausordnung]
(9.9.04 22:51)
Wie? Beschwerden? Über moi? Das kann doch alles gar nicht wahr sein. Ich war in tiefster Not Frau Ponzo! Aber in allertiefster! Der Kollege von der Nachtschicht, ach watt sach ich, die ganze Belegschaft des Hotels sollte sich lieber mal Gedanken um die Gäste des erwähnten Zimmers machen. Da stimmt wat nich, ich sach sie! Und wenn die Herrschaften von der Hotelleitung mehr als einen Lichtschalter für den gesamten Flurbereich angebracht hätte, ja da wäre ich doch gar nicht erst in diese schreckliche Situation gekommen. Ich denke ernstlich über eine Schadenersatzforderung nach. Meine schöne Strumpfbuxe, hin is se! So lange hatte ich die und richtig lieb gewonnen. Immer von Hand gewaschen *mal eine Träne aus dem Augenwinkel wischt*. Und mein Knie schillert in den prächtigsten Farben und tut weh! Auf die Frau Professor ist auch kein Verlass mehr. Meinen sie die wäre mir mal zur Hilfe geeilt????? Am nächsten Morgen wurde ich im Flur wach. Elegant vor irgendeiner Zimmertüre drappiert. Der Zimmerbewohner ist unfreundlich über mich hinweg gestiegen und hat was von Pennern gemurmelt. So watt muss man sich dann auch noch sagen lassen. Dabei habe ich alle, ich betone, ALLE vor dem schrecklichen Phantom bewahrt! Und watt krieg ich zum Dank???? Na??? Na????? *empört davon stolziert*
Notizen
1.) Ohropax kaufen, damit ich die Reiseschreibmaschine von Herrn Schreibman nicht ständig höre. Der Mann scheint grade einen kreativen Schub zu haben. Tag und Nacht höre ich ihn in die Tasten hauen. Und dann immer dieses "Piiing", wenn eine Zeile zuende ist. Unerträglich!
2.) Habe gestern in einer der Geschichten von Herrn Schreibman gelesen, dass er offenbar auch schon was mit Frau M. hatte. Muss sie unbedingt fragen, ob da was dran ist. Ich meine, es würde mich ja nicht überraschen. Die Frau lässt nie was anbrennen. Kaum ist sie wieder im Hotel, schon scharwenzelt sie hier um alle und jeden rum. Neulich hab ich sie mal nachts auf dem Flur hysterisch rumkreischen hören. Von was für einer Orgie sie da wohl grade wieder kam?
3.) Muss diesen dämlichen Russinnen in Zimmer 22 verklickern, dass sie ihre Mäuse gefälligst bei sich im Zimmer behalten sollen. Gestern hüpfte doch tatsächlich so ein Viech durch den Beautysalon. Na, das Gekreische der Damen dort war um ein Vielfaches lauter als Frau M.s nächtliches Getöse. Damit hätten sie vermutlich noch die Mäuse im Hotel nebenan vertreiben können.
4.) Muss unbedingt herausfinden, ob der Mann, der seit gestern im Hauseingang steht und darauf wartet, dass es endlich aufhört zu regnen, Herr Sondermann ist. Aber ich warte, bis das Wetter wieder besser ist. Hab nämlich auch keinen Schirm.
5.) Schirm kaufen
6.) Neue Batterien für meine Taschenlampe kaufen, damit ich im Dunkeln nicht immer so durchs Haus stolpere. Der Sparzwang hat hier allmählich unerträgliche Formen angenommen. Heute las ich einen Hinweis an der Rezeption, dass man die Nachttischlampen jetzt nur noch zwischen 21 und 22 Uhr benutzen kann. Solche Zustände sind für einen nichtzahlenden Stammgast wie mich natürlich überhaupt nicht tragbar.
7.) Herrn Schreibman fragen, wann ich ihn mal in seinem Separée besuchen darf
8.) Frau Ponzo fragen, wie der junge Mann heißt, der heute in Zimmer 12 gezogen ist. Sah extrem lecker aus
9.) Mir einen Zettel machen, dass ich mir einen Zettel gemacht habe, dass ich heute Abend mit Frau M. in der Cocktailbar verabredet bin. Wie war noch mal die Uhrzeit? Steht auf keinem der Zettel. Mist.
10.) ....hm, irgendwas war da doch noch?
11.) Mich für das Gedächtnistraining anmelden, das für die älteren Hotelgäste angeboten wird. - Ja nun, ich kann mir ein schlechtes Gedächtnis nicht erlauben. Wäre doch oberpeinlich, wenn ich mit einem Mann im Bett liege und ihn mit dem falschen Namen anrede. Oder - noch peinlicher - gar keinen Namen nenne, weil ich vergessen habe, dass der Kerl überhaupt einen Namen hat.
pfffff diese Frau Professor *mal den Zeigefinger in Stirnhöhe im Kreis dreht*
Pssssst *flüster* ich wusste ja schon immer das Professoren, Denker und andere schwierige Menschen zur Vergesslichkeit neigen, aber unsere Frau Professor hat galoppierende Alzheimer, ich sach Sie!
Heute Mittag drückt sie mir im Vorbeilaufen einen Zettel in die Hand mit der Bemerkung, dass ich darauf gefälligst aufpassen solle und sie nun ein paar dringende Besorgungen tätigen würde. Bevor ich protestieren und ihr an den Kopf werfen konnte, dass ich nicht ihre Sekretärin bin, war sie auch schon durch die Drehtüre entschwunden.
Besorgungen wollte sie also machen, soso! Sie hätten mal sehen sollen wie sie aussah. Total zerstreut die Arme! Sie hatte noch ihre Gurkenmaske im Gesicht und an den Füßen trug sie so lächerliche rosa Plüschhausschuhe mit Hasenohren. Außerdem regnete es in Strömen und sie hatte weder Schirm noch Regenjacke dabei.
Ich wollte ihr noch hinterher humpeln aber sie war einfach schneller. Wenn das mal gut geht! Ob ich mal einen Blick auf den Zettel werfe??? Nur einen klitzekleinen?? *raschel*
Hmmmmmmmmm *les*
Aaah deshalb hatte sie es so eilig. Ohropax hätte sie auch von mir haben können, ich habe in den Tiefen meiner Handtasche sicher noch ein paar rum fliegen. *grinsen muss* Siiiiieee wollte ja uuuunbedingt dieses Zimmer neben Herrn Schreibmann haben. Um keinen Preis wollte sie dass ich dort einziehe. Mit Händen und Füßen hat sie sich gewehrt, als ich sie freundlichst bat, doch die Zimmer zu tauschen.Tja! Datt sowatt von sowatt kommt!
Wie watt Herr Schreibmann schreibt eine Geschichte über mich?? MIIIICH??? Ja nun...... Kein Wunder! Ich bin ja schließlich eine Frau von Welt, erfahren, reizvoll, sexy...... *mal mit den Hüften kreis* Da kann er ja gar nicht anders....... Muss ich gleich mal lesen gehen. *weiterles* Ja klar hat sie mich kreischen hören und hat sie was unternommen??? Aber warte nur Frau Professor, dat kriste wieder!
Mäuse? Hab ich schon von gehört, na ich hoffe doch das ich verschont bleibe. *mal hektisch in die Zimmerecken guckt*
Pff das sieht ihr wieder ähnlich. Da vermutet sie dass unser armer Herr Sondermann seit Tagen im Hauseingang steht und beschirmt sein möchte und sie schaut lässig zu. *Fenster aufreiß* JUUUUUHUUUUU SIE DAAAAAA!!, sind sie das Herr Sondermann??? Warten ´se mal ich komm ihnen gleich! Wo will er denn so schnell hin?? HAAAALLLOOO BLEIBEN SE DOCH STEHEN, SIE WERDEN JA GANZ NASS!!! Hm komischer Kauz. *Fenster zuknallt*
Also hätte sie doch sagen können das sie nen Schirm und Batterien holen geht. Brauch ich auch beides, hätte sie mir doch mitbringen können, dann wird wenigstens nur eine nass. Ja was denn, man muss doch praktisch denken...
HUCH! Ich glaub da kommt sie schon wieder zurück. *hektisch den Zettel zusammenfaltet und ein unbeteiligtes Gesicht macht*
Naaa Frau Professor, sie haben ja gar keine Tüten bei sich. Wie? Kein Taxi wollte sie mitnehmen? Ja meine Liebe, kein Wunder. *mal vor den Spiegel bei der Rezeption zerr* Gucken se mal! Wie bitte?? Jetzt maulen se mich mal nicht so an, was kann ich denn dafür, wenn sie so auf die Straße gehen. Ich wollte ja noch.... Tzzz nu is se abgedampft.
Ich werd mich jetzt mal hier in die Sitzecke zurückziehen und dann mal gucken was sie weiter so geschrieben hat. *mal den Sessel rumwucht* Hach nee hier hat man aber auch nirgendwo genügend Licht zum Lesen. *umständlich den Sessel durch den Raum schieb* Hier? So? Nee auch nich! Hmmmm wenn ich mal ein wenig an der Lampe....??? *auf den Sessel klettert und an der Lampe rumfummelt* UPS! Nu is se hin! öhm jaaaa *räusper*
Wie was? Frau Professor erschrecken se mich doch nicht so! Das bleibt unter uns! Ich war das nicht... Wie? Ja so können sie auf die Straße, ja wirklich, Jeans und Pulli ist zwar nicht so mein Geschmack... jaaa ist ja schon gut. *eine Laune hat die!!!* Jaa bis später! Jaa ich warte in der Cocktailbar!!
7-8 Stunden später:
*kicher* ja und da hab ich dem Herrn Sondermann..... *dem Barnachbarn ins Ohr flüster* hihihi
Sagen se mal wie spät ist es eigentlich? Schon halb zwei?? Achje! Die Frau Professor ist immer noch nicht vom Shopping zurück! Jetzt mach ich mir doch ein klein wenig Sorgen. *mal das Handy raussucht und Frau Professor anruft* Hm! Geht keiner ran! Sie entschuldigen mich, ich muss mich grad mal kümmern
*rummaul* immer dass selbe mit der Frau S. nix kann man die machen lassen.....
Hallo Herr Rezeptionist, na was zucken se denn so, nein ich will sie nicht wieder ins Kühlhaus sperren, haben sie die Frau Professor nach Hause kommen sehen, nicht???? Ganz bestimmt nicht? Ach ja der Schlüssel hängt noch , jaa ich seh´s ja!!!
Ach je, was mach ich denn jetzt?
Dementi!
Ja, ja, das liebe ich! Erst eine Dummheit begehen und dann ganz schnell "dementi!" schreien. Ist schon sehr verdächtig, wie eilig es Frau M. und Herr Schreibman hatten, zu beteuern, dass sie beide niemals irgendwas miteinander gehabt hätten.
Aber das kennt man ja. Erst wird alles verleugnet und drei Wochen später werden die Exklusivrechte inklusive Homestory und Foto-Shooting auf Hawaii an die Gala verkauft. Na, mal sehn, wie lange es bei Frau M. und Herrn Schreibman dauert...
In der Zwischenzeit werde ich auch mal ein bisschen vor mich hin dementieren. Ich versichere hiermit hoch und heilig, dass ich am gestrigen Tag weder mit Gurkenmaske und Puschen auf die Straße gegangen bin noch mich die halbe Nacht mit dem Schnuckel aus Zimmer 12 herumgetrieben habe. Ich habe lediglich erst Extrem-Shopping betrieben und mir dann die Stadt bei Nacht angeschaut. Stundenlang. Und natürlich alleine. *huuuust* Was denken Sie denn, wobei ich mir sonst diese fiese Bronchitis eingefangen hätte? *schnupf schneuz* Ich hatte doch beim Shoppen glatt vergessen, mir einen Regenschirm zu kaufen.
Also, das mit dem schwachen Gedächtnis...nun ja...ich fürchte, das ist das einzige, was ich nicht mehr dementieren kann.
Kommentare dazu:
(13.9.04 23:22)
Schönes Dementi. (Ich hielt Dich nämlich für eine notorische Gurkenmaskenträgerin)
(14.9.04 00:37)
Dementi?? Kommt das von Demenz? *grins*
(14.9.04 10:43)
Oh, Herr 40aufwärts - Sie hier im Ponzo? Das ist ja mal ein ganz neues Gesicht. Verstecken Sie bloß Ihr Brusttoupet gut, sonst wird Frau M. Sie nicht mehr aus ihren Krallen lassen. Und ob DAS so lustig ist, wage ich zu bezweifeln. Gurkenmasken trage ich übrigens prinzipiell nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Werte Frau M., seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie sagen. Ich wette, wenn Sie so alt sind wie ich, dann wissen Sie nicht mal mehr Ihren Namen. Jawohl!!!
(15.9.04 21:39)
Dat haben se getz aber schön gesagt Frau Professor. Endlich! So lange habe ich darauf gewartet, dass sie endlich zugeben das ICH die jüngere von uns beiden bin. Wo wir grad dabei sind, wie alt sind sie denn genau? *ganz ganz weit die Ohren aufsperrt*
(16.9.04 00:00)
Pssst, Frau M., das sag ich jetzt aber nur Ihnen. Hört auch keiner zu? *sich vorsichtig umsieht* Also, kommen Sie mal her....tuschel....wisper...flüster... Da staunen se, was? Hätten Sie nicht gedacht, oder?
(22.9.04 01:57)
*mal guckt, ob auch möglichst viele Leute im Empfangsbereich stehen*rausposaun* SCHON DREIUNDVIERZIG??? *entzückt Frau S. entsetztes Gesicht wahrnimmt und sich innerlich totlacht* *weiterschrei* UND SIE MÖGEN ES IN LATEXANZÜGEN DURCH DIE STADT ZU LAUFEN???? Pssssssst Frau S. dat hamm se getz davon, das sie behaupten ich würde meinen Urlaub in Disneyland verbringen. Ich! Disneyland! Pahahahahaha! Dat ich nich lache! Ich hab ihnen doch erzählt dass ich nach Wangerooge fahre um dort eine Rollkur zu machen. Aber sie hören mir NIE, aber auch wirklich NIE zu. Ich weiß ja das sie vergesslich sind, aber manchmal glaub ich, sie tun nur so. Wie? Ob die Rollkur was genützt hat? Jaaaa nun also...*stammel* Abgenommen hab ich nix, aber das mit dem rollen, das klappt jetzt wunderbar *stöhn*
Aufgeräumt
Ich habe dieses langweilige Wochenende dazu genutzt, ein bisschen zu entmüllen, zu sortieren und abzustauben. Erstaunlich, was ich da so zutage gefördert habe. Auf den Schränken und unter dem Bett lag der Staub fingerdick. Eigentlich wäre es ja nun wahrhaftig nicht mein Job, den Dreck zu beseitigen. Aber was will man erwarten, wenn die Zimmermädchen lieber mit den männlichen Gästen flirten, statt ihrer Arbeit nachzukommen? Ich frage mich nur, bei wem ich meine Schadensersatzklage loswerde, weil meine Hausstauballergie dramatische Formen angenommen hat. *hust schneuz prust*
Aber egal, es war auch ganz hübsch, ein paar Dinge wieder zu finden, die ich schon längst vergessen hatte. Da war zum Beispiel das Saunatuch, auf dem Frau M. dereinst die Tagesordnung für das erste außerordentliche Treffen der tC (tapfere Cybernauten) aufgemalt hatte. Sehr hübsch, wirklich. Und dann fand ich noch meine Froschmaske von unserer legendären Ballnacht, in der wir verzweifelt versuchten, Herrn Sondermann durch regelmäßiges an die Wand klatschen zu einem Prinzen zu verwandeln. Aber es half nix. Frosch bleibt Frosch. Ich fürchte, Herr Sondermann ist da nie ganz drüber weggekommen. Und schließlich entdeckte ich zusammengeknüllt in einer Ecke ganz unten in meinem Schrank diesen zerrissenen String-Tanga, mit dem Frau M. mir damals versuchte das Leben zu retten, als ich beinahe über die Dachterrasse des Hotels gekippt wäre (kleine Notiz an mich: Das Hotel verklagen wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen auf dem Dach). Und schließlich stieß ich beim Räumen und Kramen auch noch auf diese aufblasbare Krone, mit der Frau M. sich seinerzeit auf unserer Reise so lächerlich machen musste. Die Frau schreckt ja auch vor nichts zurück.
Hach ja..... was wir doch schon so alles miteinander erlebt haben... *träum seufz*
Wird höchste Zeit, dass Frau M. von ihrem Wochenendtrip zurückkommt.
"Ich werde mal eine kleine Bildungsreise mitmachen", hatte sie neulich zu mir gesagt.
"Ach, wo solls denn hingehen?" fragte ich interessiert. "Nach Versailles?"
"Nö, ins Disneyland", erwiderte Frau M. allen Ernstes. Ja, was um Himmels Willen will sie denn dort? Reicht es ihr nicht, solchen Blödsinn mit ihren Kindern machen zu müssen? Jetzt ist sie doch im Urlaub. Ich werde diese Frau nie verstehen. Nun ja, ich freu mich trotzdem darauf, wenn sie morgen wieder kommt - sofern sie nicht aus einem Karussell geflogen ist....
Herr Sondermann bleibt weiter verschollen. Frau Ponzo behauptet, dass sie ihn neulich mal beim Einkaufen von Weihnachtsgeschenken angetroffen hat.
"Man kann nie früh genug mit den Vorbereitungen beginnen", soll der Sondermann gesagt haben. Er trug eine zwölfseitige Liste bei sich, auf der 768 Namen von Freunden und Verwandten standen, die alle auf Geschenke von Erwin Sondermann warten.
"Ich bin schon bei Nr. 57 angelangt", verkündete Herr Sondermann voller Stolz. "Ich glaube, das haut diesmal perfekt hin mit meinen Einkäufen. Ich liege gut in der Zeit."
Also, ich schätze, von dem Mann hören und sehen wir erst im neuen Jahr wieder was.
Tja, und was mache ich in der Zwischenzeit? Noch ein bisschen aufräumen, etwas Farbe an die Tapeten, die alten Sessel aufpolstern lassen, neue Vorhänge kaufen, vielleicht auch mal das Bad frisch fliesen.... Ach, Moment mal, was ist denn das hier für eine Mappe? *den Inhalt einer Schublade auf den Boden kippt*
Hach....Das macht mich ja jetzt doch etwas melancholisch. Das ist ja einer meiner letzten Forschungsberichte. Sozusagen die letzte Arbeit der ehrenwerten Frau Prof. Dr. Saintphalle, bevor sie in ihren Urlaub ging. *blätter in den Papieren* Nee, was hab ich mir damals aber auch für Mühe gegeben. Ist ja fast reif für den Nobel-Preis. Das muss ich mal Herrn Schreibman zeigen. Ob dem das gefällt?
Huhu, Herr Schreibman, ich habe hier eine Arbeit über das Sexualverhalten der Internet-User. Interessiert Sie das? Wie? Ja, ich komme mal rüber in Ihr kleines Separée. Bis gleich. *mit der Mappe unterm Arm davon tänzelt*
Alarm! Katastrophen!
Was hat Frau Ponzo denn da nur wieder angerichtet? Das ist hier ja schlimmer als in der billigsten Daily Soap im schlechtesten Fernsehprogramm. Hotel Ponzo ohne Ponzo? Wie soll das denn gehen? Ich bin verzweifelt, verstört, verwirrt.
Vielleicht hilft ein Streik der Gäste? Oder eine Demonstration? Da ist wohl mal wieder eine außerordentliche Sitzung fällig, auf der ich das unzureichend mit Frau M. und Herrn Sondermann erörtern kann.
Aber immerhin ist Herr Sondermann wieder aufgetaucht. Ein kleiner Trost. Ich dachte schon, den hätten sie nach der letzten Doping-Probe in Athen direkt in den Knast befördert. Hm, wer weiß...vielleicht hat er die Handschellen ja von dort, mit denen er hier grade rumwedelt?
Huhu, Herr Sondermann, was machen Sie denn da mit den Handschellen? Kleine Spielchen mit der blonden Russin aus Zimmer 21? Na, mich wundert hier gar nichts mehr.
Ich werde jetzt mal losgehen und mit Frau M. ein Hühnchen rupfen. In aller Öffentlichkeit rumzuposaunen, dass ich 43 Jahre alt sei, ist ja wohl eine bodenlose Frechheit. Wie soll ich denn jetzt das Gegenteil beweisen?
Und wenn ich wiederkomme, dann überlegen wir, wie wir Frau Ponzo retten können. Hach, man kommt hier aber auch nie zur Ruhe. *eifrig davon eilt*
Kommentare dazu:
(23.9.04 00:10)
*sich mal die Frisur zu recht rückt* Da hat die Frau Professor mich aber gerade angefallen! Hühnchen rupfen, das ich nicht lache. So was macht man verbal, haut die mir doch glatt ihre Handtasche über die Frisur. Und als ich sie fragend ansehe, kann sie sich plötzlich nicht mal mehr erinnern, warum sie mit mir ein Hühnchen zu rupfen hatte. Ich weiß ja nun inzwischen wie sie ist, also werde ich es ihr nicht nachtragen. Jetzt stehen wichtigere Themen an! Hotel Ponzo ohne Frau Ponzo! Dat geht ma gar nich! Hallo Herr Sondermann, Frau Professor, Herr Schreibmann es steht wieder ein Treffen an, will ich meinen. Ich überlege noch wann und wo. Schließlich soll es ja eine große "Überraschung" für die Hotelleitung werden. *ebenfalls davon eilt*
Sehr geehrte Madame Unverschämt,
statt der besten Rezeptionistin aller Zeiten eine Abmahnung zu
erteilen, sollten Sie sich lieber mal ganz still in ihr stinkendes
Rattenloch zurückziehen. Wer macht denn hier die ganze Arbeit? Wer gibt
sich so viel Mühe, dass in Ihrer elenden Bruchbude überhaupt mal Gäste
absteigen? Wer zeigt nicht nur Geschäftssinn, sondern auch
Menschlichkeit und macht die beste Werbung, die man sich für ein Hotel
denken kann? Naaa??? Sie ganz bestimmt nicht!
Wenn Sie auch nur über ein klitzekleines bisschen Grips in Ihrer
Hirnschale verfügen, dann beschimpfen und beleidigen Sie Frau Ponzo
nicht, sondern rennen ihr hinterher, um sich zu entschuldigen und sie
höflich zu bitten, ihren Arbeitsplatz wieder einzunehmen.
Sollten Sie es jedoch vorziehen, Frau Ponzo zu feuern, dann werden Sie
es mit der Gewerkschaft der nicht zahlenden Dauergäste zu tun bekommen
und die Damen und Herren sind nicht zimperlich, das verrate ich Ihnen
heute schon. Ich schätze, Sie können dann schon mal überlegen, in
welches Land Sie auswandern möchten, denn in ganz Frankreich werden Sie
keinen ruhigen Tag mehr haben.
Hochachtungsvoll
Madame S., erste Vorsitzende der Gewerkschaft nicht zahlender Dauergäste, kurz GNZD
Kommentare dazu:
ponzo, ex-réc. (25.9.04 10:42)
ach was bin ich gerührt bei so viel Unterstützung...
Gegenabmahnung
Stets verkehrte Madame Qui-décide-tout,
wie Sie wissen, haben Sie in mir immer einen Förderer und Gönner Ihrer stets schwer angeschlagenen Gesundheit und Dauerwelle. Als Ihr lebenslanger Gast habe ich Ihnen niemals einen Gefallen getan oder Ihnen gesagt, Sie sein schön oder anbetungswürdig. Wie bei kaum einem Anderen konnten Sie sich mir mit jeder kleinen Misslichkeit anvertrauen und Sie durften sich sogar in meiner Gegenwart ausheulen, sofern ich nicht im Hotel war.
Um so enttäuschender ist es für mich, der ich Ihnen immer mit der höchsten Missachtung entgegen getreten bin, erleben zu müssen, wie Sie sich unbedeutender, aber kaum verzeihlicher Abweichungen von den Normen des menschlichen Zusammenlebens zu Schulden kommen ließen. So haben Sie, sicherlich in völliger Unkenntnis meiner verwandschaftlichen Verhältnisse, einen von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann, den wir in unserer ehrenwerten Familie allerdings in Anbetracht seiner Verdienste als Paten anreden, den Zugang zu den Sanitärräumen verwehren wollen.
Es ist müßig, gerade Sie, Verquälteste, der die baulichen Zustände in diesem Hotel bestens bekannt seien dürften, darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem bestrittenem Zimmer keineswegs um eine Toilette gehandelt hatte, sondern um mein höchsteigenes, seit 23 Jahren ungelüftetes Etablissiment. Das Schild „Do not disturb oder stirb!“ hätte Ihnen Warnung genug sein können.
Sowohl die aufgeklärte Rezeptionistin, die Sonne unserer Familie, als auch meine als Bodyguard vor der Tür stehende Urgroßmutter haben Sie mehrfach darauf hingewiesen, dass wir, und dabei meine ich den von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann und mich, bei der Klärung von Familienangelegenheiten gern unter uns bleiben möchten. Um so betrüblicher musste ich feststellen, dass Sie sich daran nicht gehalten haben. Im Gegenteil, Sie haben durch das Öffnen der Tür und Ihres Mundes für erhebliche Geruchsbelästigung in unserer Privatsphäre gesorgt. Nur mit Mühe konnte ich den von Ihnen als alt bezeichneten alten Mann davon abhalten, seine väterlichen Gefühle für Sie zu missbrauchen.
Dennoch müssen Sie wissen, dass wir in dieser Angelegenheit nicht nachtragend sind. Nehmen Sie daher mit diesem Brief eine liebevoll von unserer Mama handgeknüpfte Schlinge entgegen, als Zeichen dafür, wie sehr Sie daran hängen.
Ganz in Familie
Ihr Erwin Sondermann
Kommentare dazu:
(25.9.04 16:50)Frau M.
Gib`s ihr Erwin, gib`s ihr....*anfeuer*
So! *sich mal ein paar Staubflocken von der Schulter wischelt*
während meine werten Mitbewohner/in sich Briefe schreibend der Sache annehmen, bin ich zur Tat übergegangen. Ganz nach dem Motto : "Isch treff disch zwischen de Augen, Baby" hab ich mich mal der Madame Q dingens angenommen. Natürlich habe ich stets dafür gesorgt, das unsere Frau Ponzo ein Alibi für die entsprechenden Zeiten hatte, so dass sie nicht in Verdacht gerät, diese üblen Taten begangen zu haben, mit anderen Worten noch tiefer in die Scheiße gerät. Manchmal bin ich so fürsorglich, dass es den falschen Personen weh tut, datt will ich ja dann auch nicht.
Also angefangen hab ich mal damit, dass ich mir den Erwin mal ausgeliehen habe. Nee nicht den Herrn Sondermann, ich meine den Dobermann der Mafiosifamilie, sie erinnern sich sicher schwach. Den habe ich ein wenig angelernt und nun weicht er Madame nicht mehr von der Seite. Sobald sie den Mund öffnet um ein Tönchen von sich zu geben, bellt er wie verrückt. Ganz wie sein Leihfrauchen kann er sehr penetrant sein, zudem habe ich ihn mit billigem Dosenfutter gefüttert und nun furzt er, dass es eine wahre Pracht ist. Wenn Madame nun nicht innerhalb von ein paar Tagen klein bei gibt, allein schon durch die latente Übelkeit verursacht durch die grüne Dunstglocke die sie dank Erwin um gibt, dann weiß isch et auch nisch. Ach ja ich habe Erwin übrigens angewiesen, sofort, wenn Frau Ponzo das Hotel betritt, lieb zu sein und darauf zu hören was sie sagt. Es liegt also ganz bei Madame......
Außerdem habe ich, da ich selbst ziemlich erkältet und dadurch etwas schlafgestört bin, in den letzten Nächten mindestens 30 mal angerufen und Madame fröhlich gefragt, ob sie auch nicht schlafen kann. Ihre Antworten spar ich mir, hab ich eh nicht verstanden, ich spreche ja leider Gott sei Dank kein französisch.
Zudem hab ich die Kaltmamsell mal ein wenig gekitzelt, sie verstehen *Augenzwinker* Die Gute ist noch von der letzten Aktion total eingeschüchtert und ich brauchte sie nicht lange bitten. Ich habe ihr einfach erzählt, das wenn sie nicht ihrerseits dafür Sorge trägt, das Frau Ponzo bald wieder an der Rezeption steht, wir hier die Macht übernehmen, sprich Frau Professor und ich. Die Gute hatte das blanke Entsetzen in der Augenpartie lodern und gelobte alles aber auch wirklich alles dafür zu tun, dass hier das Chaos in Tüten ausbricht, solange Frau Ponzo nicht anwesend ist. Ich werd das mal beobachten....... ich bin ja nicht weit, nech Froooolllein....!!! *mal mahnend die Kaltmamsell anstarrt*
Der Nachtportier gelobte ebenfalls eifrig Beistand, nachdem ich ihm erzählt habe, das ich mal ein paar Wochen Praktikum bei einem Kälte-Klima-Installateur gemacht hätte und durchaus in der Lage wäre, das Kühlhaus ein wenig zu frisieren. Dabei grinste ich wölfisch......... Seit dem geht hier nachts die Post ab, ich sach sie aba!!!
So ich muss mich jetzt mal ein wenig zurückziehen. Schließlich muss ich mir noch ein paar Nettigkeiten für Madame ausdenken.
Tja selbst schuld, da sach ich nur, datt sowatt von sowatt kommt!!!! Mit uns anlegen????? MIT UNS ANLEGEN ????????
MIT UNSSSS????? Pahahahahaha *irre lacht*
dat wird noch lustig *keineswegs fröhlich guckt*
Kommentare dazu:
(26.9.04 04:19)
Nochmal den Hörer in die Hand nimmt und Madame Quidingens fröhlich anruft. Hallo? Jaaa hallo, ich wollte nur mal kurz nachfragen....*klick* Hallo?? Hallo??
*grins*
Ja was ist denn nun los????
Wo sind se denn alle???? Ich irre den ganzen Tag schon durch das Hotel und niemand ist anzutreffen! Hallo????
Das ist ja das reinste Geisterhotel, da krisch isch Angst.
Habt ihr euch alle in euere Zimmer verzogen und fürchtet euch vor Madame Q...., oder heckt ihr einen Plan aus? Sach doch ma watt!! Sitzstreik auf dem WC?
Hallo Frau Ponzo, bitte kommen se doch zurück, ohne sie ist es so trist und grau und ach generell.....
Streik, Streik, Streik!
Der Umgang der ominösen Made Qui-décide-tout mit dem Hotelproletariat und deren führende Spitze, der geknechteten Rezeptionistin, hat eine Streikwelle unter den Hotelbewohnern ausgelöst, wie sie nicht besser von der IG Nahrung, Nuss und Tütensuppe hätte organisiert werden können.
Der heutige Morgen begann daher mit einem Sitzstreik. Wir blieben einfach an unseren Frühstückstischen sitzen, bis das Büfett abgeräumt wurde. Den anschließenden Stehstreik konnten einige schon nicht mehr wahrnehmen, da sie solchermaßen gesättigt, einfach nicht mehr aufstehen konnten. Schade nur, dass dieser durchschlagende Kampf nicht das Herz von Made Qui-décide-tout erweichen konnte, da sie niemals vor dem Mittagessen im Hotel auftaucht.
Frau S. schlug danach einen brutalen Ruhestreik vor, im besten im Saunabereich. Dem schlossen sich überwiegend männliche Hotelgäste an.
Herr Sondermann probierte einen Hüpfstreik, brach aber bereits nach zwei, drei Hüpfern entkräftet an der Bar zusammen. Das Alter, der Stützapparat, die Bandscheiben – da kam schon einiges zusammen. Aber der erfahrene Streikhase ging sofort in die nächste Phase über – dem Leerstreik von vollen Gläsern. Sein Protest dauert zur Zeit noch an, wenn er auch momentan von ihm nur noch lallend artikuliert werden kann.
Frau M. verzog sich in die Bowlingbahn und vermeldete alle naselang einen neuen Strike. Per Telefon in einer Direktschalte an Madame Qui-tout-wenig-tut. Dann allerdings verließ sie ihren Streikposten, um sich einmal kurz Frischmachen zu wollen, bekanntermaßen bei ihr ein Fünf-Jahresprogramm. Vielleicht findet sie auch einfach ihr Zimmer nicht mehr, die heimtückische Made ACDC hatte nämlich gestern alles neu durchnumerieren lassen. Angeblich hieße das Zimmer 4x20 richtigerweise 80. Das soll sie mal den Franzosen erklären!
Bemerkenswert vielleicht noch die Streikinitiative von Herrn Schreibman. Er hat beschlossen, nur zu streiken, wenn er nicht streikt. Wirklich clever! Da wird Madame Qui-brüll-la-herum wohl bald engültig den Durchblick verlieren und aufgeben!
Demonstration
Nieder mit Madame Quidécidetout! Nieder mit der herrschenden Klasse! Es lebe das Hotel Ponzo! Es lebe Madame Ponzo! Alle Macht den Gästen! Liberté, Egalité, Fraternité!
Puuuhh, kann Demonstrieren eine schweißtreibende Angelegenheit sein. Vielleicht hätte ich mir nicht grade die Sauna aussuchen sollen, um meine Fähnchen zu schwenken....Aber was tut man nicht alles, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen?
He, junger Mann, nicht schlapp machen! Hinlegen können Sie sich später noch. Jetzt wird erst mal schön weiter im Kreis marschiert. Ich mache mal noch einen kleinen Aufguß, um dem Ganzen etwas mehr Nachdruck zu verleihen. *zisch dampf* Aaahhh....tief durchatmen und weiter gehts: Wir protestieren auf allen Vieren! Im Ponzo gibts ne Schweinerei, wir verlangen hitzefrei! Hallo Sie, was ist jetzt schon wieder los? Meine Transparente sind nicht dazu da, dass Sie sich damit den Schweiß von Ihrer Hühnerbrust wischen. So, Herrschaften, eine Runde drehen wir noch und dann gehts raus ins kalte Tauchbecken und anschließend marschieren wir weiter bis zur Rezeption. Sie wollen sich vorher was anziehen? Blödsinn! Wir wollen doch Madame Quidécidetout einen richtig schönen Schrecken einjagen. Also los, vorwärts! Eins, zwei, drei, vier, das ist alles Sch...hier!
Kommentare dazu:
1.10.04 22:38)
Keine Ahnung, wofür oder wogegen Du jetzt genau protestierst. Aber ich finde Deine Saunademonstration köstlich. Darauf dann nochmal: Liberté, Egalité, Fraternité!
(2.10.04 19:05)
Huuuuuch Frau Professor, bedecken se sich mal. Peeeeeeinlich!!!!
(2.10.04 19:39)
Herr 40aufundabwärts, ich protestiere natürlich gegen die skandalöse Hotelführung und gegen die Entlassung von Madame Ponzo, der weltbesten Rezeptionistin. Wenn Sie sich vielleicht gleich mal mit einreihen wollen....
Ah, Frau M., prima, dass Sie auch kommen. Hier, halten Sie mal mein Transparent, ich muss mal die Parolen neu schreiben, die kann man ja kaum noch lesen. Was kucken Sie denn so pikiert? Ach, weil Sie den Herrn hier noch nicht kennen? Das ist Herr 40sowieso, der will uns tatkräftig unterstützen...He, was zerren Sie denn so an mir? Ich soll mitkommen? Wohin denn nur? Zu Hülfe, die Frau wird gewalttätig!
(5.10.04 23:48)
*seuftz* Wo das mit der Frau S. noch hinführen soll...... Sie hat ihre Nacktheit entdeckt und ist völlig fasziniert........ komisch...
(6.10.04 11:56)
Was heisst denn hier entdeckt? Ich war schon immer nackt - Sie haben es nur nie gemerkt! Frau S. in P., sehr nackt und bester Dinge.
Eh psst, wenn ich (Mlle P., ebenfalls in P.) auch mal was sagen dürfte...? Die Frau S. schafft es sogar, die nackten Männer in chinesischen Schnapsgläsern scharf zu machen, ganz ohne nackt zu sein! Ja wirklich! Aber frech is se! Sagt die doch glatt zu mir: "Na meiner hat auch nen Ständer, Ihrer ja gar nicht!" Man wird doch immer wieder auf's neue frustriert von der Frau.
Fräulein P.
(7.10.04 21:01)
*nick* mmmmmmh ich verstehe genauestens wat sie meinen Mlle P.
dat glauben se nich!!!!
Soeben komme ich vom Einkaufsbummel, schleppe meine Tüten in den Empfangsbereich des Hotels und was sehen meine altersschwachen Augen??
Frau Professor S.........................
nackt!!!!!!!!!
Kreischend schwenkt sie ein Saunatuch, worauf irgendetwas geschrieben steht. Aus unerfindlichen Gründen ist dieses Geschreibsel überhaupt nicht mehr leserlich, alles zerlaufen und verschmiert. Und brüllen tut se! Im Gefolge hat sie 8 ebenfalls nackte Männer, die wütend ihre Fäuste in die Luft recken. Das sieht aus wie eine Elefantenherde, kennen se doch sicher, wo der eine sich mit dem Rüssel am Schwänzchen des Vordermannes......
Also ich bin ein wenig geschockt. Was wollen die denn? Ist denen die kostenlose vom Hotel gestellte Bodylotion ausgegangen?? Als wenn wir nicht wichtigere Dinge zu erledigen hätten!! ICH war eben mal im Armyshop und hab mir mein Milly-macht-dat-schon-Outfit zusammen gesucht. Tarn-T-Shirt, grüne Armeehose, braungrüne Schminke, damit ich beim anrobben auf dem Hotelteppich unsichtbar werde...... Das ganze hab ich gleich viermal eingekauft, damit die anderen auch ein entsprechendes Outfit für unsere wir-zeigens-der-Hotelleitung-mal-richtig-Aktion haben. So jetzt muss ich mal gucken das ich die kreischende Frau S. mal einfange. Dat is ja peinlich!!!!
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:45
Auf der Flucht
Meine Sauna-Demonstration neulich scheint Frau M. völlig verstört zu haben. Wann immer ich sie seitdem sehe, kriegt sie einen panischen Blick und ergreift die Flucht. Das irritiert mich jetzt aber doch etwas. Ich meine, was soll denn das? Mein letztes Ganzkörper-Lifting hat richtig viel Geld gekostet und mir einen perfekten Körper verpasst, daran kanns also nicht liegen. Gut, vielleicht hätte ich den Herren, die mich im Adamskostüm auf dieser Demonstration begleitet haben, vorher noch mal die Adresse meines Schönheitschirurgen geben sollen. Ich meine, nackte Männer sind ja in den seltensten Fällen so ein richtig schöner Anblick. Aber dann soll Frau M. in Zukunft gefälligst um diese Herrschaften einen großen Bogen machen und nicht um MICH!
Da isse ja schon wieder. Huhu, Frau M., wie wäre es mit einem Drink an der Bar? He, so warten Sie doch! .... Tja, was soll ich sagen? Nix als Staubwolken hat die Dame hinterlassen.
Dabei war diese Demonstration neulich ein durchschlagender Erfolg. Madame Quidécidetout erlitt nämlich auch einen ganz schönen Schock, als da so eine Horde Nackter vor ihrem Tresen herum hüpfte. Und was soll ich sagen? Seitdem ist Ruhe im Laden. Das Biest ergriff die Flucht und verließ mit wehenden Haaren das Hotel. Seitdem wurde sie nicht mehr gesehen und wir haben endlich wieder unsere Ruhe. Wurde aber auch Zeit! Noch mehr Streiks und Demonstrationen hätte ich nicht durchgestanden.
So, und jetzt gehe ich alleine was trinken, weil alle anderen sich wieder mal in ihren Löchern verkrochen haben. *grummel*
Kommentare dazu:
(8.10.04 20:23)
psssst is se weg???? *um die Ecke guck* Nerven hat die Frau! Wer die zum Freund hat braucht keine Feinde mehr, ich sach sie. Seit der letzten Aktion tuscheln alle hinter mir her, weil sie wissen das ich mit der Frau Professor, na sagen wir mal, befreundet bin. Nackt! Dieses Bild bekomme ich schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf *energisch den Kopf schüttel* Ich geh ihr grad mal ein bisken aus dem Weg, bisher hab ich mich auch immer so geschickt versteckt, das sie mich nie gesehen hat. Hömma, is doch wahr! Wer weiß auf was für Ideen die Dame noch kommt. Ich zieh mich nicht aus, ich nicht!!!! Obwohl..... irgendwie vermiss ich sie ja schon......und seit wann interessiert mich was die Leute sagen?????? Haaaalllo Frau Profäääässooooor, warten se mal....
(8.10.04 22:16)
Hä? War da was? Ach, Frau M., nu kommen Se ja doch noch an. Lassen Sie sich doch mal drücken. An meine kleine Hühnerbrust, altes Haus. *zieh, zerr, quetsch* Was ist denn jetzt schon wieder los? Wieso gucken Sie so beleidigt? Waaaas? Ich hätte den Kragen Ihres ollen kleingeblümten Kleidchens zerknittert? Also, da hört sich doch wirklich alles auf. Die Frau wird ja von Tag zu Tag humorloser. Dann können se Ihren Schlummertrunk auch alleine zu sich nehmen. *grimmig davon stapft*
8.10.04 23:55)
*blöd guck*
Erwin Sondermann (9.10.04 18:17)
*auch blöd guck* Dann ist ja alles wie immer und in Ordnung
diese Frau Professor!!
*blöd guck* nu is se beleidigt!! Das hat Frau nun davon. Erst überwindet man sich, springt mit einem heftigen Hoppser über seinen eigenen Schatten und dann...... dann ramponiert sie mir mein bestes Sonntagsausgehkleid und ist noch beleidigt wenn ich sie ein wenig anmurre. Als wenn ich nicht mit ihr schon genug mitgemacht hätte und? Hab ich einmal was gesagt? Ein einziges Mal mal? Kein Wort kam über meine rotgeschminkten Lippen. Zumindest nicht ihr gegenüber.
Wenn ich da nur an die Pappmache-Aktion denke, wo ich stundenlang in der Duschtasse rummatschen musste, nur weil sie ihren Arm in Gips............ Und das auch nur weil ich sie beim Dachterassensprung durch beherztes Eingreifen vor üblerem bewahrt und sie an ihrem Slip...... Und füttern musste ich sie anschließend.
Oder wie ich sie vor dem wilden Stier gerettet habe, als wir versehentlich statt in den Bus in einen spanischen LkW-Anhänger gestiegen sind. Kein Wort hab ich gesagt.
Frau M. hab ich zu mir gesagt, sagen se jetzt nix, hab ich gesagt. Pöh, dann trink ich eben meinen Drink alleine. *die Cocktailbar stürm* Ein bis fünf Gläschen Schampus bitte! *reinschütt*
Die Blödgucker
Frau M. aus Dingens und Herr Sondermann aus Dingens an der Dingens
haben es ja schon sehr hübsch vorgemacht: Wenn ihnen einer blöd kommt,
dann hauen sie ihm nicht einfach eins in die Fresse oder kriegen
hysterische Kreischanfälle. Nein, dann stellen sie sich ganz entspannt
hin und gucken einfach mal ein bisschen blöd. Blöd gegen blöd. Und das
alles ganz stressfrei.
Das ist viel leichter, als Sie denken.
In der S-Bahn hält Ihnen ein Mütterchen ihren Behindertenausweis vor
die Nase, obwohl alle anderen Plätze frei sind? Blöd gucken statt die
arme Alte zu würgen erspart Ihnen beiden viel Ärger.
Ihr Chef hat Ihnen mit einem Hinweis auf die schwache Konjunktur
gekündigt, während er seinem Töchterchen grade zum 18. Geburtstag ein
Loft in Winterhude geschenkt hat? Gucken Sie einfach blöd. Das
ist bequemer, als dem Chef unter wüsten Beschimpfungen in die Eier zu
treten.
Ihr Göttergatte hat Ihnen nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder
gesagt, dass er Sie liebt? Fragen Sie ihn nicht sofort, ob er eine
Geliebte hat. Ein bisschen blöd gucken reicht für den Anfang.
Ihre Liebste möchte tantrische Spielereien mit Ihnen ausprobieren? Auch
hier kann ein hübsch blöd verzogenes Gesicht nicht schaden. Es erspart
Ihnen am nächsten Tag den Gang zum Orthopäden.
Ihr Sohn will endlich wissen, warum er eine schokofarbene Haut hat,
obwohl beide Eltern weiß sind? Lieber blöd gucken, als den armen
Kleinen mit schlimmen Antworten zu überfordern. Auch mit 32 kann ein
Söhnchen noch sehr sensibel reagieren.
Sie stellen eines Abends im Hotel Ponzo fest, dass in Ihrem Bett schon
jemand liegt? Nicht gleich nach dem schlampigen Hotelpersonal brüllen.
Das bringt eh nix. Entspannen Sie sich, gucken Sie ein bisschen blöd
und legen sich dann einfach mit ins Bett. Das wird sicher eine
unvergessliche Nacht!
So, und wer den blöden Blick nun immer noch nicht genug geübt hat, der
kann demnächst auf dieser Seite zauberhafte Bilder vom Hotel Ponzo und
sämtlichen Gästen bewundern. Wenn Sie dann immer noch nicht blöd
gucken können, dann kann ich Ihnen leider auch nicht mehr helfen.
In diesem Sinne
Ihre heute ganz außerordentlich blöd guckende Frau S.
Kommentare dazu:
(13.10.04 02:55)
Wie meinen se dat getz? Ist das ein gemeiner Seitenhieb, oder ein Friedensanjebot? *als alter Ponzo-Hase gewohnt dümmlich guck*
(13.10.04 11:35)
Hm, da stellen Sie mir jetzt eine Frage, die mich glatt überfordert. *mal total blöd guckt*
Liebes Gästebuch,
die Auseinandersetzungen mit Madame „DieganzschöndurchdenWindist“, wir erinnern uns, die liebenswerte Rezeptionistin Frau Ponzo wurde kürzlich von ihr des wichtigstens Arbeitsmittels beraubt, nein, nicht des Schlüsselkastens, viel schlimmer, des gesamten Entreé, dieser harte und unmenschliche Arbeitskampf hat ein Ende gefunden!
Frau Ponzo hat die Fronten gewechselt und sich auf die Seite der Sieger geschlagen. Von einer versklavten Rezeptionistin ist sie nun zur gefürchteten Hoteltesterin aufgestiegen. Tagtäglich startet sie jetzt Umfragen unter den Hotelgästen und vergibt daraufhin den berüchtigten Ponzostern für besonders anprangernswerte Zustände.
Das Hotel Ponzo hat mit einer einzigen Frage bereits glorreiche 1587 Ponzosterne verliehen bekommen. Die Antwort hieß „Hä?“ und die Frage lautete: „Halten Sie ein Zimmer, in dem einzig und allein ein zerbrochener Kleiderbügel liegt, für ausreichend möbiliert?“
Kommentare dazu:
(14.10.04 20:34)
Hä?
(14.10.04 21:34)
Qua?
(15.10.04 18:59)
Genau! Ganz meine Meinung!
Weitere Fragen aus dem Ponzo-Hotel-Test:
Stört es Sie, dass ihr Doppelzimmer auch für einen Dreier benutzt werden kann?
Stört es Sie, wenn Sie während dessen im Bett liegen und schlafen wollen?
Würden Sie es begrüßen, wenn Ihr Zimmer eine abschließbare Tür hätte?
Halten Sie die Speitüten am Frühstücksbüffet für eine ausreichende Sicherheitsmaßnahme?
Würden Sie es als übertriebenen Luxus empfinden, wenn das Hotel über einen Feuerlöscher verfügen würde?
Sind die Gitter an den Fenstern für Sie ein vertrauter Anblick, oder hätten Sie doch lieber Gardinen?
Was würden Sie machen, wenn aus ihrer Dusche Wasser käme?
Könnten Sie sich vorstellen, für einen kleinen zusätzlichen Obolus, einmal im Monat frisches Bettzeug vorzufinden?
Gibt es Momente, in denen Sie sich wünschten, aus den Steckdosen kämen nicht nur Kakerlaken?
Würde es Sie beunruhigen, wenn Sie auf unseren Fernseher ausschließlich arte sehen könnten?
Finden Sie die Idee, den individuellen Weckruf durch einen generellen Tusch für alle um 4.oo Uhr morgens zu ersetzen (mit der französischen Nationalhymne „Non, je ne regrette rien“) genauso großartig wie die Hotelleitung?
Was verstehen Sie unter Zimmerservice?
a) Eine aufgetankte Minibar,
b) ein aufgetanktes Zimmermädchen oder
c) Beides?
Aktuelle Anzahl vergebener Ponzosterne: 32.567.894.568.524.678.263.884 (Tendenz stark steigend!)
Kommentare dazu:
(16.10.04 02:30)Frau M.
1.ja
2.ja
3.ja
4.ja
5.nein
6.wär schön
7.vor Freude nackt und irre lachend durch die Gemeinschaftsdusche tanzen
8.ja
9.ja
10.nein, hin und wieder ein Heimatfilm im Videokanal täte es auch
11.großartig
12.a)
13.ja
14.ja
15.öhm wie war noch mal die Frage???
Ich stelle mit Entsetzen fest das ich eindeutig zur Ja-Sager-Generation gehöre *ungläubig mit dem Kopf schüttel*
16.10.04 15:31)Frau S.
Es stört Sie, wenn in Ihrem Bett endlich mal das Leben tobt? Also, Frau M., ein bisschen mehr Unternehmungslust hätte ich Ihnen schon zugetraut.
Ich beantworte Frage 1. natürlich mit einem sehr entschiedenen Nein! Und alle anderen Fragen auch. Was sagen Sie, Herr Sondermann? "Nein" passt nicht immer als Antwort? Na, dann stellen Sie doch gefälligst passendere Fragen. *empört entschwindet*
(17.10.04 19:13)Frau M.
*kopfschüttel* einen Ton haben se am Leib Frau S! Wat ham se denn? Ist ihnen die gestrige Fischsuppe nicht bekommen? Herzeleid? Wechseljahre? Migräne?
tz tz tz tz
Herrrr Sondermann nu sagen se doch auch mal was..
(17.10.04 20:10)Frau S.
War wohl die Fischsuppe. Die sah schon so komisch aus, ganz grünlich irgendwie. Und mein Gesicht war hinterher noch viel grüner. Na, ich erspare Ihnen die Details. Aber was wollen Sie auch anderes von der Küche erwarten? Wir befinden uns hier schließlich im Hotel Ponzo.
(18.10.04 23:37)
Auch wieder wahr! Na gut ich verzeih es ihnen noch mal *zauberhaft an lächel*
Was macht eigentlich ein durchschnittlicher Hotel-Ponzo-Gast in seiner Freizeit?
Nun, diese oft gestellte Frage beantwortet die beiliegende Postkarte am Beispiel des Langzeitgastes Erwin Sondermann:
Wenn er nicht gerade an seinem philosophischen Hauptwerk „Ich war – Ich bin – Ich könnte sein“ arbeitet, bessert er sein Taschengeld als Postkarten-Model auf. Als Schauspieler der alten Schule vermag er es dabei ohne Mühe, Jean Gabin, Pablo Picasso und den unbekannten Schachspieler Rainer Rösslsprung in einer Figur zu vereinigen. Auf Wunsch kann er auch binnen Sekunden in die Rolle des sensiblen Atomphysikers Niels Bohr schlüpfen oder den Garderobenständer von Marlene Dietrich imitieren. Auch seine hochbegabte Hauskatze hat einige Paraderollen in petto. Hier sehen wir sie als Nackenrolle.
Kommentare dazu:
(18.10.04 19:20)
wie amüsant. da schau ich doch bei gelegenheit gerne wieder vorbei ;-)
(19.10.04 01:49)Frau M.
ja ich schaue auch immer wieder gerne dran vorbei. Hat jemand die Küchenmamsell gesehen? Ich hätte noch ein wenig Hüngerchen..... *lostrabt und mal auf die Suche geht* wieher
(19.10.04 12:26)Frau S.
Äh, Herr Sondermann, ich hab da was nicht kapiert. Wer oder was auf diesem ausdrucksstarken Bild ist denn der Gatte von Frau Ponzo? Ist der soo unscheinbar, dass er quasi unsichtbar ist????
(19.10.04 12:55)Frau M.
Frau Professor, die Kompottschalen-Brille wieder nicht geputzt? Dat sehe ja sogar ich mit meinen altersschwachen Äugelein. Immer dem Pfeil folgen dann noch ein bisken geradeaus, dat kleine Männlein da, jaa getz ham sen. Muss ich mir Sorgen machen? Werd ich demnächst zum Blindenhund umfunktioniert? Wat ich alles mitmachen muss, nänänä
(19.10.04 14:19)Frau S.
Was denn? Wie denn? Wo denn? Ach, mein Gott, ja! Frau M., wenn ich Sie nicht hätte. Ich sach ja, das Alter, das kaputte Monokel, die Übermüdung und überhaupt.
im Foyer aufbau und eine Rede vor versammelten Gästen hält
*tief Luft holt*
Liebe Singles und Singleletten, Strohwitwen und –witwer, flüchtige Ehegatten und –innen
Ich freue mich das sie so zahlreich erschienen sind, ich werde mich *räusper* in gewohnter Weise kurz halten.. Sind sie es auch satt in diesem freudlosen Etablismeng vor sich hinzudümpeln? Sehnen sie sich auch nach einem anschmiegsamen, unterhaltsamen Partner an ihrer Seite?Löffeln sie auch allmorgendlich lustlos ihr Frühstücksmüsli im Speisesaal in sich hinein, nur um diese unsagbare Leere zu füllen?
Haben sie auch keine Lust mehr, sich an der Cocktailbar zu besaufen, nur weil der entsprechende Gesprächspartner fehlt und der Kellner schon mit Walkman auf den Gehörgängen bedient, weil er es satt ist ihre freudlose Lebensgeschichte zum 185. mal zu hören???
Sind sie es leid ihr Zimmer mit einem übelgelaunten Zimmergenossen gleichen Geschlechts zu teilen (mal zu Frau Prof. S. rüberschielt), nur weil alle Einzelzimmer in diesem Hotel unerschwinglich und ausgebucht sind?
Fühlen sie ihn auch, diesen kalten unerbittlichen Herbst, der durch unsere Herzen jagt?
Apropos hat schon jemand mal dem Personal gesagt, das sie langsam mal die Heizung anstellen und den Zimmermann für die lädierten Fenster kommen lassen sollten? Fröstel
Dann lassen sie uns endlich verdammich noch mal etwas dagegen unternehmen!!!!!!
*frenetischer Beifall*
Ich habe es mir nicht nehmen lassen für sie alle in die Bresche zu springen, haben tagelang dieser vermaledeiten Madame Qdingens in den Ohren gelegen, Stunden damit verbracht alles zu planen und nun sehr geehrte Damen und Herren, geehrte zahlende und nicht zahlende Dauergäste ist es vollbracht! *Pause einlegt und die gespannte Stille genießt*
Pause
Pause
Öhm was wollte ich noch gleich sagen??
Pause
Pause *irritiert guckt* Frau Professor ich glaube ihre Alzheimer ist ansteckend...
Ach ja!!
Am kommenden Freitag steigt in diesem vermufften Haus eine Party, wie sie lange nicht mehr gesehen wurde. Davon werden noch Generationen sprechen, ich sach sie aba!
Wir starten eine Verkupplungsparty!!!! Jawoll *beifallheischendumguck*
Wie? Bitte getz keine Zwischenfragen Herr Sondermann, mir doch egal was ihre Frau Gattin am kühlen Ostpol dazu sagt! Leben sie gefälligst nach dem Motto was sie nicht weiß, macht sie auch nicht schlauer! Das machen alle anderen hier ja schließlich auch *räusper*
Der Speisesaal wird bereits am Freitag gegen 14 Uhr leer geräumt und –gefegt. Kaffee und Kuchen fällt an diesem Tag natürlich aus, diesen ewig staubtrockenen Mohnkuchen hält eh kein Schwein ähm Magen aus. Wie das ist gar kein Mohn?? Seien se ruhig Frau Professor, so genau will ich das gar nicht wissen *an maul* Aber ich freue mich das sie sich freiwillig melden um dien Raum hübsch zu dekorieren. Sie sind doch hier die Pappmache-Fachfrau, lassen se sich mal was Nettes einfallen. So mit Sonnenuntergängen und schönen Lichteffekten und Blümsches und so was. *mal Frau S. Wiederspruch überhört* Ja ich sehe sie stimmen mir zu, dann wäre das ja auch geklärt.
Wo war ich? Immer diese ungeliebten Zwischenrufe *seuftz
Jedenfalls habe ich einen Alleinunterhalter in Kost und Logis genommen, damit er uns an diesem Abend fröhlich aufspielt. Auch die Band Sonderbar wird es sich nicht nehmen lassen, ein paar umgestylte Rocksongs auf ihren Wandergitarren, geklauten Keyboards, geliehenen Kochpötten und ungeübten Stimmbändern zum Besten zu geben. Herr Sondermann!! Nu stellen se sich doch nicht so an, schließlich haben wir diesen Sommer mal in ihrem Zimmer geübt, wissen se noch? Lagerfeuer? Feuchte Betten durch die Sprenkelanlage?? Ach ich sehe es dämmert. Einmal üben reicht doch! Wir sind hier ja schließlich nichr auf dem Grand Prix de la Schangsong... *seuftz*
Werte un- und freiwilligen Gäste. Bitte füllen sie die ausliegenden Fragebögen aus. Sie dienen dazu den passenden Partner für sie zu finden. Frau Ponzo hat eigenst den Hotelcomputer umfunktioniert um diesen Fragebogen auszuwerten. Wie? Natürlich weiß Madam Qdingens nix von der Manipulation, aber das wird sie schon noch merken *hämisch grins*. Was glauben sie wohl warum ich Frau Ponzo die letzten Nächte hier heimlich reingeschleust und den Nachtportier kaltgestellt habe? Naja jedenfalls, irgendwie sind bei der Aktion die Rechnungen der Cocktailbar abhanden gekommen. Sie haben also letzten Monat auf Kosten des Hauses gezwitschert, wenn das nicht alleine Grund zum Jubeln is, weiß ich et auch nicht!
Unten an diesem Fragebogen finden sie eine Nummer, die sie bitte bevor sie den Bogen abgeben abreißen. In der rechten Ecke des Speisesaales befindet sich eine Buttonmaschine, bitte basteln sie sich bis Freitag einen ansprechenden Button, den sie dann an besagtem Abend an ihrer Brust tragen. Wie? An ihrer Brust, nicht in der Brustwarze Frau Professor. Ich möchte an der Zurschaustellung ihrer Intimpearcings nicht teilhaben, dat machen se mal nachher wenn se mit ihrem Opfer alleine sind! *pikiert guck
Ich darf noch vermelden, das mein gestriger nächtlicher Besuch bei der Kaltmamsell rege Früchte tragen wird. Sie hat sich „breitschlagen“ lassen, ein wunderbares Buffet für uns zu zaubern.
Bitte tragen sie entsprechend festliche Abendkleidung!! *sich mal denkt: endlich kommt mein Cocktailkleid auch mal wieder zum Einsatz oder ob ich mir doch dieses lange rote Seidenkleid.....???*
Sonst noch Fragen???? O.K. dann lasset die Spiele beginnen!
Bis Freitag *träller*
Kommentare dazu:
(19.10.04 21:41)Frau S.
Das ist ja mal wieder typisch! Frau M. schwingt hier große Reden, lässt sich umjubeln und beklatschen, und unsereins darf dann die Arbeit machen. Na gut, dann wollen wir mal! *die Ärmel aufkrempel* He, Herr Sondermann, helfen Sie mir auch mal ein bisschen beim Aufblasen der Plastikpalmen. Auf Ihren Kochtöpfen können sie auch später noch rumtrommeln. Was ist denn das da für ein LKW vor dem Haus? Ach, richtig, das ist der Sand. Kommen Sie, meine Herren, das soll alles in der Cocktailbar verteilt werden. Seeehr schön....dann kann ja die Beach-Party beginnen.
Hach, wenn wenigstens mal ein paar schnuckelige Kerle auftauchen würden. Von denen gabs lange keine im Ponzo. Am besten wäre natürlich mal so ein richtiger Prinz. So einer, vor dem ich ohnmächtig zu Boden sinke und der mich auf seinem Pferd auf sein Schloss bringt. Das wäre doch mal was! Märchenschloss statt Hotel Ponzo! *träumend noch ein paar Pappmache-Herzen bastelt*
Sonderschau
Also, diese Frau M. ist echt eine Sklaventreiberin! Jetzt soll ich hier auch noch kräftig die Werbetrommel für ihre große Single-Party am Freitag Abend rühren, während Madame sich im Beauty-Salon restaurieren lässt, um dann der Star auf der Party zu sein. Unsereins dagegen tut und macht und wird dann wohl bei der großen Verkupplungsaktion mal wieder leer ausgehen, weil die Zeit nicht mal mehr dazu reichte, um sich noch ein hübsches Kleid anzuziehen. Also, wenn Sie am Freitag eine Frau mit ungekämmten Haaren, Pappmache-Resten an den Händen und in einem bunten Putzkittel antreffen, dann bin das wohl ich. Aber ich schwöre jetzt schon hoch und heilig: Ich kann auch ganz anders aussehen. Jawohl!
Schauen Sie doch mal zum Beispiel hier:
Sehe ich da nicht unglaublich elegant aus? Und das nach 98 Stunden Zugfahrt nach Paris. Das soll Frau M. mir erst mal nachmachen!
Hach, dabei kann die Frau doch wirklich nett sein. Ich verstehe selber nicht, warum wir immer so aneinander geraten müssen. Neulich noch saßen wir ganz gemütlich in einem Café zusammen und lästerten einträchtig über unsere lieben Mitmenschen.
Frau S.: „Herr Sondermann sitzt auch nur noch depressiv in der Gegend rum. Ham se den da vorhin gesehen? Das ist doch wirklich kein schöner Anblick mehr.“
Frau M.: „Ja, schlimm. Und dieser verfilzte Wischmop, der ihm neuerdings Gesellschaft leistet, ist ja nun auch kein Umgang. Wenn ich da an diesen Dobermann denke, den ich mir mal leihweise zugelegt hatte... Na, der hatte Klasse.“
Frau S.: „Ach, und gucken se mal, ist das da hinten nicht Frau Ponzo? Na, die sah aber auch schon mal besser aus.“
Frau M.: „Was erwarten Sie? Die Frau lebt doch viel zu ungesund. Jede Nacht Partys, Drogen, Sex... Das hinterlässt irgendwann Spuren. Aber sagen Sie mir mal lieber, was Himbeergeist auf Französisch heißt.“
Schön war das. Ja. Wir haben uns fröhlich einen gezwitschert, uns abends noch von zwei netten Herren zum Essen einladen lassen und wollten dann anschließend im Hotel Ponzo noch ein bisschen weiter feiern. Oh, aber da hätten Sie mal das Gesicht der ollen Ponzo sehen sollen, als wir ins Hotel zurück kamen. Die kannte ja gar keinen Spaß.
„N’Abend die Damen, ist wohl mal wieder spät geworden, was?“ fragte sie und guckte uns richtig streng an. Wir zuckten mit den Schultern. Meine Güte, es war kurz vor Mitternacht, eine zivile Uhrzeit für zwei so lebenslustige Hüpfer wie uns. Was hatte die Frau Ponzo denn nur?
„Ich habe seit zwei Stunden Feierabend“, keifte sie. „Und Sie haben Ihre verdammten Schlüssel nicht mitgenommen. Der Nachtportier ist krank und Madame Quiesttotalbescheuert hat angeordnet, dass die Haustür ab 20 Uhr immer abgeschlossen sein muss. Also sitze ich hier und warte darauf, dass die Damen endlich mal wieder den Heimweg finden.“
Ach je, was soll man da noch sagen? Wir zogen bedröppelt unter den gestrengen Blicken von Frau Ponzo unsere Schuhe aus und schlichen auf Zehenspitzen auf unsere Zimmer. Als ich grade die Tür hinter mir zumachen wollte, sagte Frau M.:
„Ich habe übrigens noch einen guten Tropfen auf Lager...“
Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so hockten wir da in trauter Zweisamkeit bis morgens um fünf. Hach, das war wie damals auf dieser Klassenreise, als wir die Tür unserer Lehrerin von außen abschlossen, damit wir in Ruhe saufen und kiffen konnten, bis die Letzten umkippten. Ach, Himmel, da fällt es mir siedend heiß ein.... Frau Ponzo hockt ja immer noch auf der Toilette, die wir von außen.... Mein Gott, Frau M., gut, dass Sie kommen. Wie? Ich soll alle Stühle rot streichen und mit Herzen bekleben? Das muss erst mal alles warten. Ich fürchte, uns ist da was ganz Dummes passiert.... Kommen se schnell!
Kommentare dazu:
Erwin Sondermann (20.10.04 19:26)
Liebe Frau S., ich verpasse meinen Zug, ehe sich die Bilder aufbauen! Ob ich in der Zwischenzeit meinen Rentenantrag abgebe? Das wird sich wohl nicht lohnen ... bevor das letzte Bild erscheint, bin ich vermutlich sowieso schon 200 Jahre tot!
(20.10.04 20:39)
Lieber Herr Sondermann, wenn Ihr Computer genauso alt und verstaubt ist wie Sie, dann wundert mich da gar nichts. Bei mir flutscht das alles nur so - genau wie im richtigen Leben...
Aber gut, ich will mal nicht so sein und dampfe die Bilder etwas zusammen. Doch wehe, wenn der Nächste kommt und sagt, das sei alles so klein und er könne gar nix erkennen.
(20.10.04 22:51)
Bilder????? Welche Bilder???? *mal das Augeneisen putzt*
(21.10.04 09:31)
Also, jetzt hört aber alles auf! Diese elenden Ignoranten hier, fürchterlich. Wie wäre es denn mal, verehrte Frau M., wenn Sie die Gurkenmaske von Ihrem Gesicht nehmen würden? Was sollen denn auch die ganzen Vernissage-Gäste über Sie denken? Peinlich, sach ich nur, obertotal peinlich das Ganze.
(21.10.04 13:09)
Na, endlich haben die Namen mal Gesichter! Und genauso hatte ich sie mir vorgestellt! Genau so!
(21.10.04 13:46)
Ah, die Blütenstaubige stäubt auch mal wieder in diesen verstaubten Hallen. Ja, nicht wahr, die Fotos sind ganz außerordentlich gut gelungen. Und man sieht auch gar nicht, dass der Kragen des Kleingeblümten von Frau M. ein wenig zerknittert ist.
(21.10.04 14:09)
ICH mußte ja auch stuuundenlang dran bügeln! Und wat heißt hier eigentlich oberpeinlich? Lieber grün im Gesicht als nackig rumgehopst, werte Frau Professor. Sagen sie mal..... diese aufblasbaren Palmen *lüg* ganz entzückend, sie machen ihre Sache außerordentlich gut. Ich finde noch hier und da ein paar bunte Tüchlein und geschmückte Seidenbahnen als Himmelsdeko und die Sache ist fast gebongt. Wer hat dem Herrn Sondermann eigentlich erlaubt hier so einen Radau zu machen? Der dängelt nun schon den ganzen Tag auf Kaltmamsells 20 Liter Suppenpott rum, dat hält ja keine Sau aus hier. Ich gehe derweil mal nach diesem entzückenden roten Seidenkleid Ausschau halten. Muss noch ein wenig den Preis drücken. Hach sie sind immer so verständnisvoll, sie verstehen doch sicher, das ich grad mal eine längere Pause brauche....*davonrausch*
(21.10.04 14:28)
Ah, Frau M. - wieder den vollen Durchblick erlangt? Äh...HALLO!?! Wo wollen Sie denn jetzt schon wieder hin? Tztztz, mal eben ein paar Befehle in den Raum schmeißen und gleich wieder davon rauschen ist ja auch ne Art. Und dazu noch das Geschepper von Herrn Sondermann. Uuuhhh....meine Nerven!
*reintänzel*
Ist das ein Fest!!!! Leider habe ich gerade keine Zeit..... mir ist der Herr Sondermann entkommen..... wo versteckt er sich denn........
Herrr Sooooondermann sie sind der nächste auf meinem Tanzkärtchen *trällernd lock*
Das gibt’s doch gar nicht!! Ich muss los, sie verstehen......... *das lange rote Kleid rafft und losspurtet*
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:37
Unbeschreiblich
Ich bin am Ende. Total. Komplett. Mir tut alles weh, was weh tun kann: Der Rücken schmerzt vom vielen Stühle- und Tischeschleppen - uuuhhh, mein Kreuz, ich kann mich wirklich kaum bewegen. Die Finger sind verschrumpelt und zerkratzt vom Basteln der Herzchen aus Pappmache und Basteldraht. Die Füße haben vom Tanzen in viel zu engen Schuhen Blasen gekriegt. Und der Kopf....aahhhh....den Kopf sollte ich gar nicht erst erwähnen. Passt der überhaupt noch durch eine Tür? Mal sehn.... Ooohhhh....schwerer Fehler. Ich sollte den Kopf besser nicht mehr bewegen heute. Dieses Schwindelgefühl ist doch etwas unangenehm.
Frau M.s Party war jedenfalls unbeschreiblich. Und zwar in allem. Unbeschreiblich laut, weil die Sonderbar-Band wie blöd auf ihren Kochpötten rumgekloppt hat. Unbeschreiblich langweilig, weil die wirklich interessanten Männer mal wieder auf anderen Partys rumhüpften. Unbeschreiblich chaotisch, weil Frau M. den halben Abend hinter Herrn Sondermann her rannte, der sich partout nicht verkuppeln lassen wollte. (Ganz unter uns: Ich hege ja den Verdacht, dass er längst ein Auge auf die Kaltmamsell geworfen hat). Unbeschreiblich bürokratisch, weil alle Welt mit diesen Verkupplungsfragebögen rumrannte, die in dreifacher Ausfertigung an der Rezeption abgegeben werden mussten. Frau Ponzo hockt immer noch über der Auswertung. Na, die ist vielleicht auf Zinne! Ihr ganzes Wochenende ist im Eimer wegen dieser dämlichen Aktion. Ich schätze, Frau M. hat hier demnächst nichts zu lachen.
Ja, was war noch unbeschreiblich? Die Fülle an Alkohol, von dem ich ziemlich viel in mich hinein gekippt habe - uuhhh, diese Kopfschmerzen, da sind sie wieder.... Die Garderobe der Gäste, von denen einge sich wirklich mal richtig in Schale geschmissen hatten. Das Kleingeblümte von Frau M. mit dem weißen, gestärkten Spitzenkragen war gleich dreimal vertreten (oh, da guckte Frau M. aber beleidigt!). Mit meiner Kittelschürze lag ich auch ganz gut im Rennen. Nur so rote Finger wie ich hatte niemand. Hat ja auch keiner so viel gemalt, geklebt, gebastelt, geschruppt, geschleppt wie ich.
So, und wozu war das Ganze nun gut? Wenn Frau M. mich unter die Erde bringen will, kann sie das auch einfacher haben. Aber sonst? Ich warte auf die Auswertung der Fragebögen von Frau Ponzo. Große Hoffnungen mache ich mir ja nicht. Bei DER Auswahl von Männern. Da war Herr Sondermann noch einer der interessantesten. Und das will wirklich was heißen.
Ich glaube, ich verkrieche mich wieder im Bett. Dieser Tag ist nicht meiner. Aaaahh, wenn nur diese Schmerzen nicht wären.... *jammernd und sich das Kreuz und den Kopf haltend davon humpelt*
Kommentare dazu:
(23.10.04 22:17)
Dir gute Besserung wünscht . Alles Liebe unbekannterweise, Tigerin. Meow!
(24.10.04 12:28)
Na, wenigstens eine zeigt hier Mitgefühl. Besten Dank! Allen anderen Herrschaften in diesem Laden ist mein Wohlbefinden ja meistens schnuppe. *grummel*
(24.10.04 18:07)
Bevor ich Mitleid zeige, würde mich doch mehr interessieren, mit wem Sie mich verwechselt haben. Lt. meinem Terminkalender war ich nämlich ganz woanders ...
(24.10.04 19:43)
Jetzt behaupten Sie aber nicht, Sie hätten eine Doppelgänger, Herr Sondermann! Nur, weil Sie nach der ersten Flasche Whisky alles doppelt gesehen haben, ging uns das noch lange nicht so. Wer soll denn sonst auf dem Keyboard so präzise daneben gehauen haben wenn nicht Sie? Und was war mit der Kochtopf-Kombo? Und wem ist Frau M. den ganzen Abend hinterher gerannt? Fragen über Fragen. Ich bin verwirrt.
(26.10.04 12:41)
Ja aber hallo! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann eingeladen wurde! Immer muss ich arbeiten! Schweinerei! Abends, am Wochenende, an Feiertagen... also diese direkten Dienstleistungsjobs sind doch mehr was für Amerikaner...
„Singles aller Länder – Vereinigt euch!
Ein Nachtrag zur Single-Party im Hotel Ponzo
Das hat man davon! Kaum ist man einmal außer Haus (dienstlich verhindert zur Bauklötzchen-Messe in Stonehenge), schon werden hier die Feste gefeiert.
Und dabei käme mir, also Herrn Sondermann, eine Single-Party gerade recht. Bin ich doch seit Jahren ein begeisterter Single-Sammler! So befinden sich in meinem Besitz einige wahrhafte Raritäten, wie zum Beispiel eine von Thomas Ganz-Anders handgepresste Modern Talking-Single, eine Blumentopfunterleg-Single von Blumfeld, eine Dreifachsingle vom legendären Woodstock-Single-Festival und schließlich noch eine angebissene Obladensingle mit dem bedeutendenden englisch-tschechischen Volkslied „Ob-La-Di, Ob-La-da“, dargeboten von einem unbekannten Balladensänger namens Paul McCartney.
Unter diesen Voraussetzungen bin ich natürlich der Single-Kenner schlechthin (abgesehen von meiner Frau, die selber Single ist) und es hätte sich durchaus gelohnt, für diesen Event einige Plastepalmen aufzupusten und sich schnell noch ein Hemd von den Seidenraupen auszuleihen ..... Schade, dass ich ausgerechnet an diesem Wochenende bereits verpflichtet worden war.
So stellte mir meine natürliche Einzigartigkeit leider wieder einmal ein Bein. Wäre ich ein Duo, könnte ich locker meine zweite Hälfte zur Single-Party verhökern. Und wäre ich ein Duplo, wäre ich schon längst weg, egal, wie lang meine Praline wäre. Aber ich schweife ab.
Ungeachtet dessen wünsche ich der Wettkampf- und Partyleitung ein unfallfreies Auswerten der Fragebögen und darf nun meinerseits noch nachträglich meine Interessen bekanntgeben:
Kommentare dazu:
(24.10.04 20:46)Frau S.
Klar, Herr Sondermann ist mal wieder allen um Längen voraus - mit oder ohne Praline. Wie soll ich denn mit so einem perfekt durchdachten und aufgemachten Fragebogen noch mithalten können? Ich habe doch nur dieses fleckige, zerknautschte Papier hier. Was steht da noch drauf? "Klopapier, Milch, Butter, Kondome..." Ach Mist, das ist ja nicht mal der Verkupplungsfragebogen, sondern mein letzter Einkaufszettel. Wo war denn nur dieser Fragebogen...?
(26.10.04 10:23)Frau M.
Den haben se doch abgegeben Frau Professor! Tun se ma nich so, Frau Ponzo hat mir erzählt das sie 20 Fragebögen ausgefüllt und beim "heimlichen" in-die-Box-stopfen ständig "sicher ist sicher" vor sich hingemurmelt haben. Haben sie noch gar nicht bemerkt das Madam Qdingens den Eingangsbereich und somit auch die Rezeption nebst Einwurfbox per Videokamera überwachen lässt? Alles auf Band, alles, auch ihre nackige Demo vor 14 Tagen. Leider auch so manch andere Sache, z.B. als ich diese blöde Lampe demoliert habe oder als ich den Nachtportier kalt gestellt habe oder der oder. Madam Q erpresst mich seit dem. Sie etwa noch nicht?? Kommt bestimmt noch.... Sagen se mal Herr Sondermann........
wenn sie das also nicht auf der Party waren, wem bin ich dann so angestrengt hinterher gejagt? Wer hat uns schon Tage vor der Party mit überflüssigen Anregungen und Kochpottgeschepper genervt? Wer außer ihnen trägt einen derart vollen Vollbart, Cordhosen mit Hosenträgern und Karohemden? Wer außer ihnen hat diese wirre bettfeine Frisur? Und vor allen Dingen..... wer hat da nächtelang auf meine Kosten Cocktails gezischt? Ich dachte ich hätte neben ihnen an der Theke gesessen und ihnen mein halbes Leben erzählt und ihnen dankeshalber die halbe Cocktailkarte rauf und runter spendiert??!! Sie sehen mich verwirrt! Und da mir eh noch schlecht von dieser Single Party und dem üppigen Kaltmamsellschen Buffet ist, ziehe ich mich jetzt erstmal ne Zeit zurück. *buuuuurrrrppppss* SCHUUUULZ!!! Außerdem kann ich es dieser Frau Professor auch nie Recht machen. Ständig meckert sie mit mir rum. Dat hab ich satt getz, so!! Ihre Frau M aus Dingens
*flüster* Psssst....
.....leise Herr Sondermann das soll doch eine Überraschung für die Frau Professor werden. Wenn sie hier so laut durch die Gänge schlurfen wird sie noch wach und der Gag ist im Eimer. Wir wollen beglücken und nicht verängstigen. Mensch!! Wo ich grad dabei bin, Herr Sondermann sind sie’s auch wirklich? Nicht das ich hier wieder wildfremde Männer im Schlepptau habe, was kriegen die Leute denn da für einen Eindruck.......
So da wären wir. Halten sie doch grade mal die Torte fest damit ich den Zimmerschlüssel suchen kann. *raschelnd such* Hach das die hier immer so früh das Licht ausschalten müssen! *motz* Haben se mal ein Feuerzeug oder ne Taschenlampe? Jaha ich halt die Torte solange. Oh jetzt bin ich mit dem Daumen reingerutscht *ab schleck*
Hmm da hat sich die Kaltmamsell aber viel Mühe gegeben. Sie haben nur Streichhölzer? O.K. die tun’s auch. Ja genau, sie sind aber ein Fuchs Herr Sondermann, wir machen jetzt alle 35 Kerzen an, dann is es hier im Nu taghell. Aaaaaaahhhh......
ein wahres Lichtermeer.........*andächtig guck*
Wie? Ja wo war noch gleich der Schlüssel, halten se doch noch mal eben den Kuchen *umständlich rüber reich* Ich hatte doch eben noch...... wo is er denn........
ich weiß genau........ Mist!!! Ich hab ihn von innen stecken lassen. Ja nu meckern se nicht so laut, ich hatte es halt eilig. Was machen wir denn jetzt??????
Herr Sondermann sie sind zu gebrauchen, wir singen einfach hier draußen auf dem Flur, Frau S. wird begeistert sein, sofort die Türe öffnen, den Kuchen und den Champus sehen ....Oh wie wird sie sich freuen...... Ganz bestimmt....... Denkt doch außer uns eh keiner dran....höhöhö......aua... sie sollen mich nicht anrempeln, ich mein das doch nicht böse.
miiiiiii mimimimimimiiiiiiiiiiiii Wie? Nein das ist noch nicht das Lied, ich stimme mich ein.. Banause!!!
Also .. auf drei..... eins zaaaaweiiiiiii ....Wie? Warum ich immer die Bestimmerin spielen will? Dat bin ich so gewohnt! Sie wollen auch mal? Bitte schön , wir haben ja Zeit, die Kerzen sind gleich runter gebrannt aber bitte....
eins zwei drrrrrei!!!
Happy Birthday to you
Happy Birthday to you
Happy Biiiirthdaaay liebe Frau Profääääääsooooor
Happy Birthday toooohoooo youuuuuuuuuuu
Oha Herr Sondermann, mir ist auch aufgefallen, dass ich ein wenig neben dem Ton lag. Aber mir wird langsam heiß bei dieser Feuerbrunst hier auf dem Kuchen. Komisch da rührt sich nix in unserem Zimmer. *mal leise an die Türe klopft*
Immer noch nix *poch poch poch* Frau Professor, sind sie bitte mal so lieb.....ich hab keinen Schlüssel...
*grmpftsel grummel dampf* *hämmer wummer dängel* Frau Professor sofort aufmachen, hören sie??!!!!!
Wie??? Meinen sie wirklich Herr Sondermann? Die ist gar nicht da? *erstaunt die Augen aufreiß*
O.K., stellen wir den Kuchen vor die Türe, ich schlafe bei ihnen! Ja wo denn sonst? Meinen sie ich will hier wieder auf der Fußmatte nächtigen? Nix da, sie rücken rüber und ich schlafe links außen am Fenster. Das werden wir wohl für eine Nacht hinkriegen, ich bin jetzt etwas müde. Los kommen se schon...... ach mir doch egal was die Leute sagen... los getz, hömma!
Überraschung!!!
Hoppla, was ist denn das? Da kommt man mitten in der Nacht nach Hause
und fällt im Dunkeln erst mal über alles Mögliche. Wo bin ich denn da
nur reingetreten? War das etwa Hundekacke? Hier im Hotel? Vor meinem
Zimmer? *schnupper* Nee, das riecht ja wie ---- meine Güte! Wo ist mein
Feuerzeug? MENSCH, das ist ja eine Geburtstagstorte. Für mich! Von Frau
M. und Herrn Sondermann. Ach, die Lieben.
Und da ist noch ein Päckchen von Herrn Sondermann. Sagenhaft. Mal
sehn... *den Karton aufreißt* Oh, prima, das sind seine zerhäckselten
Steuerbescheide der Jahre 1984-2000. Da werde ich erst mal schön
beschäftigt sein, um die Schnipsel wieder in die richtige Reihenfolge
zu bringen. Super Geschenk!
Wo stecken denn die beiden nur? Alles still. Und unsere Zimmertür ist
auch verschlossen. Na toll, wieso passt da jetzt mein Schlüsse nicht
mehr? Hat Frau M. etwa ihren von innen stecken lassen? *seufz* Das ist
mir jetzt alles zu kompliziert. Ich geh rüber zu Herrn Sondermann, der
wird ja wohl noch ein Plätzchen zum Schlafen für mich haben....
Huch, was ist das denn? Hört sich ja an, als würde Herr Sondermann
zweistimmig schnarchen... Also, wenn mich nicht alles täuscht, dann ist
das doch diesese grunzelige Geschnarche von Frau M., das ich seit
Monaten jede Nacht ertragen muss. *mal energisch an die Tür hämmert*
Verehrteste, ich wollte mich nur noch mal für die lieben Glückwünsche
bedanken. Und bei Ihnen auch, Herr Sondermann.Was sagen Sie? Ich sei eine Power-Frau und außerdem die mächtigste Frau
der Welt? Na, jetzt übertreiben Sie aber doch ein klitzekleines
bisschen. Trotzdem eine sehr schöne Rede - vielen Dank dafür!!!
Noch ein Schlückchen
Champagner gefällig? Na, kommen Sie, meine Lieben, auf die nächsten 30
Jahre - oder so....
Also...
ich habe Frau S. nun seit ihrem Geburtstag kaum noch zu Gesicht bekommen. Nachts schleicht sie sich ins Doppelbett, rupft murrend ihre Bettdecke zu recht und schläft sofort ein. Wenn ich morgens aufstehe ist sie schon weg. Ihr Bett lieblos zusammengeworfen, die Schminke unberührt. Kein liebes Wort hat sie mehr für mich übrig. Nicht mal mehr ein unverschämtes.... Heute Morgen ist sie auch schon wieder nicht da, lässt die Balkontüre weit offen stehen. Ich hab ja nichts gegen ein bisschen frische Luft am Morgen, aber man kann es auch ein wenig übertreiben. Ich bin total durchgefroren.
Ich fange langsam an mir Sorgen zu machen. Was ist nur mit der Frau Professor los? Ob sie einen neuen Liebhaber hat? Einen Job, um nun doch endlich die Hotelrechnung begleichen zu können? Hat sie einen neuen Volkshochschulkurs im Bereich Pappmache belegt? Diese Herzchen neulich waren ja ein wenig windschief ***plöpp* **
Nanu!! Wo kommt denn auf einmal diese Schachtel Streichhölzer her? Ist mir direkt auf den Kopf gefallen. Hm....... die Regale in diesem Hotel sind mir ja nicht ganz so geheuer. Irgendwann kommen die noch runter. Ich sehe die Schlagzeile förmlich vor mir. Frau M aus Dingens bedauerlicherweise vom Bücherregal erschlagen.
Wo war ich??? Ach ja .... also diese Frau S..... irgendwas stimmt nicht mit der. Oder ob sie Depressionen hat??? Aaaaahhhh......
Das wird’s sein!! Sie ist depressiv, jämmerlich depressiv, weil sie doch Geburtstag hatte und nun schon so alt* *flatter**
......
also langsam wird mir das hier unheimlich! Wo kommt denn jetzt die Zigarettenschachtel her? Hat meine Nase nur knapp verfehlt *argwöhnisch nach oben guck*
*mal einen Augenblick innehält, dann die Schachtel untersucht, noch ein letztes Zigarettchen findet und es sich genüsslich ins Gesicht und mit den Streichhölzern ansteckt* **schmauch**
Jedenfalls muss ich mir die Frau Professor heute Abend mal schnappen! So nicht, nicht mit Frau M aus Dingens!!! Heute Abend werden wir zwei beide mal ein Gespräch unter Frauen führen. Frau Professor werd ich sagen, Frau Professor gestehen sie! Mit mir können se doch über alles reden, wat is los? Na? Na? Na???
Und dann wird sie bedröppelt gucken und dann wird sie sagen, ah Frau M. wie lange habe ich schon darauf gewartet, dass sie mich in ihre mütterlichen Arme nehmen. Ich warte schon so lange auf ihre weisen Ratschläge *mal vor Rührung in Gedanken daran eine Träne aus den Augenwinkeln wischt*.......*schnüff*
und dann wird sie sagen, ich bin jetzt eine uralte Frau (ich hab keine Ahnung wie alt sie wirklich ist, sie schweigt immer wenn ich sie frage).....wird sie sagen, eine uuuuuralte Frau um die Mitte vierzig *ZACK RUMMMMS KRAWUMM*
AUA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ja was zum Teufel.......... wo kommt dieser Pumps her??? ooooooooOOOHHH diese Schmerzen!!!! Das gibt ne fette Beule an meinem Hinterkopf *umschau*
Frau Professor!!!!! Sie??? Was machen sie denn auf dem Balkon? Ah ich sehe sie rauchen, sie dampfen ja förmlich. Frau Professor?? Frau Professor??
Machen se sich nicht unglücklich..... ich hab das doch nicht so gemeint, ich mein das doch nur gut....... Frau Professor wuaaAAAAAAAAAAA zur Hülfe!!!!!!!
Watt?? Wie??? Wat hampeln sie denn da so rum? Soll dass ein Tanz sein? *warum spricht die Frau nicht mit mir??* Frau Professor sagen sie mir jetzt mal augenblicklich was mit ihnen los ist, aber dalli. Sie haben ja einen hochroten Kopf, irre glänzende fiebrige Augen, irgendwie sehen sie überhaupt auch ein wenig geschwollen aus, is es ihnen nicht gut?
Ah ich verstehe.... *mal ein Zettelchen und einen Stift überreicht*
Heiser? Krank? Ja warum sagen se das nicht gleich!!!!!
Aua!!! Schmeißt die schon wieder mit Sachen rum, nein Frau Professor nicht die Vase, die hab ich doch erst letzte Woche auf dem Trödelmarkt...... *aus dem Zimmer flieht*
Kommentare dazu:
2.11.04 16:05)Frau S.
Wie soll ich denn sagen, dass ich heiser bin, wenn kein Pieps aus meinem Mund rauskommt? *mal Nachrichten auf einen Zettel kritzelt* Ach, tun se doch nicht so, als würden Sie sich sorgen, Frau M. In Wahrheit sind Sie doch froh, dass die olle Frau S. endlich mal die Klappe halten muss. Haaaatschiii! Oh weh, haben Sie mal ein Taschentuch? Oder am besten ein Bettlaken? Mir läuft es ja literweise aus der Nase. Gott, wie peinlich *eine Tropfenspur auf dem Boden hinterlassend davon stolpert*
3.11.04 15:49)Frau M.
dat sie immer so übertreiben müssen! Da haben se ein kleines Schnüpfken und schon veranstalten sie hier ihren theatralischen Abgang. Sie haben allerdings dahingehend recht, dass ich ein klitzekleines bisschen froh bin, das sie eine Weile nichts mehr sagen können. Andererseits bin ich ihre herbe Körper- und Fingersprache leid. Da krieg ich blaue Flecken von. Aber....... ich weiß ja *besorgt guck* sie können nichts dazu, sie sind ja krank, kommen sie meine Liebe, ich schütte ihnen mal einen Tee auf. Ein klitzekleinen Cognac dazu? Ich trinke auch einen mit. Legen sie sich schon mal hin und mümmeln sich ein, ich komm gleich und bring’s ihnen.......*davon eil*
teabag (3.11.04 16:37) es
Das war's, Frau SARS bzw. Frau S.!
Da sind Sie wohl wieder mit freiem Oberkörper herumgelaufen? Ich wünsche natürlich gute Besserung. Und falls Sie wieder genesen sollten, wischen Sie mal auf
(3.11.04 18:26)Frau M.
Ach, was sind Sie heute gut zu mir, Frau M. Da ist man ja richtig gerne krank. :-)
Und Herr Sondermann: Keine Sorge, ich werde alle Spuren beseitigen. Morgen oder übermorgen. Heute aber werde ich im Bett liegen un mich von Frau M. verwöhnen lassen. Ob Sie mir vielleicht noch mal meine Gala rüberreichen könnten, Frau M.? Und die Brigitte auch? Ich brauch ein bisschen Ablenkung.
(3.11.04 23:07)
*sauer guck* Wie wär’s, liebe Frau S. wenn ich ihnen gleich die Freundin auch noch.....und zwar um die Ohren??? *man hat die einen Kommando-Ton am Leib*
Stefanie Berger / Website (4.11.04 12:25)
Ey wasn hier los? Geburtstagsparties, Alkoholmissbrauch... Kommandoton? Ich dachte immer, Herr Sondermann würde die Weltherrschaft im Ponzo übernehmen! Ich bin zutiefst schockiert.
(4.11.04 15:23)Frau S.
Herr Sondermann hat sich ja nicht getraut. Und Sie sind immer so viel beschäftigt, Frau Ponzo. Da haben Frau M. und ich mal das Ruder in die Hand genommen. Na ja, mehr oder weniger. *hust schneuz* ... Frau M., hätten Sie noch mal eine Familienpackung Taschentücher für mich?
(4.11.04 23:34)
*mal mit dem Handwagen an karr* So Frau S. da hätte ich also wunschgemäß den Tee, den Cognac, eine kleine Auswahl an Zeitschriften, den Wärmebeutel, Nasivinetten, Hustenbonbons aus der Apotheke, den Inhalator, die rosa Plüsch-Schluppen, das Gemüsesüppchen schön heiß, das Kirschkernkissen, den neuesten Liebesfilm auf DVD, den DVD Player incl. Fernbedienung, den Marmorkuchen, die gute Flasche Rotwein (ich komm mir langsam vor wie Rotkäppchen bei der Großmutter).....darf’s sonst noch was sein? *erschöpft in den Sessel sink*
Hoch soll er leben!
Wie spät ist es? Schon zwölf? Los, Frau M. wo bleiben Sie denn nur? Nee, dass die Frau aber auch immer so rumtrödeln muss, wenn es drauf ankommt. Gleich ist es Mitternacht und wir haben noch nicht mal die Sektgläser aus der Küche geholt. Macht nix, sagen Sie, wir können auch aus der Flasche trinken? Ja, nee, is klar. Von Stil haben Sie wohl noch nie was gehört, wie?
Was mit der Torte ist? Na ja, ich dachte ehrlich gesagt, da können wir die nehmen, die es schon zu meinem Geburtstag gab. Dieses dreistöckige Kalorienmonster reicht ja für drei Hochzeitsgesellschaften. Was das hier für eine zermatschte Stelle ist? Hm, ich glaube, da war ich mit meinem Schuh reingelatscht, als die Torte vor meiner Tür auf dem Boden stand. Was sagen Sie, ICH wäre diejenige, die keinen Stil hätte? Na ja, dann sind wir ja nun wohl quitt. *Frau M. mal versöhnlich auf die Schulter klopft*
Also los, meine Teuerste. Da ist ja schon die Tür von Herrn Sondermann. Dann lassen Sie mal Ihre Stimmbänder vibrieren.
„Mimmimimmimi..... AAAeeeeeeeiiiiiiiiooooouuuuuuuuuuuu....“
FRAU M!!!!! Es geht hier nicht um einen Gesangswettbewerb, sondern um ein Geburtstagsständchen für Herrn Sondermann. Also sparen Sie sich Ihr stundenlanges Einsingen. Bis dahin sind mir die Füße eingeschlafen und Herrn Sondermann noch ganz andere Körperteile. Ich klopfe mal und auf drei geht’s los:
Eins, zwei, dr....
HAPPY BIRTHDAY TO YOU
HAPPY BIRTHDAY TO YOU
HAPPY BIRTHDAY DEAR ERWIN
HAPPY BIRTHDAY TO YOU!
Ich sagte: Auf drei gehts los, Frau M. Dieses Lied ist eigentlich nicht als Kanon vorgesehen. Nun ja...
Hm.Wieso macht er denn jetzt nicht die Tür auf? Verstehen Sie das, Frau M.? Der Kerl ist doch zuhause. Hier stehen doch ganz ordentlich seine Schuhe vor der Tür. Wie? Da steht noch ein Paar? Herr Sondermann hat doch nur ein Paar Schuhe. Waaas? Hochhackige Damenpumps? Extrem hochhackige Damenpumps? Sind das nicht Ihre? - Nein, mein Stil ist das auch nicht. Da würde ich ja mit meinen Plattfüßen im Leben nicht reinkommen. Sind die überhaupt für orthopädische Einlagen geeignet? Nicht? Na, das hatte ich mir fast gedacht. Aber ich sehe grade, hier auf der anderen Seite steht ein Paar Stiefel. Gucken se mal diese Plateausohlen. Alle Achtung! Hätten Sie das unserem Erwin zugetraut? Da trällert unsereins ihm ein biederes Liedchen, während andernorts bereits zweistimmig die Flöte geblasen wird... Tztztz.... Je oller, je doller, oder wie soll man das nun verstehen?
Kommen Sie, trinken wir den Sekt eben alleine. Saßen da unten in der Bar nicht noch ein paar nette Herren? Der große blonde machte einen ganz ansehnlichen Eindruck, fand ich.
Prösterchen, Erwin, altes Haus! Und lass es auch in den nächsten 100 Jahren ordentlich krachen!
Ein Hoch auf unser goldiges Geburtstagskind....
Meine Güte was haben wir es gestern krachen lassen, die Frau S. und meine Wenigkeit. Wir haben ein rauschendes Geburtstagsfest gefeiert. Leider in Abwesenheit des Geburtstagskindes. Erwin war ja offensichtlich schwerst beschäftigt. Da wollten wir zum Pfeifenfest nicht auch noch die dritte und vierte Geige dazusteuern. Wir haben es uns zunächst in der Cocktailbar gemütlich gemacht und auf Erwins Kosten mal die neuesten Cocktailkreationen getestet. Das Fläschchen Champus, das wir dem Herrn Sondermann eigentlich überreichen wollten, hat ja grad bis zum Aufzug gereicht. Pah von wegen Etikette. Die Frau S. hat sich die Flasche angesetzt, die hat nen Zug drauf. Ein Glück das uns niemand gesehen hat. War wirklich kein schöner Anblick, als ihr das Zeug so aus der Nase sprudelte. Na wenigstens hat sie seit dem ne freie Nase und meine Handlanger Tätigkeit damit ein Ende.
Den Geburtstagskuchen, oder sagen wir mal, das was Frau S. als solches vorgesehen hatte, war ungenießbar. Na ja kein Wunder. Nach der langen Zeit wird selbst die gnädigste Buttercreme irgendwann sauer. Wir haben den Kuchen einfach vor Frau Qdingens Tür gestellt, mit den besten Grüßen von Herrn Sondermann. *höhö* Ich denke wir haben jetzt erstmal ein paar Tage Ruhe vor dem Drachen.
Ich habe es mir nicht nehmen lassen dem Erwin mal selbst ein Törtchen zu backen. Gerade eben bin ich fertig geworden. Gut ich kenne mich in diesen Großküchen ja nicht besonders gut aus und in Ermangelung an Französisch Kenntnissen kam das Anmischen der Zutaten eher einem kleinen Abenteuer gleich. Keine Ahnung was ich da so alles reingepfeffert habe. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Leider konnte ich keine Marzipanmasse für die Herstellung der Buchstaben und sonstigen Dekorationen finden. Hab ich einfach die kleinen Seifepäckchen genommen, die die Hotelleitung immer so nett verpackt zur Verfügung stellt. Die hab ich eingestampft und umfunktioniert. Hach was hab ich aber auch wunderschöne Sachen gezaubert. Und die Röschen duften sogar etwas blumig. Das muss mir erstmal ein Konditor nachmachen! Bin mal gespannt wie es dem Erwin gefallen wird.
So ich werd jetzt mal loswackeln und unserem Sondermänn das Törtchen überreichen. Inzwischen wird er ja wohl mit seiner Orgie fertig sein.
*maul*
Hier ist absolut wirklich nichts gebacken. Nix los, tote Hose, langweilig....
Frau S. befindet sich im Bastelwahn und manscht nun schon seit Tagen in ihrer Pappmachesauce rum. Sie möchte eine Adventsausstellung machen und dort ihre "Kunstwerke" *prust* darbieten. Unser Zimmer wimmelt nur so von handbemalten Engelsbüsten, dickbauchigen Nikoläusen und kitschig bestückten Adventskränzen. Sollten Adventskränze nicht eigentlich aus unbrennbarem Material sein? Na da werden evt. Käufer sicher noch eine zauberhafte Überraschung erleben.
Von dem Erlös möchte sie gerne eine Woche in den Süden rauschen und dort die Sonne genießen. Hach ja, schwärm sie, Sonnenauf- und -untergänge, Meeresrauschen, Cocktails, knackige Männer, Partys.
Naja ich gönn es ihr. Ihr Rheuma plagt sie zur Zeit ziemlich und ihr Rücken schmerzt. Nicht zuletzt hätte ich dann das Zimmer mal ein paar Tage für mich. Wäre schon toll morgens aufzuwachen ohne das mir so ein blöder Engel ins Gesicht starrt.
Andererseits ist mir schröcklich langweilig, hatte ich das schon erwähnt?
Frau Ponzo versucht eifrigst ihre Behausung übers Wochenende an gut zahlende Erotiksternchen zu vermieten und ist damit total beschäftigt.
Gestern habe ich sie angerufen und sie raunte ein rauchiges àllooooo in den Hörer. Ich sach: Tach Frau Ponzo isch binnet die Frau M, wollen wir uns nicht mal auf ein Käffchen..
Ach sie sind es nur(!!), tut mir Leid ich habe überhaupt keine Zeit für sie.... Klack, hatte sie schon den Hörer auf die Gabel geschmissen.
Von Erwin hab ich auch schon seit Tagen nichts mehr gehört. Ich glaube sein Geburtstag ist ihm ein wenig aufs Gemüt geschlagen. Oder ob er die Gutscheine endlich eingelöst hat, die er nun schon seit Wochen aus der Tageszeitung ausschnippelt und nun zu einem Wellness-Wochenende in die Antarktis aufgebrochen ist? Einmal leben wie die Eskimos, meinte er doch kürzlich zu mir.
Pffff, da sach ich doch nur: Einmal leben wie die Trinkimos, ich schlurf jetzt mal in die Cocktailbar, vielleicht ist da was los...Prösterchen!
Antarktis........Vermittlung von Erotik Lokations......Pappmacheengel.......die spinnen die Ponzianer *mal den Zeigefinger in Stirnhöhe kreiseln lässt*
Bis die Tage
Kommentare dazu:
18.11.04 06:18)
Vielleicht sollte man die Ideen kombinieren und erotischen Adventsschmuck aus Pappmasche produzieren (der Engel wird dann etwas knapper belaibt). Bei geschickter Vermarkung über das Internet, läßt sich vielleicht ein ganzer Monat im Süden erwirtschaften.
(19.11.04 09:32)Frau S.
Na, da hat der Herr 40 ja richtig konstruktive Ideen! Da werde ich den kleinen Engelchen doch gleich mal ein paar hübsche Brüstchen ankleben.... Hier vielleich ein kleines Schniedelchen....Hm, sieht doch allerliebst aus. Wie finden Sie das, Frau M.? Ich glaube, auf die Weise könnten wir unsere Traumschiffreise auch finanzieren. Apropos Reisen - haben Sie gesehen, dass der Herr Sondermann seit Tagen mit Kofferpacken beschäftigt ist? Wo will er denn nur hin, unser Guter?
Ab in den Süden!
Jetzt sind wir wahrhaftig mitten drin in der ungemütlichsten Jahreszeit. Alle Welt verliert sich in Novemberdepressionen und schleppt sich von Erkältung zu Erkältung. Kluge Leute packen da ihre Koffer und fliegen in den Süden. Mauritius, Kuba, Dominikanische Republik.... Unter Palmen liegen, kühle Drinks schlürfen, im Meer baden und abends in den Sternenhimmel gucken, während einem der Liebste die nackten Schultern massiert. Wer träumt davon nicht?
Unsereins kann sich leider auch nicht viel mehr als den Traum vom Süden leisten, denn die Preise im Hotel Ponzo werden ja tagtäglich unverschämter. Gestern erklärte Madame Die-keiner-leiden-kann, dass die Zimmer in Zukunft nur noch einmal in der Woche sauber gemacht werden. Wer mehr Wert auf Reinlichkeit legt, muss drauf zahlen oder selber zum Staubsauger greifen. Das glaubt man ja alles gar nicht mehr. Sind wir hier in einem Hotel oder einer Jugendherberge gelandet? Aber was hilft das Lamentieren? Ich bin inzwischen so pleite, dass ich mir nicht mal mehr eine Rückfahrkarte nach Hause leisten könnte. Allerdings will ich da auch gar nicht hin - ist dort genauso kalt und ungemütlich wie hier.
Ich bastele schon wie verrückt nackte Engelchen, die ich mit Frau M. demnächst auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen werde. Wir haben männliche und weibliche Engel in den verschiedensten Posen kreiert. Sieht alles wirklich sehr hübsch aus.
"Was denn, wollen Sie jetzt etwa auch ins Pornogeschäft einsteigen?" fragte Frau Ponzo beim Anblick einiger besonders gelungener Objekte.
"Ach, keine Sorge, das wird keine Konkurrenz zu Ihren Projekten", sagte Frau M. "Höchstens eine nette Ergänzung." Und versonnen klebte sie einem Engel ein besonders hervorragendes Geschlechtsteil an. Also, das wird garantiert der Renner der Saison. Wenn es nur nicht so kalt wäre. Und wenn wir doch jetzt schon ein bisschen Geld hätten, um wenigstens ein bisschen Sonne zu erhaschen.
Heute Morgen war ich dann allerdings doch recht erstaunt, als ich sah, wie Herr Sondermann mit mehreren großen Koffern durch die Hotelhalle dem Ausgang entgegen strebte.
"Was haben Sie denn vor?" fragte ich erstaunt. "Sie wollen doch nicht etwa nach Hause fahren?"
"Nur ein bisschen verreisen", erklärte Herr Sondermann und während er versuchte, sein ganzes Gepäck durch die Drehtür zu befördern, fügte er hinzu: "Nach Dubai."
"Ja, nee, is klar, Herr Sondermann. Da machen wir mal schön einen auf Ölscheich, was?" Ich lachte schallend. Das war ja wirklich mal wieder typisch Sondermann. Kaum genug Geld in der Tasche, um sich mal ein zweites Paar Schuhe leisten zu können, aber von einer Reise nach Dubai träumen.
"Bringen Sie mir was Hübsches mit", rief ich ihm hinterher, aber als Antwort lupfte er nur seinen Hut. Ich erzählte Frau M. von Herrn Sondermanns Phantasien und wir lachten beide zusammen über diesen alten Kauz.
Doch nachdem ich noch ein paar Engel gebastelt hatte, beschlich mich irgendwie ein komisches Gefühl. Es war doch eigenartig, dass Herr Sondermann so viel Gepäck durch die Gegend geschleppt hatte. Ich wusste gar nicht, dass er überhaupt so viele Dinge besaß, um damit zwei große Koffer und eine Reisetasche zu füllen. Als ich ihn dann abends beim Essen im Restaurant traf, war ich jedoch wieder beruhigt.
"Und Herr Sondermann, wie war es in Dubai?" fragte ich augenzwinkernd. Herr Sondermann wirkte alles ander als gut gelaunt.
"So eine Pleite, das glaubt mir kein Mensch. Ich habe mich um einen Tag vertan. Mein Flieger geht erst morgen. Da bin ich ganz umsonst heute zum Flughafen gehetzt."
"Ja, ja, is klar, mein lieber Erwin, und morgen gehts dann also zu den Scheichs..." spöttelte ich weiter.
Oh, da wurde der Sondermann aber auf einmal sauer. Er baute sich vor mir auf und brüllte los:
"Sie halten mich wohl mittlerweile für total plemplem, was? Denken Sie, ich trage nur mal meine Koffer spazieren, weil ich sonst nichts besseres zu tun habe? Unglaublich! Und hören Sie endlich mit diesem albernen Gekicher auf. Hier - da ist mein Flugticket. Mit dem Datum von MORGEN. Und hier ist das Voucher fürs Hotel. Und wenn jetzt noch einer hier lacht, dann gibts aber richtig Ärger! Jawohl!!!"
Da kippte mir aber die Kinnlade runter, das kann ich Ihnen versichern. Der Sondermann hatte tatsächlich eine Reise nach Dubai gebucht. Unser Erwin Sondermann. Klammheimlich, ohne uns was zu sagen oder mal zu fragen, ob vielleicht jemand mitkommen wollte.
"Ich habe nicht gefragt, ob jemand mitkommen will, weil ich niemanden mitnehmen will. Ganz einfach", keifte unser Erwin weiter. "Ich will einfach nur mal MEINE RUHE haben. Ist das so schwer zu verstehen?"
Und dann rauschte er von dannen. Wir starrten ihm schweigend hinterher.
"Dubai" hörte ich Frau M. in die Stille hinein sagen. "Dafür müssen wir unsere Kollektion um ein paar Teufelchen erweitern."
"Also los", seufzte ich und machte mich daran, einen neuen Topf mit Pappmaché zum Basteln anzurühren. So schwer kann das doch gar nicht sein, den Traum vom Süden umzusetzen. Schließlich hat es Erwin Sondermann auch geschafft.
sonderbarer Sondermann
Weißte was Frau S. der Erwin ist in der midlife Krisis oder wie sacht man? Vorgestern habe ich ihn ertappt als er sich einen strammen Zopf aus seiner spärlichen Hauptbehaarung machte. Der sah aus wie ein Chinese mit Verstopfung und eingehangenen Mundwinkeln. Allerdings waren die Falten tatsächlich aus seinem Anlitz verschwunden.
Dubai...sagen se mal gibt es da nicht diese kostengünstige Schönheitsklinik?
Wenn ich’s mir recht überlege.....
wie geht noch mal der Song den er seit Tagen vor sich hinträllert???
Ach ja... wenn ein Schwan singt.lalalalalaaaa ich krieg den Text nicht mehr hin.
Schwan.....Dubai.....Falten....*grübel* Irgendwas klopft da an meine Hirnwindungen. *denkt* Wenn ein Schwan singt....
Ah!!! *an die Stirn klatsch* Wie heißt noch mal die neue Sendung, ach sie wissen schon, die die wir letztens geguckt haben als wir den Engeln Brüste verpasst haben, wo wir genau gucken konnten wie die Dinger eigentlich auszusehen haben, ja nicht so wie bei Ihnen, wie hieß die noch, wie hieß die noch.
The Swan!
Wissen se noch wie schweigsam der Erwin plötzlich wurde??? Der wird doch wohl nicht etwa? Frau S! Ich glaub wir müssen handeln!!!
Los Koffer packen, wir müssen schlimmeres verhindern!!!
*hinterherbrüll* ERWIN TUUUET NICH!!!!
Kommentar dazu:
21.11.04 10:24)Frau S.
Nu machen se mal keinen Blödsinn, Frau M.! *mal am Ärmel zerrt und Frau M. festhält* Der Herr Sondermann ist längst über alle Berge. Und wir haben nicht mal genug Geld für die Metrokarte zum Flughafen. So sieht es doch momentan aus. Also können wir nur abwarten und weiter Engelchen basteln.
Ach, und überhaupt: Was heißt denn hier, dass die Dinger nicht so aussehen sollen wie meine? Also eins sach ich Ihnen ja mal klipp und klar: An meinen Brüsten ist überhaupt gar nix auszusetzen. Im Gegenteil: Ich stehe mit denen Modell in den Schönheitskliniken, damit die Ärzte wissen, wie so ein richtig schöner Busen auszusehen hat. Jawohl!!!!! Und jetzt hörn se schon auf, dem Erwin hinterher zu heulen. Der kommt schon wieder. Garantiert.
(22.11.04 23:00)Frau M.
Also Frau S. ich will mich ja nicht weiter über ihre sog. Brüste auslassen. Das sie Modell stehen glaube ich ihnen ja, aber doch wohl eher für Frischhaltebeutel oder Luftballons (nach dem Aufpusten und wieder Luft rauslassen) Ich will ihnen ja nicht zu Nahe treten meine Liebe, in ihrem Alter ist das ja völlig normal, glaub ich. Aua! Frau S. nun sehen se den Tatsachen doch mal ins Auge...aua nu hörn se aber auf...ja ist ja schon gut. Sie haben tolle Brüste *Finger kreuz* Puh, die ist aber wirklich empfindlich....
O.K., gönnen wir dem Erwin seine Reise, wer weiß vielleicht ist er ja doch nur in Urlaub gefahren. Soll ich dem Engelchen wirklich DD-Brüste verpassen? Ist das nicht ein bisken übertrieben? Wie? Sex sells? Na meinetwegen *seuftz*
wir sagen euch an den lieben Advent....
wo stecken die denn alle wieder? Ich hocke hier einsam und verlassen an der Cocktailbar und lasse nachschenken. Frau S. ist total im erotischen Weihnachtsengel-Fieber. Das nimmt langsam beängstigende Ausmaße an. Sie mischt, matscht, stylt, malt das es nur so kracht. Ich konnte sie nicht dazu überreden mal ein kleines Päusken zu machen und ein paar Cocktails zu schlürfen.
Hier im Hotel ist es ziemlich ruhig geworden. Die meisten Gäste sind abgereist und die wenigen Dauergäste verbringen ihre Zeit wohl anscheinend auf ihren Zimmern oder beim Weihnachtsgeschenke Einkauf.
Und ich bin es Leid hier Stimmung in die modrige Bude zu bringen. Ich erwäge ernsthaft auch mal für ein paar Wochen wieder nach Hause zu reisen und die Verwandtschaft mit meiner Anwesenheit zu beglücken. Hm mal schauen...
*mal dem Cocktailmischer zuwinkt* Sebastian ich hätte da noch eine wunderbare Idee für einen Weihnachtscocktail. Let´s shake it Baby..........
ja so kann man die Zeit auch totschlagen ;o)
Im Folgenden eine wahre Begebenheit - Ein Schriftwechsel, der zwischen den Mitarbeitern eines Pariser Hotels und einem seiner Gäste hin- und herging.
Das betroffene Hotel überließ diese Korrespondenz der Sunday Times. Es wurden selbstverständlich bei der Veröffentlichung keine Namen genannt.
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Sehr geehrtes Zimmermädchen,
ich möchte Sie bitten, keine dieser kleinen Seifenstückchen mehr in meinem Badezimmer zurückzulassen, weil ich ein großes Stück meiner eigenen Lieblingsseife (Dial) mitgebracht habe. Bitte entfernen Sie die sechs ungeöffneten kleinen Seifenstücke von der Ablage unter dem Medizinschränkchen, ebenso wie die drei weiteren Stücke aus der Seifenschale in der Dusche - sie stören mich.
Danke. Frau M aus Dingens
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Sehr geehrter Gast in Zimmer 635,
ich bin sonst nicht für Ihr Zimmer zuständig, und meine Kollegin wird morgen, am Donnerstag, wieder hier sein. Ich habe wie gewünscht die 3 Hotelseifen aus der Seifenschale in der Dusche genommen. Die 6 Seifen auf der Ablage habe ich weggeräumt und auf die Oberseite Ihres Papiertuchbehälters gelegt, falls Sie es sich anders überlegen sollten.
Ich hoffe, dass dies zu Ihrer Zufriedenheit ist.
Katrin, Aushilfszimmermädchen
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Sehr geehrtes Zimmermädchen - ich hoffe, dass Sie mein reguläres Zimmermädchen sind,
anscheinend hat Katrin Ihnen nichts von meiner Nachricht über die kleinen Seifenstücke erzählt. Als ich heute Abend in mein
Zimmer zurückkam, stellte ich fest, dass Sie 3 weitere Stückchen Camay-Seife zu den Stücken auf der Ablage unter meinem Medizinschrank gelegt hatten. Ich werde zwei Wochen lang hier im Hotel sein und ich habe meine eigene große Seife mitgebracht. Ich werden also diese 6 kleinen Camay-Seifen auf der Ablage nicht benötigen. Sie stören mich beim Schminken, Zähneputzen usw. Bitte entfernen Sie sie.
Frau M.
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Sehr geehrte Frau Dingenskirchen,
am Mittwoch hatte ich meinen freien Tag und meine Kollegin hat 3 Hotelseifen in Ihr Badezimmer gelegt. Wir sind vom Management angewiesen, das so zu machen. Ich habe die 6 Seifenstücke, die Ihnen im Weg waren, von der Ablage weggenommen und habe sie in die Seifenschale gelegt, wo Ihre Dial-Badeseife war. Die Dial- Seife habe ich in Ihren Medizinschrank gelegt. Ich habe die 3 Hotelseifen nicht aus dem Medizinschränkchen genommen, die sind immer für neue Gäste da und Sie haben darüber nichts gesagt, als Sie am letzten Montag ankamen. Bitte teilen Sie mir mit, wenn ich Ihnen weiter behilflich sein kann.
Ihr reguläres Zimmermädchen, Annette
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Sehr geehrte Frau M.
Herr Kramer, unser stellvertretender Manager, hat mich darüber informiert, dass Sie ihn gestern Abend anriefen und ihm mitteilten, dass Sie mit unserem Zimmermädchen-Service unzufrieden sind. Ich habe ein neues Mädchen eingeteilt, das jetzt für Ihr Zimmer zuständig sein wird. Ich möchte mich für alle Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen.
Sollten Sie weitere Beschwerden haben, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung, damit ich mich persönlich darum kümmern kann. Sie erreichen mich unter 1108 zwischen 8.00 und 17.00 Uhr. Danke.
Elise Mariee, Haushälterin
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Sehr geehrte Frau Mariee,
Es ist nicht möglich, telefonisch mit Ihnen in Verbindung zu treten, weil ich in geschäftlichen Angelegenheiten das Hotel um 7.45 Uhr verlasse und nicht vor 17.30 oder 18.00 Uhr zurückkomme. Aus diesem Grund habe ich gestern Abend Herrn Kramer angerufen. Sie waren nicht mehr im Dienst. Ich habe Herrn Kramer nur gefragt, ob er irgend etwas gegen die kleinen Seifenstückchen unternehmen könnte. Das neue Zimmermädchen, das Sie für mein Zimmer eingeteilt haben, muss gedacht haben, ich sei ein heute gerade angekommener Gast, denn sie hinterließ 3 weitere Stücke Hotelseife in meinem Medizinschränkchen, zusammen mit ihrer üblichen Lieferung von 3 Stücken auf der Badezimmerablage. In nur 5 Tagen Aufenthalt habe ich unterdessen 24 Seifenstückchen angesammelt. Warum tun Sie mir das an?
Frau M. aus Dingens
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Sehr geehrte Frau Mingens,
Ihr Zimmermädchen, Katrin, ist angewiesen worden, in Ihrem Badezimmer keine weitere Hotelseife zurückzulassen und die überschüssigen Seifenstücke zu entfernen. Wenn ich Ihnen weiter behilflich sein kann, rufen Sie mich bitte zwischen 8.00 und 17.00 Uhr unter der Nummer 1108 an. Danke.
Elise Mariee, Haushälterin
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Sehr geehrter Herr Kramer,
meine Dial-Badeseife ist verschwunden!!! Jedes einzelne Stückchen Seife wurde aus meinem Zimmer entfernt, einschließlich meines eigenen großen Stücks Dial-Seife. Ich kam gestern Abend erst spät zurück und musste den Portier bitten, mir 4 kleine Cashmere Bouquet-Seifen zu bringen.
Frau M. aus Dingens
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Sehr geehrte Frau Wringens,
ich habe unsere Haushälterin, Frau Marieer, von Ihrem Seifenproblem informiert. Ich kann es mir nicht erklären, warum keine Seife in Ihrem Badezimmer war, weil unsere Zimmermädchen angewiesen sind, bei jeder Zimmerreinigung 3 Stück Hotelseife zurückzulassen. Diese Situation wird sofort richtiggestellt werden. Für Ihnen entstandene Unannehmlichkeiten möchte ich mich entschuldigen
Martin Kramer, stellvertretender Manager
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Sehr geehrte Frau Mariee,
wer hat zum Teufel 54 Stückchen Camay-Seife in meinem Badezimmer deponiert? Als ich gestern auf mein Zimmer kam, fand ich 54 kleine Seifenstückchen. Ich will keine 54 Stückchen Camay-Seife haben. Alles, was ich will, ist meine eigene vermaledeite Dial-Badeseife. Haben Sie eigentlich eine Vorstellung davon, dass hier jetzt 54 klitzekleine Seifenstückchen herumliegen? Ich will nichts anderes als meine Dial-Badeseife. Ich flehe Sie an - geben Sie mir mein großes Stück Dial-Seife zurück.
Frau M aus Dingens
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Sehr geehrte Frau M. ,
Sie haben sich darüber beschwert, dass Sie zuviel Seife in Ihrem Badezimmer haben. Dann haben Sie sich bei Herrn Kramer beschwert, dass Ihre Seife verschwunden sei, und ich habe sie persönlich alle wieder in Ihr Zimmer zurückgebracht: die 24 Camay-Seifen, die entfernt worden waren, plus die 3 Stücke Camay-Seife, die in jedem Zimmer pro Tag vorgesehen werden. Ich weiß nichts über die 4 Cashmere Bouquet-Seifen. Offensichtlich hat Ihr Zimmermädchen, Katrin, nicht gewusst, dass ich Ihnen Ihre Seifen zurückgebracht hatte, so dass auch sie die 24 Camay-Seifen und die drei täglichen Seifenstücke auf Ihr Zimmer gebracht hat. Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass dieses Hotel Gästen große Stücke Dial-Badeseife zur Verfügung stellt. Ich habe einige große Ivory-Badeseifen beschaffen können, die ich auf Ihr Zimmer gebracht habe.
Elise Mariee, Haushälterin
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Sehr geehrte Frau Mariee,
nur ein paar Zeilen, um Sie über den aktuellsten Stand meines Seifen-Inventars zu informieren. Mit dem heutigen Tag bin ich der stolze Besitzer von:
Auf der Ablage unter dem Medizinschränkchen - 18 Camay-Seifen in 4Stapeln à 4 Stück und 1 Stapel à 2 Stück
Auf dem Papiertuchbehälter - 11 Camay-Seifen in 2 Stapeln à 4 Stück und 1 Stapel à 3 Stück
Auf der Kommode im Schlafzimmer - 1 Stapel à 3 Stück Cashmere-Bouquet-Seifen, 1 Stapel à 4 große Ivory- Seifen und 8 Camay-Seifen in 2 Stapeln à 4 Stück
Im Medizinschränkchen - 14 Camay-Seifen in 3 Stapeln à 4 Stück und 1 Stapel à 2 Stück In der Seifenschale in der Dusche - 6 Camay-Seifen, sehr feucht.
Auf der nordöstlichen Ecke der Badewanne - 1 Stückchen Cashmere-Bouquet-Seife, nur leicht benutzt
Auf der nordwestlichen Ecke der Badewanne - 6 Camay-Seifen in 2 Stapeln à 3 Stück
Wenn Sie freundlicherweise Katrin bitten würden, beim nächsten Saubermachen in meinem Zimmer dafür zu sorgen, dass alle Stapel ordentlich zurechtgerückt und abgestaubt werden. Zudem weisen Sie sie bitte daraufhin, dass Stapel mit mehr als 4 Seifenstückchen die Tendenz aufweisen, umzufallen. Darf ich Ihnen folgenden Vorschlag unterbreiten: Das Fensterbrett in meinem Zimmer wird für nichts gebraucht und würde sich ganz hervorragend als Deponie für künftige Seifenlieferungen eignen. Zum Abschluss noch ein weiterer Punkt:
Es ist mir gelungen, ein großes Stück Dial-Badeseife zu erwerben, das ich zum Vermeiden künftiger Missverständnisse im Hotelsafe hinterlegt habe.
Danke. IHRE FRAU M AUS DINGENS
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1.12.04 21:32)Frau S.
*sich mühsam beherrschend* Liiiiebe Frau M., können Sie mir mal bitteschön erklären, was dieses Seifen-Depot in meinem Bett zu suchen hat? Und was ist das da in meiner Handtasche? Und in meinen Stiefeln? Naaaa???? Also, so langsam finde ich, dass Ihre Sammelleidenschaft wirklich krankhafte Formen annimmt. Wenn in einer Minute mein Bett nicht freigeräumt ist, dann dürfen Sie sich zu Ihren geliebten Seifenstücken legen und ich schlafe in Ihrem Bett, jawohl! *empört aus dem Zimmer rauscht*
(2.12.04 20:12)Frau M.
Frrrrrrrrrrrrau Professor!!! *um Luft ringt* Wenn ich das Wort Seife auch nur noch einmal hören/lesen oder sonst watt muss, garantiere ich für nix mehr! *wild mit den Augen rollt* Ach was waren das noch für goldene Zeiten, als hier Frau Ponzo noch das Zepter in der Hand hielt. Alles war da wo es hingehört, jeder Bedienstete allezeit und auf Zuruf bereit...un nu??? Hach ja...*seuftz*
Advent, Advent...
Es ist die Zeit der Zahlen: Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier... Darum zählen wir auch alle wie verrückt. Frau M. zählt Seifenstücke, Herr Sondermann zählt in Dubai Kamele, Frau Ponzo zählt die Einnahmen, die sie als Stefanie Berger gescheffelt hat. Und ich zähle die Lacher in meinem anderen Blog. Erst eins, dann zwei....
Wir werden uns wieder melden, wenn wir mit dem Zählen fertig geworden sind. Versprochen.
Hach jaaa....
*gelangweiltinderGegendrumglotz*
*schweig*
*eineFusselvomÄrmelwisch*
*flöt*
*Grimassen schneid*
*wiedergelangweiltguckt*
*SEEEUUUUFTZ*
*aufstehtundgeht*
Kommentare dazu:
saintphalle / Website (20.12.04 23:43)
Was denn, was denn, Frau M.? Machen Sie etwa schon schlapp? Jetzt tun se mal nicht so, als gäbe es hier nix zu tun. Gelangweilt in der Ecke rumlungern.... Tztztz... dass ich nicht lache! Da sind noch 378 Päckchen einzupacken für all die Lieben daheim und die anderen Gäste im Ponzo. Also los, meine Liebe, Ärmel hockrempeln und weiter gehts.
22.12.04 02:28)Frau M.
Nix da, ich hab schon diesen Riesentannenbaum aufgestellt. Ich war Tage damit beschäftigt die Popcornschlange durch die Äste zu flechten, Äpfel und Weihnachtskugeln reinzuhängen und die Schleifen anzuknoten. Und dann immer diese meckernden Gäste die ständig an mir vorbei schlawenzelt sind, während ich durch den Baum turnte. Meinen se da hätte mal einer geholfen? Einer hätte mal wenigstens die Leiter gehalten? Nix, aber meckern, is klar...der Baum steht schief, der muss mehr nach links, der Engel hängt zu hoch die Christbaumspitze zu tief, da gehört Lametta rein, der nächste sagt eben nicht....Das kostet Nerven, ich sach es ihnen aber! Und nun soll ich noch Päckchen eintüten? Och nee, ne? *seuftz*
So...
Frau S. ist nun auch endlich unter der Dusche und gleich geht’s dann los.
Weihnachtsparty im Hotel Ponzo
Der Eierlikör steht schon schön kalt, das Buffet ist aufgebaut, Herr Sondermann probt bereits Weihnachtslieder auf seinem alten handgesägten Kamm. Auch er hat sich fein gemacht....für seine Verhältnisse....die Cordhose ist frisch gewaschen, das Karohemd gegen ein weißes ausgetauscht und er trägt Fliege, nicht am Hals sondern surrend um den Kopf, ich fürchte sein Haargel war nicht mehr ganz neu, aber heute sehen wir über alles hinweg. Heute ist schließlich heiliger Abend, nicht wahr, Frau Professor? Ach die hört ja nix, die hat ihr Duschhäubchen auf der frisch ondulierten Frisur.
Ich für meinen Teil wäre dann jetzt soweit *ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch rum trommel*
Ich glaub es hat wohl keiner was dagegen wenn ich den Eierlikör schon mal koste, nur ein winzig kleines Schlückchen? *aufdreh....einschütt....runterschütt....aaaaaah lecker Zeuchs!*
10 Minuten später
*aufschraub....einschütt.....runterschütt.....eiinfach köschtlisch dat Zeuschs.....kicher*
Ach Frau Professor, da sind se ja, kommen se schnell, wir rücken mal beisammen, wir wollen doch unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest wünschen, Erwin ist der Fotoapparat klar????
*knips*
Ach Mensch Erwin nu haste es wieder nicht bis aufs Foto geschafft, warum hast du denn die Kamera umgeschmissen, eilig, ach, ja nee is klar und nu ist das Foto verwackelt, los alle noch mal in Position, machen wir eben ein neues Foto. WIE? Die Cam ist kaputt? Ja, das darf doch wohl nicht wahr sein!!!!!
Ja ja stimmt ja Frau Professor, heute ist Weihnachten, da flucht man nicht, Entschuldigung lieber Erwin, komma her, ich schütt dir auch mal einen ein. Hach ihr Lieben, mit Euch trinke ich am Liebsten, was wäre Weihnachten ohne Euch? *ein Rührseeligkeitstränchen von der Wange wisch* Wie? Ich schweife ab? Hach Mensch, kein Sinn für’s besinnliche....
Also, noch mal....
Liebe Hotel Ponzo Gäste, Leser, Mitbewohner und ach überhaupt alle....
wir wünschen euch ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr alles Gute. Mögen alle Euere Wünsche, Träume und Hoffnungen in Erfüllung gehen.
Und für unsere Frau Professor endlich mal der Traumprinz am Horizont auftauchen.
Halleluja!
Das wünschen Professor Saintphalle, Erwin Sondermann und Frau Joy M. aus Dingens
Ach Frau Ponzo natürlich auch, hätte ich fast vergessen, die ist derzeit verreist und bringt ihren neu gewonnenen Reichtum unter die Leute.
Kommentare dazu:
(26.12.04 21:38)Frau S.
Ham se ma nochn Glässssschen, Frrrrau M...? Und hoch die Tassssssen....*torkel* Erwin, altes Haus, auf bessssssinnliche Feiertage...*um den Hals fall* Wie - schon alle der Eierlikör? Waren das nicht erst fünf Flaschen? So ein Tag, so wundaschön wie heute... *träller*
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:31
Stille Nacht, heilige Nacht....
Was für eine Stille! Himmlisch! Kein Mensch zu hören und zu sehen. Das Hotel Ponzo scheint wie ausgestorben zu sein. Aber nicht, dass Sie denken, alle Gäste wären nach Hause gefahren. Oh nein, so ist das ganz und gar nicht. Sie ahnen ja gar nicht, wie viele Menschen es gibt, die sehr, sehr und sehr gute Gründe haben, Weihnachten weit weg von zuhause zu feiern. Die einen haben eine grauenvolle Schwiegermutter, die anderen haben eine grauenvolle Frau, die dritten haben weder Schwiegermutter noch Frau, die haben nicht mal mehr eine Mutter. Also treiben sie sich an den Feiertagen von einer Xmas-Party zur nächsten, oder sie lernen das Fernsehprogramm auswendig, oder sie brechen sich beim Skifahren die Beine, oder sie kämpfen in der Karibik mit geschmolzenen Schokoweihnachtsmännern. Oder sie feiern im Hotel Ponzo. Mit Eierlikör und Punsch, Mistelzweigen an jeder Tür (und ich weiß wirklich nicht, warum ich JEDES Mal mit Frau M. unter dem Türrahmen zusammentreffen muss, statt mit diesem schnuckeligen Italiener aus Zimmer 17), festlichem Essen und viel, viel, Spaß. Wer einmal im Ponzo Weihnachten gefeiert hat, der will nie mehr woanders feiern.
Und was waren wir alle gerührt, als es ans Geschenkeverteilen ging. Ich verteilte meine ganzen Pappmaché-Engelchen und Frau M. ihre Seifenvorräte. Herr Sondermann verschenkte haufenweise Blumentöpfe mit Fetter Henne drin. Und Herr Schreibman brachte seine selbstgeschriebenen Bücher unter die Leute. Dann kam Frau Ponzo mit einem riesigen Karton herein und erklärte, sie hätte nur ein einziges Geschenk und das sei für uns alle. Neugierig reckten wir die Köpfe, als sie den Karton selber auspackte. Na, und was soll ich sagen? Da hatte Frau Ponzo sich ja mal was ganz Tolles ausgedacht: Sie hatte auf dem Flohmarkt einen Computer erstanden.
Ja, und seitdem diese Höllenmaschine nun in der Bibliothek im Ponzo steht, hocken wir alle Tag und Nacht davor. Keine Besäufnisse an der Bar mehr, kein Getratsche im Treppenhaus, keine wilden Orgien auf den Zimmern - rein gar nix. Das ganze Hotel scheint wie ausgestorben zu sein. Nur in der Bibliothek tobt das Leben. Da starrt man stundenlang schweigend auf einen flimmernden Bildschirm. Bis jemand sagt:
"Drücken Sie doch mal auf die Taste da rechts, Herr Sondermann. NEIN, nicht DIESE da, sondern die andere!!! Na klasse, jetzt haben Sie meinen ganzen Text gelöscht."
Oder:
"Noch 10 Sekunden....sechs....fünf...vier...drei...zwei...JAAAA!!!!! Ich habe ein Hunderterpack Schiesser-Feinrippunterhosen ersteigert! Für ganze drei Euro fünfundzwanzig."
Oder:
"Groß, blond, durchtrainierter Körper, intelligent, humorvoll - der klingt nach einem echten Traummann. Ich werde ihm mal eine Mail und eine Serie Nacktfotos von mir schicken." Oder...oder...oder....
Also wundern Sie sich nicht, wenn wir auch in nächster Zeit ein wenig schweigsam sind. Dieser Computer ist wirklich die genialste Erfindung seit der Erfindung des Telefons. Und noch genialer ist die Erfindung des Internets. Wie sagte doch kürzlich noch jemand zu mir: "Wenn es das Internet nicht schon geben würde, dann würdest du es vermutlich erfinden."
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Foto Weihnachten im Hotel Ponzo
Von links nach rechts: Frau Ponzo, Frau M. und Herr Sondermann.
Stehend: Frau S. und Herr Schreibman.
Kommentare dazu:
(27.12.04 12:12)Frau M.
*mit zwei Finger Suchsystem tipp* Frau S. da ich sie ja kaum noch real zu Gesichte kriege, hier nun eine Mail an sie. Heute Nachmittag hat das Hotelbistro Streuselkuchen mit nem Kännchen Kaffee im Angebot. Meinen sie sie können sich mal von dem PC bzw. von den Single Seiten losreißen und dort erscheinen? *mal nach rechts rüberguckt und in die glasigen Augen von Frau S. starr* Um eine rasche Antwort wird gebeten........*abschick’
(27.12.04 16:13)Frau S.
13:47 h: Streuselkuchen? Kann man den auch im Internet ordern? Und was sagten Sie noch, wann wir uns treffen wollen? Heute nachmittag? Okay, ich komme in einer Viertelstunde mal runter ins Café - muss nur noch mal eben hier an diesen obersüßen Franzosen schreiben. Ich glaube, mit dem könnte ich das ganz große Los ziehen....
16:28 h: So, da bin ich. Äh - Frau M...? Hallo...??? Ja, wo isse denn nu hin?
(28.12.04 12:26)
das is ja ein ganz altes foto
(28.12.04 18:05)Frau S.
Oh Entschuldigung. War das gar nicht das Weihnachtsfoto von diesem Jahr? Dann war es wohl das Bild aus unserem Volkshochschulkurs "PC-Einführung für die ältere Generation" von 1987.
EILMELDUNG
Zu einem bedauerlichen Cyberunfall kam es gestern im Hotelbereich Saintphalle.
Frau Prof. S., bereits durch das Verschicken von SMS einschlägig mit den Ergebnissen der Chaostheorie vertraut, gelang es, mittels der Tastenkombination Strg+Purzelbaum+Alt-F6 ihrem Computer das Gedächtnis zu nehmen.
Große Werke der Weltliteratur scheinen für immer verloren. Eine Kathastrophe, wie sie nur mit dem Brand in der Herzogin-Amalia-Bibliothek vergleichbar ist. Nur der unmittelbar darauf einsetzenden Telefonfürsorge ist es zu verdanken, dass sich Frau Saintphalle vor lauter Trauer nicht vom Balkon ihres Etablissements stürzte. Dem unbekannten Fürsorger gelang es, in einer zweistündigen Zwiesprache mit der Verstörten und unter Androhung, sich sofort bei Parship anzumelden und 112 Übereinstimmungspunkte zu erreichen, die zutiefst Unglückliche von ihrem Vorhaben abzubringen. Weitere Argumente waren die Erdgeschosslage ihrer Wohnung, die wunderschönen Rosenbeete vor ihrem Balkon und dass man eventuell dabei die Nachbarn wecken würde.
Inzwischen geht es dem Computer wieder besser. Er verweigert zwar noch feste Nahrung, kann aber schon wieder einzelne Buchstaben zu sich nehmen. Wünschen wir Frau Saintphalle, dass sich diese schon recht bald wieder zu jenen friedlichen Geschichten voller Sex und Gewalt formen, wie wir sie alle so gerne lesen.
Kommentare dazu:
(29.12.04 16:07)Frau M.
Ach du liebe Zeit!! Und ich sitze wütend im Hotelbistro und warte immer noch auf ihr Erscheinen. Da kann ich ja lange warten! Warum wurde ich nicht informiert? Ich hätte ihr doch geholfen ihren PC wieder flott zu bekommen. Ähm ja irgendwie...ein bisken drücken hier, ein wenig drauf klopfen dort, ziemlich viel dumm gucken überall, und reichlich rütteln hie und da...das wäre doch gelacht, wenn wir das Dingen nicht wieder ans laufen bekommen..... FRAU ÄÄÄÄHÄÄÄÄS ich eile *zu brüll und losspurtet*
(30.12.04 16:56)Frau S.
Zuhülfe!!! Huhu!!! Hört mich jemand? Sind Sie das, Herr Sondermann? Ich hänge hier etwas unvorteilhaft mit einem Bein im Blumenkasten meiner Nachbarin und mit dem Kopf in den Rosenbeeten darunter. Es tut mir Leid, dass ich Ihnen nicht auf elegantere Weise für Ihre Telefonseelsorge danken kann.
Was meine Parship-Box angeht, so hatte ich schon befürchtet, dass Sie der Kandidat mit 112 von 100 möglichen Punkten wären. Gut zu wissen, vor wem ich da in Deckung gehen muss.
Aber wenn Sie so nett wären und mir jetzt trotzdem mal aus dem Balkonkasten helfen könnten....
(31.12.04 15:09)Frau M.
*sing* Wir pflücken die Aal aus de Blööömsches.....
So Frau S. jetzt wo sie wieder auf dem Boden der öhöm Tatsachen stehen, wie wär’s wenn sie sich für die Silvesterparty zurechtmachen? Ja gut die paar Kratzer deck ich ihnen schon ab...*mal die Avonkiste aus dem Auto holt*
(31.12.04 18:27)Frau S.
Ich bin gerüstet, Frau M.! Dann lassen se uns mal losstiefeln. Frau Ponzo will es ja heute im Hotel Ponzo mal richtig krachen lassen. Bin schon sehr gespannt. *davon tänzelt*
Check out
Bei uns zu Hause ist die Karnevalszeit angebrochen. Dat geht nicht ohne Frau M aus Dingens.....
Ich checke deshalb für ne Weile aus.
Lieblichste Grüße
Kommentare dazu:
Saintphalle / Website (7.1.05 09:20)
Was heißt denn, Sie checken aus? Wollen Sie mich etwa hier komplett alleine lassen? Was soll ich denn dann noch hier? Herr Sondermann ist nie aus Dubai zurückgekommen - vielleicht hat er sich in der Wüste verirrt. Frau Ponzo ist mit unbekanntem Ziel abgetaucht und Herr Schreibman kommt aus seinem Zimmer nicht mehr raus, seit er die Reiseschreibmaschine gegen einen Computer ausgetauscht hat.
Und ich? Warte auf neue Gäste. *seufz*
ach *blätter* Irgendwie vermisse ich das Hotel Ponzo und seine merkwürdigen Bewohner ja schon
Deshalb blättere ich schon seit geraumer Zeit in meinem Photoalbum und da kommt schon so was wie Sehnsucht auf, dat muss ich ja hier mal zugeben.
Gucken se mal, der Herr Sondermann, bei einem unserer gemeinsamen Spaziergänge:
Oder hier, Frau S. und ich auf der Hoteldachterasse:
Oder hier, Herr Schreibmann von hinten:
oder Frau Ponzo, mal ganz anders (sie ist doch jetzt in die Erotik-Branche eingestiegen....*flüster*)
Hach ja *schnüff* et war doch schön irgendwie......
Na ja mal gucken, vielleicht fahre ich ja zurück sobald die Karnevals-Saison vorbei ist *grübel*
Kommentare dazu:
1.2.05 17:31)Frau S.
He, was heißt denn hier "Es WAR schön"? Ich warte immer noch an der Hotelbar darauf, dass Sie alle wiederkommen. Also macht mal ein bisschen hoppi. Auch ich werde vom Warten nicht jünger und schöner.
Frau Ponzo / Website (3.2.05 12:30)
Mädels, bald... bald vielleicht geht es weiter. Diesmal mit einer kecken Stewardess, Herrn Adrian Kühn und Frau Ponzo alias Adriana Kühn. Bald. Wenn das gestern bestellte Modem eintrifft, der geerbte PC funktioniert... bald. Wir haben ja doch die Ruhe weg.
Alaaf.
(3.2.05 13:21)Frau S.
Frau Ponzo??? Nee, dass ich das noch erleben darf!!!! Und noch dazu mit so neckischen Versprechungen wie kecken Stewardessen und Adrian Kühn - wer oder was auch immer das sein mag. Und grade jetzt hab ich im Büro fast keine Zeit zum Surfen und mein Notebook zuhause funktioniert immer noch nicht. *heul*
3.2.05 13:23)Frau S.
Äh, Frau Ponzo, was heißt denn eigentlich "vielleicht"?
(10.2.05 23:58)Frau M.
Genau was heißt hier eigentlich vielleicht?? Vielleicht lasse ich mich ja dann doch noch überzeugen und kehre wieder ein??? Gibt es ein Bild vom Steward?? *reizend mit den Augen klimpert*
Liebes Gästebuch,
hektische Betriebsamkeit hat sich meiner bemächtigt. Frau Ponzo, alias Frau Alias, die ich eigentlich noch für längere Zeit im Quark-Haarstudio vermutet hatte, sie leidet ja seit Jahren an gemeinnützigen Haarwuchs, diese Frau Alias alias Frau Alias schickt sich als ehemalige Rezeptionistin des hohen Hauses wieder an, die Macht im Hotel Ponzo übernehmen zu wollen.
Nun hatte ich leichtsinnigerweise die Tage ihrer Abwesenheit dazu verwendet, mir mein Hotelzimmer nach meinen Bedürfnissen umzugestalten. Als leidenschaftlicher Freund des Wildwasserraftings fehlte mir zum Beispiel eine geeignete Trainingsstrecke. Aber mit wenigen gezielten Fußtritten und einer kleinen Handwäsche meiner Socken im WC-Becken und der damit herbeigerufenen Überschwemmung konnte ich mir meinen Traum erfüllen und die herkömmliche Wasserführung im Bad in eine anspruchsvolle mitreißende Regattastrecke verwandeln. Es hat schon etwas besonderes, wenn mein Kajak in den wilden Wasserfällen des Bidets zu kentern droht und ich es nur mit äußerster Kraftanstrengung um die WC-Garnitur zu lenken vermag. Aber eine gemütliche Eskimorolle vor dem Spiegelschrank, und anschließend an der Staustufe zum Korridor ein paar Quietscheentchen zu versenken, das versöhnt mich immer wieder aufs Neue mit diesem unsinnigen Sport.
Und wenn ich dann erschöpft vom Rafting im Wohnzimmer vor dem Kamin sitze, genußvoll die Wandvertäfelung in die Flammen werfe und meine Unterhosen trockne, dann spielt es auch keine Rolle, dass in meinem Zimmer bisher überhaupt kein Kamin installiert war, und dass das Kaminfeuer eigentlich auch nur ein offenes Lagerfeuer ist.
Nun hat mich die überraschende Rückkehr von Frau Alias alias Alias vor die Wahl gestellt: Aufräumen, was noch aufzuräumen geht, oder in einem anderen Hotel mit einem anderen Namen, zum Beispiel „Alias Altlast Adidas“ unterzutauchen.
Aber wenigstens in meinem Schlafzimmer herrscht Ordnung, wenn man einmal von den vielen Schnürsenkeln von Frau Mardi, die immer dienstags kommt, und an den anderen Tagen ihren Orgasmus nur vortäuscht, absieht. Frau Mardi behauptet zwar, diese Schnürsenkel seien ihre Unterwäsche, aber das soll glauben wer will, wo sie doch immer so schnell und gern friert und daher auch immer in Stiefeln zu mir ins Bett steigt.
Kommentare dazu:
8.2.05 23:17)Frau S.
So, so, Sie vergnügen sich also damit, unschuldige Quietsche-Entchen zu versenken. Ich hoffe doch sehr, dass mein eigenes armes Entlein nur in irgendeiner Ecke schlummert und Ihnen nicht auch zum Opfer gefallen ist.
Was Ihre Hektik angesichts der Rückkehr von Frau Ponzo angeht, so kann ich nur sagen: Selber Schuld! Meine Zimmerseite sieht natürlich perfekt aus. Frau Ponzo wird sich freuen, dass ich so ordentlich bin und sogar die Wände gestrichen und die Teppiche neu verlegt habe. Was Frau M. und ihre seltsame Seifensammlung angeht, so sehe ich allerdings auch ziemlich schwarz....
(11.2.05 00:03)Frau M.
So sie sind also auch wieder da Herr Sondermann, ja wenn das so ist(dann prost). Ich fange schon mal langsam an zu packen. Natürlich warte ich noch auf die ausdrückliche Einladung von Frau Alisa Alias alias Ponzo alias wat weiß ich. Nicht das ich nachher wieder Rechnungen zu zahlen habe, die ich ohne den Wirt gemacht hatte. Ich als alter nicht zahlender Stammgast...nicht auszudenken, man hat ja einen Namen zu verlieren. Ich harre dann mal.....*trommel*.....dauert das noch lange????? Mal was anderes: wie komm ich eigentlich noch mal nach Paris?? Ist schon so lange her..... *grübel*
ja also sach mal
Soeben bin ich wieder im Hotel Ponzo angekommen. An der Rezeption war niemand zu sehen. Der Schlüssel zu Frau S. Zimmer hing am Brett und da ich annahm das ich bei ihr wieder einziehen kann, hatte ich mir diesen geschnappt: Jetzt stehe ich hier in diesem unseren gemeinsamen Zimmer und was sehe ich?
Meine Betthälfte ist überhäuft mit Pudelmützen ins sämtlichen Farbschattierungen.
Wat soll dat denn, sach ma? Ist das jetzt der neueste Trend?
Und auf Frau S. Nachttisch leuchtet mir eine gerahmte Fotografie entgegen, auf dem sie und irgend so ein Weichei bepudelmützt durch die Gegend strahlt.
Gucken se mal, da bleibt einem doch die Spucke wech...
Und diese Strickjacken........*schauder*
Ach überhaupt....hat sie es endlich geschafft das Zimmermädchen davon zu überzeugen die Seifenstückchen wegzuräumen? Na Gott sei Dank, das artete ja damals zu einem regelrechten Alptraum aus.
Die barbusigen Engel sind ja auch weg...
??ist das hier überhaupt das richtige Zimmer??
*mal den Schrank öffnet und auf Frau S. kurzen Röcke starrt*
Klar hier bin ich richtig! Aber irgendwas ist hier passiert.....na ich werd schon noch dahinter kommen.
Ausgepackt wird morgen, ich mache mich jetzt mal auf die Suche nach der Frau, ich hab auch schon ne Ahnung wo ich sie finden kann.....*mal den Koffer, nebst Mantel in die Ecke schmeißt und in die Cocktailbar eilt*
*denk: wer ist nur dieser komische Typ neben ihr auf dem Foto? Herr Sondermann? Ob er wirklich bei the Swan mitgemacht hat und sich das Gesicht hat liften lassen? Nein das kann ich mir gar nicht vorstellen............*
Winter adé
So, dann wollen wir mal einen Neustart wagen.
Frau Ponzo hat nun so oft angekündigt, dass sie zurück kommt - also, wenn das jetzt nicht bald was wird, dann kriegt die aber mal ein bisschen was hinter die Löffel. Länger warte ich nämlich nicht mehr. Ist ja nix los in so einer Hütte, wenn alle im Winterschlaf versunken sind. Frau Ponzo ist seit Ewigkeiten wech, irgendwo in der Pornobranche versackt, ohne dass man weiß, ob sie da jemals lebend wieder raus kommt. Frau M. ist im Karnevalstrubel abgetaucht und ihr Schicksal ist ebenfalls sehr ungewiss. Alle anderen Narren sind längst in der Fastenzeit angekommen, aber die Frau M. kriegt ja nie den Hals voll genug. Und von Herrn Sondermann hört man auch nur das Allerschlimmste. Zuletzt wurde er gesehen, als er total bekokst seine Tanzpartnerin in einer Tanzschule durchs offene Fenster schleuderte und mit dem Schrei: "Ich kann fliegen" hinterher sprang.
Na, irgendwann wurde mir das auch alles zu langweilig und ich packte meinen Kram zusammen und fuhr auch erst mal wieder nach Hause. Ist ja auch ganz hübsch, zur Abwechslung mal wieder in der guten, alten Heimat zu sein. Da gab es auch eine Menge zu regeln. Der Briefkasten quoll über mit Rechnungen - Strom, Gas, Beauty-Salon, Abos vom Pizza-Service und Callboy-Center. Diese Geier. Wozu soll ich das alles bezahlen, wenn ich gar nicht zuhause war? Und dann diese absurden Rechnungen vom Hotel Ponzo. "....stellen wir Ihnen ein Einzelzimmer à 370 Euro pro Nacht ohne Frühstück in Rechnung.... macht bei 678 Übernachtungen....250 860 Euro..." Diese Knalltüten. Als würde ich auch nur einen Cent bezahlen. Erstens, weil ich nie ein Einzelzimmer hatte, sondern es immer mit Frau M. teilen musste. Und wenn die mal nicht da war, wurde mir garantiert irgendein Kerl mit ins Bett gesteckt. Zweitens, weil ich gar nicht 678 Nächte im Ponzo verbracht habe, sondern höchstens 542. Und drittens, weil ich sowieso immer als nichtzahlender Dauergast gemeldet war. Ich gehöre quasi zum Personal. Frau Ponzo muss ja auch nicht dafür zahlen, dass sie den ganzen Tag an der Rezeption hockt und im Internet surft. Gut, ich sitze nicht an der Rezeption, sondern an der Bar und ich surfe nicht durchs Netz, sondern schlürfe Cocktails. Aber so ein gewaltiger Unterschied ist das nun auch nicht.
Also nee, mit seinen Rechnungen kann mir dieses dämliche Hotel echt gestohlen bleiben. Aber ich werde mich trotzdem wieder auf den Weg machen. Koffer packen - Cocktailkleider, Dessous, 100er-Pack Kondome - , Pudelmütze tief in die Stirn gezogen und auf gehts. Frau M., Herr Sondermann, ich komme. Und wehe, die Frau Ponzo sitzt nicht an der Rezption, wenn ich im Hotel eintreffe!
Kommentare dazu:
1.3.05 18:54)Frau M.
Dat wird auch mal Zeit das SIE hier anschwappen! Zu Hause sind sie also, aha. Ich sitze hier seit Tagen rum und starre auf ihre dämlichen Pudelmützen und einen großen Teil ihrer Minikleidchen haben se ja auch dagelassen. Woher sollte ich also annehmen das sie das Land verlassen haben? Häh? Ich habe sämtliche Kneipen in näherem Umfeld nach Ihnen abgesucht und de Friseure und Bistro´s und Singleclubs und Cocktailbars und und und und ich habe mir schon Blasen an die niedlichen Füßchen gelaufen. Pah! In der Tat war von Herrn Sondermann auch nix zu sehen und von ne Frau Ponzo erst Recht nicht.....Da werde ich hier unter dubiosen Ankündigungen angelockt und wat is, nix is. Wat hätte ich zu Hause noch alles machen können??? Ja was eigentlich, aber das spielt jetzt hier mal gar keine Rolle. Kommen SIE mir mal unter die Augen und SIE und SIE auch! Junge nä wo sind meine Betablocker und meine Schilddrüsentabletten und dieser ekelige Johanniskrauttee und die Mammutdose Baldriandragees? *fiebrig das Handtäschchen auskipp*
(4.3.05 17:05)
Wann kommen se denn nu?
Hallo?
Hm, war das da nicht eben Frau Ponzo? Irgendwie schien mir so, als wäre da jemand den Gang lang gehuscht und hätte was gebrummelt von wegen es sei so still hier im Haus. Verdächtig still... Frau Ponzo? Huhu! So warten Sie doch! Mist, verschwunden. Sah fast so aus, als wollte sie mich gar nicht sehen. So was aber auch. Ob das daran liegt, dass ich in Nachthemd und Hauspuschen herumlaufe? Ja nun, ist doch sonst keiner hier, der mich sieht.
Und was sind das da plötzlich für Rauchschwaden, die unter der Küchentür hervorquellen? Uhh...Himmel, was ist denn hier los? Soll ich die Feuerwehr rufen? Krankenwagen? Polizei? Wie - Herr Ponzo hat nur einen Kuchen gebacken? Ja nun, muss einem doch gesagt werden. Dann werd ich mal losgehen und mir die Lockenwickler aus den Haaren drehen. Wenn es hier gleich ein Kaffeekränzchen gibt, will ich angemessen gekleidet sein
Kommentare dazu:
(7.3.05 21:42)Frau M.
Ich komme gerade vom Zahnarzt. Der Kuchen war ja köstlich *hüstel* aber leider etwas hart. Das wiedereinsetzen der Zahnkrone hat mich glatte 55 Euro gekostet. Na ja aber wollen wir mal nicht meckern..... Besser als der Mohnkuchen von der Mamsel war der Kuchen allemal. Mein Gesicht ist noch ganz taub, is nicht schön wenn einem der Cocktail so aus dem Mundwinkel sabbert *wischel* Erzählen se doch mal, wie ist es ihnen denn in den letzten Tagen so ergangen *quassel*
(10.3.05 21:26)Frau M.
Hee was erzählen se denn hier rum ich wäre noch mit dem Bus unterwegs! Ich dachte ich wäre schon hier im Hotel. Ist das gar nicht Paris hier? Und wer ist dann diese unfreundliche Dame neben der ich jeden Morgen aufwache und die nie ein Wort mit mir spricht? Sachen gibbet *maul*
Missgeschicke
Es ist wirklich alles ein bisschen verhext. Immer, wenn man sich ganz besonders viel Mühe gibt, geht alles schief. Da hab ich mich mal nicht läppern lassen und der lieben Frau M. aus Dingens einen großen Rosenstrauß zu ihrem 199. Geburtstag geschickt. Na, und statt eines Dankeschöns kommt nur ein gegrummeltes "Die sind ja alle ganz platt" zurück. Dabei hab ich mir echt so viel Mühe damit gemacht, Rose für Rose in meinen Computer zu stopfen und an Frau M. zu mailen. Meine Finger sind immer noch ganz zerstochen. Aber gut, nächstes Mal schicke ich aufblasbare Plastikblumen. Hinterher ist man eben immer schlauer.
Und dann haben wir für viel Geld in der Ponzo-Küche eine große Geburtstagstorte backen lassen. Ich meine, es hat natürlich das Hotel viel Geld gekostet. Dass wir keinen Cent davon bezahlen werden, bleibt natürlich unter uns. Mit Frau Ponzo und Herrn Sondermann im Schlepptau wollten wir mit dieser Torte nun unserer lieben Frau M. die Aufwartung machen. Leider hatte Herr Sondermann aus purer Langeweile ein bisschen mit seiner Kinderpost gespielt, während wir auf die Torte warteten. Und dann konnte er es nicht lassen, mit der Milly-Gedächtnismarke und der Sondermann-Sondermarke das gesamte Hotel zu asphaltieren. Das an sich wäre ja noch harmlos gewesen. Aber dass er die Marken alle mit Tapetenkleister festkleben musste, war nicht die allerbeste Idee. Unser Marsch von der Küche zum Zimmer von Frau M. dauerte auf diese Weise 3 Tage. Inzwischen war die Torte ranzig geworden, Frau M. längst wieder abgereist und mein Make-Up von der ganzen Anstrengung total verlaufen. Und zu allem Überfluss stolperte Herr Sondermann auch noch kurz vor Frau M.s Zimmer über seine eigenen zugekleisterten und mit Briefmarken verklebten Schuhe und klatschte kopfüber in die Torte.
Also, liebe Frau M., wo auch immer Sie gerade stecken mögen: Wir haben uns wirklich die allergrößte Mühe gegeben, Ihnen einen unvergesslichen Geburtstag zu bereiten. Ich fürchte, es ist uns sogar ein wenig gelungen. Oder was denken Sie, Herr Sondermann? "Hmpfgrh..." Ach, nun nehmen Sie doch um Himmels Willen endlich mal wieder Ihren Kopf aus der Torte! Die Show ist vorbei.
Dennoch:
Happy Birthday, liebe Frau M.
wünschen alle Gäste und Angestellten im Hotel Ponzo!
Kommentare dazu:
(11.4.05 02:53)Frau M.
ich muss schon sagen Frau S. das sie bei diesem ganzen Gedönse auch noch die Nerven hatten ein Foto von Herr Sondermänn zu schießen....alle Achtung! Sind sie sicher dass dies Herr Sondermann ist? Ich sehe gar keine Hosenträger...wie? Er hat sich extra fein gemacht? Ich bin gerührt und auch ein kleines bisken geschüttelt....
Vielen lieben Dank an alle..... herzlichste Grüße von ne Frau M.
derzeit unterwegs nach Dingens, weil se ja von nix ne Ahnung hatte.....stundenlang habe ich in meinem Zimmer gehockt und auf die lustige Blaskapelle gewartet, die sonst vom Hotel zu Geburtstagsmenschen geschickt wird...nix....
Über das klebrige Zeugs am Boden hatte ich mich auch schon gewundert, aber da ich überstürmt des Nächtens abgereist war und mal wieder nur diese Notbeleuchtung in Form eines Teelichtes die Flure beleuchtete hatte ich die Sondermarken gar nicht bemerkt! Gucken wir doch gleich mal unter die Schuhe....*umdreh* Also Herr Sondermann ich muss schon sagen, diese Marken sind ihnen aber überaus wundersam geglückt! Geben se zu sie drucken schomma öfter Dinge.... kann ich nen Hunni in Auftrag geben? Wat meinen se? Ich sitze nämlich gerade auf dem Bahnhof in Metz fest und komm in Ermangelung von Barem nicht weiter.... also...ich täte getz mal an der Bahnhofsmission auf Post warten.....*häuslich einricht*
saintphalle / Website (11.4.05 21:34)
Sie sitzen in der Bahnhofsmission von Metz? Ach, du meine Güte, Frau M., was sind Sie auch immer zu geizig, um wie normale Leute zu reisen? Ich finde, in Ihrem Alter sollten Sie einfach nicht mehr trampen. Aber gut, ich wette, unser lieber Herr Sondermann wird sich was Schönes ausdenken und Ihnen ein Köfferchen mit Scheinen schicken. Und ich geh dann mal inzwischen mein Make-Up erneuern und die Frisur richten... und meinen Jahresurlaub nehmen, das Hotel renovieren und meinen Roman fertig schreiben. Dann mal bis gaaaaanz bald, meine herzallerliebste Frau Äääähääääm.
FRAU PONZO (13.4.05 18:58)
OWEIA ZU HÜLFÄ!!!!
Erstmal habe ich vor lauter Stress den Geburtstag der Stammgästin glatt verpasst (coucou liebe Madame MM ;-)),
ausserdem bin ich seit heute operationnel wie es so schön heisst, aber bitte, bitte, bloss nicht reservieren! Das geht dann Schlag auf Schlag. Es ist möglich, dass die Gespräche aufgenommen werden, deshalb darf ich nicht meinen Diskurs vergessen, der da ist: mindestens 3x danke sagen, den künftigen Ponzo-Besucher personalisieren, Frau M (das habe ich damit getan), am Ende bloss nicht vergessen, den Satz "Vielen Dank, dass Sie die Ponzo-Hotels angerufen haben" auszusprechen (die meisten Reservanten sagen da schon "jaja tschüssi") etc.
Ich brauche jetzt erstmal ein BIER, mit dem ich auf die liebe Frau M in der Bahnhofsmission anstossen werde (oder so ähnlich?). Hoffentlich werde ich nicht zum Alkoholisten.
"Kann ich sonst noch etwas für Sie tun, Frau M? Ja danke, auf Wiederhören." Ach ja: "Danke, dass Sie die Ponzo-Gruppe aufgerufen haben, mhh..." Mist zu spät.
Das geheime Geheimtreffen - Bericht einer Überlebenden
In einem Anfall totaler geistiger Umnachtung verließ ich am
vergangenen Wochenende mein gemütliches Zimmer im Hotel Ponzo, um eine
Reise nach Berlin anzutreten. Frau M. und Herr Sondermann wollten rein
zufällig auch dort sein.
Die Sache war so geheim, dass ich bis zur letzten Sekunde
nicht wusste, ob dieses konspirative Treffen wirklich stattfinden würde. Da
Frau M. und Herr Sondermann auch noch inkognito reisten, verfehlte ich sie an den
jeweiligen Treffpunkten glücklicherweise ganz knapp. Unglücklicherweise
brüllten sie mir beide hinterher – Herr Sondermann, wie immer auf der Höhe des
Fortschritts, aus seiner mobilen Telefonzelle, Frau M., ganz die Dame aus dem
Dorf, mit ihrem eigenen, durchtrainierten Sprechorgan. Ich hatte keine Chance,
zu entkommen. Besonders nicht, da Frau M. ihre 70 Bodyguards und den gesamten
Karnevalsverein aus Dingens im Schlepptau hatte. Klein und ängstlich stand ich
neben ihr, ließ mich fotografieren, mir Fingerabdrücke abnehmen und meinen
Körper nach Waffen abtasten. Meine eigentliche Waffe, mein Handy, hatte ich zum
Glück so gut in meinen Schuhen versteckt, dass es unentdeckt blieb. Vielleicht
ahnte der Dingenser Karnevalsverein auch nicht, wie ich mit nur einer einzigen gemeingefährlichen
Killer-SMS Ex-Liebhabern zu Herzattacken verhelfen kann, gute Freunde in den
Zustand geistiger Verwirrung befördere und den Liebsten in Ohnmacht fallen
lasse.
Meine Geheimwaffe gab mir auch ein Gefühl der Überlegenheit,
als ich Frau M. dann durch die dunklen Seitenstraßen der Großstadt führte und
sie in einem schummrigen Hinterhoflokal überraschend mit Herrn Sondermann
konfrontierte, der dort mit einem arglosen Gesicht saß. Haha! Diese Runde ging
eindeutig an mich. Doch nachdem der erste Schrecken mit Alkohol Kaffee betäubt
worden war, begann das Gerangel um aufregende Geschichten, den besten Platz an
der Sonne und die Frage, wer denn nun nachsehen dürfe, ob Herr Sondermann
Hosenträger trägt oder nicht. Natürlich
werden wir dieses Geheimnis hier nicht lüften, obwohl ich schon gerne mal
gesehen hätte, wie es aussieht, wenn Herr Sondermann die Hosenträger an seiner
Unterhose befestigt.
Irgendwann zu vorgerückter Stunde verloren wir Frau M. in
den Wirren der Großstadt. Man munkelt, dass sie noch heute orientierungslos
durch die Stadt irrt auf der Suche nach dem Hotel Ponzo. Meine liebe Frau M.,
das Ponzo steht in Paris. Sie aber befinden
sich in Berlin. Nur so als kleiner
Tipp angemerkt.
Doch mir wurde schnell klar, dass auf mich ja viel größere
Gefahren lauerten. Ich war nun nämlich mit Herrn Sondermann alleine, der zunächst
nichts Besseres zu tun hatte, als mich in einem Bordell Kaufhaus
auszusetzen, in dem man mir sofort sämtliche Kreditkarten abnahm. Später, als
ich mich in einem Zustand totaler Erschöpfung und Verwirrung befand und völlig
willenlos geworden war, zerrte er mich in sein Auto und entführte mich in den
wildesten Osten.
„Da hinten fängt ja schon Polen an“, schrie ich entsetzt,
als ich sah, wie weit wir im Osten gelandet
waren, und krallte mich ängstlich an meinen Sitz. Ich versuchte, mein
Killer-Handy zum Einsatz zu bringen, aber ich musste feststellen, dass Herr
Sondermann immun dagegen ist. Möglicherweise hatte ich es auch mit einer
Maschine zu tun, die nur so aussah wie Herr Sondermann, aber unverwundbar war. Ich
heulte und fluchte, sehnte Frau M. herbei und schickte Hilferufe in alle Welt.
Doch nichts half.
Herr Sondermann verschleppte mich in seinen gläsernen Turm
hoch über der Stadt, zwang mich, Erdbeeren zu essen und in einem Pulk von
durchgedrehten Rentnern Adonis-Röschen zu begucken – eine Pflanze, die es nur
in der Phantasie von Herrn Sondermann gibt, aber ich wagte nicht, den Irrtum
aufzuklären, aus lauter Furcht, noch weiter nach Polen verschleppt zu werden.
Am allerallerschlimmsten aber war die Nacht. Herr Sondermann
zwang mich, mit ihm sein Bett zu teilen und als ich zaghaft mein Unwohlsein
darüber bekundete, wurde mir am nächsten Tag eine 30-stündige Therapiesitzung
aufgezwängt, an deren Ende mir klar geworden war, dass ich seit frühester
Kindheit schwere, traumatische Schäden mit mir herumtrage, ein total gestörtes
Verhältnis zum Schlafen und zu Schlafzimmern im besonderen habe und eigentlich
froh sein kann, dass ich bisher noch unbeaufsichtigt durch die Welt wandern
durfte.
„Sie sind ein Schlafsensibelchen“,
diagnostizierte Herr Sondermann messerscharf und stürzte mich damit in eine
neuerliche Krise, von der ich mich sicher in den nächsten 100 Jahren nicht
erholen werde. Ohne meinen Anwalt und meine Kuscheltiere werde ich nie wieder
irgendwo außerhalb meiner eigenen Wohnung übernachten, so viel ist sicher.
Und an geheimen Treffen mit Frau M. und Herrn Sondermann
nehme ich nur noch teil, wenn Frau Ponzo dabei ist und aufpasst, dass keiner
verloren geht. Auch das ist sicher.
Kommentare dazu:
abwende frau p / Website (20.4.05 19:30)
da bin ich aber erleichtert. muss ehrlich gestehen, dass ich sie, verehrte frau dr; saint phalle, bereits im verdacht hatte, eine wilde orgie mitsamt herrn sondermann, frau m und ihrem karnevalsverein organisiert zu haben (vgl. ihren eintrag vom 19/04). da musste ich ausserdem in der kommentarbox des geheimen tagebuchs andeutungen interpretieren, die nur diesen schluss zuliessen:
FRAU DR. P UND FRAU M AUS DINGENS SOWIE HERR SONDERMANN FEIERTEN EINE WILDE ORGIE IN BERLIN. nun bin ich ja -wie sie wissen - hartgesotten und nicht leicht zu schockieren, aber so? OHNE MICH? WAS SOLL DAS ÜBERHAUPT HEISSEN? SO GEHT DAS ABER GAR NICHT HIER! EYHO!
(20.4.05 20:30)Frau M.
Nu haben se sich mal nicht so Frau Professor! Wat meinen se was ich alles noch mit meinen Karnevalsmitstreiterinnen mitgemacht hatte, nachdem sich Herr Sondermann meinem Handy gemeldet hatte und frisch fröhlich frei berichtete das ich mich gerade zum Duschen zurückgezogen hätte.
Skandal! De Frau M. mit fremden nicht kriminaltechnisch inspizierten Männern unterwegs! Erst heute wurde mir, als ich während einer Versammlung aufmucken wollte, mahnend das Wort "SONDERMANN" entgegengebrüllt, was mich sofort still schweigen ließ. Ich hab für die nächsten hundert Jahre Ausgehverbot! Dat is bitter! Dagegen ist ein Nächtlein neben Herrn Sondermann das reinste Zuckerschlecken.
Also bitte....*tzäh* *mal de Frau P. rum reiß*
sagen se mal Frau Ponzo wo haben sie eigentlich gesteckt? Wie können sie et wagen mich mit diesen beiden wilden Gesellen/innen alleine zu lassen? Und wieso gibt es kein Hotel Ponzo in Berlin? Können se sich vorstellen wie meine Füße aussehen? Ich hab ganz Berlin abgelaufen auf der Suche nach meiner Unterkunft! Haben sie eine Ahnung wie unfreundlich die Berliner sein können? Vor allem wenn ihnen eine total erschöpfte Frau M. nebst verschwitztem kleingeblümten Hängekleidchen, qualmenden Gesundheitsschuhen, verrutschter Frisur und verwischtem Lippenstift, gegenüber steht.....
So wat will ich nie wieder erleben!
Juuuut die Berliner auch nicht.....
Also das nächste Mal möchte ich doch wohl um ihren Beistand bitten. Hömma!!!!
(20.4.05 22:55)Frau S.
Hoppla, die Damen sind ja mal wieder in schwungvoller Stimmung.
Werte Frau Ponzo, Sie haben doch wohl aufgrund meines Tagebucheintrags vom 19.4. nicht im Ernst geglaubt, dass ich mit HERRN SONDERMANN Telefonsex hatte? Ich meine, gewundert hätte das ja selbst mich nicht mehr. Ich stelle mir grade vor, wie ich verängstigt im Sondermannschen Bett liege und der Flegel mit einfach sein Telefon in die Hand drückt. Huuuhh, bin ich froh, dass nicht alles noch viel schlimmer gekommen ist als es schon war. Ansonsten tut es mir natürlich extrem Leid, dass Sie bei diesem geheimen Geheimtreffen nicht anwesend waren. Nächstes Mal werde ich alles daran setzen, damit Sie wieder in unserer Runde sind.
Und Sie, meine liebe Frau M. müssen hier auch nicht so laut rumkrähen. Ich meine, mal eben mit Herrn Sondermann unter der Dusche zu verschwinden, während der gesamte Dingenser Karnevalsverein samt den 70 Bodyguards nach Ihnen sucht, ist vielleicht nicht die allerklügste Idee gewesen, oder? Wie? Herr Sondermann war gar nicht mit unter der Dusche? Er war nur am Telefon? Da haben Sie den Salat, Frau Ponzo: In Wahrheit hatte Herr Sondermann mit Frau M. Telefonsex, während ich mit den 70 Bodyguards unter der Dusche war. Äh...oder so ähnlich...
Semioffizielle richtige Falschstellung
Wahr ist, dass die Insassen des Hotels Ponzo ein Wochenende im Freiflug verleben durften. Weniger richtig ist allerdings, dass ich, Erwin Sondermann, dabei leibhaftig dabei gewesen sein soll. Mich hielten, wie jeder inzwischen mitbekommen haben dürfte, wichtige Geschäfte im Vatikan ab, und so musste mein Stiefzwilling großonkligerseits meine Rolle übernehmen. Er hat seine Sache anscheinend nicht schlecht gemacht, wenn man einmal von der Geschichte mit den Erdbeeren absieht, die wir immer hinter der Toilettenspülung versteckt halten und von denen wir bei Polizeirazzien behaupten, sie seien nur für den Eigenbedarf gedacht. Diese Erdbeerdragees dürften auch das sensationelle Schlafritual unserer Frau Saintphalle erklären, welches sie an jenem Wochenende darbot: Ein armloser Handstand mit eingesprungener Streckhocke in der Tiefschlafphase.
Ich selber war währenddessen im Vatikan beschäftigt, und voller Stolz kann ich nun berichten, dass die von mir geschrieben Konklavenverordnung ein voller Erfolg war. Schließlich war es der von Kardinal Ratzinger verlesene Paragraph 1 der Verordnung, der zu einer schnellen Papstwahl verhalf. „ ... und so solle denn derjenige zum Pontifex erwählet werden, der Euch Rotsocken diese Verordnung vorliest... „
Eine gewisse Verzögerung trat dennoch ein, da die Kardinäle angehalten waren, ihren Kandidaten in verstellter Schrift zu notieren, und es leider altersbedingt so unleserlich taten, dass der Name Ratzinger nicht überall korrekt lesbar war. Nachdem wir allerdings im letzten Wahlgang den zu wählenden Namen auf die Stimmzettel gedruckt hatten und die Ofentür offenließen für eine betäubende Wirkung des Heiligen Rauches, ging es flott voran.
Nun darf ich auch endlich die Bedeutung der Namenswahl erklären. Papa Ratzi wollte damit an Benedikt IX. erinnern, der im Mittelalter bereits als 12-Jähriger auf den Heiligen Stuhl gehievt worden war und danach zweimal abgewählt wurde, da er zum Heiligen Abendmahl immer ein Nutellabrot essen wollte. Auch diesmal steht bei einer eventuellen Abwahl des Papstes bereits ein Kandidat mit kindischem Intellekt bereit, das Amt zu übernehmen. Ebenfalls ein Bajuware, Papst Danilus Kueblboecus das Letzte.
Kommentare dazu:
(20.4.05 23:06)Frau S.
HA!!! Ich WUSSTE doch, dass der Typ, der neben mir in dem Auto saß, nicht echt war. Dass den meine Killer-SMS so kalt ließ, kam mir gleich komisch vor.
So, so, Herr Sondermann, und Sie waren also Wahlhelfer im Vatikan. Na, bei Ihren diversen Erfahrungen als Wahlhelfer in der Ex-DDR, Ex-Sowjetunion und Ex-Tschechoslowakei wissen Sie ja, wie man Wahlen perfekt manipuliert. Aber ob es dann eines Tages auch einen Ex-Vatikan geben wird? Hoffen wir es.
viel richtigerere Richtigstellung zur Mission Saintphalle meets Frau M. meets Herrn Sondermann "S M
Men in Black "MIB" erwies sich seinerzeit in den USA als absoluter Kassenknüller. Dank eines originellen Trailers (Will Smith und Tommy Lee Jones ziehen ihr Bluesbrothers-Outfit, inklusive schwarzer Unterhosen, an und gehen seelenruhig mit dicken Wummen auf Alien-Hatz) konnten der Film und sein zugehöriger Soundtrack in die vordersten Chartpositionen gepusht werden. Nun war zu vermuten, dass sich hinter diesem cleveren Marketing-Konzept ein ziemlich mickriger, notdürftig und hastig zusammengestoppelter Film verstecken würde. Doch die "Men in Black" schlagen sich mehr als wacker und brauchen eine ganze Weile bis ihnen, beim unerwartet schlappen Finale, schließlich doch noch die Luft ausgeht
Was "MIB" mit unserem Treffen zu tun hat? Nun ehrlich gesagt nichts..... doch Herr Sondermann sah das ganz anders....
Leider hat er mir verboten darüber zu berichten! Aber ich will mal sehen ob ich dieses Versprechen meinerseits irgendwie umgehen kann.......*g* da bekommt das Wort "singen" doch gleich eine andere Bedeutung...
Uhhh soeben eilt er gerade durch den Hotelflur geradewegs auf den Internetterminal zu. Ich muß mich grad mal dünne machen *an sich runter guck*, soweit das überhaupt machbar ist. Vielleicht schaffe ich es später noch mal an den PC um zu ......... *klick*
Kommentare dazu:
22.4.05 13:46)Frau S.
Frau M.? Frau Ähääääm???? Alles okay mit Ihnen?????? Sie sollten doch nichts ausplaudern. Oh weh, oh weh, jetzt haben wir den Salat....Ist hier zufällig ein Arzt unter den Anwesenden? Oder wenigstens eine Krankenschwester? Zur Not reicht auch jemand, der einen Fernsehdoktor mimt.
(23.4.05 10:23)Frau M.
*Morsezeichen an die Heizungsrohre klopf* SOS FRAU S....SOS FRAU S....
beffff *hicks*fffinde mich im Weinkeller...stopp....finne den Ausjang nich *hicks und stopp* ...hatte mich im Büffetwagen versteckt...*hicks* nuu hamma den Salat...stopp.....haach is dat Leben schön *nochma die Rotweinpulle ansetz* stopp..... eigentlich will ich hier gar nich weg....stopp.....aba wenn se mir mal en Butterbrot reinreichen könnten....*stopp* dat wär schon wat...*stopp* .....oooch wat is dat denn hier ?? *stopp* ....ich hab das Champagnerregal entdeckt.........*glücksseelig entschwindet*.......................
(23.4.05 22:46)Frau S.
Sie haben die Champagner-Vorräte gefunden? Frau M., ich komme!!!!!!! *beschwingt in richtung keller davon tänzelt*
25.4.05 18:44)
*lall* isss nix mehr da *burbsss*
Vatertag
nun ist er total übergeschnappt unser Erwinsche. Das er sich für den Papst aller Päpste hält, dat kennen wir ja schon. Aber nun hat er sich selbst in den Schatten gestellt.
Heute morgen....wir "normalen" Ponzogäste sitzen gerade gemütlichst beim Frühstück und schaufeln unser Müsli in die eigene Futterluke immer einen mißtrauischen Blick auf die anderen Gäste gerichtet. Nicht das einer das letzte Feiertagsei zu sich nimmt! Hömma ...da gibbet hier aber bestimmte Auflagen... aber das nur am Rande......., als plötzlich Fanfaren erschallen.
Die Türen zum Frühstücksraum fliegen auf und die Kaltmamsell stürzt hinein und beeilt sich einen weinroten alten Flickenteppich auszurollen.
Bodyguards eilen, sämtliche Fenster und Türen sichernd hinterher und verteilen sich unauffällig im Raum. Total unauffällig! Mönsch, direkt neben meinem Stuhl steht ein Kerl breit wie ein Bauernschrank, total in Schwarz gekleidet, verspiegelte Sonnenbrille, Pomade im Haar und schwatzt unaufhörlich auf sein Handgelenk ein. Der versperrt mir tatsächlich die Sicht! Unverschämtheit! Und hat noch nichtmal ein Muskelshirt an, damit ich in Ruhe seine Oberarme betrachten kann. Da soll einem nicht der Kragen platzen! Ein paar Handtaschenschläge später habe ich wieder freie Sicht um folgendes zu beobachten.
Acht in lange seidige Gewänder gehüllte Männer tragen eine Art Sänfte in den Frühstücksraum. Noch ist nicht zu erkennen, wer denn wohl in dieser Sänfte sein mag. Aber dann.....
sie können es sich sicher denken......??!!!
Hebt sich ein güldener Samtvorhang und gibt einen Blick frei auf......
HERRN SONDERMANN!!!!
Ja isses denn!!!
Ich denk noch...wat macht der hier für nen Affenzirkus...als auch schon seine Stimme erschallt. Junge der muss die letzten Tage in Rom an einem Stimmtraining teilgenommen haben. Ich war schwerstens beeindruckt! Seine Stimme füllte den Raum bis in die hinterste Ecke (wo kam eigentlich der Halleffekt her??? Doch eine Aufnahme....??Erwin alter Playbackkünstler) und er sprach:
Sehet.........ich bin gekommen um euch die Augen zu öffnen.... *einige Gäste greifen zur Brille und schrauben am Hörgerät*...........dies soll von nun an ein Tag zu meiner Ehre sein........Ich der Vater aller Väter.....sage euch......................
Leider konnte ich nicht weiter zu hören, weil der Bodyguard zu meinen Füßen zu sich kam und mich heimtückisch überwältigte. Derzeit sitze ich in U-haft. Ich werde beschuldigt einen Anschlag auf eine wichtige Person des öffentlichen Rechts vorbereitet zu haben.
Ich! Auf eine ..........*schnaub* wichtige .....Person....
Mensch Erwin...pfeiff deine Jungs zurück.....wart ma....wehe wenn ich dich in die Finger kriege....
Vatertag....pahahahahaha!! *irre lach*
Kommentare dazu:
ponzo (6.5.05 21:54)
Zu Hülfe, Frau Dr. Dingens S.! Ich glaube die Frau M. ist jetzt völlig durchgedreht und läuft bald Amok! Und in einer Schule. Wir, nein SIE müssen was tun Frau S., aber schneller bitte!
Liebes Gästebuch,
als Papst hat man es nicht leicht, ständig muss man den Negern die Kondome wegnehmen und dann die overdresste streetwear, mit der man höchstens noch in Köln eine gute Figur machen kann. Da wollte ich es mir als Vater der Väter wenigstens zum Vatertag einmal gemütlich machen.
Warum nicht ins Hotel Ponzo zum Frühschoppen, dachte ich mir, einen kleinen Snack und ein zwei leckere Weizen von der Magensonde verdauen lassen? Also ließ ich mich in meiner Mercedes-Sänfte, frisch bei ebay für zwei Cent von einem Katholiken-Azubi weggesteigert, in den Frühstückssaal tragen und auf mein 10 Meter hohes Podest stellen.
Aber welch ein Eklat! Schon kurz darauf wurde mir gemeldet, halbe Wachteleier seien aus, es gäbe nur noch ganze Eier am Büfett. Ich muss schon sagen, ein so jämmerliches Catering hatte ich seit dem letzten Abendmahl nicht mehr erlebt. Gut, als Papst darf ich mich nicht gehen lassen, daher ließ ich meinen Bodyguards freien Lauf.
Schon kurze Zeit später gab es halbe Wachteleier, und nicht nur das, eigentlich von allem die Hälfte, zum Beispiel halbierte Tische, halbiertes Porzellan und halbe Unterkiefer beim Personal.
Es geht doch, man muss nur daran glauben wollen!
Kommentare dazu:
(6.5.05 20:39)Frau S.
Und ich dachte immer, Sie würden nie halbe Sachen machen. Aber seit Sie Papst sind, ist ja wohl alles anders geworden.
(7.5.05 14:46)Frau M.
Herr Sondermann!!! Holen se mich hier raus!!!!! Aber dalli!!!!
Hier kommt schon mal die
Geburtstagstorte für Frau Ponzo
Die war der gefräßigen Frau M. also noch nicht zum Opfer gefallen. Also, die Torte meine ich, nicht Frau Ponzo.
Aber wo Frau M. und Herr Sondermann stecken, weiß ich immer noch nicht. Ich befürchte fast, die haben sich dann doch über die Champagnervorräte hergemacht. Frau Ponzo, gedulden Sie sich bitte nur noch ein klitzekleines Sekündchen. Ich werd die beiden schon herschleppen, damit Sie Ihr wohlverdientest Ständchen kriegen.
Frau Ähäääm!!!! Härrr Sondärrrrrrmannnn!!!!! Wo sind Sie????? ..... Einen Sack Flöhe hüten ist aber auch leichter als dieser Job hier. *schwitz*
Kommentare dazu:
(9.5.05 05:02)Frau M.
Bin doch SCHON da.......
hatte mich mit der Kaltmamsell etwas festgequatscht...die weiss aber auch immer alles besser nech....als wenn ich nich wüßte wie man nen Kuchen macht...tzässss........ *nen Riesenstrauss selbstgepflückter Blümchen dazustellt* *nochmal anstimmt*
Drei zwoooo eins....
Happy birthday toooooo youuuuuu........ Oh Mist da kommen die Bodyguards schon wieder *davoneilt*
10.5.05 21:32)Ponzo
hach cheries, ich bin ja ganz gerührt hier...
was für bodyguards?
Geburtstage sind normalerweise dafür da, nette Worte für die Jubilarin zu verschwenden und so zu tun, als ob man sich richtig gut leiden könnte. Das fällt mir bei Frau Ponzo schwer. Ich erinnere mich zum Beispiel noch zu ungern an ihre erste Mail an mich:
„Hallo hallo, hier spricht die Rezeption des Hotels Ponzo. Hier ist absolut nichts los, kommuniziert mal jemand mit mir? Wieder nicht? Blöder Sondermann, dich sprenge ich irgendwann in die Luft!
P.S. Kannst du mir deine richtige Email-Adresse verraten?“
Damit hatte sie mein erdachtes Postfach im Sturm erobert. Schon wenige Mails später wurde das Verhältnis ausgesprochen herzlich:
„Hallo Teesack! Bin bald in B., freue mich, dass Du in C. bist, vielleicht treffen wir uns mal in D., dann sprenge ich Dich in die Luft!
P.S. Kannst du mir jetzt die richtige Email-Adresse von Dir verraten?“
Schließlich kam es zur nie ersehnten Begegnung im Chat. Frau Ponzo trank sich zusammen mit Frau Saintphalle an der Chatbar kunterbunt und doppeltkariert und sprach dann zu mir: „Hallo Sondersack, (schlucks), ich würde düsch jetzt gern in die Luft schprengen, aber vorher will isch noch deine rüschtige eMail haben! Los her damit!!!“ Dann verfing sie sich zum Glück in ihrem selbstgebauten w-LAN und ich konnte mich mit samt Hosenträgern in Sicherheit bringen.
Aber ich will nicht lästern, wir sind ja hier nicht im Internet! In Wirklichkeit mag ich Ihre kleinen Geschichten, auch wenn ich das niemals öffentlich sagen würde. Sie sind voller Wahrheit und Weisheit und manchmal spielen sich große Tragödien in unscheinbaren Nebensätzen ab, wie kürzlich in dem Beitrag „Lass mich dein Lehrer sein oder Tod einer Katze“. Geschickt wurde da Trauerarbeit um das tote Kätzchen geleistet und unschuldige Ergriffenheit inszeniert, wo jede andere umständlich erklärt hätte: „Tut mir leid, ich habe mich drauf gesetzt, konnte ja nicht ahnen, dass das Sofakissen noch lebt.“
Liebe Ponzine, wenn Du das hier liest, hast Du vielleicht immer noch Geburtstag oder schon wieder, und wenn ich richtig gerechnet habe, war das mindestens schon der 3. in den letzten zehn Jahren! Natürlich mache ich mir keine Sorgen um Dich, ich weiß um Deine ausdauernde Bereitschaft, den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen und mit größtem Einsatz feste Feste zu feiern, meistens bis zum Abriss des Erinnerungsvermögens und der zur Feierlichkeit genutzten Immobilien. Die baufällige Hülle des Hotels Ponzo weiß einiges davon zu berichten.
Alles Gute für Dich und bleib so wie du bist! Und versuch es mal unter dieser Adresse: es@es-o-es.de!
Kommentare dazu:(10.5.05 17:52)
hach chéri, ich bin gerührt!
Nächstes Jahr kommt ihr dann aus dem Keller hoch, oder vielleicht schon vorher?
lange nichts mehr gehört....
komisch....jeder sitzt inzwischen wieder in seinem eigenen Revier. Herr Sondermann hat sich nach Rom zurückgezogen. Frau Professor S. weilt wieder in Hamburch....ich langweile mich in Dingens zu Tode....nur de Frau Ponzo, die hat das Glück weiterhin im wohnlichen, tubulenten und gastlichen Hotel Ponzo weilen zu dürfen.
Also irgendwie müssen wir hier wieder mal was Schwung in die Mannschaft bekommen! Wenn ich nur wüßte wie?!
Herr Sondermann antwortet auf meine SMS-Klopfrufe gar nicht. Ich fürchte er hat zu große Angst vor Frau S. Terror-SMSen und hat das Teil in seinem päpstlichen Spint verrammelt. Frau S. antwortet auch nicht auf meine Anrufe. Entweder kennt sie sich immer noch nicht mit ihrem AB aus....oder sie hat sich mal wieder in Hamburg verfahren und irrt immer noch durch Nachbars Garten, auf der Suche nach ihrem Heim. Neee nicht Heim wie Altersheim...*kicher* ich meinte jetzt ihre hübsche Wohnung.
Dabei hab ich mir so viel Mühe gegeben, als ich ihren AB besprach!
Ich bin et, rufen se augenblicklich zurück....
Da soll einer behaupten das wäre nicht klar, ausdrucksstark, überzeugend.....
und überhaupt.....
ich bin motzig! Warum meldet sich von denen keiner bei mir?
Aus den Augen und schon von Sinnen?
*seuftz*
Nu los...setzt die Truppen in Bewegung......ich komme hier um vor Langeweile!!! Rette mich wer kann...
In freudiger Erwartung..ihre Frau M. aus Dingens...
Kommentare dazu:
ponzo / Website (5.6.05 11:19)
mmh... mh! hein? aha! mhh!
(5.6.05 18:28)Frau M.
Oh....hallo Frau Ponzo *plauder* ich freue mich mal wieder was von ihnen zu hören......mmmh mh??!! ?????????...wie meinen??? öh....hallo? *klick* Na suuuupaaaa....*seuftz*
ponzo (6.6.05 21:55)
ja.. hi.. hicks... *nipp* (am Wein), die olle saintphalle hat uns ja aus ihrer liste gestrichen..; *sauf* nö sogar die liste rausgenommen. Dabei wollte ich ihr gerade die ponzo favorite guest Karte zum Vorzugspreis andrehen... hicks
(9.6.05 10:19)Frau S.
Äh, also...AB??? Was ist denn das? Hab ich so was auch??? Und wen hab ich denn aus welcher Liste gestrichen? Falls Sie damit meine Linkliste meinen, verehrte Frau Ponzo: Die versteckt sich jetzt unter der Rubrik "Blogroll". Mir war die Liste einfach zu lang geworden. Also: Niemand geht hier verloren. Ich schon gar nicht. Bin immer da, lese regelmäßig meine Mails und gehe sogar meistens ans Telefon - wenn es denn mal klingelt...
Aber die Ponzo Gästekarte nehme ich natürlich jederzeit an. Was kriegt man denn da für Vergünstigungen? 100 Nächte zum Preis von einer? 1000 Cocktails umsonst? Ich bin dabei!
(9.6.05 10:21)Frau S.
P.S: Stimmt, es ist hier reichlich öde geworden. Aber wenn ich meine Zeit nicht grade mit Froschkönigen verbringe, muss ich doch an meinem Roman schreiben. Der soll ja eines Tages mal fertig werden.
Warum ist die Banane krumm?
Was ist bloss los mit den deutschen Hotelgästen? Jeder Heini und jede Tante fragt immer nur warum! Warum ist das Hotel ausgebucht? Warum haben Sie kein Hotel in Afghanistan? Warum ist das so teuer? Warum wissen Sie nicht, welche Farbe die Überdecken haben? Warum haben die kein Schwimmbad? Warum kriege ich den Tarif nicht? Warum kostet die Kundenkarte Geld? Warum Warum Warum!! Warum nur?
Warum??????????
Ich frage mich auch den lieben langen heiligen Tag, warum ich solche Fragen beantworten soll.
Kommentare dazu:
Keine
Langes Wochenende...
und ich hätte endlich mal wieder Zeit für einen kleinen Besuch im Hotel Ponzo.
Ich finde es wird Zeit hier mal wieder ordentlich auf die Brause zu hauen.
Nein keine Angst Frau Ponzo, ich gedenke nicht ihre Badezimmer zu demolieren.
Ich dachte da eher an so ne nette Halloween-Party unten im Speisesaal. Diesmal hab ich selbst für Dekoration gesorgt und schauen se mal, ich hab für sie alle Kostüme besorgt.....
Für Herrn Sondermann und den Nachtportier stehen alleine schon reichlich Kostüme zur Auswahl.
oder wir gehen als Gruppe??....
Ja ok, über guten Geschmack kann man hier streiten.......
also, wie siehts aus? Ach, ich pack einfach schon mal...... *zisch*
Kommentare dazu:
(31.10.05 15:16)Frau S.
Meine Güte, Frau M., was haben Sie denn da alles aus der Mottenkiste ausgepackt? Ich bin erschüttert. Aber ich muss schon sagen, diese Hochfrisur steht Ihnen ausgesprochen gut. Passen se nur ja auf, dass Sie mit dem Gebinde nicht in der Drehtür vom Hotel Ponzo hängen bleiben. Das könnte fatale Folgen haben.
Halloween
So, da bin ich. Hab mein Prinzessinnenkostüm übergeworfen und sogar den Froschkönig ins Schlepptau genommen. Aber wo steigt jetzt die Party? Wo sind denn alle?
Huhu???
Frau M., ich hab Ihnen doch gesagt, dass Sie mit Ihrer Hochfrisur aufpassen sollen. Wo stecken Sie denn jetzt? In der Drehtür? Im Fahrstuhl? Und was ist mit Herrn Sondermann? Ist der nicht in sein Supermann-Kostüm reingekommen? Frau Ponzo? Hat gar kein Kostüm gekauft?
Hm. Fragen. Viele, viele Fragen.
Ich trink dann erst mal ein kleines Likörchen. Oder auch zwei. Vielleicht kommt ja doch noch wer. Oder bin ich etwa in der falschen Bar gelandet? Noch mehr Fragen. Und noch'n Likörchen. *seufzel*
Kommentare dazu:
(1.11.05 16:37)Frau M.
SIE WAREN DIE PRINZESSIN????? Ja warum zum Teufel haben se sich denn nicht zu erkennen gegeben???
(1.11.05 17:29)Frau S.
Wieso erkennen? Wer zum Teufel waren SIE denn????
Joys / Website (1.11.05 22:44)Frau M.
na ich war doch Wonderwoman allerdings aus gegebenem Anlass mit Kopftuch..
Halloween...the day after
Ich kann ihnen sagen, das war gestern mal wieder eine Aktion wie sie im Buche steht.Irrläufer, im Kreis Läufer, Wegläufer, Amokläufer, alles dabei...
Nur ne Party haben wir nicht hinbekommen, also jedenfalls keine an der wir alle hätten teilnehmen können.
Herrn Sondermann sah ich ganz kurz, quasi im Vorbeiflug, als er in seinem Bodypainting Supermann Outfit an mir vorbei rauschte. "Süsses oder saures" brüllend, wild mit einer Plaste-Kürbis-Laterne fuchtelnd, jagte er betuchten Gästen hinterher und forderte die von ihm so begeehrte Rittersport-Schokolade.
Allerdings hatte er vergessen seinen Lendenschurz um gewisse Körperlichkeiten zu schnallen, was die Damen der haute volé kreischend von dannen rasen ließ.
Ich selbst hing tatsächlich zunächst mit meiner opulenten Turmfrisur in der Drehtüre des Hoteleingangs fest und konnte, wilde Drehungen vollführend, immer nur Bruchteile des Geschehens erhaschen.
So konnte ich z.B. unsere Prinzessin...äh..Verzeihung Frau Professor S. durch den Nebeneingang rauschen und ihre Seekisten vor die Rezeption knallen sehen.
Als ich beim nächsten Dreher wieder hinsehen konnte war sie bereits verschwunden.
Frau Ponzo eilte irgendwann mit einer Riesenpulle Himbeergeist unter ihrem Arm durch die Eingangshalle, um die wild kreischenden Damen einzufangen und vermutlich mit dem Geist in der Flasche zur Ruhe zu bewegen. Danach auch von ihr keine Spur mehr.
Gegen 22 Uhr hatte sich meine Frisur derart verzwirbelt, das es plötzlich und unerwartet in die andere Richtung ging. In rasanter Fahrt, in der ich mir mehrfach mein spärliches LTU Frühstück durch den Kopf gehen ließ, jagte ich nun andersherum durch die Drehtüre. Wenn sie nun der Meinung sind, das der Empfangschef im Inneren des Hotels, oder der Wagenmeister vor dem Eingang Männer der Tat gewesen wären und die irre Piruetten drehende Frau M gerettet hätten, hahaha...weit gefehlt!!!
Ich kann ihnen aber flüstern, denen hab ich später aber noch.... höhöhöm!!!! Als sie irgendwann wieder zu sich kamen meinten sie entschuldigend, sie hätten diese meine Notlage für einen extra für die Halloween-Nacht engagierten Spezialeffekt gehalten und meine Einlage ausgesprochen kurzweilig empfunden. Na danke auch!
Na jedenfalls, irgendwann hatten sich meine Haarwurzeln mit einem schnalzenden Geräusch verabschiedet und ab sofort bin ich Kopftuchträgerin. So schmerzlich befreit benötigte ich zunächst einen ordentlichen Schnaps. Den fand ich natürlich gleich in der Hotelbar, an der eine total besoffene Prinzessin mit Froschmaske rumlungerte und albern vor sich hinkicherte. Na dann Prost, dachte ich mir und schnackelte mir richtig einen an. Von einer Party im Speisesaal war außer einem Kamm blasenden Buckligen und einem geplünderten Buffet nichts mehr zu erkennen. Langsam schritt ich durch traurig herabhängende Luftschlangen und zermatschte Kürbiskerntörtchen. Was mag hier wohl vorgefallen sein???
Traurig zerrte ich mir meine goldene Spange vom Bauch, schlüpfte aus meinen Sonntagsballerinas, ließ mich in irgendeinen Sessel fallen, legte die Riesenflasche Himbeergeist an, die zufällig vor meiner Nase stand und lauschte dem traurig, schaurigem Spiel des Kammbläsers.
Irgendwann muß ich dann wohl eingeschlafen sein und wachte heute morgen mit einem Mordskater, mit dem Gesicht in einem giftgrünen Gruselwackelpudding bestückt mit verschiedenfarbigen Augäpfeln ruhend auf.
Wer hatte hier die Verantwortung??? Wer hat diesen Schlamassel hier organisiert? Sauerei!!! *grüne Grütze aus den Ohren puhl*
Wenn ich die in die Finger bekomme!
Kommentare dazu:
(1.11.05 17:34)Frau S.
Uuuuhhh, was tut mir der Schädel weh. Alle Achtung. Ich fühl mich, als hätte ich eins mit dem Nudelholz übergebraten gekriegt. Puhhh.... Und was ist das hier für ein grüner Glibber in meinen Haaren? Ich hoffe sehr, dass das Götterspeise und nix anderes ist.
Ja nu, also, das war ja nicht so das Heldenstück mit dieser Halloweenparty. Ich hab den ganzen Abend kein einziges bekanntes Gesicht gesehen. Ja, eigentlich hab ich außer dem Barkeeper überhaupt niemanden gesehen....
Oh, Frau M., da sind Sie ja endlich. Was haben Sie denn mit Ihren Haaren gemacht? Sieht ja voll besch... aus so ganz nackisch auf dem Kopp.
Na ja, egal, Ihr Schädel brummt garantiert nicht so schlimm wie meiner. Ich verstehe gar nicht, wie man einen Kater haben kann, obwohl man die eigentliche Party verfehlt hat. Kann mir das mal jemand erklären?
(1.11.05 17:41)Frau M.
pfff...hören se bloss auf! Als dat war so... *plauder*...und dann hat der Herr Sondermann *plapper*...und der einsame Kammbläser...*schwatz*
Mr.D. / Website (1.11.05 23:07)
da war war wohl wieder die gesamte Unterwelt unterwegs ;-) grauslich wird dann nur der Blick in den Spiegel am nächsten Morchen....
na da grüß ich Hello Wien...
LG Mr.D.
(2.11.05 09:12)Frau S.
@Mr. D.: Ich hab alle Spiegel zertrümmert. Das Elend hätte ich sonst nicht ausgehalten. ;-)
Überraschung
Psssssssssssst Frau S…
Gleich ist es soweit!! Jaaa nur noch einen Augenblick…. Nun hören sie schon auf zu meckern! Natürlich ist das eine unbequeme Haltung die sie da einnehmen müssen, das ist mir auch klar. Ich passe da nun einmal nicht rein, es hat halt nicht immer Vorteile wenn man so ein dünnes Huhn ist, wie sie. *breit grins*
Wir warten noch auf das Geburtstagskind….
Wie? Das Blumenkränzchen zwickt an ihrem linken Ohr?
Poah sie sind aber so was von wehleidig, mein lieber Scholli!
Und sie denken daran, auf mein Zeichen …..welches hatten wir noch gleich vereinbart?
Ist mir entfallen…wenn sie auch den ganzen Tag damit vertrödeln in dieses vermaledeite Folkloreoutfit zu klettern!
Ein Glück das wir die Überraschung auf heute Nacht verlegt haben…nicht auszudenken wenn der Erwin sich schon heute Nachmittag hätte freimachen können.
Ach ja…wenn gleich die Musik anläuft, rolle ich sie in den Saal. Ich gebe ihnen einen kräftigen Stoß und meinen Berechnungen zufolge müssten sie dann genau in der Mitte des Speisesaales landen. Und dann….wenn das erste Kaaaaaaaaaaaaalinka ertönt, springen sie…
Ok??
Ham se das verstanden??? FRAU S!! Sagen se doch was! *denk..ist die schon wieder eingeschlafen?*
Oh…ich höre Schritte… das kann nur der Herr Sondermann sein!
Also,…sie denken daran, ich schubse sie jetzt in die Saalmitte….Kalinka ertönt…und sie springen aus der Riesentorte, schreien hoppa und legen ne 1 a Folkloredarbietung hin.
OK! Das mit der Darbietung war nicht abgesprochen...aber hören sie mal, das bisken können se doch wohl mal für unseren Herrn Sondermann machen!
Da wird sich der Erwin bestimmt freuen, wo er doch vom Ostpol…
Frau S!!! Nu sagen se doch was…. Ach jetzt ist auch egal, das ist eindeutig Erwin….
Da…er sitzt erwartungsfroh am Ehrenplatz…. jetzt..ihr Auftritt Frau S!!!! Geben se alles!!
*der Torte nen kräftigen Stoß versetz*
Auweia, das war wohl ein wenig zu….. *Augen zuhalt*
*KLATSCH*
Jesses, jetzt ist die Frau S. mitsamt der Torte an die gegenüberliegende Wand geklatscht!
Himmel, die wird sich gleich wieder übertrieben aufregen!
Ich glaub ich geh jetzt lieber mal in Deckung….
*auf die Start-Taste des CD-Players drück*
*versteck*
Oh ich glaube das war ein wenig laut…
Kaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalinka Malinka…
*brüll* FRAU ÄÄÄÄS….IHR ZEICHÄÄÄÄN!!!!
Daaa, nu hüpft se aus der Tortenmatsche…oh…die sieht ja aus!
Pfffhahahahahahaaaa!!! Ich lach mich kaputt, die hat überall diese Tortenpampe kleben.
*feixend und aus sicherer Entfernung brüll* Da hätten se sich die ganze Zippelei an ihrem Outfit ja sparen können
Aber tanzen kann se *staun* Wie sie die Beine schmeißt, eine wahre Pracht!
Erwin ist auch ganz gerührt, er schüttelt sich und hält sich die Tischdecke vor die Augen.
Hach er weint sicher vor Rührung! Da hab ich ja mal wieder die richtige Choreographie erdacht. *im Versteck inne Brust werf*
Oh ich glaube die Frau S. ruft etwas?? Hilfe?? Wieso Hilfe??
“Frau M. wenn ich sie in die Finger bekomme! Stellen sie endlich diese bekloppte CD aus! Jetzt hab ich aber die Nase voll. Ich bekomme meine Beine gar nicht mehr unter Kontrolle. Haben sie schon wieder Seife für die Tortenblumen verwendet?? Der Boden ist jedenfalls ganz schmierig und glatt! Ich mach mich doch hier zum Obst! Frau ÄM!!!“
Ich glaube ich mach mich schnell vom Acker!!
*brüll* Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Erwin, altes Haus, ich muss grad mal schnell was erledigen! Ich drück dich späääter….
Kommentare dazu:
ponzo (10.11.05 10:24)
ähmm, ich glaube, ihr habt vergessen, das Geburtstagskind einzuladen!? Wo isser denn nu?
P.S. Ich bin übrigens auch nicht eingeladen worden!
Saintphalle / Website (10.11.05 14:57)
So eine total idiotische Idee kann ja nur von der Frau Ähähähähäm kommen. Diesen ganzen Tortenkleister krieg ich ja in drei Jahren noch nicht wieder aus den Haaren.
Liebe Frau Ponzo, dass der Erwin nicht da war, lag ja nur daran, dass sein Geburtstag schon gestern war. GESTERN, Frau M., ich sagte am NEUNTEN NOVEMBER!!! Jahahaha! Aber die Frau hört ja nie. *grummelnddavonstapft*
P.S: Wissen se was, Frau Ponzo? Manchmal kann es ein echter Segen sein, wenn man nicht eingeladen wird.
(12.11.05 13:07)Frau M.
Immer meckern alle mit mir....immer geb ich mir so ne Mühe...*schnief*
frauenzimmer (Frau M.) / Website (2.6.07 11:43)
Hach Kinners wat waren das noch Zeiten! *schnüff*
Frauenzimmer - 28. Mai, 22:16