Hotel Ponzo... nichts als die Wahrheit... Teil 007.. wie alles begann
Reservierungsanfrage
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hatten unlängst bei Ihnen schon einmal angefragt, ob Sie in der Zeit vom
24.-28. Mai etwas frei hätten. Wie Sie unschwer erahnen können, ist dieser
Termin nun hinfällig geworden. Wir hätten nun gerne Zimmer in der Zeit zwischen dem 5. und 14. Juli, wobei das Wochenende unbedingt in der gebuchten Zeit liegen sollte. Möglich wären ein paar Tage Verschiebung nach hinten, aber nicht länger als bis zum 15. Juli. Eventuell wäre es auch möglich, erst ab dem 26. Juli anzureisen, dann aber nur, wenn die Abreise nicht nach dem 30. liegen würde.
Wir suchen drei Einzelzimmer. Eventuell auch ein Einzel- und ein Doppelzimmer. Auf keinen Fall ein Dreibettzimmer. Bitte keine Zimmer mit Verbindungstüren. Und bitte nichts, was höher als im ersten Stock liegt, denn ich habe eine Fahrstuhlphobie und meine Begleiterin hasst es, so viele Treppen zu steigen.
Auf jeden Fall sollten die Zimmer einen Südbalkon haben und absolut ruhig
liegen.Und sie sollten eine Badewanne mit Whirlpool haben. Und Betten mit Gesundheitsmatratzen. Und SAT-Empfang und natürlich Internet-Zugang im Zimmer. Mein Begleiter hat eine Tierhaar-Allergie und zwei von uns brauchen ein Raucherzimmer. Für die dritte Person wäre ein Nichtraucherzimmer nett, ist aber nicht zwingend. Dafür sollte es in diesem Zimmer eine extra Bettdecke geben, falls der Sommer weiter so verregnet bleibt.
Bitte geben Sie mir umgehend Bescheid, wann wir anreisen können.
Mit freundlichen Grüßen aus dem fernen Hamburg
Frau S.
Kommentare dazu: (Reservierungsanfrage)(24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, das in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
(24.6.04 08:58)
Werte Frau M aus Dingens, die Chippendales sind im Hotel gegenüber? Warum hat mir das niemand gesagt? Dann ist es natürlich egal, ob der Balkon nach Norden oder Süden zeigt, Hauptsache, ich habe die Suite der knackigen Jungs im Blick. Vergessen Sie nicht, Ihr Opernglas einzupacken - von wegen bessere Aussichten...
Mit aufgeregten Grüßen Ihre Frau S. aus HH.
24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
Sehr geehrte Frau Ponzo,
mit der Kreditkartennummer hätte ich da ein kleines Problem. Da ich eh chronisch pleite bin, benutze ich meine Karte schon seit Jahren als Unterlegscheibe für meinen wackelnden Kühlschrank. Ohne fremde Hilfe kriege ich sie da nicht mehr drunter weg. Frau M. aus Dingens besaß meines Wissens überhaupt noch nie so ein Teil und da, wo unser lieber Herr Sondermann herkommt, kennt man dieses Plastikgeld vermutlich überhaupt noch nicht. Ich würde also eine Barzahlung bei Ankunft in Ihrem Hotel vorziehen. Notfalls ginge auch ein Tauschhandel mit Glasperlen oder kaum gelesenen Weblog-Geschichten.
Was die Allergie angeht, so hatte ich wohl etwas missverstanden. Herr Sondermann ist gar nicht gegen Tierhaare allergisch, sondern gegen Hausstaub. Ich empfehle Ihnen also dringend, Ihre Bruchbude einer Generalreinigung zu unterziehen, bevor wir anreisen.
Was die Mäuse angeht, so könnten wir einen Kater mitbringen, dann wäre das Problem gelöst.
Und wie sie diese halbnackten Hupfdohlen in Ihr Haus holen, ist uns eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, die Jungs sind da, wenn wir da sind. Andernfalls garantiere ich für nichts. Frau M. aus Dingens ist seit 27 Jahren verheiratet. Und wozu so eine ausgehungerte Ehefrau fähig ist, wenn sie nicht kriegt, wovon sie träumt, können Sie sich ja vielleicht selber ausmalen... Ich garantiere dann jedenfalls für nichts.
Mit herzlichen Grüßen
Frau Rapunzel von und zu S.
P.S: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Juli mit Juni verwechselt hatte? Wir kommen also nicht erst in vier Wochen, sondern in vier Tagen.
Kommentare dazu: (sehr geehrte Frau Ponzo)
Wir kommen in vier Tagen?? *hektisch auf die Frisur schau* Dat geht nich!!! Ich muß noch meine Haare färben, dieses mausgrau kann ich keinem Chippendale zumuten. Und was dieses Plastikgeld angeht, ich hätte da noch ein paar Monopolie Scheinchen. Die sind kaum zerknittert und sehen noch ganz nett aus. Mit anderen Währungen kann ich derzeit leider nicht dienen! Gibbet im Hotel Ponzo sowas wie ne Piano-Bar? Ich täte dann meinen Aufenthalt absingen!! Das Hotel ist dann wie leergefegt und Ponzo´s sind dann froh und glücklich das wenigstens drei Zimmer belegt sind! Bin ich ein Fuchs, oder watt? Mit den freundlichsten schmarotzerichsten Grüßen (und mit frisch gefärbtem Haar)
Ihre Frau M aus Dingens
(27.6.04 20:24)
Also was denn nun? Sind deine Haare schon gefärbt oder nicht? Wenn ja, dann können wir doch auch los. Sieh zu, dass du die Koffer gepackt kriegst. *mal ein bisschen dampf macht*
Ich weiß nur nicht, wo Herr Sondermann steckt. Ich hatte ihm extra gesagt, dass es jetzt auch nichts mehr bringt, wenn er noch einen Französisch-Kurs absolvieren will. Aber ich fürchte, der lungert trotzdem Tag und Nacht in der Volkshochschule rum. Herr Sondermann, huhu, es geht loooos, hören Sie!
P.S: Dass du ein Fuchs bist, Milly, habe ich schon immer gewusst. :-))
(28.6.04 01:47)
@Rapunzel
Na ich habe meine Haare während des Eintrages gefärbt. Ich kann auch schnell sein, wenn es die Situation erfordert. Ich habe Herrn Sondermann ein Telegramm geschickt. Mal sehen ob ihn meine wilden Reiter erreichen.
Hallo?? !!!!!
An das Hotel Ponzo per Telefaxen
bitte dringendst und eiligst an der Rezeption vorlegen. Danke!
Ich hab´s mir überlegt! Ich möchte doch keine Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel. Typisch, wenn man sich auf das Geschwätz eines Damen-Kegelclubs verläßt!
Zur Erklärung:
Da wurde doch erzählt, dass die Chippendales in einem Nobel-Hotel in Parrrriss absteigen. Und ich?!!! Ich sehe sofort vor meinem geistigen Auge Waschbrettbäuche und mit Lendenschurz schwenkende, gut durchtrainierte amerikanische Jüngelchen.
Ich habe vor lauter Verzückung gar nicht mehr weiter zugehört, sonder quasi direkt durchkalkuliert, wieviel Kilos ich in so kurzer Zeit abnehmen kann, damit ich in den Leder-Mini passe, wo ich die hochhackigen Pumps vom letzten Sommer hingekramt habe und ob ich noch schnell nen Termin beim Friseur bekomme. Mit anderen Worten ich habe die Gehörgänge blockiert, ich hatte gehört, was ich hören mußte, so dachte ich jedenfalls.
Heute traf ich eine meiner Kegelschwestern beim shopping (der Mini war dann inzwischen wohl doch schon zuuu mini, also nicht von der Länge, sondern eher von der Breite, das mal nur am Rande bemerkt) und ich schwärme schon von meinem Aufenthalt in Paris, Chippendale Ausblick inklusive..... da fragt meine Kegelschwester doch allen Ernstes, seit wann ich mich für olle Möbel interessiere!!
Wie, sach ich, olle Möbel...!!
Meinen entgleisten Gesichtsausdruck kann man sich vielleicht gerade so noch vorstellen, aber wart mal jetzt kommts...
Jaa nun sagt sie, dort findet doch ein Liebhaber Treff statt..
(ja Liebhaber-froi- augenblicklich bekomme ich wieder Mundwasser). Ich seuftze laut und zufrieden auf......
Sie:
Da treffen sich die "Wittensteiner-Chippendale-Möbel- Liebhaber e.V." Das hätte doch groß im Lokalblättchen gestanden!
Also ehrlich und unter uns, wer will denn schon so´n paar verklärte Rentner, beim begaffen von ollen Stühlen und Sesseln beobachten??? ICH NICH!!!
Lange Rede, gar kein Sinn, ich will die Aussicht auf´s gegenüberliegende Hotel stornieren. Statt dessen hätte ich lieber Meerblick. Falls das nicht möglich ist, täte es auch der Innenhof, aber bitte, um Himmels Willi, nicht die Möbel-Fans!!
In der Hoffnung auf unkompliziertes Entgegenkommen Ihrerseits verbleibe ich mit den freundlichsten Grüßen
Ihre Frau M aus Dingens
Kommentare dazu: (Hallo)
Hallo du! Ganz schön kreatives Blog! Wie kommt man auf sowas?
(28.6.04 02:02)
@Burningheart
Gute Frage *lächel* da mußt du die beiden anderen Damen fragen, die sind hier für´s kreative zuständig.
Du bist herzlich eingeladen, hier stöbern zu kommen. Ich bin selbst ganz gespannt wie´s weitergeht. *grins*
Liebe Grüße
(28.6.04 09:36)
Werte Frau M. aus Dingens,
das ist ja mal wieder typisch. Da denken die in Paris, dass sie uns mit so einem billigen Werbetrick locken können. Und dann so ne Pleite. Aber wir sind keineswegs die naiven Landpomeranzen, für die man uns hält. Hömma! Ich leb schließlich auch in ner großen Stadt. Da durchschaut man solche Betrügereien ganz schnell. Also, wenn es keine Waschbrettbäuche zu bewundern gibt, dann will ich auch ein Zimmer mit Meerblick. Und Südbalkon. Und im Hotel Ponzo können die sich mal ganz warm anziehen. Wenn sie weiter solche Halbwahrheiten in Umlauf bringen, dann können die aber was erleben!
Hm, noch mal so ne kleine Frage am Rande, liebe Frau M.: Wie zuverlässig ist eigentlich die Quelle Ihrer Informantin? Ich meine, nicht, dass wir schon wieder einem Irrtum erliegen. Vielleicht will die Dame ja selber nach Paris und das Zimmer mit der sensationellen Aussicht für sich reservieren. Könnte doch sein *mal zweifelnd die Augenbrauen hochzieht*
Mit den besten Grüßen und in freudiger Erwartung auf den Beginn unserer Reise.
Die alles durchschauende Frau S. aus der Millionenstadt HH
(28.6.04 11:37)
Ach übrigens @Burningheart: Was heißt denn eigentlich "kreatives Log"? Das ist doch alles bittere Realität. Bitterer geht kaum noch.
@Madame Ponzo: Trauen Sie sich jetzt nicht mehr hinter Ihrem Rezeptions-Tresen hervor oder wieso hört und sieht man von Ihnen eigentlich nix mehr?
Liebes Gästebuch,
da bin ich also angekommen im Hotel Ponzo. Es ist ja so erholsam, nur mit kleinem Gepäck zu reisen, Tic Tac und Hühneraugenpflaster, mehr brauche ich ja in meinem Alter nicht mehr. Den unbedeutenden Rest meines Reisegepäcks tragen die Liftboys gerade in mein Zimmer. Ich denke, gegen Mitternacht wird alles hochgetragen sein.
Und wie freue ich mich schon auf die Chippendale-Möbelversteigerung. Ich gelte ja nicht zu unrecht als stumpfsinniger Schöngeist, der seinen morgendlichen Kaviar ausschließlich aus einem Fabergés-Ei zu sich nimmt und bei dem selbst die Römerlatschen wenigstens von Fellini sein müssen. Da kommen mir ein paar alte Chippendale-Stuhllehnen zur Befeuerung meines Louis-Quatorze-Kamins gerade recht.
Und endlich ein paar Tage ohne kreischende Hintergrundgeräusche.
Apropopopopo Frauen. Wann wollten denn Damen Rapunzel und M. aus Dingens hier eintreffen? Was haben sie mir denn geschrieben? „Erwarten wir Sie und ihren Rolls Royce ... bla bla bla ... in Dingens und stehen dann bereit zur Mitfahrt an der Ecke ... bla bla bla ... neben dem Altglascontainer.“
Das ist mir aber jetzt irgendwie peinlich. Sogar very! Ich hatte mich nämlich schon gewundert, wieso die Mülltonnen in Dingens auf die Straße springen und winken können. Es liegt wohl doch nicht alles am Tee.
Zur Verkündung gegeben
Erwin Sondermann
Knapp verfehlt ist auch daneben
Frau M. aus Dingens und Frau S. aus HH alias Rapunzel stehen in Dingens am Straßenrand, direkt neben mehreren Altglascontainern
Frau M: Sie haben nur zwei Koffer dabei? Bisschen wenich, oder?
Frau S: Wieso? Ich bin eben zierlich. Da brauchen die Klamotten nicht so viel Platz.
Kritischer Blick auf die unübersichtliche Ansammlung von Taschen und Koffern, die Frau M. gehören.
Frau S: Sie haben nicht zufällig heimlich Ihren Gatten und die Kinder mit ins Gepäck geschmuggelt, oder?
Frau M: Also hörn Sie mal. Was unterstellen Sie mir denn da? Der einzige Mann, mit dem ich reisen werde, ist Herr Sondermann. Und ob das so eine kluge Entscheidung war, weiß ich auch nicht. Wo bleibt der überhaupt? Jetzt warten wir hier schon fast eine Stunde.
Frau S: Ich glaube, das da hinten könnte er sein, der schwarze Wagen da.
Frau M: Hä? Das ist doch ein Volvo. Herr Sondermann hat was von Rolls Royce gefaselt.
Frau S: Glauben Sie, das stimmt? Ich traue prinzipiell keinem Mann.
Frau M: Ich eigentlich auch nicht. Verdammt, jetzt fängt es auch noch an zu regnen....
Frau S: Sagen Sie mal, dafür dass Sie noch so jung sind, haben Sie aber auch schon ganz schön graue Haare.
Frau M: Waaas? Grau???? Mensch, das sind doch die Strähnchen, die ich mir gestern erst beim Friseur hab machen lassen. Hab 98 Euro dafür ausgegeben. Die Friseuse hat gesagt, das nennt man "Highlights" und es würde meine Haare lebendiger erscheinen lassen. Und Sie sagen, das sei Grau. Skandal! Ich will mein Geld wieder! Und zwar jetzt sofort.
Frau M. klemmt sich einen Teil ihres Gepäcks unter die Arme und will Richtung Dorf zurück wanken.
Frau S: Jetzt machen Sie doch keinen Blödsinn. Paris wartet. Und Frau Ponzo auch. Und außerdem sehen Ihre Haare im Regen gar nicht mehr so grau aus. Dafür kringeln sie sich jetzt wie bei einem Pudel....
Frau M: Aaaargh!!!
Frau S: Da, ich glaube, das ist Herr Sondermann. Winken Sie mal!
Ein roter Ascona mit verbeulter Karosserie braust heran. Frau M. und Frau S. springen mitten auf die Straße und fuchteln wild mit den Armen. Der Fahrer drückt nicht auf die Bremse, sondern auf die Hupe und rast mitten durch eine große Pfütze an den Damen vorbei. Sie sind beide über und über mit Schlamm bespritzt und während sie sich gegenseitig betrachten, senden sie stumme Stoßgebete zum Himmel:
"Lieber Gott, bitte mach, dass ich nicht so aussehe wie sie."
Frau S: Und nun?
Frau M: Zu Fuß nach Hause und zum Friseur.
Frau S: Nix da. Trampen nach Paris.
Frau M: Mit Ihnen bleibt einem auch nix erspart.
Acht Stunden und ungefähr 589 Autos später hat sich endlich der Fahrer eines VW-Busses, Baujahr '72, der beiden Damen erbarmt und nimmt sie mit. Quietschend und klappernd bewegt sich der Bus mit 45 km/h über die Landstraße - einem ungewissen Ziel und einer noch ungewisseren Zukunft entgegen
Liebes Gästebuch,
unabhängig von den müllkutschertrampenden Frauen R. bzw. S. bzw. M und M habe ich es mir hier im Hotel Ponzo bequem machen können. Endlich habe ich zum Beispiel Zeit gehabt, mir meinen 3-Tage-Bart abzunehmen, der mir in der letzten halben Stunde gewachsen war. Ohne ihn sehe ich allerdings erstaunlich aus. Unter der Gesichtsbehaarung erschien eine Schuppenflechte in den Ausmaßen einer Pizza Margarita für 4 Personen. Vielleicht auch etwas größer, auf jeden Fall genauso appetitlich. Die hatte ich ganz vergessen. Zum Glück hatte ich einen Ersatzbart im Gepäck, den ich mir darüber kleben konnte. Schnell noch zwei-drei Tropfen Wasser aus der leckgeschlagenen Heizung zur Erfrischung, dann konnte ich endlich die Stadt erkunden.
Als ich zurückkam, blieb ich mit dem angeklebtem Bart an der Drehtür hängen, und ohne ihn hielt mich die freudlose Rezeptionnistin für den Pizza-Service und ich musste mich nach endloser Diskussion neu einchecken und bekam dadurch auch ein anderes Zimmer. Die Suite vom Typ Dunkelkammer entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen von moderner Hotelinnenausstattung. Die Tür zur Minibar klemmte. Ich verließ also nochmals das Hotel, um mir einen Schweißbrenner zu besorgen, mit dem ich die Verschlussöffnung der Minibar knacken konnte. Gleichzeitig könnte ich mir dabei auch Ketchup kaufen für meine Gesichtspizza.
Eine unglückliche Idee. Die Empfangsdame hatte offenbar ihr Personengedächtnis direkt von einer Eintagsfliege geerbt, oder vom Sandmännchen, jedenfalls bekam ich diesmal, als ich zurückkam, die Vive-la-france-Suite, schlicht eingerichtet mit einer auf dem Fußboden ausgebreiteten Trikolore und einer Zinedine-Zidane-Vodoopuppe. Ich wollte mich beschweren und meine alten Zimmer zurück haben, da musste ich mit dem „Das-wollen-wir-doch-mal-sehen“-Zimmer vorlieb nehmen, dem einzigen Gästeraum im Hotel mit Gitterstäben vor dem Fenster.
Eigentlich müsste ich mir nun noch dringend eine Eisenfeile kaufen gehen, aber das werde ich mir wohl verkneifen.
Gewrittet by Erwin Sondermann
Kommentare dazu: (liebes Gästebuch)
Hah! Hab ich´s mir doch gedacht! Während wir da draußen um unser Überleben kämpfen, gammeln sie gemütlich im Hotel herum. Wieso haben sie denn nicht angehalten? Ich hab sie genau erkannt. Gucken se sich mal mein Cocktailkleid an. Ruiniert! Das hatte ich extra für sie als Erkennungszeichen angezogen und sie.....??? Sie fahren mitten mang durch diese Pfütze, kumma hier dooooo! *die Stofflappen vom Knie zerr* Haben sie ein Glück, das wir hier immer noch an diesem Rastplatz festsitzen. Ich habe gerade meine letzte Münze in dieses Internet-Teil hier geworfen. Herr Sondermann ich sach sie mir isset nicht spaßig ummet Gemüt!! Nun überlegen sie sich mal derweil wie sie das wieder gutmachen wollen. Wer ruckelt denn da an mir rum?? Hee weg da! Loslassen! Ich hab nicht die Münzen vom Tellerchen genommen. Nehmen se ihre Gummihandschuhflossen weg! Ich hab ne Allergie gegen Latex! Rrrapunzel zu hülfä, die Kittelfrau da will mir ans Leder.........
(30.6.04 09:10)
Mannomann, Milly, dich kann man aber auch nicht eine Sekunde lang alleine lassen. He, Sie da, Finger weg von unserer Frau M. !!! *Mal eben die Toilettenfrau an den Haaren zerrt* Die wird noch gebraucht. Wer soll mir denn sonst in Paris die Hotelkosten zusammensingen? Herr Sondermann etwa? Da lachen ja die Hühner. Und ich auch. Was ist los? Sie rufen die Polizei, weil Frau M. einen Euro von Ihrem Teller genommen hat? Machen Se sich doch nicht lächerlich, gute Frau. Da ist ja der Telefonanruf teurer als Ihr Verlust. Wie - es war nicht nur ein Euro? Es waren 500 Euro???? Seit wann liegt denn so viel Geld auf der Untertasse einer Klofrau? Ah, verstehe, der Kavalier, der ein paar Extrawünsche hatte.... Verfluchter Mist, Milly, raff deine zerfetzten Röcke hoch, da kommen schon die Bullen. Wir müssen loooooooos!!!!
(30.6.04 20:22)
*schnauf, renn, hechel* also Frau S. ich hab mir unseren netten Urlaubstripp ein bisken anders vorgestellt *röchel* ICH *hust* WILL nach Haus *pfeifend Luft einzieh* oder schnell nach Paris *rassel* ICH WILL Sondermann!! *schnauf* tot oder lebendig. Ich hasse körperliche Ertüchtigung!! *in den nächstbesten LKW Anhänger spring und Frau S. unterm Arm einfach mitnimmt* (nach etwa 10 Minuten, der LKW fährt los, Frau M und Frau S. sitzen fest!)
Sagen se mal Frau S. was müffelt denn hier so?? Wollten sie sich nicht gerade auf der Raststätte frisch machen? Woher kommt dieses Scharren und wütende Schnauben? Sind sie etwa auch so außer Atem? Nee, das kommt irgendwie aus der Ecke da, lassen se mich mal gucken. *raschelnd durch Stroh marschier* *wimmer* Frau S. ich glaube wir haben ein Problem! Ich fürchte wir sind auf dem Weg nach Spanien, oder wo finden immer diese Stierkämpfe statt? Haben se noch ein bis zehn Valium in der Hosentasche??? Und packen se um Himmels Willi das rote Halstuch weg!!!!
Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.
und so begab es sich, dass die beiden Damen S/R und M aD ihr Gepäck in einen völlig veralteten VW Bus luden. Dem freundlichen, aber leider völlig bekifften Fahrer gaben sie noch rasch den gewünschten Zielort an und schon nahm das Drama in 14 3/4 Akten seinen Lauf.
Da hockten sie nun unsere beiden Heldinnen, in besagtem VW-Bus Marke Flower-Power-ich-schaff-den-nächsten-Hügel-nicht. Zunächst sprachlos und in sich gekehrt lauschten sie andächtig den entzückenden Klängen einer Heavy-Metall-Endlos-Aufnahme, die lautstark aus den verbeulten Maxiboxen auf sie eindröhnte.
Während Frau M aD muffelig aus dem Fenster stierte und schon Rachepläne gegen einen gewissen Herrn Sondermann schmiedete, wagte Frau S/M einen verunsicherten Blick auf den headbangenden Fahrer.
"Bist du sicher, das er verstanden hat wo wir hinwollen" flüsterte sie nach rechts.
"Watt is???" Frau M. schreckte aus ihren trüben, gewalterfüllten Tagträumen auf.
Frau S/M nun lauter "Meinst du der da bringt uns sicher bis Paris??"
Schulterzuckend schielt Frau M nun durch ihre total ruinierte, um den Kopf gepappten Frisur zum Fahrer.
S/M:"Glaubst du der kann sprechen?"
"Watt weiß ich, probieren wir´s mal!"
Frau S/M wagt den ersten zaghaften Schritt: "Nette Musik, wäre es wohl möglich sie ein klein wenig leiser zu drehen?"
Der Headbanger starrte weiterhin unbeeindruckt geradeaus. Inzwischen hatte er allerdings vom durchschütteln seiner filzigen Haarpracht abgelassen und drehte sich mit den Knie´n lenkend einen Zigarettchen.
So geht das nich.." raunte Frau M "lass mich ma..!"
*brüllend* "EY!! Ich bin die Joy und das da ist unsere Rapunzel, alles fit soweit?"
"Joooooo!"
Triumphierend zog Frau M eine Augenbraue bis an den gesträhnten Haaransatz.
Beherzt drehte nun Frau S/M die Musik runter. "Wie war noch gleich ihr Name??"
"Kurt"
bald geht die Fahrt unserer tapferen Damen weiter..
Kommentare dazu: (Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.)
2.7.04 11:46)
Sehr geeehrte Frau M aus Dingens,
langsam fange ich an zu verstehen... Sie verwechseln offensichtlich das Hotel Ponzo mit dem Hotel Portugal. Hier wird ja nicht so oft Fussball gespielt (3 Minuten pro Spiel).
Bitte machen Sie sich doch schnellstens auf den Weg in die andere Richtung (muss irgendwie nach oben gehen). Ihre Reisebegleiterin hat schon ein Kopfgeld auf Sie ausgesetzt, Madame Quidécidetout wird nicht lange zögern, den Zimmerpreis von Ihrer Kreditkarte abzubuchen (no-show).
MfG
Rezeption
leider daneben
In aller Schnelle.... ich glaube, da hat Herr Sondermann das falsche Hotel erwischt, ja wirklich!!
Wegen einer technischen Panne muss Frau Ponzo, Rezeptionnistin, schon auf eigene Kosten Überstunden schieben. Madame Quicassetout (ich wusste es doch!) hat die Internetverbindung gesprengt. Hilfe! Muss dann 8 (acht!) Stunden ohne absitzen. Die Kunden machen was sie wollen. Die machen alle was sie wollen.
Kommentare dazu: (leider daneben)
Da hast du recht. Ich bin verkäuferin und ich weiß wie sich Kunden benehmen. Absolut doof. :-)
Liebes Gästebuch,
die Damen S/M fehlen mir. Wenn ich wenigstens einen so modernen Laptop wie Frau M mein eigen nennen könnte! Einfach 50 Cent auf den tellerrunden Bildschirm gelegt und schon steht die Verbindung. Dank wireless-lahm. Mit meinem Aschenbecher funktioniert das leider nicht so gut. Oder sind da schon wieder irgendwelche Viren im Umlauf? Die Technik entwickelt sich ja gerade auf diesem Gebiet sekündlich weiter.
Unterdessen habe ich Angst, das Hotel zu verlassen. Bei jedem neuen Betreten bekomme ich ein anderes Zimmer zugewiesen. Momentan bewohne ich sämtliche Zimmer mit ungeraden Ziffern, dazu die Zimmer mit den griechischen Buchstaben, die Zimmer mit den urinierenden Baby-Ikonen an der Tür (ein Hinweis, dass die letzte Hotelrenovierung Ende der 70er Jahre stattgefunden haben musste), die Sauna, das Wickelzimmer und den Bügelraum. Letzteres gehört nicht gerade zu meinen Lieblingszimmern. Es schläft sich einfach zu unbequem auf dem harten Bügelbrett. Und meinem Waschbrettbügelbauch bekommt es auch nicht gut. Besonders wenn das unvorsichtige Personal das erhitzte Bügeleisen darauf abstellt, während ich schlafe.
Ich befürchte, bei meinem nächsten Ausgang erwische ich das Zimmer Pi und dann drehe ich endgültig durch.
E.S.
Kommentare dazu: (Liebes Gästebuch)
Als Kennerin würde ich eher sagen, Anfang der 60er Jahre (die Renovierung natürlich). Der Wäschekabuff befindet sich im 6. Stock, tatsächlich.
Herr Sondermann, Sie sollten sich dringend als solcher outen! Oder sind Sie doch im falschen Hotel?
Rezeption
Im falschen Hotel?
Liebes Gästebuch,
angeblich soll dieses Hotel ja nur so von deutschen Gästen wimmeln. Aber ich habe hier noch keine gesehen und selbst die Damen S/M, deren deutsche Staatszugehörigkeit nach BND-Erkenntnissen gesichert zu sein scheint, lassen sich Zeit mit Ihrem Besuch.
Die Rezeptionnistin versicherte mir jedoch, dass in der vorigen Woche das Haus noch mit Deutschen überfüllt war. Irgend so ein Männerballett. Alle mit Goldkettchen nebst Silvergoal am Hals und jeder mit mindestens drei Masseusen, fünf Physiotherapeuten und einer persönlichen Psychoanalytikerin, in Fachkreisen als Mutti bezeichnet. Ihre Gruppenleiterin war eine Tante, die Käthe gerufen wurde und auch so aussah.
Die Tanzauftritte müssen aber niemanden vom Hocker gerissen haben. Zu wenig Dynamik, keine Choreografie, von den Gesangseinlagen ganz zu Schweigen. Eine inhaltliche Leere, die auch von den modischen Kostümen und Frisuren nicht gefüllt werden konnte. Auf jeden Fall sind sie still und heimlich abgereist. Hier und da findet man noch ein paar Einlegesohlen und Hanuta-Sammelbildchen auf den Toiletten. Mehr nicht.
Aber man munkelt, ein Deutscher halte sich noch versteckt im Hotel auf. Dieses Phantom wurde in den letzten Tagen dabei gesichtet, wie es den Glascontainer durchwühlte, gierig auf der Suche nach noch nicht ganz geleerten Portweinflaschen. Mayer-Vorfelder wird es sarkastisch von den Hotelangestellten genannt.
Aber bei aller Liebe zu Doppelnamen, so kann man doch nicht wirklich heißen, oder?
gez. Schnulze-Heulbach-Sondermann
Kommentare dazu: (im falschen Hotel?)
Soul / Website (1.7.04 13:57)
Die "Damen S/M"??? Wo? Her mit denen und erzählt mir jetzt ned, dass ich da was falsch interpretiere. Obwohl mich ja manchmal das Gefühl beschleicht, dass Fräulein S. M'iger, und Her Greetness Dame M., S'iger ist, als ihre Namen vermuten lassen.
---------------
Und was den MV anbelangt, kann man mir und meiner Familie keinen Vorwurf machen. Wir hassen den schon seit über 20 Jahren. Das soll uns mal jemand nachmachen.
(1.7.04 23:23)
Hach ja, das ist ja mal wieder typisch. Ich bin dem Tode nahe, werde durch halb Europa gejagd und die Herren sinieren hier über seltsame Namen und noch seltsamere Abkürzungen. Na ja, wenn ihr nix Besseres zu tun habt.... Ich sage jedenfalls zu S+M nix mehr, außer dass sie ein gutes Team sind - vielmehr waren...Frau M. ist mir ja irgendwie abhanden gekommen.
(2.7.04 10:58)
ja doch, ja doch, es sei denn, Sie wären vielleicht Herr Karpfen (vgl. Konserve vom 30.06.).
Dicke Faxen
Fax an Hotel Ponzo, z. Hd. Rezeption:
Sehr geehrte Frau Ponzo,
ich wäre Ihnen zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie mir mal eine
Landkarte rüberfaxen könnten. Aber bitte sofort und geheim. Ich stehe
im Moment in einer Imbissbude, irgendwo im Dreieck Amsterdam - Lissabon
- Paris. Der Imbissbudenbesitzer, ein humorloser Kroate, weiß nicht,
dass ich mich an dem Faxgerät in seinem Hinterzimmer vergangen habe,
und ich fürchte, wenn er es entdeckt, dann werde ich ziemlich schnell
zu einem seiner unappetitlich aussehenden Grillhähnchen verarbeitet.
Ich habe komplett die Orientierung verloren. Seit Tagen sind Frau M.
und ich auf der Flucht. Erst war dieser Kurt mit seinem klapprigen
VW-Bus hinter uns her, weil Frau M. aus seinem Wagen eine ganze
Plastiktüte voll Marihuana mitgehen ließ. Dann die Polizei wegen diesem
ärgerliche Zwischenfall in einem belgischen Toilettenhäuschen. Und nun
werde ich selber noch wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und
anderer unverständlicher Dinge angeklagt und habe nicht nur die
Staatsanwaltschaft sondern eine ganze Horde unausgelasteter,
dauerfrustrierter, neurotischer Blogger am Hals. Ich kann Ihnen
sagen.... mein Leben war schon mal friedlicher - damals zum Beispiel,
als ich noch meine sexualtherapeutischen Sprechstunden abhielt und jede
Woche zwei neue Liebhaber hatte. Hach ja....*träum*.... Aber ich
schweife ab.
Frau M. ist mir unterwegs auch noch abhanden gekommen, als sie total
bekifft in den Wagen einer Horde Fußballfans stieg und mit ihnen
Richtung Portugal davon fuhr. Keine Ahnung, ob ich sie jemals
wiedersehe und sie diesen Trip überlebt. Zumal sie ihr aufblasbares
Oranje-Krönchen trug , während die Jungs im Wagen mehr wie Portugiesen
aussahen, die auf dem Weg nach Hause waren, um zu sehen, wie ihre Mannschaft die Holländer platt macht...
Ich will jetzt einfach nur eine Badewanne und ein Bett sehen. Also
bitte, bitte, bitte sagen Sie mir, wie ich Ihr verdammtes Hotel finden
kann.
Ihre total verzweifelte, orientierungslose, nach Imbissbuden-Fett stinkende Frau S.
Kommentare dazu: (Dicke Faxen)
(1.7.04 12:53)
Das haben wir gelesen!!!!
(1.7.04 13:53)
Au weia, ich fürchte, ich kann nicht mehr auf das Fax von Madame Ponzo warten, sondern muss weiter....Meine Verfolger sind mir schon wieder auf der Spur.... *keuch, hechel*
WANTED
( Bild von Frau M)
Gesucht wird Frau M. aus Dingens., zur Zeit unterwegs irgendwo in Europa mit dem Ziel Hotel Ponzo in Paris. Zuletzt wurde sie in einer italienischen Trattoria gesehen, in der sie auf den Tischen tanzte und laut sang: "I'm too sexy for my love, too sexy for Herrn Sondermann, too sexy for T. Soul..."
Besondere Kennzeichen: Eine orangefarbene, aufblasbare Krone (Frau M. hat offenbar noch nicht mitbekommen, dass die Holländer raus aus der EM sind), ein Pokal, der randvoll mit Portwein gefüllt ist und eine Plastiktüte voller Drogen.
Frau M. ist möglicherweise nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Es ist also im Umgang mit ihr Vorsicht geboten. Wer jedoch ihr Vertrauen gewinnt, sollte Frau M. unbedingt auf den Weg Richtung Paris schicken. Sie wird dort dringend erwartet.
Sachdienliche Hinweise nehmen Frau S., Frau Ponzo und Herr Sondermann entgegen.
Kommentare dazu: (wanted)
(2.7.04 10:55)
muss weiter STOP betr Person nicht gesichtet STOP Achtung STOP Madame Qui... wird CB kreditieren STOP no-show STOP
(2.7.04 11:34)
Wenn ich jetzt bloß noch wüsste, wer oder was CB ist.... *grübel*
2.7.04 11:38)
Carte bancaire - oder warten Sie noch ein paar Tage, dann können Sie sich von Monsieur L'Escroc anbrüllen lassen...
Rezeption
(2.7.04 11:59)
Nee, lieber nicht. Ich lass mich nur ungern anbrüllen.
Soul / Website (2.7.04 16:55)
Ja wie??? ... Frau M. sieht ja ganz anders aus, als in meinen Phantasien. Moechte betonen das dies keine Beschwerde ist. Ganz im Gegenteil.
3.7.04 10:21)
*reinschweb* Wo bin ich, wie heiss ich, wo wohn ich? *irre kicher* *singt: Hoch auf dem gelben Waaahaaagen sitz ich beim Schwaaaager vorrrrn, vorwärts die Rösser traaahaaaben* Hilfe ich will hier raus!!!! Ich bin in einem Bus voller Rentner gelandet! Das ist nicht wirklich schön hier. Ich werde hier als Geisel gehalten. Erst haben se mir das orange Krönchen abgenommen, dann haben se mir das Cocktailkleidchen ausgezogen und mich in ein schwarzes Kellnerinnen Outfit gesteckt. Sogar ein Spitzenschürzchen muss ich tragen. Wenn das nicht unter das Tierschutzgesetz fällt weiss ich et ja auch nich! Das kann ich eigentlich nur mit dem Inhalt meiner Tragetasche ertragen, aber die haben se mir auch abgenommen!! Keine Ahnung was da drin war, ich dachte das wären Päckchen mit pulverisiertem Dörrfleisch. War nicht wirklich lecker, aber danach fühlte ich mich so...... so....... unbeschreiblich. Jedenfalls vertecke ich mich gerade auf dem Bordklo. Die Rentner rufen schon nach mir, ich soll den nächsten Kaffee servieren. Nun singen se schon wieder, irgendwas vom Westerwald!!! *ZU HÜLLLLLFÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ*
(3.7.04 10:45)
Ich hab mir mal grad ein Bonbon geklaut. ICH HAB HUNGER!!*wehe wenn Frau M Hunger leiden muß, dann wird´s aber hart, ich sach Sie*
Im Angesicht des Phantoms
Liebes Gästebuch,
mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken herunter! Ich habe das Phantom getroffen! Im Lift, linke Ecke, ganz unten. Es bat mich, seine leeren Flaschen zu entsorgen. Es sei ihm irgendwie peinlich, dabei mit seiner roten Nase gesehen zu werden. Zum Dank dafür würde er mir einen Trainerschein ausstellen, oder auch zwei. Und ich dürfte mich Teamchef nennen.
Sehe ich denn so heruntergekommen aus? Ich schnupfe nicht, ich trinke nicht, bin auch nicht in der Schweiz geboren und für sein lächerliches Jahressalär von 4 Millionen Eurosen werde ich mir garantiert keine Trainingshose anziehen!
Soll er sonst wen fragen, Lothar Mathäus zum Beispiel. Aber nein, dieses Phantom MV will ja unbedingt jemanden, der fließend Deutsch sprechen kann.
Und was heißt es überhaupt, eine Fußballmannschaft aufzustellen? Wie viele tausend Mann brauche ich denn gegen Tschechien oder Brasilien? Kann das nicht die Bundeswehr übernehmen? Wie viele Leute passen überhaupt in einen Strafraum?
Und nach welchen Kriterien werden die Spieler ausgewählt?
Nach dem schönsten Tiernamen? (Ziege)
Nach dem putzigsten Haustiernamen? (Schweini)
Nach dem deutschesten Vornamen? (Fredi)
Nach dem deutschesten Nachnamen? (Bobic/Kuranyi)
Nach dem vornamenhaftesten Nachnamen? (Jeremies)
Nach dem, der eine abgeschlossene Berufsausbildung hat? (Schneider)
Oder nach jemanden, der auch ohne seine Frau klar kommt? (Kahn)
Oder vielleicht nach jemanden, dem zwei „T’s“ im Namen fehlen? (Klose)
Oder der nur ein „H“ hat? (Hamann)
Oder der so heißt, wie die anderen spielen? (Lahm)
Oder sollte es doch jemand sein, der schon mal einen Ball gesehen hat? (Ballack)
Fragen über Fragen, die sich das Phantom Mayer-Vorfelder mal schön selber stellen sollte!
E.S.
Waiting for the girls
Der allgemein bekannte Orientierungsschwachsinn des Weibes ist ja schon oft Gegenstand humorloser Satiren gewesen, und auch großer Hollywood-Tragödien. Denken wir nur an Thelma und Louise, die sich hoffnungslos verfahren hatten, zum Schluss sogar in einer Gegend, in der es technisch gar nicht möglich sein konnte, also in einer Landschaft ohne Straßen. Als dann auch noch die dritte Dimension in Form des Höhenunterschiedes zwischen Hochland und Grand-Canyon-Tal in ihr Bewusstsein trat, mussten sie völlig zu recht scheitern.
Ein ähnliches Trauerspiel scheint die Anreise der Damen S/M zum Hotel Ponzo in Paris zu werden. Während sich Frau S. im vermuteten Bermudadreieck Amsterdam - Lissabon – Paris zu befinden meint – ohne zu ahnen, dass sie sich dadurch bereits auf hoher See, genauer dem Golf von Biscaya befindet, maximal getragen von einer Woge frisch ausgelaufenem Tankeröl und männlicher Schadenfreude – hat sich Frau M. einer wandernden Karaokebar in Odessa angeschlossen und verfolgt mit müder Pupille die Laufschrift. Werte Frau M.! Eine Laufschrift ist kein Laufband! Sie müssen es schon selber probieren. Schritt für Schritt. Kommen Sie, es sind doch nur noch 2635 km bis Paris. Das schaffen Sie doch mit links und dem rechten Holzbein!
Andererseits kann Mann nur voller Hochachtung die Kreativität weiblicher Individuen auf dem Gebiet der Kommunikation bewundern. Frau Ponzo zum Beispiel, im Haupt- und Nebengewerbe Hotelrezeptionnistin ohne Internetanschluss, schreibt ihre e-mails auf einer Adler-Schreibmaschine und ist völlig unerklärlich damit ständig online. Ich weiß es aus erster Hand, denn ich bin in ihrem RSS, das heißt, ich bekomme immer die Durchschläge.
Frau M. aus Dingens, und hier verrate ich ein kleines Geheimnis, besingt seit Jahren Handy-Klingeltöne. Nicht ganz erfolglos, wie die diesjährige Nominierung zum Goldenen Stimmbruch im Obertonbereich beweist.
Und Frau S. kommuniziert inzwischen ausschließlich in HTML, was sie meisterhaft in Wort und Bild beherrscht. Sicherlich, hier und da gibt es ein paar Rückschläge bei ihren Blind-Dates. So kann es schon einmal passieren, dass ihre flapsige Anrede den Debugger ihres Rendezvous-Opfers einschaltet.
Ich kann vor soviel weiblicher Redekunst symbolisch nur meinen Hut ziehen, in dem ich einmal kurz und typisch geschlechtsspezifisch anerkennend von meiner Sportbild aufblicke.
"Oh, was lese ich da? Daum wird nun doch neuer Teamchef? Einzige Bedingung: Kein Gras auf dem Spielfeld?"
E.S.
Kommentare dazu: (waiting for the girls)
3.7.04 12:08)
*Arme in die Hüfte stemm* Herrrrr Sondermann! Ich bin in Not, ich hab Frau S. verloren, wurde entführt, gedemütigt, als blinder Passagier enttarnt. Derzeit muß ich Fischernetze knüpfen, damit man nicht über Bord schmeißt. Meine Fingernägel sind abgebrochen, meine Haut vom Salzwasser und von zu viel Sonne gerötet und schuppig. Ich habe keine Ahnung, ob ich diesen fliegenden Holländer hier jemals wieder verlassen kann und ob mich der Kapitano wie versprochen an der französischen Küste absetzt. Und SIIIIIIE lesen in aller Gemütsruhe die Sportzeitung????? Wo bleibt IHR Einsatz zur Rettung verlustig erklärter M´s aus Dingens? Alamieren sie die Truppen, die Küstenwache und meine Avonberaterin!
Jetzt kommen se mal in Wallung. Unfassbar......
E.S. ooooooooo S. !!
Ich konnte meinen Geiselnehmern entkommen. Ich habe mir die Pinkelpause des Busfahrers (siehe Kommentare zur Vermisstenanzeige 01.07.) zu Nutze gemacht und mich davon gestohlen. Ich befinde mich nun irgendwo in Istrien. Glaub ich! Jedenfalls heißt die Stadt hier Pula, das konnte ich gerade noch feststellen. Das war gar nicht so einfach, wo ich doch nachtblind bin und da ich aus Angst vor meinen Verfolgern nur noch nachts unterwegs bin, hatte ich etwas Probleme das Info-Schild am Bahnhof zu lesen. Tagsüber verstecke ich mich derzeit in einer üblen Kneipe am Hafen. Weil ich außer meiner Kellnerinnen-Bekleidung nichts mehr mein Eigen nennen kann, muß ich hier Teller spülen. Hin und wieder bekomme ich mal ein Stückchen Brot oder ein bisken Kleingeld. Damit sitze ich nun im Internet-Cafe und schreibe nun mit den letzten Kröten diese Zeilen. Also falls mich jemand lesen kann. HOLT MICH HIER RAUS!!! Wie komme ich von hier aus, ohne Moos nach Paris? Soll ich mich auf den nächsten Kutter schleichen? Nicht das ich dann statt in Paris, Italien, oder sonstwo als Haifischfutter ende! Ich seh schon, ist wieder mal keiner hier, der mir helfen kann. Alles muss ich alleine machen! OK! Ich werd mich jetzt mal an Bord dieses alten rostigen Schiffes da schleichen. Also meine Reise auf einem Schiff hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich hab jetzt den Namen des Schiffes vergessen, irgendwas mit f...Holländer. Da in meinen Adern ja auch ein winziger Hauch holländischen Blutes rauscht, denke ich mal das mir da nix passieren kann. Solltet ihr nix mehr von mir hören, bin ich entweder auf hoher See verschollen oder mit den Kapitän durchgebrannt. Paris ich komme!!!! (hoffentlich)
Ihre ver"wahr"loste Frau M. aus Dingens zur Zeit irgendwo an der Adria
Email@Erwin.Sondermann.de
Lieber Herr Sondermann,
diese Geschichte wird ein Happy End haben, das fühle ich genau. Nach 17 Tagen und 33 Stunden bin ich endlich in Frankreich gelandet. Ich sitze in der Internet-Corner einer Jugendherberge in Biarritz, umgeben von 20jährigen Surfern und ihren Groupies. Die 10-Bett-Zimmer sind zum Glück nicht nach Geschlechtern getrennt, aus den Duschen kommt morgens bis 7 Uhr warmes Wasser und da man beim Frühstück auf Teller verzichtet, muss auch niemand abwaschen. Die Sonne scheint und ich verbringe meine Tage am Strand und beobachte die jungen Surfer, die sehr, sehr knackig und very lecker aussehen. Besser hätte ich es gar nicht treffen können.
Wenn ich es mir so überlege, dann könnte ich gut noch ein paar Tage hier bleiben. Vielleicht auch ein paar Monate oder Jahre. Mal sehen.
Vorgestern, als ich in einem Viehtransporter mit spanischen Rindern hierher unterwegs war, überholte uns ein Reisebus voller Rentner. An einem Fenster wurde ein Plakat hochgehalten: "Hilfe, holt mich hier raus! Ich werde entführt!" Hihi, je oller je doller, was? Auch die Alten sind ja immer mal wieder für ein Späßchen zu haben. Die Frau, die das Plakat hochhielt, erinnerte mich irgendwie an Frau M., nur dass sie ungefähr 30 Jahre älter aussah.
Dabei sitzt Frau M. jetzt vermutlich schon mit Ihnen in der Hotelbar im Hotel Ponzo und schlürft einen Cocktail nach dem nächsten.
Seufz.... vielleicht sollte ich mich doch bald auf den Weg machen....Hach, aber diese schnuckeligen Jungs hier sind wirklich zu verführerisch. Ich glaube, ich muss mich doch noch mal an den einen oder anderen ranmachen....
Grüßen Sie mir die Damen M. und Ponzo
Frau S., äußerst relaxed und in Urlaubsstimmung
S M S (save my soul) @ Frau S.
na endlich *stopp* da treiben se sich also rum *stopp* zu Hülfä *stopp* habe schon Hilferuf an Herrn Sondermann abgesetzt *stopp* scheisse beim Morsen ist mir grad der letzte Fingernagel auch noch abgebrochen *stopp* aber der Sondermann meldet sich nicht *stopp* meine ganze Hoffnung ruht nun auf ihren zierlichen und gebräunten Schultern (neidisch guck) *stopp* befinde mich auf einem Schiff (fliegender Holländer) und muß Fischernetze knüpfen *stopp* als Gegenleistung wird mich der Kapitän an der französischen Küste rausschmeissen *stopp* schicken sie um Himmels Willi ihre Surfboys los*stopp* und meine Avonberaterin *stopp* wie seh ich denn aus??? *stopp* dat halt ich alles im Kopp nich aus!! *stopp* Los jetzt *stopp* es eilt*stopp* oder wollen se die Biaritzer Jungs etwa für sich alleine behalten? *stop* Nix da * STOPP ABER HALLO*STOPP* Mist der Kapitän kommt, wenn der mich in an seinem Morsegerät erwischt............*AKTION ABGEBROCHEN*
Funkspruch an Frau M.
Na, endlich, da stecken Sie ja stopp Schlage mich hier mühevoll durchs Leben, während Sie Abenteuerurlaub auf hoher See machen und ganz nebenbei noch handwerkliche Fähigkeiten erlernen stopp Fischernetze knüpfen, morsen....also, da wird Herr Sondermann aber neidisch gucken... stopp Meine Surfboys teile ich nur ungern, aber ich will mal nicht so sein stopp schicke demnächst ein Tretboot in Ihre Richtung auf den Weg stopp Muss los, werde gleich von zweien meiner Jungs massiert....
Frau S., very, very relaxed
*Sprachmitteilung via Handy an Frau S*
*hmpffmll!! hmppffffffffkrrrkkkmmppfff!!! mpf hmmpplf hmm hmpfhlnnnkkmpf! HMMMMMMMPFFFÖÖÖÖ!!!!!*
!PIEP! lieber Anrufer dies ist der Anrufbeantworter der Teilnehmerin Frau Prof. Dr. S. Leider ist die Aufnahmekapazität des Gerätes nun erschöpft, bitte rufen sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an, danke für Ihren Anruf*klick*
SOS
SOS auch von der Rezeption. Keiner kümmert sich um mich. Keiner sagt mir, ob er im richtigen Hotel ist. Oder im falschen. Da bin ich sowieso. Im falschen Film. Wie war das nochmal? "Hülfe, holt mich hier raus". SOS. "Die Gäste machen was sie wollen". Noch keinen gesehen heute. Frau S. scheint endgültig mit den Surfern durchgebrannt, Herr Sondermann im falschen Hotel - und von Frau M. will ich an dieser Stelle lieber kein Wort verlieren. SOS
SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht
Liebes Gästebuch,
Die Sonnabende sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Weder sonnig, noch abendlich.
Das Hotel Ponzo hatte am heutigen Tage alle männlichen Insassen zwangsrekrutieren lassen, um endlich die Strandbar eröffnen zu können. Das klang verhältnismäßig unverfänglich, hatte sogar einen leichten Beigeschmack von Amarettosonnenöl und verrutschten Oberteilen mit einem Hauch Zuckersand zwischen den cappuccinogebräunten Erhebungen, an denen sich die männliche Sehkraft ja bekanntermaßen so vorzüglich schärfen lässt.
Wie groß war dann die Enttäuschung. Auf einer 10 mal 10 m großen Fläche auf dem Hotelinnenhof erwarteten uns scharfkantiger Ziegelsplitt, eine verdorrte Zimmerpalme und eine völlig verknotete Hängematte. Für zehn Euro @ fünf Minuten konnte man davon Gebrauch machen. Weit und breit kein Meeresrauschen, keine kichernden Lachmöwen. Nur das Abwasser in den Gullys gurgelte geheimnisvoll und gaukelte uns mit seinem Odeur die venizianische Lagune vor.
Frau Ponzo oder die Frau, die ich für Frau Ponzo halte, oder die sich als Frau Ponzo ausgibt, war sich zu allem Überfluss nicht zu schade, an der Mülltonne ein Schild mit der Aufschrift „Le Soleil“ anzubringen.
Während wir noch sprachlos über so viel Unverfrorenheit staunten, schloss sich hinter uns das Gatter und die Strandparty mit coolem Tecchno und unvergesslicher Lichtshow begann. Das heißt, Frau Ponzo oder die Frau, die Frau Ponzo sein könnte, wenn sie Frau Ponzo wäre, setzte sich in ihren Peugot, hupte zum Steineerweichen und blendete uns mit dem Fernlicht, genauso wie es zur Zeit in Portugal und Griechenland nach großen Fußballspielen üblich ist.
Höhepunkt der Party war dann das feierliche Überreichen der Strandbarrechnung, durch die bei mir endgültig die Lichter ausgingen.
Ich wünschte, ich hätte Urlaub und mein Augenlicht zurück.
Mit letztem Tastsinn
E.?
Kommentare dazu: (SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht)
(4.7.04 15:05)
da fällt mir merkwürdiger Weise gerade eine Textzeile aus einem alten Lied ein: Schiiieß die Lichter aus.....
Ich weiss auch nicht warum mir das gerade jetzt in Zusammenhang mit diesem Eintrag einfällt. Ich glaub ich bin nicht mehr ganz Herrin meiner Sinne.
So ich muß weiter. Bis Lyon isset noch weit. Bis später!!!!!
WEGWEISER
Die Rezeptionnistin, Frau Ponzo die Einzige und Echte, ist noch dabei, diesen idiotischen Gästen (oder denen, die es werden wollen) den WEG zu erklären. Oben also für Frau M. im Bus auf der Autobahn.
Oder war die etwa auch schon auf hoher See?
Kommentare dazu: (Wegweiser)
es / Website (3.7.04 16:54)
Geht denn Ihr Internet-Anschluss wieder? Wenn ja, bin ich wohl doch im falschen Hotel, wenn ich die e-mail immer noch per Feuerzeug und Rauchzeichen senden muss.
(3.7.04 17:05)
Doch ja ja! Schneller als je zuvor. Monsieur L'Escroc hat den Anbieter gewechselt und alles neu installiert! Hurra!
Wenn ich bloss noch nicht die Feuerwehr angerufen hätte! Doch die Jungs waren so freundlich, den Einsatz mit dem Kauf einer völlig überteuerten Eintrittskarte zum Feuerwehrball am 14. Juli zu erklären...
es / Website (3.7.04 17:31)
Feuerwehrball im Hotel Ponzo? Ich esse am 14.Juli außerhalb!
Ponzist / Website (3.7.04 17:38)
Dann werden a) die Surfjungs von Frau S. und b) die Footballer von Frau M. mitgenommen. Da freuen sich die Feuerwehrmänner.
es / Website (3.7.04 18:24)
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Feuerwehrmänner nicht verheiratet?
Nächste Frage: Haben Sie den Tour de France - Ticker schon eingestellt? Und wer ist Ihr Favorit? Der der immer gewinnt, oder der, der immer gewinnen möchte?
3.7.04 18:28)
Als Nichte eines bekannten ehemaligen Maillot-jaune-Trägers bin ich wahrscheinlich dabei. "J'y étais". Der, der immer gewinnen möchte, soll doch auch schon einmal gewonnen haben, ist allerdings schon Lichtjahre her... kann man nur hoffen, dass er gut gedopt ist.
3.7.04 19:18)
Was denn, was denn, Frau Ponzo? Bei der Tour de France haben Sie auch Ihre Finger im Spiel? Na, dann dürfte es ja kein Problem sein, wenn Frau M. und ich uns den Fahrern mit unseren Holland-Rädern anschließen. Hach, das wird ja vielleicht ein Empfang, wenn wir dann umjubelt in Paris die Champs Elysées entlangradeln. Ich sehe es schon förmlich vor mir....
3.7.04 19:18)
P.S: Bei DEN Wegweisern werden wir uns auch garantiert nicht verradeln.
es / Website (3.7.04 19:22)
Sie waren aber auch schon alles in Ihrem Leben, jetzt sogar Nichte. Bewundernswert! OK, möge der besser Gedopte gewinnen.
Ich zische jetzt erstmal ab zu einer Polterhochzeit, Porzellan eintauschen. Ich brauche noch einen neuen Zahnputzbecher. Bis denne ... usw.
(3.7.04 19:23) Ponzo
na da bin ich mir nicht so sicher... übrigens, nochmal wat von Frau M gehört?
(3.7.04 19:41) Frau S.
Frau M. müsste auf dem Weg nach Biarritz sein. Dauert natürlich mit einem Tretboot doch etwas länger, vor allem bei der Brandung vor der Küste... Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns heute Abend gemeinsam von den Surfboys verwöhnen lassen können, um uns dann morgen ganz entspannt den Jungs von der Tour de France anschließen zu können.
(3.7.04 23:59)Frau S.
Da ging mir doch eben grade ein Licht auf.... Irgendwie hatte ich nie den Wald vor lauter Schildern gesehen...Aber jetzt weiß ich endlich auch, wie Ihr obercooles Metroschild zustande gekommen ist. Juchhuh, da werde ich mich doch gelegentlich auch mal bedienen....
Frau M.:
Ich bin endlich gestrandet! Die holländischen Lumpen haben mich tatsächlich über die Planke gehen lassen. Weit und breit war natürlich kein Tretboot in Sicht. Gott sei Dank waren die Diletanten nicht in der Lage einen vernünftigen Seemannsknoten an meine Fesseln zu bringen. So konnte ich mich in null komma nix befreien. Ein Glück, das ich in meinem früheren Leben einmal eine Schwimmerin aus dem russischen Olympiateam war. Ich bin die ganze Nacht durchgeschwommen. Als ich dann mit engangliegendem Kellnerinnenkleid an Land robben wollte, wurde ich von zusammenströmenden Strandläufern daran gehindert. Man stelle sich vor, die haben mich immer und immer wieder zurück ins Meer gerollt und kamen sich dabei noch recht heldenhaft vor! Beim 8. Mal hatte ich dann aber die Schnauze gestrichen voll, dat sach ich sie aber. Meine ganze Wut gegen Herrn Sondermann, busreisende Rentner, bekiffte VW-Kurts und holländische Seefahrer entlud sich in einem markerschütternden Schrei. Plötzlich war ich alleine am Strand. Die Strandläufer stoben in panischer Angst auseinander und warden nie mehr gesehen. Nach einer kleinen Verschnaufspause machte ich mich in Richtung Biaritz auf. Immerhin ist es mir geglückt nach 3 Stunden einen Wagen anzuhalten und den Fahrer dazu zu zwingen mich nach Biaritz zu fahren. Da mein Fahrer mit mir kein Wort wechselte und nur ängstlich geradeaus schaute, machte ich das Radio an. Ich war ja nicht mehr auf dem Laufenden. Ich habe gehört, das die Tour de France einen Zwischenstopp im Hotel Ponzo einlegt! Junge da muß ich mich jetzt aber ranhalten, damit ich pünktlich dort eintreffe. Ok die Radlerjungs sind zwar im Vergleich zu den Chippeldales, schmale Jüngelchen, aber immerhin besser als nix. Frau Ponzo falls sie das lesen können, ich möchte nun doch kein Zimmer mit Seeblick mehr. Wenn auch nur einer in meiner Gegenwart das Wort Meer erwähnt, dann......(zensiert). Höh! Ich höre gerade im Radio, das an der französischen Küste das Ungeheuer von Loch Ness gesichtet wurde. Hahaha! Die Franzosen! Mein Fahrer signalisiert mir gerade dass wir tanken müssen. Mal gucken ob ich an der Raststätte was zum anziehen auftreiben kann. Ich seh aus....nänänä
Bis später
Wie weit ist es noch bis Biaritz?
Ich hätte es mir denken können! Der Fahrer hat den nötigen Tankstopp nur vorgetäuscht. Kaum das ich den Wagen verlassen hatte, fuhr er mit quietschenden und durchdrehenden Reifen davon. Derweil schrie er irgendwas von diesem Ungeheuer. Merkwürdige Gesellen, diese Franzosen. Jedenfalls habe ich mich auf dem Klo erstmal frisch gemacht. Ich habe meiner Kabinennachbarin die Handtasche stibitzt. Darin habe ich alles gefunden, was ich in den nächsten Tagen zum Überleben brauche.
Ich fand:
eine Reisezahnbürste nebst Aronal und Elmex
Haarspray und 10 Zopfgummis
eine Drahtbürste
eine Unterhose in der Größe 54 einhalb
eine Stützstrumpfhose
einen Diät-Müsli-Riegel
5 Valium
eine Nagelfeile
kirschroten Nagelack
eine Sonnenbrille
eine Geldbörse
ein Reiseticket für eine Busreise Köln-Nippes - Italien
Hah! Das war eine der Rentnerinnen die mich seinerzeit entführt hatten! Aber da ich ja prinzipiell nicht schlecht bin, habe ich die Geldbörse und das Reiseticket wieder in die Tasche gelegt und die Tasche gut sichtbar hinter die Scheibenwischer des Busses geklemmt.
Nachdem ich mich unter die Trucker-Dusche geschmuggelt, anschließend meine Nägel ordentlich gefeilt und lackiert, meine Haarzottel zu einer aparten Zopffrisur gebändigt und mir die Zähne geschrubbt hatte, fühlte ich mich wieder halbwegs menschlich. Nun galt es nur noch dieses elende Kellnerinnenkleid loszuwerden.
Da ich ja auch mal Glück haben mußte, entdeckte ich am Ende des Parkplatzes der Raststätte, eine Reihe von Armeefahrzeugen. Als Mutter von 3 Kindern ist mir das anschleichen bzw. das anrobben an Dinge nicht unbekannt. So konnte ich schließlich aus einem ArmeeLKW eine grüne Shorts, ein grünes Shirt und ein paar nette kleine Kanönchen entwenden.
Ist ja alles nur geliehen! Ich schwöre, ich gebe das alles wieder zurück.
So machte ich mich nun querfeldein, die Autobahn verlassend, auf ins nächste Dorf. Dort fand ich noch ein klappriges Hollandfahrrad, das dort gelangweilt an einer Tavernenmauer lehnte. Biaritz bzw. Paris ich komme!
Nachtrag: Mist! Ich glaube ich bin an Biaritz vorbeigeradelt. Auf dem letzten Verkehrsschild stand Lyon 68 km. Frau S. ich warte in Lyon auf Ihnen!
Kommentare dazu: (Wie weit ist es noch bis Biaritz?)
es / Website (5.7.04 09:53)
Sehr geehrte Frau M.,
ihre Odyssee scheint sich positiv auf ihr äußeres Erscheinungsbild auszuwirken. Endlich weg von Cocktailkleidern und beinlosen Hosen. Hin zu typisch weiblicher Bekleidung und Ausstattung. Meine Frau trägt ja so was schon seit Jahren mit großem Erfolg und (unter uns gesagt) ohne jemals an Waschen und Bügeln zu denken! Das gibt mir allerdings jetzt zu denken …
(5.7.04 21:58)
Ja ich muss sagen, ich werde nun endlich mit gebührendem Respekt behandelt. Ich muss plötzlich nicht mehr an der Wursttheke Schlange stehen, oder im Park lange nach einem Sitzplatz suchen. Gut das sie das jetzt bemerkt haben. Ich hatte schon befürchtet, dass ich plötzlich aussehe wie eine alte Dame, der man über die Straße helfen und Sitzplätze anbieten möchte. Wie dem auch sei, ich komme langsam aber beständig weiter. Bis Lyon ist es nur noch ein Katzensprung (59 km). Wir sehen uns sehr bald. Machen se sich schonmal frisch.
Monolog im Taxi
Mit einem Taxi nach Pariiis, nur für einen Tag. Mit einem Taxi nach Pariiis, weil ich Paris nun mal so mag. Mit einem Taxi nach Paris. Und vielleicht ein kleines Rendezvouuuuu... tralalalilalilala.....tralalalilalilali...... Ah, da ist ja schon ein Schild richtung Lyon. Na, dann werden wir Frau M. ja bald finden. - He, Sie, achten Sie schön darauf, ob wir hier irgenwo eine Frau auf einem Hollandrad überholen. Kann ja nicht so leicht zu übersehen sein. Wie - Sie wissen nicht, was Hollandrad bedeutet? Ja, verflixt noch mal, was heißt das denn auf französisch? Vélo à la Hollandaise oder so vielleicht? Keine Ahnung. Na ja, Madame mit Vélo, die suchen wir. Alles klar? - Mit einem Taxi nach Paris, weil ich Paris nun mal so mag.....la la la la la..... Ach, Momentchen Mal, da gehts ja rauf in die Alpen. Na, da könnten wir doch noch eben einen kleinen Abstecher zur L'Alpe d'Huez machen und uns die besten Plätze sichern, damit ich auch mal in der ersten Reihe stehe, wenn Jan Ullrich vorbei kommt. - Was mit der Frau auf dem Vélo ist? Ach, der schicke ich schnell eine sms, dann kann sie einfach hinterher kommen. Wie meinen? Die Berge sind ein bisschen steil? 6 % Steigung? Na, da kennen Sie aber unsere Frau M. schlecht. Wenn die erst mal in Fahrt ist.....Wahrscheinlich überholt sie uns gleich noch - alleine schon aus lauter Ärger darüber, dass ich nicht zu unserem vereinbarten Treffpunkt komme. - Warten Sie mal, was ist das denn da für eine Staubwolke da unten am Hang? Ja, ich sach es doch. *mal eben das Fenster runterkurbelt* HUHU MILLY!!! *wild mit den Armen wedelt* Nur noch diese kleinen 15 Kilometerchen mit der 12-prozentigen Steigung. Machst du doch mit links. Bis gleich!!!!! *Fenster wieder hochkurbelt* In einem Taxi nach Paris.....tralitralatrali.....
Kommentare dazu: (Monolog im Taxi)
(6.7.04 00:01)
*radel, strampel, auf den Kilometer-Zähler schiel* wie weit *schnauf* mach et denn noch sein??*schnauf* Hey!! *Arm hochreck* was blinkt mich denn dieses blöde Taxi da von hinten an?? Nu hupt der Kerl auch noch! Jaaaahaaaaa, ich weiss auf der Autobahn haben Räder nix zu suchen! Korintenkacker!! Nu schreit die Beifahrerin mich auch noch an! Mal die Kopfhörer tiefer in die Ohrmuschel schieb. *strampel, radel* komisch die Frau sah irgendwie aus wie mein Rapunzelken, kann nich sein, die lümmelt sich doch in Biaritz mit den Beachboys rum.... Da!Nu gestikuliert die schon wieder...... Kopfhörer lüpf..... DAT ISSE! HAAALT SOFORT STEHENBLEIBEN!! HALLO FRAU PROFESSOR ICH BINNET DOCH!!! Wie nur 15 Kilometerchen? Wie bitte folgen?? Sachma!!!!!!!!!!!!!!!! AAAAAAANHAAAAALTÄÄÄÄÄÄÄÄN!!!
*mal die Kanonen zück und in die Luft baller* Wech isse! *in die Bremse steig*
Hasse Töne? Die biegt mit ihrem Taxi ab! Hier gehts lang nach Lyon!!! Na warte! *strampel radel*
Hä?
Lyon? Wieso Lyon?
Kommentare dazu:
Rapunzel / Website (6.7.04 13:45)
Keine Ahnung, wieso wir da gelandet sind. Aber Frau M. hat die Richtung vorgegeben und ich bin ihr nur gefolgt. *ganz unschuldig guckt* Verzweifeln Sie nicht, werte Madame Ponzo: Immerhin sind wir schon in Frankreich. Und immerhin liegt Lyon nördlicher als Biarritz. Das ist doch schon was, oder?
Wo ist der Sondermann?
Ein Mann möchte ein Taxi bestellen, um zur Gare de Lyon gefahren zu werden. Kein Problem, hängt hier doch eine Taxirufnummer. "Restez en ligne, un opérateur va répondre à votre appel..." mit Musik sogar. Fünf Minuten später hat der Operateur noch nicht geantwortet. Ich sage zu dem Mann, er solle ein Taxi auf der Strasse anhalten oder zur nächsten Station auf dem Boulevard Saint Germain gehen. "Aber heute morgen hat man mir gesagt, das wäre kein Problem mit dem Taxi". "Wie Sie hören, antworten die nicht, da steht wahrscheinlich kein Taxi zur Verfügung". Der Kerl verliert die Fassung, nimmt seine zwei (viel zu grossen) Koffer, rempelt sich damit durch die Tür und brüllt auf der Strasse noch hier zur Tür hinein: "Hôtel de Merde!" Recht hat er zwar, aber warum schreit der mich an? Bin doch kein Taxiunternehmen.
Die wissenschaftliche Weltsensation!
Der eigens zur Überwachung des Wanderverhaltens von Bisamratten und Strohmatten installierte Forschungssatellit der ESA „Gugelhupf a+b=c“ sendete gestern überraschend Bilder der beiden bereits mehrfach erfolgreich als vermisst geltenden Damen S/M.
Wie deutlich zu erkennen ist, wähnen sich die Damen unbeobachtet in Frankreich.
(Foto zweier ältlicher Damen die einen Cocktail schlürfen)
Ein Sprecher der ESA erklärte der aufgeregten Weltpresse „Ein Erfolg des europäischen Weltraumprogramms „Big Mother is smelling you“. So bald der Satellit einmal die Fährte mittels einer einfachen Geruchsprobe, hier reicht normalerweise der Zellkern einer Darmzelle der zu überwachenden Gegenstände, aufgenommen hat, lässt sich deren Spur überall auf dem Globus nachvollziehen.“
Im Hotel Ponzo überarbeitet man derweil die Evakuierungspläne.
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:16)
Wie meinen?
teabag / Website (6.7.04 21:34)
So meinen: Frau S. und Frau M. in unmittelbarer Hotelnähe! Denken Sie an ihre Gäste! Denken Sie an ihr Hotel! Retten Sie wenigstens ihre Haut! Mehr kann ich nicht mehr für Sie tun ...
zu verkaufen:
(BILD IRGENDWIE VERSCHOLLEN)
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:26)
Ich biete ein altes Surfbrett, einen kaputten Handy-Akku und eine Festplatte voller ungelesener Weblog-Einträge! *reckt die Arme hoch*
Milly, guck mal, was ich gefunden hab! *jubel* Das Tandem ist doch wie für uns gemacht. Willst du dein aufblasbares Krönchen auch noch mitbieten? Dann haben wir vielleicht mehr Chancen.
(7.7.04 16:06)
o.k. ich nehme das Surfbrett und das Krönchen in der Hoffnung, dass die werten Damen dann vielleicht mal hier ankommen (bitte Surfbrett mitbringen!).
Rezeption und Tandemverkauf
Fortsetzung?? Siehe Rubrik: Hotel Ponzo - nichts als die Wahrheit
Anmerkung:
Diese Blog-Story fand ihre Anfänge im Sommer 2004, als wir aus einer Sommerlaune heraus anfingen über eine gemeinsame Tour nach Paris zu phantasieren. Wir das sind :
Herr Erwin Sondermann (ES),
Frau S. (Saintphalle,Rapunzel@20six, ),
Frau M. (Milly,Joys@20six, Frauenzimmer..äh habe ich ein Blog vergessen?)
und natürlich Frau Ponzo, ohne deren Blog das ganze nie stattgefunden hätte.
Ursprünglich war diese Story hier zu Hause:
Hotel Ponzo
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hatten unlängst bei Ihnen schon einmal angefragt, ob Sie in der Zeit vom
24.-28. Mai etwas frei hätten. Wie Sie unschwer erahnen können, ist dieser
Termin nun hinfällig geworden. Wir hätten nun gerne Zimmer in der Zeit zwischen dem 5. und 14. Juli, wobei das Wochenende unbedingt in der gebuchten Zeit liegen sollte. Möglich wären ein paar Tage Verschiebung nach hinten, aber nicht länger als bis zum 15. Juli. Eventuell wäre es auch möglich, erst ab dem 26. Juli anzureisen, dann aber nur, wenn die Abreise nicht nach dem 30. liegen würde.
Wir suchen drei Einzelzimmer. Eventuell auch ein Einzel- und ein Doppelzimmer. Auf keinen Fall ein Dreibettzimmer. Bitte keine Zimmer mit Verbindungstüren. Und bitte nichts, was höher als im ersten Stock liegt, denn ich habe eine Fahrstuhlphobie und meine Begleiterin hasst es, so viele Treppen zu steigen.
Auf jeden Fall sollten die Zimmer einen Südbalkon haben und absolut ruhig
liegen.Und sie sollten eine Badewanne mit Whirlpool haben. Und Betten mit Gesundheitsmatratzen. Und SAT-Empfang und natürlich Internet-Zugang im Zimmer. Mein Begleiter hat eine Tierhaar-Allergie und zwei von uns brauchen ein Raucherzimmer. Für die dritte Person wäre ein Nichtraucherzimmer nett, ist aber nicht zwingend. Dafür sollte es in diesem Zimmer eine extra Bettdecke geben, falls der Sommer weiter so verregnet bleibt.
Bitte geben Sie mir umgehend Bescheid, wann wir anreisen können.
Mit freundlichen Grüßen aus dem fernen Hamburg
Frau S.
Kommentare dazu: (Reservierungsanfrage)(24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, das in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
(24.6.04 08:58)
Werte Frau M aus Dingens, die Chippendales sind im Hotel gegenüber? Warum hat mir das niemand gesagt? Dann ist es natürlich egal, ob der Balkon nach Norden oder Süden zeigt, Hauptsache, ich habe die Suite der knackigen Jungs im Blick. Vergessen Sie nicht, Ihr Opernglas einzupacken - von wegen bessere Aussichten...
Mit aufgeregten Grüßen Ihre Frau S. aus HH.
24.6.04 02:40)
Werte Frau Rapunzel, von Sonder-wünschen keine Spur ! *lach* Gibt es in dem Hotel auch einen Rapunzel-Balkon? Fragen se doch freundlicherweise mal an. Danke vielmals! Ich täte auch notfalls einen Balkon mit Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel nehmen. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in der zu buchenden Zeit im Hotel gegenüber die Chippendales absteigen werden. Oder sollte das ein geschickter Werbeschachzug gewesen sein und nix is mit Waschbrettbauchbesichtigung? Mit den schmunzeligsten Grüßen ihre Frau M aus Dingens
Sehr geehrte Frau Ponzo,
mit der Kreditkartennummer hätte ich da ein kleines Problem. Da ich eh chronisch pleite bin, benutze ich meine Karte schon seit Jahren als Unterlegscheibe für meinen wackelnden Kühlschrank. Ohne fremde Hilfe kriege ich sie da nicht mehr drunter weg. Frau M. aus Dingens besaß meines Wissens überhaupt noch nie so ein Teil und da, wo unser lieber Herr Sondermann herkommt, kennt man dieses Plastikgeld vermutlich überhaupt noch nicht. Ich würde also eine Barzahlung bei Ankunft in Ihrem Hotel vorziehen. Notfalls ginge auch ein Tauschhandel mit Glasperlen oder kaum gelesenen Weblog-Geschichten.
Was die Allergie angeht, so hatte ich wohl etwas missverstanden. Herr Sondermann ist gar nicht gegen Tierhaare allergisch, sondern gegen Hausstaub. Ich empfehle Ihnen also dringend, Ihre Bruchbude einer Generalreinigung zu unterziehen, bevor wir anreisen.
Was die Mäuse angeht, so könnten wir einen Kater mitbringen, dann wäre das Problem gelöst.
Und wie sie diese halbnackten Hupfdohlen in Ihr Haus holen, ist uns eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, die Jungs sind da, wenn wir da sind. Andernfalls garantiere ich für nichts. Frau M. aus Dingens ist seit 27 Jahren verheiratet. Und wozu so eine ausgehungerte Ehefrau fähig ist, wenn sie nicht kriegt, wovon sie träumt, können Sie sich ja vielleicht selber ausmalen... Ich garantiere dann jedenfalls für nichts.
Mit herzlichen Grüßen
Frau Rapunzel von und zu S.
P.S: Hatte ich schon erwähnt, dass ich Juli mit Juni verwechselt hatte? Wir kommen also nicht erst in vier Wochen, sondern in vier Tagen.
Kommentare dazu: (sehr geehrte Frau Ponzo)
Wir kommen in vier Tagen?? *hektisch auf die Frisur schau* Dat geht nich!!! Ich muß noch meine Haare färben, dieses mausgrau kann ich keinem Chippendale zumuten. Und was dieses Plastikgeld angeht, ich hätte da noch ein paar Monopolie Scheinchen. Die sind kaum zerknittert und sehen noch ganz nett aus. Mit anderen Währungen kann ich derzeit leider nicht dienen! Gibbet im Hotel Ponzo sowas wie ne Piano-Bar? Ich täte dann meinen Aufenthalt absingen!! Das Hotel ist dann wie leergefegt und Ponzo´s sind dann froh und glücklich das wenigstens drei Zimmer belegt sind! Bin ich ein Fuchs, oder watt? Mit den freundlichsten schmarotzerichsten Grüßen (und mit frisch gefärbtem Haar)
Ihre Frau M aus Dingens
(27.6.04 20:24)
Also was denn nun? Sind deine Haare schon gefärbt oder nicht? Wenn ja, dann können wir doch auch los. Sieh zu, dass du die Koffer gepackt kriegst. *mal ein bisschen dampf macht*
Ich weiß nur nicht, wo Herr Sondermann steckt. Ich hatte ihm extra gesagt, dass es jetzt auch nichts mehr bringt, wenn er noch einen Französisch-Kurs absolvieren will. Aber ich fürchte, der lungert trotzdem Tag und Nacht in der Volkshochschule rum. Herr Sondermann, huhu, es geht loooos, hören Sie!
P.S: Dass du ein Fuchs bist, Milly, habe ich schon immer gewusst. :-))
(28.6.04 01:47)
@Rapunzel
Na ich habe meine Haare während des Eintrages gefärbt. Ich kann auch schnell sein, wenn es die Situation erfordert. Ich habe Herrn Sondermann ein Telegramm geschickt. Mal sehen ob ihn meine wilden Reiter erreichen.
Hallo?? !!!!!
An das Hotel Ponzo per Telefaxen
bitte dringendst und eiligst an der Rezeption vorlegen. Danke!
Ich hab´s mir überlegt! Ich möchte doch keine Aussicht auf das gegenüberliegende Hotel. Typisch, wenn man sich auf das Geschwätz eines Damen-Kegelclubs verläßt!
Zur Erklärung:
Da wurde doch erzählt, dass die Chippendales in einem Nobel-Hotel in Parrrriss absteigen. Und ich?!!! Ich sehe sofort vor meinem geistigen Auge Waschbrettbäuche und mit Lendenschurz schwenkende, gut durchtrainierte amerikanische Jüngelchen.
Ich habe vor lauter Verzückung gar nicht mehr weiter zugehört, sonder quasi direkt durchkalkuliert, wieviel Kilos ich in so kurzer Zeit abnehmen kann, damit ich in den Leder-Mini passe, wo ich die hochhackigen Pumps vom letzten Sommer hingekramt habe und ob ich noch schnell nen Termin beim Friseur bekomme. Mit anderen Worten ich habe die Gehörgänge blockiert, ich hatte gehört, was ich hören mußte, so dachte ich jedenfalls.
Heute traf ich eine meiner Kegelschwestern beim shopping (der Mini war dann inzwischen wohl doch schon zuuu mini, also nicht von der Länge, sondern eher von der Breite, das mal nur am Rande bemerkt) und ich schwärme schon von meinem Aufenthalt in Paris, Chippendale Ausblick inklusive..... da fragt meine Kegelschwester doch allen Ernstes, seit wann ich mich für olle Möbel interessiere!!
Wie, sach ich, olle Möbel...!!
Meinen entgleisten Gesichtsausdruck kann man sich vielleicht gerade so noch vorstellen, aber wart mal jetzt kommts...
Jaa nun sagt sie, dort findet doch ein Liebhaber Treff statt..
(ja Liebhaber-froi- augenblicklich bekomme ich wieder Mundwasser). Ich seuftze laut und zufrieden auf......
Sie:
Da treffen sich die "Wittensteiner-Chippendale-Möbel- Liebhaber e.V." Das hätte doch groß im Lokalblättchen gestanden!
Also ehrlich und unter uns, wer will denn schon so´n paar verklärte Rentner, beim begaffen von ollen Stühlen und Sesseln beobachten??? ICH NICH!!!
Lange Rede, gar kein Sinn, ich will die Aussicht auf´s gegenüberliegende Hotel stornieren. Statt dessen hätte ich lieber Meerblick. Falls das nicht möglich ist, täte es auch der Innenhof, aber bitte, um Himmels Willi, nicht die Möbel-Fans!!
In der Hoffnung auf unkompliziertes Entgegenkommen Ihrerseits verbleibe ich mit den freundlichsten Grüßen
Ihre Frau M aus Dingens
Kommentare dazu: (Hallo)
Hallo du! Ganz schön kreatives Blog! Wie kommt man auf sowas?
(28.6.04 02:02)
@Burningheart
Gute Frage *lächel* da mußt du die beiden anderen Damen fragen, die sind hier für´s kreative zuständig.
Du bist herzlich eingeladen, hier stöbern zu kommen. Ich bin selbst ganz gespannt wie´s weitergeht. *grins*
Liebe Grüße
(28.6.04 09:36)
Werte Frau M. aus Dingens,
das ist ja mal wieder typisch. Da denken die in Paris, dass sie uns mit so einem billigen Werbetrick locken können. Und dann so ne Pleite. Aber wir sind keineswegs die naiven Landpomeranzen, für die man uns hält. Hömma! Ich leb schließlich auch in ner großen Stadt. Da durchschaut man solche Betrügereien ganz schnell. Also, wenn es keine Waschbrettbäuche zu bewundern gibt, dann will ich auch ein Zimmer mit Meerblick. Und Südbalkon. Und im Hotel Ponzo können die sich mal ganz warm anziehen. Wenn sie weiter solche Halbwahrheiten in Umlauf bringen, dann können die aber was erleben!
Hm, noch mal so ne kleine Frage am Rande, liebe Frau M.: Wie zuverlässig ist eigentlich die Quelle Ihrer Informantin? Ich meine, nicht, dass wir schon wieder einem Irrtum erliegen. Vielleicht will die Dame ja selber nach Paris und das Zimmer mit der sensationellen Aussicht für sich reservieren. Könnte doch sein *mal zweifelnd die Augenbrauen hochzieht*
Mit den besten Grüßen und in freudiger Erwartung auf den Beginn unserer Reise.
Die alles durchschauende Frau S. aus der Millionenstadt HH
(28.6.04 11:37)
Ach übrigens @Burningheart: Was heißt denn eigentlich "kreatives Log"? Das ist doch alles bittere Realität. Bitterer geht kaum noch.
@Madame Ponzo: Trauen Sie sich jetzt nicht mehr hinter Ihrem Rezeptions-Tresen hervor oder wieso hört und sieht man von Ihnen eigentlich nix mehr?
Liebes Gästebuch,
da bin ich also angekommen im Hotel Ponzo. Es ist ja so erholsam, nur mit kleinem Gepäck zu reisen, Tic Tac und Hühneraugenpflaster, mehr brauche ich ja in meinem Alter nicht mehr. Den unbedeutenden Rest meines Reisegepäcks tragen die Liftboys gerade in mein Zimmer. Ich denke, gegen Mitternacht wird alles hochgetragen sein.
Und wie freue ich mich schon auf die Chippendale-Möbelversteigerung. Ich gelte ja nicht zu unrecht als stumpfsinniger Schöngeist, der seinen morgendlichen Kaviar ausschließlich aus einem Fabergés-Ei zu sich nimmt und bei dem selbst die Römerlatschen wenigstens von Fellini sein müssen. Da kommen mir ein paar alte Chippendale-Stuhllehnen zur Befeuerung meines Louis-Quatorze-Kamins gerade recht.
Und endlich ein paar Tage ohne kreischende Hintergrundgeräusche.
Apropopopopo Frauen. Wann wollten denn Damen Rapunzel und M. aus Dingens hier eintreffen? Was haben sie mir denn geschrieben? „Erwarten wir Sie und ihren Rolls Royce ... bla bla bla ... in Dingens und stehen dann bereit zur Mitfahrt an der Ecke ... bla bla bla ... neben dem Altglascontainer.“
Das ist mir aber jetzt irgendwie peinlich. Sogar very! Ich hatte mich nämlich schon gewundert, wieso die Mülltonnen in Dingens auf die Straße springen und winken können. Es liegt wohl doch nicht alles am Tee.
Zur Verkündung gegeben
Erwin Sondermann
Knapp verfehlt ist auch daneben
Frau M. aus Dingens und Frau S. aus HH alias Rapunzel stehen in Dingens am Straßenrand, direkt neben mehreren Altglascontainern
Frau M: Sie haben nur zwei Koffer dabei? Bisschen wenich, oder?
Frau S: Wieso? Ich bin eben zierlich. Da brauchen die Klamotten nicht so viel Platz.
Kritischer Blick auf die unübersichtliche Ansammlung von Taschen und Koffern, die Frau M. gehören.
Frau S: Sie haben nicht zufällig heimlich Ihren Gatten und die Kinder mit ins Gepäck geschmuggelt, oder?
Frau M: Also hörn Sie mal. Was unterstellen Sie mir denn da? Der einzige Mann, mit dem ich reisen werde, ist Herr Sondermann. Und ob das so eine kluge Entscheidung war, weiß ich auch nicht. Wo bleibt der überhaupt? Jetzt warten wir hier schon fast eine Stunde.
Frau S: Ich glaube, das da hinten könnte er sein, der schwarze Wagen da.
Frau M: Hä? Das ist doch ein Volvo. Herr Sondermann hat was von Rolls Royce gefaselt.
Frau S: Glauben Sie, das stimmt? Ich traue prinzipiell keinem Mann.
Frau M: Ich eigentlich auch nicht. Verdammt, jetzt fängt es auch noch an zu regnen....
Frau S: Sagen Sie mal, dafür dass Sie noch so jung sind, haben Sie aber auch schon ganz schön graue Haare.
Frau M: Waaas? Grau???? Mensch, das sind doch die Strähnchen, die ich mir gestern erst beim Friseur hab machen lassen. Hab 98 Euro dafür ausgegeben. Die Friseuse hat gesagt, das nennt man "Highlights" und es würde meine Haare lebendiger erscheinen lassen. Und Sie sagen, das sei Grau. Skandal! Ich will mein Geld wieder! Und zwar jetzt sofort.
Frau M. klemmt sich einen Teil ihres Gepäcks unter die Arme und will Richtung Dorf zurück wanken.
Frau S: Jetzt machen Sie doch keinen Blödsinn. Paris wartet. Und Frau Ponzo auch. Und außerdem sehen Ihre Haare im Regen gar nicht mehr so grau aus. Dafür kringeln sie sich jetzt wie bei einem Pudel....
Frau M: Aaaargh!!!
Frau S: Da, ich glaube, das ist Herr Sondermann. Winken Sie mal!
Ein roter Ascona mit verbeulter Karosserie braust heran. Frau M. und Frau S. springen mitten auf die Straße und fuchteln wild mit den Armen. Der Fahrer drückt nicht auf die Bremse, sondern auf die Hupe und rast mitten durch eine große Pfütze an den Damen vorbei. Sie sind beide über und über mit Schlamm bespritzt und während sie sich gegenseitig betrachten, senden sie stumme Stoßgebete zum Himmel:
"Lieber Gott, bitte mach, dass ich nicht so aussehe wie sie."
Frau S: Und nun?
Frau M: Zu Fuß nach Hause und zum Friseur.
Frau S: Nix da. Trampen nach Paris.
Frau M: Mit Ihnen bleibt einem auch nix erspart.
Acht Stunden und ungefähr 589 Autos später hat sich endlich der Fahrer eines VW-Busses, Baujahr '72, der beiden Damen erbarmt und nimmt sie mit. Quietschend und klappernd bewegt sich der Bus mit 45 km/h über die Landstraße - einem ungewissen Ziel und einer noch ungewisseren Zukunft entgegen
Liebes Gästebuch,
unabhängig von den müllkutschertrampenden Frauen R. bzw. S. bzw. M und M habe ich es mir hier im Hotel Ponzo bequem machen können. Endlich habe ich zum Beispiel Zeit gehabt, mir meinen 3-Tage-Bart abzunehmen, der mir in der letzten halben Stunde gewachsen war. Ohne ihn sehe ich allerdings erstaunlich aus. Unter der Gesichtsbehaarung erschien eine Schuppenflechte in den Ausmaßen einer Pizza Margarita für 4 Personen. Vielleicht auch etwas größer, auf jeden Fall genauso appetitlich. Die hatte ich ganz vergessen. Zum Glück hatte ich einen Ersatzbart im Gepäck, den ich mir darüber kleben konnte. Schnell noch zwei-drei Tropfen Wasser aus der leckgeschlagenen Heizung zur Erfrischung, dann konnte ich endlich die Stadt erkunden.
Als ich zurückkam, blieb ich mit dem angeklebtem Bart an der Drehtür hängen, und ohne ihn hielt mich die freudlose Rezeptionnistin für den Pizza-Service und ich musste mich nach endloser Diskussion neu einchecken und bekam dadurch auch ein anderes Zimmer. Die Suite vom Typ Dunkelkammer entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen von moderner Hotelinnenausstattung. Die Tür zur Minibar klemmte. Ich verließ also nochmals das Hotel, um mir einen Schweißbrenner zu besorgen, mit dem ich die Verschlussöffnung der Minibar knacken konnte. Gleichzeitig könnte ich mir dabei auch Ketchup kaufen für meine Gesichtspizza.
Eine unglückliche Idee. Die Empfangsdame hatte offenbar ihr Personengedächtnis direkt von einer Eintagsfliege geerbt, oder vom Sandmännchen, jedenfalls bekam ich diesmal, als ich zurückkam, die Vive-la-france-Suite, schlicht eingerichtet mit einer auf dem Fußboden ausgebreiteten Trikolore und einer Zinedine-Zidane-Vodoopuppe. Ich wollte mich beschweren und meine alten Zimmer zurück haben, da musste ich mit dem „Das-wollen-wir-doch-mal-sehen“-Zimmer vorlieb nehmen, dem einzigen Gästeraum im Hotel mit Gitterstäben vor dem Fenster.
Eigentlich müsste ich mir nun noch dringend eine Eisenfeile kaufen gehen, aber das werde ich mir wohl verkneifen.
Gewrittet by Erwin Sondermann
Kommentare dazu: (liebes Gästebuch)
Hah! Hab ich´s mir doch gedacht! Während wir da draußen um unser Überleben kämpfen, gammeln sie gemütlich im Hotel herum. Wieso haben sie denn nicht angehalten? Ich hab sie genau erkannt. Gucken se sich mal mein Cocktailkleid an. Ruiniert! Das hatte ich extra für sie als Erkennungszeichen angezogen und sie.....??? Sie fahren mitten mang durch diese Pfütze, kumma hier dooooo! *die Stofflappen vom Knie zerr* Haben sie ein Glück, das wir hier immer noch an diesem Rastplatz festsitzen. Ich habe gerade meine letzte Münze in dieses Internet-Teil hier geworfen. Herr Sondermann ich sach sie mir isset nicht spaßig ummet Gemüt!! Nun überlegen sie sich mal derweil wie sie das wieder gutmachen wollen. Wer ruckelt denn da an mir rum?? Hee weg da! Loslassen! Ich hab nicht die Münzen vom Tellerchen genommen. Nehmen se ihre Gummihandschuhflossen weg! Ich hab ne Allergie gegen Latex! Rrrapunzel zu hülfä, die Kittelfrau da will mir ans Leder.........
(30.6.04 09:10)
Mannomann, Milly, dich kann man aber auch nicht eine Sekunde lang alleine lassen. He, Sie da, Finger weg von unserer Frau M. !!! *Mal eben die Toilettenfrau an den Haaren zerrt* Die wird noch gebraucht. Wer soll mir denn sonst in Paris die Hotelkosten zusammensingen? Herr Sondermann etwa? Da lachen ja die Hühner. Und ich auch. Was ist los? Sie rufen die Polizei, weil Frau M. einen Euro von Ihrem Teller genommen hat? Machen Se sich doch nicht lächerlich, gute Frau. Da ist ja der Telefonanruf teurer als Ihr Verlust. Wie - es war nicht nur ein Euro? Es waren 500 Euro???? Seit wann liegt denn so viel Geld auf der Untertasse einer Klofrau? Ah, verstehe, der Kavalier, der ein paar Extrawünsche hatte.... Verfluchter Mist, Milly, raff deine zerfetzten Röcke hoch, da kommen schon die Bullen. Wir müssen loooooooos!!!!
(30.6.04 20:22)
*schnauf, renn, hechel* also Frau S. ich hab mir unseren netten Urlaubstripp ein bisken anders vorgestellt *röchel* ICH *hust* WILL nach Haus *pfeifend Luft einzieh* oder schnell nach Paris *rassel* ICH WILL Sondermann!! *schnauf* tot oder lebendig. Ich hasse körperliche Ertüchtigung!! *in den nächstbesten LKW Anhänger spring und Frau S. unterm Arm einfach mitnimmt* (nach etwa 10 Minuten, der LKW fährt los, Frau M und Frau S. sitzen fest!)
Sagen se mal Frau S. was müffelt denn hier so?? Wollten sie sich nicht gerade auf der Raststätte frisch machen? Woher kommt dieses Scharren und wütende Schnauben? Sind sie etwa auch so außer Atem? Nee, das kommt irgendwie aus der Ecke da, lassen se mich mal gucken. *raschelnd durch Stroh marschier* *wimmer* Frau S. ich glaube wir haben ein Problem! Ich fürchte wir sind auf dem Weg nach Spanien, oder wo finden immer diese Stierkämpfe statt? Haben se noch ein bis zehn Valium in der Hosentasche??? Und packen se um Himmels Willi das rote Halstuch weg!!!!
Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.
und so begab es sich, dass die beiden Damen S/R und M aD ihr Gepäck in einen völlig veralteten VW Bus luden. Dem freundlichen, aber leider völlig bekifften Fahrer gaben sie noch rasch den gewünschten Zielort an und schon nahm das Drama in 14 3/4 Akten seinen Lauf.
Da hockten sie nun unsere beiden Heldinnen, in besagtem VW-Bus Marke Flower-Power-ich-schaff-den-nächsten-Hügel-nicht. Zunächst sprachlos und in sich gekehrt lauschten sie andächtig den entzückenden Klängen einer Heavy-Metall-Endlos-Aufnahme, die lautstark aus den verbeulten Maxiboxen auf sie eindröhnte.
Während Frau M aD muffelig aus dem Fenster stierte und schon Rachepläne gegen einen gewissen Herrn Sondermann schmiedete, wagte Frau S/M einen verunsicherten Blick auf den headbangenden Fahrer.
"Bist du sicher, das er verstanden hat wo wir hinwollen" flüsterte sie nach rechts.
"Watt is???" Frau M. schreckte aus ihren trüben, gewalterfüllten Tagträumen auf.
Frau S/M nun lauter "Meinst du der da bringt uns sicher bis Paris??"
Schulterzuckend schielt Frau M nun durch ihre total ruinierte, um den Kopf gepappten Frisur zum Fahrer.
S/M:"Glaubst du der kann sprechen?"
"Watt weiß ich, probieren wir´s mal!"
Frau S/M wagt den ersten zaghaften Schritt: "Nette Musik, wäre es wohl möglich sie ein klein wenig leiser zu drehen?"
Der Headbanger starrte weiterhin unbeeindruckt geradeaus. Inzwischen hatte er allerdings vom durchschütteln seiner filzigen Haarpracht abgelassen und drehte sich mit den Knie´n lenkend einen Zigarettchen.
So geht das nich.." raunte Frau M "lass mich ma..!"
*brüllend* "EY!! Ich bin die Joy und das da ist unsere Rapunzel, alles fit soweit?"
"Joooooo!"
Triumphierend zog Frau M eine Augenbraue bis an den gesträhnten Haaransatz.
Beherzt drehte nun Frau S/M die Musik runter. "Wie war noch gleich ihr Name??"
"Kurt"
bald geht die Fahrt unserer tapferen Damen weiter..
Kommentare dazu: (Reisebericht: Titel unterwegs im Namen des Herrn (wie hieß er noch gleich ? E.S.)
2.7.04 11:46)
Sehr geeehrte Frau M aus Dingens,
langsam fange ich an zu verstehen... Sie verwechseln offensichtlich das Hotel Ponzo mit dem Hotel Portugal. Hier wird ja nicht so oft Fussball gespielt (3 Minuten pro Spiel).
Bitte machen Sie sich doch schnellstens auf den Weg in die andere Richtung (muss irgendwie nach oben gehen). Ihre Reisebegleiterin hat schon ein Kopfgeld auf Sie ausgesetzt, Madame Quidécidetout wird nicht lange zögern, den Zimmerpreis von Ihrer Kreditkarte abzubuchen (no-show).
MfG
Rezeption
leider daneben
In aller Schnelle.... ich glaube, da hat Herr Sondermann das falsche Hotel erwischt, ja wirklich!!
Wegen einer technischen Panne muss Frau Ponzo, Rezeptionnistin, schon auf eigene Kosten Überstunden schieben. Madame Quicassetout (ich wusste es doch!) hat die Internetverbindung gesprengt. Hilfe! Muss dann 8 (acht!) Stunden ohne absitzen. Die Kunden machen was sie wollen. Die machen alle was sie wollen.
Kommentare dazu: (leider daneben)
Da hast du recht. Ich bin verkäuferin und ich weiß wie sich Kunden benehmen. Absolut doof. :-)
Liebes Gästebuch,
die Damen S/M fehlen mir. Wenn ich wenigstens einen so modernen Laptop wie Frau M mein eigen nennen könnte! Einfach 50 Cent auf den tellerrunden Bildschirm gelegt und schon steht die Verbindung. Dank wireless-lahm. Mit meinem Aschenbecher funktioniert das leider nicht so gut. Oder sind da schon wieder irgendwelche Viren im Umlauf? Die Technik entwickelt sich ja gerade auf diesem Gebiet sekündlich weiter.
Unterdessen habe ich Angst, das Hotel zu verlassen. Bei jedem neuen Betreten bekomme ich ein anderes Zimmer zugewiesen. Momentan bewohne ich sämtliche Zimmer mit ungeraden Ziffern, dazu die Zimmer mit den griechischen Buchstaben, die Zimmer mit den urinierenden Baby-Ikonen an der Tür (ein Hinweis, dass die letzte Hotelrenovierung Ende der 70er Jahre stattgefunden haben musste), die Sauna, das Wickelzimmer und den Bügelraum. Letzteres gehört nicht gerade zu meinen Lieblingszimmern. Es schläft sich einfach zu unbequem auf dem harten Bügelbrett. Und meinem Waschbrettbügelbauch bekommt es auch nicht gut. Besonders wenn das unvorsichtige Personal das erhitzte Bügeleisen darauf abstellt, während ich schlafe.
Ich befürchte, bei meinem nächsten Ausgang erwische ich das Zimmer Pi und dann drehe ich endgültig durch.
E.S.
Kommentare dazu: (Liebes Gästebuch)
Als Kennerin würde ich eher sagen, Anfang der 60er Jahre (die Renovierung natürlich). Der Wäschekabuff befindet sich im 6. Stock, tatsächlich.
Herr Sondermann, Sie sollten sich dringend als solcher outen! Oder sind Sie doch im falschen Hotel?
Rezeption
Im falschen Hotel?
Liebes Gästebuch,
angeblich soll dieses Hotel ja nur so von deutschen Gästen wimmeln. Aber ich habe hier noch keine gesehen und selbst die Damen S/M, deren deutsche Staatszugehörigkeit nach BND-Erkenntnissen gesichert zu sein scheint, lassen sich Zeit mit Ihrem Besuch.
Die Rezeptionnistin versicherte mir jedoch, dass in der vorigen Woche das Haus noch mit Deutschen überfüllt war. Irgend so ein Männerballett. Alle mit Goldkettchen nebst Silvergoal am Hals und jeder mit mindestens drei Masseusen, fünf Physiotherapeuten und einer persönlichen Psychoanalytikerin, in Fachkreisen als Mutti bezeichnet. Ihre Gruppenleiterin war eine Tante, die Käthe gerufen wurde und auch so aussah.
Die Tanzauftritte müssen aber niemanden vom Hocker gerissen haben. Zu wenig Dynamik, keine Choreografie, von den Gesangseinlagen ganz zu Schweigen. Eine inhaltliche Leere, die auch von den modischen Kostümen und Frisuren nicht gefüllt werden konnte. Auf jeden Fall sind sie still und heimlich abgereist. Hier und da findet man noch ein paar Einlegesohlen und Hanuta-Sammelbildchen auf den Toiletten. Mehr nicht.
Aber man munkelt, ein Deutscher halte sich noch versteckt im Hotel auf. Dieses Phantom wurde in den letzten Tagen dabei gesichtet, wie es den Glascontainer durchwühlte, gierig auf der Suche nach noch nicht ganz geleerten Portweinflaschen. Mayer-Vorfelder wird es sarkastisch von den Hotelangestellten genannt.
Aber bei aller Liebe zu Doppelnamen, so kann man doch nicht wirklich heißen, oder?
gez. Schnulze-Heulbach-Sondermann
Kommentare dazu: (im falschen Hotel?)
Soul / Website (1.7.04 13:57)
Die "Damen S/M"??? Wo? Her mit denen und erzählt mir jetzt ned, dass ich da was falsch interpretiere. Obwohl mich ja manchmal das Gefühl beschleicht, dass Fräulein S. M'iger, und Her Greetness Dame M., S'iger ist, als ihre Namen vermuten lassen.
---------------
Und was den MV anbelangt, kann man mir und meiner Familie keinen Vorwurf machen. Wir hassen den schon seit über 20 Jahren. Das soll uns mal jemand nachmachen.
(1.7.04 23:23)
Hach ja, das ist ja mal wieder typisch. Ich bin dem Tode nahe, werde durch halb Europa gejagd und die Herren sinieren hier über seltsame Namen und noch seltsamere Abkürzungen. Na ja, wenn ihr nix Besseres zu tun habt.... Ich sage jedenfalls zu S+M nix mehr, außer dass sie ein gutes Team sind - vielmehr waren...Frau M. ist mir ja irgendwie abhanden gekommen.
(2.7.04 10:58)
ja doch, ja doch, es sei denn, Sie wären vielleicht Herr Karpfen (vgl. Konserve vom 30.06.).
Dicke Faxen
Fax an Hotel Ponzo, z. Hd. Rezeption:
Sehr geehrte Frau Ponzo,
ich wäre Ihnen zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie mir mal eine
Landkarte rüberfaxen könnten. Aber bitte sofort und geheim. Ich stehe
im Moment in einer Imbissbude, irgendwo im Dreieck Amsterdam - Lissabon
- Paris. Der Imbissbudenbesitzer, ein humorloser Kroate, weiß nicht,
dass ich mich an dem Faxgerät in seinem Hinterzimmer vergangen habe,
und ich fürchte, wenn er es entdeckt, dann werde ich ziemlich schnell
zu einem seiner unappetitlich aussehenden Grillhähnchen verarbeitet.
Ich habe komplett die Orientierung verloren. Seit Tagen sind Frau M.
und ich auf der Flucht. Erst war dieser Kurt mit seinem klapprigen
VW-Bus hinter uns her, weil Frau M. aus seinem Wagen eine ganze
Plastiktüte voll Marihuana mitgehen ließ. Dann die Polizei wegen diesem
ärgerliche Zwischenfall in einem belgischen Toilettenhäuschen. Und nun
werde ich selber noch wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und
anderer unverständlicher Dinge angeklagt und habe nicht nur die
Staatsanwaltschaft sondern eine ganze Horde unausgelasteter,
dauerfrustrierter, neurotischer Blogger am Hals. Ich kann Ihnen
sagen.... mein Leben war schon mal friedlicher - damals zum Beispiel,
als ich noch meine sexualtherapeutischen Sprechstunden abhielt und jede
Woche zwei neue Liebhaber hatte. Hach ja....*träum*.... Aber ich
schweife ab.
Frau M. ist mir unterwegs auch noch abhanden gekommen, als sie total
bekifft in den Wagen einer Horde Fußballfans stieg und mit ihnen
Richtung Portugal davon fuhr. Keine Ahnung, ob ich sie jemals
wiedersehe und sie diesen Trip überlebt. Zumal sie ihr aufblasbares
Oranje-Krönchen trug , während die Jungs im Wagen mehr wie Portugiesen
aussahen, die auf dem Weg nach Hause waren, um zu sehen, wie ihre Mannschaft die Holländer platt macht...
Ich will jetzt einfach nur eine Badewanne und ein Bett sehen. Also
bitte, bitte, bitte sagen Sie mir, wie ich Ihr verdammtes Hotel finden
kann.
Ihre total verzweifelte, orientierungslose, nach Imbissbuden-Fett stinkende Frau S.
Kommentare dazu: (Dicke Faxen)
(1.7.04 12:53)
Das haben wir gelesen!!!!
(1.7.04 13:53)
Au weia, ich fürchte, ich kann nicht mehr auf das Fax von Madame Ponzo warten, sondern muss weiter....Meine Verfolger sind mir schon wieder auf der Spur.... *keuch, hechel*
WANTED
( Bild von Frau M)
Gesucht wird Frau M. aus Dingens., zur Zeit unterwegs irgendwo in Europa mit dem Ziel Hotel Ponzo in Paris. Zuletzt wurde sie in einer italienischen Trattoria gesehen, in der sie auf den Tischen tanzte und laut sang: "I'm too sexy for my love, too sexy for Herrn Sondermann, too sexy for T. Soul..."
Besondere Kennzeichen: Eine orangefarbene, aufblasbare Krone (Frau M. hat offenbar noch nicht mitbekommen, dass die Holländer raus aus der EM sind), ein Pokal, der randvoll mit Portwein gefüllt ist und eine Plastiktüte voller Drogen.
Frau M. ist möglicherweise nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Es ist also im Umgang mit ihr Vorsicht geboten. Wer jedoch ihr Vertrauen gewinnt, sollte Frau M. unbedingt auf den Weg Richtung Paris schicken. Sie wird dort dringend erwartet.
Sachdienliche Hinweise nehmen Frau S., Frau Ponzo und Herr Sondermann entgegen.
Kommentare dazu: (wanted)
(2.7.04 10:55)
muss weiter STOP betr Person nicht gesichtet STOP Achtung STOP Madame Qui... wird CB kreditieren STOP no-show STOP
(2.7.04 11:34)
Wenn ich jetzt bloß noch wüsste, wer oder was CB ist.... *grübel*
2.7.04 11:38)
Carte bancaire - oder warten Sie noch ein paar Tage, dann können Sie sich von Monsieur L'Escroc anbrüllen lassen...
Rezeption
(2.7.04 11:59)
Nee, lieber nicht. Ich lass mich nur ungern anbrüllen.
Soul / Website (2.7.04 16:55)
Ja wie??? ... Frau M. sieht ja ganz anders aus, als in meinen Phantasien. Moechte betonen das dies keine Beschwerde ist. Ganz im Gegenteil.
3.7.04 10:21)
*reinschweb* Wo bin ich, wie heiss ich, wo wohn ich? *irre kicher* *singt: Hoch auf dem gelben Waaahaaagen sitz ich beim Schwaaaager vorrrrn, vorwärts die Rösser traaahaaaben* Hilfe ich will hier raus!!!! Ich bin in einem Bus voller Rentner gelandet! Das ist nicht wirklich schön hier. Ich werde hier als Geisel gehalten. Erst haben se mir das orange Krönchen abgenommen, dann haben se mir das Cocktailkleidchen ausgezogen und mich in ein schwarzes Kellnerinnen Outfit gesteckt. Sogar ein Spitzenschürzchen muss ich tragen. Wenn das nicht unter das Tierschutzgesetz fällt weiss ich et ja auch nich! Das kann ich eigentlich nur mit dem Inhalt meiner Tragetasche ertragen, aber die haben se mir auch abgenommen!! Keine Ahnung was da drin war, ich dachte das wären Päckchen mit pulverisiertem Dörrfleisch. War nicht wirklich lecker, aber danach fühlte ich mich so...... so....... unbeschreiblich. Jedenfalls vertecke ich mich gerade auf dem Bordklo. Die Rentner rufen schon nach mir, ich soll den nächsten Kaffee servieren. Nun singen se schon wieder, irgendwas vom Westerwald!!! *ZU HÜLLLLLFÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ*
(3.7.04 10:45)
Ich hab mir mal grad ein Bonbon geklaut. ICH HAB HUNGER!!*wehe wenn Frau M Hunger leiden muß, dann wird´s aber hart, ich sach Sie*
Im Angesicht des Phantoms
Liebes Gästebuch,
mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken herunter! Ich habe das Phantom getroffen! Im Lift, linke Ecke, ganz unten. Es bat mich, seine leeren Flaschen zu entsorgen. Es sei ihm irgendwie peinlich, dabei mit seiner roten Nase gesehen zu werden. Zum Dank dafür würde er mir einen Trainerschein ausstellen, oder auch zwei. Und ich dürfte mich Teamchef nennen.
Sehe ich denn so heruntergekommen aus? Ich schnupfe nicht, ich trinke nicht, bin auch nicht in der Schweiz geboren und für sein lächerliches Jahressalär von 4 Millionen Eurosen werde ich mir garantiert keine Trainingshose anziehen!
Soll er sonst wen fragen, Lothar Mathäus zum Beispiel. Aber nein, dieses Phantom MV will ja unbedingt jemanden, der fließend Deutsch sprechen kann.
Und was heißt es überhaupt, eine Fußballmannschaft aufzustellen? Wie viele tausend Mann brauche ich denn gegen Tschechien oder Brasilien? Kann das nicht die Bundeswehr übernehmen? Wie viele Leute passen überhaupt in einen Strafraum?
Und nach welchen Kriterien werden die Spieler ausgewählt?
Nach dem schönsten Tiernamen? (Ziege)
Nach dem putzigsten Haustiernamen? (Schweini)
Nach dem deutschesten Vornamen? (Fredi)
Nach dem deutschesten Nachnamen? (Bobic/Kuranyi)
Nach dem vornamenhaftesten Nachnamen? (Jeremies)
Nach dem, der eine abgeschlossene Berufsausbildung hat? (Schneider)
Oder nach jemanden, der auch ohne seine Frau klar kommt? (Kahn)
Oder vielleicht nach jemanden, dem zwei „T’s“ im Namen fehlen? (Klose)
Oder der nur ein „H“ hat? (Hamann)
Oder der so heißt, wie die anderen spielen? (Lahm)
Oder sollte es doch jemand sein, der schon mal einen Ball gesehen hat? (Ballack)
Fragen über Fragen, die sich das Phantom Mayer-Vorfelder mal schön selber stellen sollte!
E.S.
Waiting for the girls
Der allgemein bekannte Orientierungsschwachsinn des Weibes ist ja schon oft Gegenstand humorloser Satiren gewesen, und auch großer Hollywood-Tragödien. Denken wir nur an Thelma und Louise, die sich hoffnungslos verfahren hatten, zum Schluss sogar in einer Gegend, in der es technisch gar nicht möglich sein konnte, also in einer Landschaft ohne Straßen. Als dann auch noch die dritte Dimension in Form des Höhenunterschiedes zwischen Hochland und Grand-Canyon-Tal in ihr Bewusstsein trat, mussten sie völlig zu recht scheitern.
Ein ähnliches Trauerspiel scheint die Anreise der Damen S/M zum Hotel Ponzo in Paris zu werden. Während sich Frau S. im vermuteten Bermudadreieck Amsterdam - Lissabon – Paris zu befinden meint – ohne zu ahnen, dass sie sich dadurch bereits auf hoher See, genauer dem Golf von Biscaya befindet, maximal getragen von einer Woge frisch ausgelaufenem Tankeröl und männlicher Schadenfreude – hat sich Frau M. einer wandernden Karaokebar in Odessa angeschlossen und verfolgt mit müder Pupille die Laufschrift. Werte Frau M.! Eine Laufschrift ist kein Laufband! Sie müssen es schon selber probieren. Schritt für Schritt. Kommen Sie, es sind doch nur noch 2635 km bis Paris. Das schaffen Sie doch mit links und dem rechten Holzbein!
Andererseits kann Mann nur voller Hochachtung die Kreativität weiblicher Individuen auf dem Gebiet der Kommunikation bewundern. Frau Ponzo zum Beispiel, im Haupt- und Nebengewerbe Hotelrezeptionnistin ohne Internetanschluss, schreibt ihre e-mails auf einer Adler-Schreibmaschine und ist völlig unerklärlich damit ständig online. Ich weiß es aus erster Hand, denn ich bin in ihrem RSS, das heißt, ich bekomme immer die Durchschläge.
Frau M. aus Dingens, und hier verrate ich ein kleines Geheimnis, besingt seit Jahren Handy-Klingeltöne. Nicht ganz erfolglos, wie die diesjährige Nominierung zum Goldenen Stimmbruch im Obertonbereich beweist.
Und Frau S. kommuniziert inzwischen ausschließlich in HTML, was sie meisterhaft in Wort und Bild beherrscht. Sicherlich, hier und da gibt es ein paar Rückschläge bei ihren Blind-Dates. So kann es schon einmal passieren, dass ihre flapsige Anrede den Debugger ihres Rendezvous-Opfers einschaltet.
Ich kann vor soviel weiblicher Redekunst symbolisch nur meinen Hut ziehen, in dem ich einmal kurz und typisch geschlechtsspezifisch anerkennend von meiner Sportbild aufblicke.
"Oh, was lese ich da? Daum wird nun doch neuer Teamchef? Einzige Bedingung: Kein Gras auf dem Spielfeld?"
E.S.
Kommentare dazu: (waiting for the girls)
3.7.04 12:08)
*Arme in die Hüfte stemm* Herrrrr Sondermann! Ich bin in Not, ich hab Frau S. verloren, wurde entführt, gedemütigt, als blinder Passagier enttarnt. Derzeit muß ich Fischernetze knüpfen, damit man nicht über Bord schmeißt. Meine Fingernägel sind abgebrochen, meine Haut vom Salzwasser und von zu viel Sonne gerötet und schuppig. Ich habe keine Ahnung, ob ich diesen fliegenden Holländer hier jemals wieder verlassen kann und ob mich der Kapitano wie versprochen an der französischen Küste absetzt. Und SIIIIIIE lesen in aller Gemütsruhe die Sportzeitung????? Wo bleibt IHR Einsatz zur Rettung verlustig erklärter M´s aus Dingens? Alamieren sie die Truppen, die Küstenwache und meine Avonberaterin!
Jetzt kommen se mal in Wallung. Unfassbar......
E.S. ooooooooo S. !!
Ich konnte meinen Geiselnehmern entkommen. Ich habe mir die Pinkelpause des Busfahrers (siehe Kommentare zur Vermisstenanzeige 01.07.) zu Nutze gemacht und mich davon gestohlen. Ich befinde mich nun irgendwo in Istrien. Glaub ich! Jedenfalls heißt die Stadt hier Pula, das konnte ich gerade noch feststellen. Das war gar nicht so einfach, wo ich doch nachtblind bin und da ich aus Angst vor meinen Verfolgern nur noch nachts unterwegs bin, hatte ich etwas Probleme das Info-Schild am Bahnhof zu lesen. Tagsüber verstecke ich mich derzeit in einer üblen Kneipe am Hafen. Weil ich außer meiner Kellnerinnen-Bekleidung nichts mehr mein Eigen nennen kann, muß ich hier Teller spülen. Hin und wieder bekomme ich mal ein Stückchen Brot oder ein bisken Kleingeld. Damit sitze ich nun im Internet-Cafe und schreibe nun mit den letzten Kröten diese Zeilen. Also falls mich jemand lesen kann. HOLT MICH HIER RAUS!!! Wie komme ich von hier aus, ohne Moos nach Paris? Soll ich mich auf den nächsten Kutter schleichen? Nicht das ich dann statt in Paris, Italien, oder sonstwo als Haifischfutter ende! Ich seh schon, ist wieder mal keiner hier, der mir helfen kann. Alles muss ich alleine machen! OK! Ich werd mich jetzt mal an Bord dieses alten rostigen Schiffes da schleichen. Also meine Reise auf einem Schiff hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich hab jetzt den Namen des Schiffes vergessen, irgendwas mit f...Holländer. Da in meinen Adern ja auch ein winziger Hauch holländischen Blutes rauscht, denke ich mal das mir da nix passieren kann. Solltet ihr nix mehr von mir hören, bin ich entweder auf hoher See verschollen oder mit den Kapitän durchgebrannt. Paris ich komme!!!! (hoffentlich)
Ihre ver"wahr"loste Frau M. aus Dingens zur Zeit irgendwo an der Adria
Email@Erwin.Sondermann.de
Lieber Herr Sondermann,
diese Geschichte wird ein Happy End haben, das fühle ich genau. Nach 17 Tagen und 33 Stunden bin ich endlich in Frankreich gelandet. Ich sitze in der Internet-Corner einer Jugendherberge in Biarritz, umgeben von 20jährigen Surfern und ihren Groupies. Die 10-Bett-Zimmer sind zum Glück nicht nach Geschlechtern getrennt, aus den Duschen kommt morgens bis 7 Uhr warmes Wasser und da man beim Frühstück auf Teller verzichtet, muss auch niemand abwaschen. Die Sonne scheint und ich verbringe meine Tage am Strand und beobachte die jungen Surfer, die sehr, sehr knackig und very lecker aussehen. Besser hätte ich es gar nicht treffen können.
Wenn ich es mir so überlege, dann könnte ich gut noch ein paar Tage hier bleiben. Vielleicht auch ein paar Monate oder Jahre. Mal sehen.
Vorgestern, als ich in einem Viehtransporter mit spanischen Rindern hierher unterwegs war, überholte uns ein Reisebus voller Rentner. An einem Fenster wurde ein Plakat hochgehalten: "Hilfe, holt mich hier raus! Ich werde entführt!" Hihi, je oller je doller, was? Auch die Alten sind ja immer mal wieder für ein Späßchen zu haben. Die Frau, die das Plakat hochhielt, erinnerte mich irgendwie an Frau M., nur dass sie ungefähr 30 Jahre älter aussah.
Dabei sitzt Frau M. jetzt vermutlich schon mit Ihnen in der Hotelbar im Hotel Ponzo und schlürft einen Cocktail nach dem nächsten.
Seufz.... vielleicht sollte ich mich doch bald auf den Weg machen....Hach, aber diese schnuckeligen Jungs hier sind wirklich zu verführerisch. Ich glaube, ich muss mich doch noch mal an den einen oder anderen ranmachen....
Grüßen Sie mir die Damen M. und Ponzo
Frau S., äußerst relaxed und in Urlaubsstimmung
S M S (save my soul) @ Frau S.
na endlich *stopp* da treiben se sich also rum *stopp* zu Hülfä *stopp* habe schon Hilferuf an Herrn Sondermann abgesetzt *stopp* scheisse beim Morsen ist mir grad der letzte Fingernagel auch noch abgebrochen *stopp* aber der Sondermann meldet sich nicht *stopp* meine ganze Hoffnung ruht nun auf ihren zierlichen und gebräunten Schultern (neidisch guck) *stopp* befinde mich auf einem Schiff (fliegender Holländer) und muß Fischernetze knüpfen *stopp* als Gegenleistung wird mich der Kapitän an der französischen Küste rausschmeissen *stopp* schicken sie um Himmels Willi ihre Surfboys los*stopp* und meine Avonberaterin *stopp* wie seh ich denn aus??? *stopp* dat halt ich alles im Kopp nich aus!! *stopp* Los jetzt *stopp* es eilt*stopp* oder wollen se die Biaritzer Jungs etwa für sich alleine behalten? *stop* Nix da * STOPP ABER HALLO*STOPP* Mist der Kapitän kommt, wenn der mich in an seinem Morsegerät erwischt............*AKTION ABGEBROCHEN*
Funkspruch an Frau M.
Na, endlich, da stecken Sie ja stopp Schlage mich hier mühevoll durchs Leben, während Sie Abenteuerurlaub auf hoher See machen und ganz nebenbei noch handwerkliche Fähigkeiten erlernen stopp Fischernetze knüpfen, morsen....also, da wird Herr Sondermann aber neidisch gucken... stopp Meine Surfboys teile ich nur ungern, aber ich will mal nicht so sein stopp schicke demnächst ein Tretboot in Ihre Richtung auf den Weg stopp Muss los, werde gleich von zweien meiner Jungs massiert....
Frau S., very, very relaxed
*Sprachmitteilung via Handy an Frau S*
*hmpffmll!! hmppffffffffkrrrkkkmmppfff!!! mpf hmmpplf hmm hmpfhlnnnkkmpf! HMMMMMMMPFFFÖÖÖÖ!!!!!*
!PIEP! lieber Anrufer dies ist der Anrufbeantworter der Teilnehmerin Frau Prof. Dr. S. Leider ist die Aufnahmekapazität des Gerätes nun erschöpft, bitte rufen sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an, danke für Ihren Anruf*klick*
SOS
SOS auch von der Rezeption. Keiner kümmert sich um mich. Keiner sagt mir, ob er im richtigen Hotel ist. Oder im falschen. Da bin ich sowieso. Im falschen Film. Wie war das nochmal? "Hülfe, holt mich hier raus". SOS. "Die Gäste machen was sie wollen". Noch keinen gesehen heute. Frau S. scheint endgültig mit den Surfern durchgebrannt, Herr Sondermann im falschen Hotel - und von Frau M. will ich an dieser Stelle lieber kein Wort verlieren. SOS
SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht
Liebes Gästebuch,
Die Sonnabende sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Weder sonnig, noch abendlich.
Das Hotel Ponzo hatte am heutigen Tage alle männlichen Insassen zwangsrekrutieren lassen, um endlich die Strandbar eröffnen zu können. Das klang verhältnismäßig unverfänglich, hatte sogar einen leichten Beigeschmack von Amarettosonnenöl und verrutschten Oberteilen mit einem Hauch Zuckersand zwischen den cappuccinogebräunten Erhebungen, an denen sich die männliche Sehkraft ja bekanntermaßen so vorzüglich schärfen lässt.
Wie groß war dann die Enttäuschung. Auf einer 10 mal 10 m großen Fläche auf dem Hotelinnenhof erwarteten uns scharfkantiger Ziegelsplitt, eine verdorrte Zimmerpalme und eine völlig verknotete Hängematte. Für zehn Euro @ fünf Minuten konnte man davon Gebrauch machen. Weit und breit kein Meeresrauschen, keine kichernden Lachmöwen. Nur das Abwasser in den Gullys gurgelte geheimnisvoll und gaukelte uns mit seinem Odeur die venizianische Lagune vor.
Frau Ponzo oder die Frau, die ich für Frau Ponzo halte, oder die sich als Frau Ponzo ausgibt, war sich zu allem Überfluss nicht zu schade, an der Mülltonne ein Schild mit der Aufschrift „Le Soleil“ anzubringen.
Während wir noch sprachlos über so viel Unverfrorenheit staunten, schloss sich hinter uns das Gatter und die Strandparty mit coolem Tecchno und unvergesslicher Lichtshow begann. Das heißt, Frau Ponzo oder die Frau, die Frau Ponzo sein könnte, wenn sie Frau Ponzo wäre, setzte sich in ihren Peugot, hupte zum Steineerweichen und blendete uns mit dem Fernlicht, genauso wie es zur Zeit in Portugal und Griechenland nach großen Fußballspielen üblich ist.
Höhepunkt der Party war dann das feierliche Überreichen der Strandbarrechnung, durch die bei mir endgültig die Lichter ausgingen.
Ich wünschte, ich hätte Urlaub und mein Augenlicht zurück.
Mit letztem Tastsinn
E.?
Kommentare dazu: (SMS @ Frau M.: Würde gerne Ihre e-mail lesen. Bin jedoch erblindet. Siehe nachfolgenden Tatsachenbericht)
(4.7.04 15:05)
da fällt mir merkwürdiger Weise gerade eine Textzeile aus einem alten Lied ein: Schiiieß die Lichter aus.....
Ich weiss auch nicht warum mir das gerade jetzt in Zusammenhang mit diesem Eintrag einfällt. Ich glaub ich bin nicht mehr ganz Herrin meiner Sinne.
So ich muß weiter. Bis Lyon isset noch weit. Bis später!!!!!
WEGWEISER
Die Rezeptionnistin, Frau Ponzo die Einzige und Echte, ist noch dabei, diesen idiotischen Gästen (oder denen, die es werden wollen) den WEG zu erklären. Oben also für Frau M. im Bus auf der Autobahn.
Oder war die etwa auch schon auf hoher See?
Kommentare dazu: (Wegweiser)
es / Website (3.7.04 16:54)
Geht denn Ihr Internet-Anschluss wieder? Wenn ja, bin ich wohl doch im falschen Hotel, wenn ich die e-mail immer noch per Feuerzeug und Rauchzeichen senden muss.
(3.7.04 17:05)
Doch ja ja! Schneller als je zuvor. Monsieur L'Escroc hat den Anbieter gewechselt und alles neu installiert! Hurra!
Wenn ich bloss noch nicht die Feuerwehr angerufen hätte! Doch die Jungs waren so freundlich, den Einsatz mit dem Kauf einer völlig überteuerten Eintrittskarte zum Feuerwehrball am 14. Juli zu erklären...
es / Website (3.7.04 17:31)
Feuerwehrball im Hotel Ponzo? Ich esse am 14.Juli außerhalb!
Ponzist / Website (3.7.04 17:38)
Dann werden a) die Surfjungs von Frau S. und b) die Footballer von Frau M. mitgenommen. Da freuen sich die Feuerwehrmänner.
es / Website (3.7.04 18:24)
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Feuerwehrmänner nicht verheiratet?
Nächste Frage: Haben Sie den Tour de France - Ticker schon eingestellt? Und wer ist Ihr Favorit? Der der immer gewinnt, oder der, der immer gewinnen möchte?
3.7.04 18:28)
Als Nichte eines bekannten ehemaligen Maillot-jaune-Trägers bin ich wahrscheinlich dabei. "J'y étais". Der, der immer gewinnen möchte, soll doch auch schon einmal gewonnen haben, ist allerdings schon Lichtjahre her... kann man nur hoffen, dass er gut gedopt ist.
3.7.04 19:18)
Was denn, was denn, Frau Ponzo? Bei der Tour de France haben Sie auch Ihre Finger im Spiel? Na, dann dürfte es ja kein Problem sein, wenn Frau M. und ich uns den Fahrern mit unseren Holland-Rädern anschließen. Hach, das wird ja vielleicht ein Empfang, wenn wir dann umjubelt in Paris die Champs Elysées entlangradeln. Ich sehe es schon förmlich vor mir....
3.7.04 19:18)
P.S: Bei DEN Wegweisern werden wir uns auch garantiert nicht verradeln.
es / Website (3.7.04 19:22)
Sie waren aber auch schon alles in Ihrem Leben, jetzt sogar Nichte. Bewundernswert! OK, möge der besser Gedopte gewinnen.
Ich zische jetzt erstmal ab zu einer Polterhochzeit, Porzellan eintauschen. Ich brauche noch einen neuen Zahnputzbecher. Bis denne ... usw.
(3.7.04 19:23) Ponzo
na da bin ich mir nicht so sicher... übrigens, nochmal wat von Frau M gehört?
(3.7.04 19:41) Frau S.
Frau M. müsste auf dem Weg nach Biarritz sein. Dauert natürlich mit einem Tretboot doch etwas länger, vor allem bei der Brandung vor der Küste... Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns heute Abend gemeinsam von den Surfboys verwöhnen lassen können, um uns dann morgen ganz entspannt den Jungs von der Tour de France anschließen zu können.
(3.7.04 23:59)Frau S.
Da ging mir doch eben grade ein Licht auf.... Irgendwie hatte ich nie den Wald vor lauter Schildern gesehen...Aber jetzt weiß ich endlich auch, wie Ihr obercooles Metroschild zustande gekommen ist. Juchhuh, da werde ich mich doch gelegentlich auch mal bedienen....
Frau M.:
Ich bin endlich gestrandet! Die holländischen Lumpen haben mich tatsächlich über die Planke gehen lassen. Weit und breit war natürlich kein Tretboot in Sicht. Gott sei Dank waren die Diletanten nicht in der Lage einen vernünftigen Seemannsknoten an meine Fesseln zu bringen. So konnte ich mich in null komma nix befreien. Ein Glück, das ich in meinem früheren Leben einmal eine Schwimmerin aus dem russischen Olympiateam war. Ich bin die ganze Nacht durchgeschwommen. Als ich dann mit engangliegendem Kellnerinnenkleid an Land robben wollte, wurde ich von zusammenströmenden Strandläufern daran gehindert. Man stelle sich vor, die haben mich immer und immer wieder zurück ins Meer gerollt und kamen sich dabei noch recht heldenhaft vor! Beim 8. Mal hatte ich dann aber die Schnauze gestrichen voll, dat sach ich sie aber. Meine ganze Wut gegen Herrn Sondermann, busreisende Rentner, bekiffte VW-Kurts und holländische Seefahrer entlud sich in einem markerschütternden Schrei. Plötzlich war ich alleine am Strand. Die Strandläufer stoben in panischer Angst auseinander und warden nie mehr gesehen. Nach einer kleinen Verschnaufspause machte ich mich in Richtung Biaritz auf. Immerhin ist es mir geglückt nach 3 Stunden einen Wagen anzuhalten und den Fahrer dazu zu zwingen mich nach Biaritz zu fahren. Da mein Fahrer mit mir kein Wort wechselte und nur ängstlich geradeaus schaute, machte ich das Radio an. Ich war ja nicht mehr auf dem Laufenden. Ich habe gehört, das die Tour de France einen Zwischenstopp im Hotel Ponzo einlegt! Junge da muß ich mich jetzt aber ranhalten, damit ich pünktlich dort eintreffe. Ok die Radlerjungs sind zwar im Vergleich zu den Chippeldales, schmale Jüngelchen, aber immerhin besser als nix. Frau Ponzo falls sie das lesen können, ich möchte nun doch kein Zimmer mit Seeblick mehr. Wenn auch nur einer in meiner Gegenwart das Wort Meer erwähnt, dann......(zensiert). Höh! Ich höre gerade im Radio, das an der französischen Küste das Ungeheuer von Loch Ness gesichtet wurde. Hahaha! Die Franzosen! Mein Fahrer signalisiert mir gerade dass wir tanken müssen. Mal gucken ob ich an der Raststätte was zum anziehen auftreiben kann. Ich seh aus....nänänä
Bis später
Wie weit ist es noch bis Biaritz?
Ich hätte es mir denken können! Der Fahrer hat den nötigen Tankstopp nur vorgetäuscht. Kaum das ich den Wagen verlassen hatte, fuhr er mit quietschenden und durchdrehenden Reifen davon. Derweil schrie er irgendwas von diesem Ungeheuer. Merkwürdige Gesellen, diese Franzosen. Jedenfalls habe ich mich auf dem Klo erstmal frisch gemacht. Ich habe meiner Kabinennachbarin die Handtasche stibitzt. Darin habe ich alles gefunden, was ich in den nächsten Tagen zum Überleben brauche.
Ich fand:
eine Reisezahnbürste nebst Aronal und Elmex
Haarspray und 10 Zopfgummis
eine Drahtbürste
eine Unterhose in der Größe 54 einhalb
eine Stützstrumpfhose
einen Diät-Müsli-Riegel
5 Valium
eine Nagelfeile
kirschroten Nagelack
eine Sonnenbrille
eine Geldbörse
ein Reiseticket für eine Busreise Köln-Nippes - Italien
Hah! Das war eine der Rentnerinnen die mich seinerzeit entführt hatten! Aber da ich ja prinzipiell nicht schlecht bin, habe ich die Geldbörse und das Reiseticket wieder in die Tasche gelegt und die Tasche gut sichtbar hinter die Scheibenwischer des Busses geklemmt.
Nachdem ich mich unter die Trucker-Dusche geschmuggelt, anschließend meine Nägel ordentlich gefeilt und lackiert, meine Haarzottel zu einer aparten Zopffrisur gebändigt und mir die Zähne geschrubbt hatte, fühlte ich mich wieder halbwegs menschlich. Nun galt es nur noch dieses elende Kellnerinnenkleid loszuwerden.
Da ich ja auch mal Glück haben mußte, entdeckte ich am Ende des Parkplatzes der Raststätte, eine Reihe von Armeefahrzeugen. Als Mutter von 3 Kindern ist mir das anschleichen bzw. das anrobben an Dinge nicht unbekannt. So konnte ich schließlich aus einem ArmeeLKW eine grüne Shorts, ein grünes Shirt und ein paar nette kleine Kanönchen entwenden.
Ist ja alles nur geliehen! Ich schwöre, ich gebe das alles wieder zurück.
So machte ich mich nun querfeldein, die Autobahn verlassend, auf ins nächste Dorf. Dort fand ich noch ein klappriges Hollandfahrrad, das dort gelangweilt an einer Tavernenmauer lehnte. Biaritz bzw. Paris ich komme!
Nachtrag: Mist! Ich glaube ich bin an Biaritz vorbeigeradelt. Auf dem letzten Verkehrsschild stand Lyon 68 km. Frau S. ich warte in Lyon auf Ihnen!
Kommentare dazu: (Wie weit ist es noch bis Biaritz?)
es / Website (5.7.04 09:53)
Sehr geehrte Frau M.,
ihre Odyssee scheint sich positiv auf ihr äußeres Erscheinungsbild auszuwirken. Endlich weg von Cocktailkleidern und beinlosen Hosen. Hin zu typisch weiblicher Bekleidung und Ausstattung. Meine Frau trägt ja so was schon seit Jahren mit großem Erfolg und (unter uns gesagt) ohne jemals an Waschen und Bügeln zu denken! Das gibt mir allerdings jetzt zu denken …
(5.7.04 21:58)
Ja ich muss sagen, ich werde nun endlich mit gebührendem Respekt behandelt. Ich muss plötzlich nicht mehr an der Wursttheke Schlange stehen, oder im Park lange nach einem Sitzplatz suchen. Gut das sie das jetzt bemerkt haben. Ich hatte schon befürchtet, dass ich plötzlich aussehe wie eine alte Dame, der man über die Straße helfen und Sitzplätze anbieten möchte. Wie dem auch sei, ich komme langsam aber beständig weiter. Bis Lyon ist es nur noch ein Katzensprung (59 km). Wir sehen uns sehr bald. Machen se sich schonmal frisch.
Monolog im Taxi
Mit einem Taxi nach Pariiis, nur für einen Tag. Mit einem Taxi nach Pariiis, weil ich Paris nun mal so mag. Mit einem Taxi nach Paris. Und vielleicht ein kleines Rendezvouuuuu... tralalalilalilala.....tralalalilalilali...... Ah, da ist ja schon ein Schild richtung Lyon. Na, dann werden wir Frau M. ja bald finden. - He, Sie, achten Sie schön darauf, ob wir hier irgenwo eine Frau auf einem Hollandrad überholen. Kann ja nicht so leicht zu übersehen sein. Wie - Sie wissen nicht, was Hollandrad bedeutet? Ja, verflixt noch mal, was heißt das denn auf französisch? Vélo à la Hollandaise oder so vielleicht? Keine Ahnung. Na ja, Madame mit Vélo, die suchen wir. Alles klar? - Mit einem Taxi nach Paris, weil ich Paris nun mal so mag.....la la la la la..... Ach, Momentchen Mal, da gehts ja rauf in die Alpen. Na, da könnten wir doch noch eben einen kleinen Abstecher zur L'Alpe d'Huez machen und uns die besten Plätze sichern, damit ich auch mal in der ersten Reihe stehe, wenn Jan Ullrich vorbei kommt. - Was mit der Frau auf dem Vélo ist? Ach, der schicke ich schnell eine sms, dann kann sie einfach hinterher kommen. Wie meinen? Die Berge sind ein bisschen steil? 6 % Steigung? Na, da kennen Sie aber unsere Frau M. schlecht. Wenn die erst mal in Fahrt ist.....Wahrscheinlich überholt sie uns gleich noch - alleine schon aus lauter Ärger darüber, dass ich nicht zu unserem vereinbarten Treffpunkt komme. - Warten Sie mal, was ist das denn da für eine Staubwolke da unten am Hang? Ja, ich sach es doch. *mal eben das Fenster runterkurbelt* HUHU MILLY!!! *wild mit den Armen wedelt* Nur noch diese kleinen 15 Kilometerchen mit der 12-prozentigen Steigung. Machst du doch mit links. Bis gleich!!!!! *Fenster wieder hochkurbelt* In einem Taxi nach Paris.....tralitralatrali.....
Kommentare dazu: (Monolog im Taxi)
(6.7.04 00:01)
*radel, strampel, auf den Kilometer-Zähler schiel* wie weit *schnauf* mach et denn noch sein??*schnauf* Hey!! *Arm hochreck* was blinkt mich denn dieses blöde Taxi da von hinten an?? Nu hupt der Kerl auch noch! Jaaaahaaaaa, ich weiss auf der Autobahn haben Räder nix zu suchen! Korintenkacker!! Nu schreit die Beifahrerin mich auch noch an! Mal die Kopfhörer tiefer in die Ohrmuschel schieb. *strampel, radel* komisch die Frau sah irgendwie aus wie mein Rapunzelken, kann nich sein, die lümmelt sich doch in Biaritz mit den Beachboys rum.... Da!Nu gestikuliert die schon wieder...... Kopfhörer lüpf..... DAT ISSE! HAAALT SOFORT STEHENBLEIBEN!! HALLO FRAU PROFESSOR ICH BINNET DOCH!!! Wie nur 15 Kilometerchen? Wie bitte folgen?? Sachma!!!!!!!!!!!!!!!! AAAAAAANHAAAAALTÄÄÄÄÄÄÄÄN!!!
*mal die Kanonen zück und in die Luft baller* Wech isse! *in die Bremse steig*
Hasse Töne? Die biegt mit ihrem Taxi ab! Hier gehts lang nach Lyon!!! Na warte! *strampel radel*
Hä?
Lyon? Wieso Lyon?
Kommentare dazu:
Rapunzel / Website (6.7.04 13:45)
Keine Ahnung, wieso wir da gelandet sind. Aber Frau M. hat die Richtung vorgegeben und ich bin ihr nur gefolgt. *ganz unschuldig guckt* Verzweifeln Sie nicht, werte Madame Ponzo: Immerhin sind wir schon in Frankreich. Und immerhin liegt Lyon nördlicher als Biarritz. Das ist doch schon was, oder?
Wo ist der Sondermann?
Ein Mann möchte ein Taxi bestellen, um zur Gare de Lyon gefahren zu werden. Kein Problem, hängt hier doch eine Taxirufnummer. "Restez en ligne, un opérateur va répondre à votre appel..." mit Musik sogar. Fünf Minuten später hat der Operateur noch nicht geantwortet. Ich sage zu dem Mann, er solle ein Taxi auf der Strasse anhalten oder zur nächsten Station auf dem Boulevard Saint Germain gehen. "Aber heute morgen hat man mir gesagt, das wäre kein Problem mit dem Taxi". "Wie Sie hören, antworten die nicht, da steht wahrscheinlich kein Taxi zur Verfügung". Der Kerl verliert die Fassung, nimmt seine zwei (viel zu grossen) Koffer, rempelt sich damit durch die Tür und brüllt auf der Strasse noch hier zur Tür hinein: "Hôtel de Merde!" Recht hat er zwar, aber warum schreit der mich an? Bin doch kein Taxiunternehmen.
Die wissenschaftliche Weltsensation!
Der eigens zur Überwachung des Wanderverhaltens von Bisamratten und Strohmatten installierte Forschungssatellit der ESA „Gugelhupf a+b=c“ sendete gestern überraschend Bilder der beiden bereits mehrfach erfolgreich als vermisst geltenden Damen S/M.
Wie deutlich zu erkennen ist, wähnen sich die Damen unbeobachtet in Frankreich.
(Foto zweier ältlicher Damen die einen Cocktail schlürfen)
Ein Sprecher der ESA erklärte der aufgeregten Weltpresse „Ein Erfolg des europäischen Weltraumprogramms „Big Mother is smelling you“. So bald der Satellit einmal die Fährte mittels einer einfachen Geruchsprobe, hier reicht normalerweise der Zellkern einer Darmzelle der zu überwachenden Gegenstände, aufgenommen hat, lässt sich deren Spur überall auf dem Globus nachvollziehen.“
Im Hotel Ponzo überarbeitet man derweil die Evakuierungspläne.
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:16)
Wie meinen?
teabag / Website (6.7.04 21:34)
So meinen: Frau S. und Frau M. in unmittelbarer Hotelnähe! Denken Sie an ihre Gäste! Denken Sie an ihr Hotel! Retten Sie wenigstens ihre Haut! Mehr kann ich nicht mehr für Sie tun ...
zu verkaufen:
(BILD IRGENDWIE VERSCHOLLEN)
Kommentare dazu:
(6.7.04 20:26)
Ich biete ein altes Surfbrett, einen kaputten Handy-Akku und eine Festplatte voller ungelesener Weblog-Einträge! *reckt die Arme hoch*
Milly, guck mal, was ich gefunden hab! *jubel* Das Tandem ist doch wie für uns gemacht. Willst du dein aufblasbares Krönchen auch noch mitbieten? Dann haben wir vielleicht mehr Chancen.
(7.7.04 16:06)
o.k. ich nehme das Surfbrett und das Krönchen in der Hoffnung, dass die werten Damen dann vielleicht mal hier ankommen (bitte Surfbrett mitbringen!).
Rezeption und Tandemverkauf
Fortsetzung?? Siehe Rubrik: Hotel Ponzo - nichts als die Wahrheit
Anmerkung:
Diese Blog-Story fand ihre Anfänge im Sommer 2004, als wir aus einer Sommerlaune heraus anfingen über eine gemeinsame Tour nach Paris zu phantasieren. Wir das sind :
Herr Erwin Sondermann (ES),
Frau S. (Saintphalle,
Frau M. (Milly,
und natürlich Frau Ponzo, ohne deren Blog das ganze nie stattgefunden hätte.
Ursprünglich war diese Story hier zu Hause:
Hotel Ponzo
Frauenzimmer - 29. Mai, 00:24
